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Elektro-Service Kleingewerbe, lohnt es sich?

 Von 
Nusch99
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Elektro-Service Kleingewerbe, lohnt es sich?

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie oben schon erwähnt bezieht sich meine Frage darauf ob es sich lohnt ein Kleingewerbe neben dem Hauptberuf zu betreiben.

Ich bin angestellter Elektrotechnikermeister in Vollzeit (40h/Woche) mit einem Jahresgehalt von 55000€ brutto.
Ich wohne in Baden-Württemberg.

Da ich noch Kapazitäten frei habe und viele potentielle Kunden kenne die meinen Elektro-Service benötigen möchte ich ein Kleingewerbe anmelden.

Hierbei liegt der Schwerpunkt auf reine Dienstleistungen (Fehlersuche, Installationen usw. ...).

Nehmen wir an ich investiere 20h/Monat. Hierbei verlange ich 70€/h.
Somit erhalte ich 1400€/Monat bzw. 16800€/Jahr.

Dann käme ich auf mein Jahresgehalt 55000€ + Kleingewerbe 16800€ = 71800€

Ich gehe nun davon aus dass diese 71800€ wie mein normales Gehalt nun versteuert werden, also käme ich bei Steuerklasse 1 auf ca. 41644€/Jahr,netto bzw. 3470€/Monat, netto.

Stimmt meine Rechnung ungefähr oder würden noch unerwartete Kosten auf mich zukommen?
Das ist erstmal mein grober Gedanke und keine detaillierte Vorgehensweise. Bevor ich in etwas Energie und Zeit investiere möchte ich natürlich erstmal wissen ob sich das überhaupt lohnt. Über Erfahrungen oder Tipps wäre ich sehr sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen




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Kleingewerbe Rechnung Kosten


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
eh1960
Status:
Student
(2089 Beiträge, 731x hilfreich)

Zitat:
ob es sich lohnt ein Kleingewerbe neben dem Hauptberuf zu betreiben.

Es gibt kein "Kleingewerbe", es gibt nur Gewerbe. (Und es gibt ein "Nebengewerbe", das aber ein Hauptgewerbe voraussetzt.)

Zitat:
Stimmt meine Rechnung ungefähr oder würden noch unerwartete Kosten auf mich zukommen?

Ich weiß nicht, welche Kosten hier als "unerwartet" angesehen werden könnten, aber es kommen halt die üblichen Kosten hinzu, die ein selbständiger Gewerbebetrieb eben so nach sich zieht. Angefangen vom Mitgliedsbeitrag der HWK.

Zitat:
Elektrotechnikermeister

Gehört nicht zur Meisterschule und zum Meisterbrief ein umfassender Unterricht hinsichtlich der Tätigkeit als Selbständiger (Betreiber eines Handwerksgewerbes)?

Wenn's schon zu lange her ist: Existenzgründer-Seminar der Handwerkskammer oder IHK besuchen.

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#2
 Von 
Eugenie
Status:
Student
(2935 Beiträge, 1026x hilfreich)

da hier keine 100% Steuern auf ein Einkommen anfallen, bleibt immer etwas übrig.
Sie sollten natürlich auch wissen, welcher bürokratische Aufwand erforderlich ist: Buchführung - Erstellung einer EÜR ( Einnahmen minus Ausgaben = Gewinn), elektronische Abgabe der EÜR und der USt ( auch umsatzsteuerliche Kleinunternehmer müssen dieses!) und der GewSt-Erklärung - auch wenn keine Steuer rauskommt unter Gewinn 24.500,--.

Handwerkskammer bietet doch bestimmt Auffrischungskurse an - Sie suchen sich einen Steuerberater und/oder eine Buchhalterin.

E.

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#4
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11284 Beiträge, 4878x hilfreich)

Zitat (von Nusch99):
Stimmt meine Rechnung ungefähr oder würden noch unerwartete Kosten auf mich zukommen?

- Gewerbehaftpflicht Versicherung
- Gewerbe Rechtsschutzversicherung

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(26310 Beiträge, 14464x hilfreich)

Somit erhalte ich 1400€/Monat bzw. 16800€/Jahr. Sehr großzügig gerechnet - werden Sie niemals Urlaub machen und niemals krank sein? Dann gibt es nämlich kein Geld...

Ich gehe nun davon aus dass diese 71800€ wie mein normales Gehalt nun versteuert werden Nein, werden sie nicht - ein Brutto-Netto-Rechner pflegt ja stets auch Renten- und Krankenversicherungsbeiträge zu berücksichtigen. Die fallen für den Gewinn aus dem Gewerbe aber nicht an - entsprechend höher ist die Steuer. Aber diese ist leicht auszurechnen - hier fallen 42 % Steuer an, d. h., der Spitzensteuersatz. Von 16.800 Euro sind folglich ca. 7000 Euro weg, plus ca. 380 Euro Soli (entfällt ab 2021) plus ggf. ca. 560 Euro Kirchensteuer.

-- Editiert von muemmel am 27.08.2019 16:12

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#6
 Von 
Paragrafenreiter
Status:
Praktikant
(504 Beiträge, 366x hilfreich)

Ich erlaube mir noch die Bemerkung zunächst einen Blick in den Arbeitsvertrag hinsichtlich Genehmigung durch den Arbeitgeber, zu werfen. Es hört sich so an, als würdest du in Konkurrenz arbeiten wollen.

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#7
 Von 
DumitruKurier
Status:
Schüler
(457 Beiträge, 132x hilfreich)

Als Meister hast du doch die Grundlagen mal gelernt -deine Rechnung so oder so stimmt. Wer mehr arbeitet hat mehr Geld.

Nur dein Chef wird die was husten wenn du ihm Konkurrenz machen willst. Daher würde ich mal mit dem Chef reden. Du bringst die Kunden und bekommst eine Provision - dann haben alles was davon.

Ich kenne viele Handwerker nach dem Motto : Du schwarz, Dein Chef Material

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