Guten Abend,
folgende Situation liegt vor:
Vater Hans besitzt mehrere Immobilien. Eine Wohnung davon möchte er an 1 von 4 Töchtern "übertragen". Ein paar Daten dazu:
-Vater Hans bietet die Immobilie seiner Tochter für 800.000eur (statt 1,2mio) an.
-Tochter würde den laufenden Kredit in Höhe von 800.000eur mit einer Restlaufzeit von 7 Jahren übernehmen.
-Marktwert 1,2Mio eur.
-180qm Wohnfläche
-Mietpreis am Markt liegt bei 14,5eur/qm.
-Zusätzlich bietet Vater Hans an, dass die Mieteinnahmen 2.200eur monatlich aus einer anderen Wohnung dazu verwendet werden können den Kredit der Tochter abzubezahlen.
-Die monatliche Belastung beträgt 5250eur (Zins und Tilgung) für 7 Jahre.
-Restschuld nach 7 Jahren: ca. 380.000eur .
Wie hoch müssten Ausgleichszahlungen an die anderen Töchter sein?
Oder wie könnte die Immobilie von den Anteilen aufgeteilt werden, wenn alle 4 Töchter den Kredit übernehmen und eine davon darin leben würde?
Wie wäre die faire Aufteilung, wenn eine Tochter eine fiktive "Mietzahlung" von 2.200eur (12,22eur/qm) zahlen würde um darin zu wohnen und alle Töchter die Differenz von der Mieteinnahme 2.200eur aus der anderen Immobilie des Vaters und die 2.200eur aus der fiktiven "Mietzahlung" der Tochter aufteilen? Damit wäre die monatliche Differenz von 825eur durch vier geteilt.
Tochter 1 (lebt in der Wohnung) zahlt monatlich 2.200+212,5 = 2412,5eur
Tochter 2 (lebt nicht in der Wohnung) zahlt monatlich 212,5
Tochter 3 (lebt nicht in der Wohnung) zahlt monatlich 212,5
Tochter 4 (lebt nicht in der Wohnung) zahlt monatlich 212,5
Wäre eine gleichmäßige Aufteilung (jeder 25% an der Immobilie) der Anteile fair?
Freue mich auf eure Rückmeldungen.
heikle Vorerbe Situation mit einer Immobilie und 4 Kindern
3. Januar 2025
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Frage vom 3. Januar 2025 | 00:55
Von
Status: Frischling (3 Beiträge, 0x hilfreich)
heikle Vorerbe Situation mit einer Immobilie und 4 Kindern
#1
Antwort vom 3. Januar 2025 | 01:07
Von
Status: Unbeschreiblich (130364 Beiträge, 41517x hilfreich)
Zitat :heikle Vorerbe Situation
Es gibt hier keine "Vorerbe Situation".
Zitat :Wie hoch müssten Ausgleichszahlungen an die anderen Töchter sein?
0,0 - da gibt es kein "muss", denn der Vater kann mit seinem Eigentum machen was er will.
Zitat :Wie wäre die faire Aufteilung
Kommt ganz darauf an, was die 5 Beteiligten jeweils unter "fair" verstehen.
-- Editiert von User am 3. Januar 2025 01:14
#2
Antwort vom 3. Januar 2025 | 01:48
Von
Status: Schlichter (7609 Beiträge, 1708x hilfreich)
Zitat :Wie hoch müssten Ausgleichszahlungen an die anderen Töchter sein?
0,0.
Der Vater kann sein Eigentum nach belieben verschenken.
Schenkungen des Vaters, die er innerhalb von 10 Jahren vor seinem Tod gemacht hat, können unter bestimmten Umständen dann Pflichtteilsergänzungsansprüche auslösen.
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#3
Antwort vom 3. Januar 2025 | 06:08
Von
Status: Frischling (3 Beiträge, 0x hilfreich)
Verstehe. Dann nennen wir es Schenkung und nicht Vorerbe. Wie könnte eine faire Schenkung gestaltet werden?
#4
Antwort vom 3. Januar 2025 | 11:07
Von
Status: Junior-Partner (5949 Beiträge, 2620x hilfreich)
Zitat :Wie könnte eine faire Schenkung gestaltet werden?
Da müssen sich die zu Beschenkenden schon alle selbst drüber einig werden.
Ich empfinde z.B. das Angebot, die Wohnung für 800.000 zu kaufen und den Kredit auch noch zu übernehmen für nicht fair.
Warum die anderen Töchter dann auch noch dafür zahlen sollen, dass Tochter 1 in der Wohnung leben kann, für die Lösung fehlt mir dann jede Phantasie.
#5
Antwort vom 3. Januar 2025 | 11:28
Von
Status: Frischling (3 Beiträge, 0x hilfreich)
Zitat :Ich empfinde z.B. das Angebot, die Wohnung für 800.000 zu kaufen und den Kredit auch noch zu übernehmen für nicht fair.
Der Kauf würde in dem Sinne erfolgen, dass der Kredit mit einem Zinssatz von unter 1,5% für 800.000eur übernommen werden würde.
Heißt: es gibt zum einen den Vorteil, dass die Wohnung 800.000eur kostet statt 1.200.000eur.
Zum anderen werden 2.200eur monatlich (bzw. die marktgerechte Miete) aus einer ganz anderen Immobilie des Vaters an die Kinder ausgezahlt bzw. nur an diejenigen, die sich an dem Deal beteiligen würden.
#6
Antwort vom 3. Januar 2025 | 11:49
Von
Status: Junior-Partner (5949 Beiträge, 2620x hilfreich)
Zitat :Zum anderen werden 2.200eur monatlich (bzw. die marktgerechte Miete) aus einer ganz anderen Immobilie des Vaters an die Kinder ausgezahlt bzw. nur an diejenigen, die sich an dem Deal beteiligen würden.
Welcher Deal? Mir ist völlig unklar, was die 2200 EUR monatlich mit der eigentlichen Immobilie zu tun haben sollen.
Wenn Hans die 2200 EUR an seine Töchter fair verteilen will, bekommt jede 550 EUR im Monat.
Offensichtlich ist das aber überhaupt nicht das Anliegen von Hans.
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