unbekannte Erben?

22. Mai 2014 Thema abonnieren
 Von 
Hoffnungslosverwirrt
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
unbekannte Erben?

Mein Mann hat seit frühester Kindheit keinen Kontakt zu seinem Vater gehabt.
Nun kam Post von der zuständigen Ordnungsbehörde das wir uns um die Bestattung kümmern müssen (und tun).
Es gab Gerüchte über zwei Kinder. Zwei Kinder wurden auch wegen der Bestattung angeschrieben, mein Mann und sein Bruder wobei der nicht leibliches Kind des Vaters ist und auch sonst nichts mit ihm zu tun hatte.
Wir treten nun also das Erbe an.

Kann es passieren das in ein paar Jahren jemand kommt und Ansprüche geltend machen kann falls es doch noch jemanden gibt?
Wie können wir uns darüber informieren? Ist es überhaupt unsere Aufgabe und wenn ja was müssen wir tun?

Über Antworten würden wir uns freuen


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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7960 Beiträge, 4487x hilfreich)

Wir treten nun also das Erbe an.
Du tritts das Erbe nicht an.

Kann es passieren das in ein paar Jahren jemand kommt und Ansprüche geltend machen kann falls es doch noch jemanden gibt?
Ja.

Wie können wir uns darüber informieren?
Es dürfte schwierig sein, herauszufinden, ob der Vater ggf. weitere Kinder hat.

Ist es überhaupt unsere Aufgabe und wenn ja was müssen wir tun?
Welche Aufgabe? Falls damit gemeint ist, die Bestattung zu regeln ist das richtig, die nächsten Angehörigen sind verpflichtet für die Bestattung zu sorgen. Das regelt das Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes.

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#2
 Von 
Hoffnungslosverwirrt
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok, mein Mann beantragt den Erbschein, so richtig?

Aufgabe: ist es unsere Aufgabe weitere Erbberechtigte zu suchen und wenn ja, wie machen wir das?

Das wir die Kosten der Bestattung übernehmen müssen ist ja klar und soweit auch geklärt.

Es könnte also in 10 Jahren klingeln und jemand erklären ihm gehöre die Hälfte unseres Hauses?

Vielen Dank für die Antwort

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32677 Beiträge, 17209x hilfreich)

ist es unsere Aufgabe weitere Erbberechtigte zu suchen und wenn ja, wie machen wir das? Nö.
Es könnte also in 10 Jahren klingeln und jemand erklären ihm gehöre die Hälfte unseres Hauses? Ja.

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" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

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#4
 Von 
Hoffnungslosverwirrt
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Den Erbschein benötigt er doch in jedem Fall? Allein schon um sich um alle Angelegenheiten kümmern zu können oder nicht?

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#5
 Von 
Hoffnungslosverwirrt
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Wenn nein Mann das Erbe nicht ausschlägt dann erbt er das Haus, demnach ist es dann doch seins.
Solange also keine weiteren Erbberechtigte bekannt bzw. auffindbar sind könnte er dort sanieren und einziehen
Was passiert wenn dann doch jemand auftaucht?

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#6
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7960 Beiträge, 4487x hilfreich)

Aufgabe: ist es unsere Aufgabe weitere Erbberechtigte zu suchen und wenn ja, wie machen wir das?
Wenn dein Mann einen Erbschein benötigt, muss er die weiteren Erben ausfindig machen, da alle Erben in dem Erbschein stehen. Wie er die Erben ermittelt? Wie ich schon geschrieben habe, ist das schwierig, wenn man keinerlei Angaben hat. Es gibt professionelle Erbenermittler (die lassen sich ihre Dienste allerdings gut bezahlen). Ein Teilerbschein bringt gar nichts.

Es könnte also in 10 Jahren klingeln und jemand erklären ihm gehöre die Hälfte unseres Hauses?
Sofern dieser "Jemand" ein Abkömmling ist und das auch nachweisen kann, ja.

Weshalb "Euer" Haus? Wenn es weitere Kinder gibt, "gehört" diesen auch ein Anteil am Haus (sofern dieses zum Nachlass zum Erblassers gehört).

Nur nochmal zur Klarstellung:
Es ist weder deine Aufgabe, die Erbberechtigten zu suchen, noch die Bestattungskosten zu tragen - genausowenig ist es "dein" Haus.

Ein Erbschein ist eine Art "Ausweis" zum Nachweis der Erbschaft.

Wenn nein Mann das Erbe nicht ausschlägt dann erbt er das Haus, demnach ist es dann doch seins .
Es ist "sein" Haus (und nicht eures) - sofern es keine weiteren Erben gibt.

Solange also keine weiteren Erbberechtigte bekannt bzw. auffindbar sind könnte er dort sanieren und einziehen. Was passiert wenn dann doch jemand auftaucht
Das wurde doch schon geschrieben - wenn es noch weitere Erben gibt, gehört diesen "automatisch" auch ein Anteil an dem Haus.

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-- Editiert cruncc1 am 22.05.2014 22:20

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#7
 Von 
Hoffnungslosverwirrt
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Angenommen mein Mann würde Hab und Gut aus dem Erbe veräußern und von dem Gewinn ein anderes Haus erwerben.
Jahre später taucht jemand auf. Dem stünde dann die Hälfte des erwirtschafteten Gewinn zu?

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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7960 Beiträge, 4487x hilfreich)

Angenommen mein Mann würde Hab und Gut aus dem Erbe veräußern und von dem Gewinn ein anderes Haus erwerben.
Das Hab und Gut kann er nur dann veräußern, wenn er Alleinerbe ist und er einen entsprechenden Erbschein hat. Das gilt insbesondere für das Haus (dem Grundbuchamt gegenüber muss die Erbfolge nachgewiesen werden).

Jahre später taucht jemand auf. Dem stünde dann die Hälfte des erwirtschafteten Gewinn zu?
Wie oft denn noch - ja. Der weitere Erbe kann doch nichts dafür, dass er nicht wusste, dass er Erbe geworden ist. Wie hoch der Anteil wäre, hängt davon ab, wie dieser Verwandt ist.

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#9
 Von 
DerRaecher
Status:
Praktikant
(633 Beiträge, 439x hilfreich)

na ja, so ohne weiteres wird schon keiner aus dem Nichts plötzlich auftauchen. Natürlich könnte es sein, dass da noch weitere Kinder existieren. Das Standesamt kennt sie alle. Wenn der Vater in seinem Leben nicht 100 mal umgezogen ist, wird die Recherche nicht allzu aufwendig sein ;)

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#10
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7960 Beiträge, 4487x hilfreich)

Das Standesamt kennt sie alle.
Richtig, Geburten werden allerdings beim Geburtstandesamt der Kinder eingetragen.

Wenn der Vater in seinem Leben nicht 100 mal umgezogen ist, wird die Recherche nicht allzu aufwendig sein.

Was hat das Meldeamt mit etwaigen Kindern zu tun?

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1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47202 Beiträge, 16726x hilfreich)

quote:
Richtig, Geburten werden allerdings beim Geburtstandesamt der Kinder eingetragen.


Das Ordnungsamt hat aber offenbar schon Ermittlungen angestellt und dabei den Ehemann der Fragestellerin gefunden, sowie dessen Halbbruder, der gar nicht leibliches Kind des Verstorbenen ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein weiteres Kind existiert, halte ich daher für sehr gering.

Wenn man dann bei der Beantragung des Erbscheines angibt, dass nicht bekannt ist, ob weitere leibliche Kinder existieren, dann wird das Nachlassgericht eigene Ermittlungen anstellen, bevor es den Erbschein erstellt.



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