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Vorgehen gegen Revolut

1.3.2020 Thema abonnieren
 Von 
lyssop
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Vorgehen gegen Revolut

Guten Morgen! Ich lese hier seit langem mit und habe jetzt auch mal selbst eine Frage, evtl. kann mir hier jemand weiterhelfen.
Ich versuche, mich auf das Wesentliche zu beschränken.

Bankkonto: Revolut

Am 27.01.2020 erhielt ich wie jeden Monat meinen Gehaltseingang.
Revolut kontaktierte mich darauf hin, dass diese meine Gehaltsabrechnungen einsehen wollten, hatten
ausserdem Fragen zu Transaktion von meinem Konto bis rückwirkend Sommer 2019.

Ich habe alle Informationen hingesendet und nach stundenlangem Schreiben hat Revolut mein Konto
wieder eröffnet.

Am 27.02.2020 erhielt ich dann erneut meinen Gehaltseingang, selber Betrag, selber Arbeitsgeber.

Innerhalb von 2 Stunden war der Zugang zum Konto blockiert; der Kundenchat teilte mit, dass mein
Konto sich in "Pending Verification" befindet und verabschiedete sich.
Ich habe auch den Kundenservice auf der Facebook Seite kontaktiert, dort erhielt ich die Aussage "Thanks
for contacting Revolut. Your Account is in Pending Verification. Goodbye".

Weder über Chat noch per Facebook wird mir nunmehr geantwortet.


Auf frag-einen-anwalt.de habe ich bereits eine Frage online, jedoch hat sich noch kein Anwalt dazu geäussert.

Hier nun meine Fragen an euch:

Was kann ich jetzt machen?

Ich habe diese Seite gefunden:
https://www.financial-ombudsman.org.uk/

Dort steht es kann Monate dauern.

Ich habe jedoch nicht Monate Zeit darauf zu warten, dass mein Konto wieder freigegeben wird.

Randnotiz, wahrscheinlich unwichtig für meine Haupfrage:

Am 27.02.2020 habe ich 3 Stunden während meiner eigentlichen Arbeitszeit damit verbracht, Revolut zu kontaktieren, diese Zeit habe ich dann in Überstunden nachgearbeitet.
Den Verdienstausfall möchte ich von Revolut erstattet haben.

Am 28.02.2020 musste ich eine Medizin gegen Krebs erwerben, diese kostet wo ich wohne (ich bin deutscher Staatsbürger, wohne jedoch im Ausland) mehr als 2.500 Euro; diese konnte ich nicht bezahlen, da mein Konto gesperrt war, somit habe ich mir das Geld geliehen; der Leiher wollte 20% haben, da ich auf das Medikament
angewiesen bin, musste ich diesem Verlangen nachgeben.

Am 29.02.2020 musste ich meine Miete bezahle, diese für 3 Monate, in der Stadt, in welcher ich wohne sind
die Mietpreise relativ hoch, so, dass ich hier fast 5.000,00 Euro zahlen musste.
Da ich auch dieses Geld nicht hatte, musste ich mir dieses ebenfalls mit 20% Aufschlag leihen.

In keinen der beiden Fällen konnte ich Kosten einsparen, die Medikamente wurde sofort benötigt,
die Miete muss hier umgehend bezahlt werden, hier gibt es keinen Mieterschutz und ich kann hier
sofort rausgeworfen werden, wenn ich nicht bezahle.

Diese Unkosten möchte ich selbstverständlich ebenfalls von Revolut erstattet bekommen.


Hat jemand hier eine Idee, was ich unternehmen kann um schnellstmöglich an mein Geld zu kommen?

Und wenn jetzt jemand hier irgendeine Idee hat, dass hier etwas evtl. illegal abläuft:
absolut nicht. Ich bin Kunde bei Revolut seit deren Begin, hatte noch nie Probleme mit denen und mein Zahlungseingang ist vom selben Arbeitgeber seit mehr als einem Jahr.

