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Schleuservorwurf (Eurotunnel - Calais nach Folkestone)

 Von 
Ichweissnichts
Status:
Schüler
(275 Beiträge, 125x hilfreich)
Schleuservorwurf (Eurotunnel - Calais nach Folkestone)

Person A wollte in Calais mit dem Eurotunnelzug nach England fahren.
Während einer Rastpause haben sich 4 Personen in seinen Transporter unbemerkt versteckt (Türschloss geknackt).
Nach Bezahlung des Tickets am Checkpoint (Frankreich/Calais) führen Zollbeamte von Frankreich bzw. insbesondere auch England eine Kontrolle durch.
Und da stellte sich überraschend heraus, dass sich eben jene 4 Personen versteckt haben.

Person A kam in Gewahrsam.
Die 4 Personen verraten nicht, wo sie eingestiegen sind.
Nach England kam keiner von ihnen.

Person A wurde nach Stunden der frz.Polizei überführt.
Person A solle sich einen frz. Anwalt suchen. Ein dt.Anwalt wird nicht akzeptiert.

Dazu meine Fragen:

1. Wieso darf ein dt.Anwalt nicht helfen? - Wie besorgt man sich einen frz.(!) Anwalt, der auch englisch bzw. deutsch kann? Wo kann man so einen konsultieren???

2. Bekommt Person A das Geld zurück für die Eurotunnelfahrt, die ja aber nicht stattfand (Bezahlung war Hin- und zurück).

3. Hat Person A nun ein Einreiseverbot, solange die alte Sache nicht geklärt ist?

Wusste nicht, wohin mit dem Thema...aber ich denke, es ist bei Strafrecht richtig?

-- Editiert von Moderator am 31.01.2020 17:51

-- Thema wurde verschoben am 31.01.2020 17:51

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Person Helfen deutsch


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
DeusExMachina
Status:
Schüler
(388 Beiträge, 68x hilfreich)

Zitat (von Ichweissnichts):
1. Wieso darf ein dt.Anwalt nicht helfen? - Wie besorgt man sich einen frz.(!) Anwalt, der auch englisch bzw. deutsch kann? Wo kann man so einen konsultieren???
Mein erstes Google-Ergebnis bietet das hier an. Außerdem wird man Ihnen die Mandatierung eines deutschen Korrespondenzanwaltes nicht untersagen können.

Zitat (von Ichweissnichts):
2. Bekommt Person A das Geld zurück für die Eurotunnelfahrt, die ja aber nicht stattfand (Bezahlung war Hin- und zurück).
Das würde ich bezweifeln, zumal der Nichtantritt nicht durch den Betreiber zu verantworten war.

Zitat (von Ichweissnichts):
3. Hat Person A nun ein Einreiseverbot, solange die alte Sache nicht geklärt ist?
Wurden Sie denn des Landes verwiesen und wurde ein Einreiseverbot ausgesprochen?

-- Editiert von DeusExMachina am 31.01.2020 17:54

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#2
 Von 
Ichweissnichts
Status:
Schüler
(275 Beiträge, 125x hilfreich)

1. In England wurde extra untersagt, dass Person A sich einen dt. Anwalt nehmen darf/soll.


3. Die Person wurde des Landes verwiesen (bzw. die Einreise verwehrt, da so gesehen noch in Frankreich), hat aber aufgrund schlechter Englischkenntnisse keine Ahnung, ob ein Einreiseverbot ausgesprochen wurde.

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#3
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2645 Beiträge, 1467x hilfreich)

Zitat:
3. Hat Person A nun ein Einreiseverbot, solange die alte Sache nicht geklärt ist?

Im Rahmen der Implementierungsperiode darf in diesem Jahr 2020 EU-Bürgern kein Einreiseverbot erteilt werden.

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#4
 Von 
eh1960
Status:
Student
(2473 Beiträge, 800x hilfreich)

Zitat (von Ichweissnichts):

1. Wieso darf ein dt.Anwalt nicht helfen? -

Vermutlich weil in Frankreich nur in Frankreich zugelassene Anwälte als Anwalt tätig sein dürfen. Was irgendwie auch sinnvoll ist, weil der Anwalt sich ja mit französischem Recht auskennen muss.
Zitat:

2. Bekommt Person A das Geld zurück für die Eurotunnelfahrt, die ja aber nicht stattfand (Bezahlung war Hin- und zurück).

