Zwingen möglich?

2. November 2017 Thema abonnieren
 Von 
Janosaurus
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Zwingen möglich?

Hallo,
ist es möglich, einen anderen Menschen (Verwandten) rechtlich zu "zwingen", Urkunden einzureichen - auch wenn es wohl etwas mühsam wäre diese zu beschaffen - um einen gemeinschaftlichen Erbschein beantragen zu können?
Wenn nein, könnte ich besagtem Verwandten, der sich quer stellt und offensichtlich auf seinen Erbteil verzichten möchte um mir eins reinzuwürgen, die Kosten in Rechnung stellen (und diese dann auch definitiv ersetzt bekomme!), die sich mir ergeben würden, wenn ich die nötigen Urkunden aus dem Ausland beschaffen würde?
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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7961 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat:
Hallo, ist es möglich, einen anderen Menschen (Verwandten) rechtlich zu "zwingen", Urkunden einzureichen - auch wenn es wohl etwas mühsam wäre diese zu beschaffen - um einen gemeinschaftlichen Erbschein beantragen zu können?

Standesamtliche Urkunden kannst Du selbst beschaffen.
Zitat:
Wenn nein, könnte ich besagtem Verwandten, der sich quer stellt und offensichtlich auf seinen Erbteil verzichten möchte um mir eins reinzuwürgen, die Kosten in Rechnung stellen (und diese dann auch definitiv ersetzt bekomme!), die sich mir ergeben würden, wenn ich die nötigen Urkunden aus dem Ausland beschaffen würde?

Der Verwandte kann Dir keins "reinwürgen" und er verzichtet dadurch auch nicht auf seinen Erbteil. Die Erbschaft gilt auch ohne Erbschein als angenommen. Ein Erbschein ist lediglich eine Art "Ausweis" zum Nachweis der Erbschaft.

Du könntest es zumindes versuchen, ihm die Kosten in Rechnung zu stellen.

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#2
 Von 
Janosaurus
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja das Problem ist, dass die Urkunden aus dem Ausland beschafft werden müssen. Laut Botschaft dort soll man sich selbst darum kümmern, sprich selbst hinfahren oder Verwandte, Bekannte dort beauftragen, die Urkunde zu holen. Ich selbst habe mit dem Land aber rein gar nichts zu tun, da ich dort nicht geboren bin und auch nie dort war und auch nicht deren Sprache dort mächtig bin und auch keine Verwandten, Bekannten oder sonst wen dort habe. Das klingt alles recht teuer, wenn man das über fragwürdige Agenturen macht.
Zu dem besagten Verwandten, der seine Urkunde nicht rausrücken möchte und ohne die ich den Erbschein nicht beantragen kann, besteht kein Kontakt.
Es ist in dem Falle egal ob die Erbschaft angenommen wurde oder nicht. Ich komm nicht an die Kohle ohne die Mithilfe von besagtem Verwandten. Und der Verwandte kommt doch auch nicht an das Geld. Das habe ich gemeint.

Gibt es denn keine Möglichkeit, den Verwandten zu einem Einreichen der Urkunde zu bewegen?

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#3
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3087x hilfreich)

Offenbar liegt ihm nicht so viel an dem Geld... Der Erbschein geht normalerweise zu Lasten des Nachlasses, das heißt Sie müssten vorstrecken und könnten die Kosten vom Nachlass abziehen, bevor geteilt wird.

Signatur:

"Valar Morghulis"

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#4
 Von 
Janosaurus
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie sieht es mit einem Teilerbschein aus? Hat damit jemand schon Erfahrungen gemacht? Ich weiß nicht was das Problem des Verwandten ist, auf Geld verzichtet doch niemand einfach so..

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#5
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7961 Beiträge, 4488x hilfreich)

Ein Teilerbschein bringt nichts - da über den Nachlass nur verfügen kann, wenn ein gemeinschaftlicher Erbschein (oder in diesem Fall) zwei Teilerbscheine vorliegen. Desweiteren müssen beide Erben bei der Bank unterschreiben.

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#6
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8493 Beiträge, 4055x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Gibt es denn keine Möglichkeit, den Verwandten zu einem Einreichen der Urkunde zu bewegen?
Biete ihm doch irgendwas dafür, z.B Geld.

Evtl hat er ja als er diese Urkunde beschafft hat auch etwas dafür investieren müssen, Vielleicht will er einfach nur nicht, dass du kostenlos davon profitierts...

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#7
 Von 
Janosaurus
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Also wir sind 3 Erben, wenn ich zwei Teilerbscheine beantrage, können doch der andere Erbe und ich über unsere Teile verfügen. So wie ich das verstanden habe wie es online beschrieben ist, dass man als Inhaber eines Teilerbscheins nicht über das gesamte Erbe verfügen kann - will ich ja auch gar nicht. Will doch nur meinen Teil und sonst gar nichts. Oder wieso sollte mir ein Teilerbschein nichts bringen? Für was gibts dann überhaupt Teilerbscheine, wenn dann beide vorliegen müssen? Ist doch Mumpitz.

Ich weiß nicht sicher, ob der verbohrte Verwandte die benötigte Urkunde überhaupt hat oder ob der die auch wie oben beschrieben aus seinem Heimatland holen müsste. Da aus dem Mund des besagten Verwandten nur Beschimpfungen und Lügen kommen, würde ich auf eine Aussage seinerseits sollte ich so eine je erhalten, keinen großen Wert legen.

Es kann doch nicht sein, dass es in unserem Rechtssystem so ist, dass nur weil sich einer querstellt, andere Leute nicht an ihr ihnen zustehndes Geld kommen!

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3087x hilfreich)

-

-- Editiert von fb367463-2 am 04.11.2017 16:43

Signatur:

"Valar Morghulis"

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#9
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3087x hilfreich)

-

-- Editiert von fb367463-2 am 04.11.2017 16:42

Signatur:

"Valar Morghulis"

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#10
 Von 
Janosaurus
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

https://www.anwalt.org/teilerbschein/

Falls man hier verlinken kann, von der Seite habe ich die Infos gehabt. Auf der Seite stand halt mal was Positives. Auf vielen anderen Seiten stand auch, dass man mit einem Teilerbschein nichts anfangen kann - warum gibts den dann?
Will mich ungern damit abfinden, dass mir ein anderer Typ mich so in der Hand haben kann.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7961 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat:
Also wir sind 3 Erben, wenn ich zwei Teilerbscheine beantrage, können doch der andere Erbe und ich über unsere Teile verfügen.

Nein, das könnt ihr nicht! Alle Erben bilden eine Erbengemeinschaft und bei einer Verfügungen über den Nachlass müssen alle Erben mitwirken.
Zitat:
So wie ich das verstanden habe wie es online beschrieben ist, dass man als Inhaber eines Teilerbscheins nicht über das gesamte Erbe verfügen kann - will ich ja auch gar nicht. Will doch nur meinen Teil und sonst gar nichts.

Diesen Teil gibt es aber noch nicht. Alle Erben müssen den Nachlass erst mal auseinandersetzen.
Zitat:
Es kann doch nicht sein, dass es in unserem Rechtssystem so ist, dass nur weil sich einer querstellt, andere Leute nicht an ihr ihnen zustehndes Geld kommen!

Wie immer, wenn sich einer querstellt, gibt es Anwälte und Gerichte.


0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Janosaurus
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Alles klar. Vielen Dank für Eure Bemühungen.
Schade, dass das so ist, aber kann man wohl nicht ändern.

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