Auf meinem Konto bestehen keinerlei Zahlungseingänge oder Zahlungsabgänge, die in irgendeine
Richtung nicht legal wären.


Ich bedanke mich und wünsche euch einen schönen Sonntag.
Da wir hier im Forum sind, gehe ich mal von der "du-Form" aus, wenn dieses nicht angebracht ist,
werde ich selbstverständlich die "Sie-Form" bei Antworten verwenden.

Vielen lieben Dank!


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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Gelehrter
(11042 Beiträge, 1765x hilfreich)

Zitat (von lyssop):
Den Verdienstausfall möchte ich von Revolut erstattet haben.
Diese Idee solltest du zunächst nach ganz hinten verorten.
Zitat (von lyssop):
Diese Unkosten möchte ich selbstverständlich ebenfalls von Revolut erstattet bekommen.
Rückforderung--- auch hintenan stellen.
Zitat (von lyssop):
Hat jemand hier eine Idee, was ich unternehmen kann um schnellstmöglich an mein Geld zu kommen?
Leider nicht.

Vielleicht liegts jetzt am Wochenende... :sad:



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#2
 Von 
Anami
Status:
Gelehrter
(11042 Beiträge, 1765x hilfreich)

Zitat (von lyssop):
Den Verdienstausfall möchte ich von Revolut erstattet haben.
Diese Idee solltest du zunächst nach ganz hinten verorten.
Zitat (von lyssop):
Diese Unkosten möchte ich selbstverständlich ebenfalls von Revolut erstattet bekommen.
Rückforderung--- auch hintenan stellen.
Zitat (von lyssop):
Hat jemand hier eine Idee, was ich unternehmen kann um schnellstmöglich an mein Geld zu kommen?
Leider nicht.

Vielleicht liegts jetzt am Wochenende... :sad:



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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(75696 Beiträge, 33097x hilfreich)

Eine Bank mit Sitz außerhalb der EU zu nutzen ist schon ein Wagnis.
Wenn das dann auch noch keine wirklich seriöse Bank ist, doppeltes Wagnis...



Als erstes mal ein Konto bei einer seriösen Bank mit Sitz in Deutschland besorgen, Sparkasse, Volksbank etc. und dem Arbeitgeber schnellstens die neue Bankverbindung mitteilen.



Zitat (von lyssop):
Hat jemand hier eine Idee, was ich unternehmen kann um schnellstmöglich an mein Geld zu kommen?

Eventuell geben die es am Montag / Dienstag wieder frei.

Ansonsten würde man wohl klagen müssen - keine billige Angelegenheit.

Alternativ könnte man noch die Aufsichtsbehörden einschalten, das wären die Financial Conduct Authority und die Prudential Regulation Authority.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10941 Beiträge, 7624x hilfreich)

Zitat:
Ansonsten würde man wohl klagen müssen - keine billige Angelegenheit.

Meine Standardantwort für solche Fälle:
- Das britische Rechtssystem ist komplizierter als das deutsche
- Als nicht-Brite wird man einen britischen Anwalt benötigen
- Britische Anwälte sind teurer als deutsche Anwälte
- In GB bleibt man im Regelfall auf den eigenen Anwaltskosten sitzen, auch wenn man gewinnt.
Es lohnt sich also in GB nur zu klagen, wenn der Streitwert sehr deutlich über den Anwaltskosten liegt.

Britische Anbieter wissen meistens, dass es für Festlandseuropäer unökonomisch ist, in GB zu klagen.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#5
 Von 
lyssop
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für eure Antworten.

Das Kontoguthaben war deutlich über evtl. Anwaltsgebühren.

Revolut hat das Konto Gestern Nachmittag jedoch wieder freigegeben.

Ich bedanke mich für eure drei Antworten und wünsche euch einen schönen Mittwoch!

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#6
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Student
(2279 Beiträge, 464x hilfreich)
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#7
 Von 
lyssop
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich kann nur von Revolut abraten.

Und die Ergebnisse vom Ombudsman... man sollte wohl eher kein Konto in der UK haben.

Vielen Dank guyfromhamburg


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