Ich vermute stark: nein.
Zitat:

3. Hat Person A nun ein Einreiseverbot, solange die alte Sache nicht geklärt ist?

Das sagt einem die Polizei/die Grenzschutzbehörde.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#5
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4295 Beiträge, 1525x hilfreich)

Zitat:
Bekommt Person A das Geld zurück für die Eurotunnelfahrt, die ja aber nicht stattfand (Bezahlung war Hin- und zurück).

Man könnte die "geschleusten" Personen verklagen. Da die aber vermutlich nicht gerade im Geld schwimmen werden...

Abgesehen davon frage ich mich, was die aussagen wollen. Ein Incentive, dich falsch zu beschuldigen, haben sie nicht. Eine glaubwürdige Lüge werden die auch nicht zustande bringen.

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#6
 Von 
spatenklopper
Status:
Schlichter
(7409 Beiträge, 3403x hilfreich)

Die Frage an sich ist ja schon lustig, da macht man sich Gedanken um die Kosten einer Fahrkarte.

Hat Person A überhaupt eine Vorstellung davon was passiert, wenn er den Vorwurf der Schleusung nicht entkräften kann?
Da ist die Fahrkarte das kleinste Problem....

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#7
 Von 
Jonathon
Status:
Praktikant
(674 Beiträge, 244x hilfreich)

Ich würde mir auch eher über das hier Gedanken machen:

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Vor allen Dingen, wenn hier bereits ein Schleuservorwurf erhoben worden ist und man zu einem Anwalt rät, frage ich mich auch, ob die englischen Behörden Beweise gesichert haben, welche das Knacken des Türschlosses belegen würden.
Wenn nicht, kann es auch als Fahrlässigkeit ausgelegt werden, aber auch da verstehen die Briten keinen Spass.

Die Kosten für die Fahrkarte ist hier das allerkleinste Problem.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt: Keine Rechtsberatung. Es gilt §675(2) BGB.
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#8
 Von 
Ichweissnichts
Status:
Schüler
(275 Beiträge, 125x hilfreich)

neuester Stand bislang: Warten auf irgendwelche Briefe/Bescheide

Das Fahrticket (Hin- und zurück) hat ca. 340 Euro gekostet.
Da ist es schon ok, das Geld zurückzubekommen.

Tatsächlich muss ein frz.Anwalt genommen werden, der bei der RA Kammer in Frankreich gemeldet ist.

Person A bleibt aber auf den Kosten sitzen bezüglich der zerstörten Tür (bzw. Zylinder), wie ja ein Vorredner bemerkt hat, weil die "geschleusten" Personen nichts haben.

Zudem überlegt er aber zu klagen, weil:

1. unter menschenunwürdigen Zuständen gefangen (Zelle mit verstopftem Klo, Frühstück war nur abgelaufener Saft und 2 Kekse, Mittagessen war noch *******efraß).
2. Familie oder Bekannte wurden nicht über den Verbleib informiert, obwohl das versprochen wurde (vom Dolmetscher).
3. keine Decke, obwohl es sehr kalt war in der Zelle.
4. die Fingerabdrücke wurden genommen, sie müssen gelöscht werden, wenn am Ende die Unschuld feststeht.



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#9
 Von 
Anami
Status:
Gelehrter
(10112 Beiträge, 1667x hilfreich)

Zitat (von Ichweissnichts):
Zudem überlegt er aber zu klagen, weil:
Vor einer solchen Entscheidung ist A zu empfehlen, einen deutschen Anwalt zunächst nur zu seinen 4 Klagegründen zu befragen.
Das ist gut investiertes sehr kleines Geld.

Wie lange dauerte das menschenunwürdige Gefangenhalten auf frz. Gebiet?

A könnte auf Webseiten bestätigt finden, dass A doch bisher recht viel Glück hatte.
zB ggl *Schleuser in Calais*

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#10
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4214 Beiträge, 2146x hilfreich)

Zitat (von Ichweissnichts):
Da ist es schon ok, das Geld zurückzubekommen.

Naja, A hat ja selbstverschuldet die Fahrt nicht angetreten. Da wird man nichts wieder bekommen.



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#11
 Von 
spatenklopper
Status:
Schlichter
(7409 Beiträge, 3403x hilfreich)

Zitat (von Ichweissnichts):
Da ist es schon ok, das Geld zurückzubekommen.
Zudem überlegt er aber zu klagen, weil:

Um es nochmal deutlich zu sagen, Du hast weitaus größere Probleme als eine verfallene Fahrkarte und Deine geplanten Nebenkriegsschauplätze.
Vergiss das ganze drumherum und konzentriere Dich einzig darauf, dass der Vorwurf der Schleusung entkräftet wird!

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