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Versäumnisurteil in Spanien - daraus resultierende Grundschuldeintragung

6.6.2019 Thema abonnieren
 Von 
aivilo258
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Versäumnisurteil in Spanien - daraus resultierende Grundschuldeintragung

Hallo, ich bräuchte einmal dringend eine Meinung. Folgender Sachverhalt hat sich zugetragen. Es geht um ein mMn nicht rechtmässig ergangenes Urteil im Jahre 2014. Folgender Sachverhalt:


Im Jahre 2006 wurde auf Ibiza von Person X und Y ein Boot an Person A verkauft. X und Y waren eingetragene Eigentümer und Besitzer des Bootes, der Besitz und das Eigentum gingen dann an A über.

Das Boot wurde ohne Kaufvertrag verkauft, das Geld wurde in Bar erhalten. Zeitgleich wurde von X die Versicherung für das Boot gekündigt, dies ist dokumentiert. Ob A eine Versicherung abgeschlossen hat ist unklar.

Die Schiffspapiere in denen X und Y als Eigentümer eingetragen war liefen sodann 2008 auf Ibiza ab.

2010 wurde eine Reparatur in Höhe von 14.500 Euro an dem Boot vorgenommen. Die Firma welche diese Reparatur durchgeführt hat existiert heute nicht mehr. Noch im Jahre 2010 wurde dann auch die Rechnung gestellt an A welche auch Auftraggeberin war.
Diese Rechnung wurde nicht von A beglichen.

Im Jahre 2014 verstarb A ohne bezahlt zu haben. Sodann erging sodann ein Versäumnisurteil gegen X und Y. Da weder X noch Y von dem Prozess auf Ibiza wussten noch Kontakt zu A hatten, erging das Urteil ohne deren Kenntniss und ohne die Möglichkeit für X und Y dagegen vorzugehen. Die Reparaturfirma hatte zu dem Zeitpunkt X und Y als Miteigentümer angenommen, da alles was auffindbar war die abgelaufenen Schiffspapiere. Auf diesen waren X und Y noch eingetragene Eingentümer.
Die Justizbeamten versuchte sodann mehrfach X an dem Wohnort von A aufzufinden, erfolglos. Auch jegliche Schriftverkehr ging an den Wohnort der A.

2018 wurde dann eine Grundschuld auf das Haus des X eingetragen, im Namen des Anwalts der nicht mehr vorhandenen Reparaturfirma. Dies wurde durch Zufall im Rahmen eines geplanten Hausverkaufs entdeckt.

2019 wurde durch den Anwalt des X ein Antrag auf Nichtigkeit/Unwirksamkeits des 1. Verfahrens 2014 gestellt. Begründung war die fehlende Ladung und das nicht zugestellte Versäumnisurteil des X. Dieser hat ja erst 2018 davon überhaupt erfahren. Der Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung es seien keine Fehler im ersten Verfahren gemacht worden welche die Grundrechte des Klägers verletzen (?). Eine weitere Revision wurde abgelehnt.

Jetzt weiß der Anwalt von X auf Ibiza auch nicht mehr weiter und empfiehlt diesem die Grunschuld zu tilgen. X sieht dies aber natürlich nicht ein und fragt sich wie er nun weiter dagegen vorgehen kann?

Vielen Dank im Vorraus!!!!




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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69945 Beiträge, 32149x hilfreich)

Zitat (von aivilo258):
Jetzt weiß der Anwalt von X auf Ibiza auch nicht mehr weiter

Der Status der hier Schreibenen ist "diskussionsfreudige und juristisch interessierte Laien". Die sich zu 99% mit dem Deutschen Recht beschäftigen.

Also etwas Geduld, eventuell findet sich jemand.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
aivilo258
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja das stimmt... Danke für die Antwort jedoch! :-) womöglich findet sich ja noch jemand, wenn nicht: weiß vielleicht jemand ein deutsch/spanisches Forum wo ich das posten könnte? Google spuckt mir da nichts aus.. Oder einen spanischen Anwalt der sich mit sowas wirklich gut auskennt? Danke!

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