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Existenzgründung und nebenbei Kleinunternehmen

26.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
ValiH5
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Existenzgründung und nebenbei Kleinunternehmen

Hallo liebes Forum,

ich habe einige Fragen zu meinem Vorhaben in die Selbstständigkeit zu gehen. Meine Situation sieht folgendermaßen aus:

Zur Zeit bin ich arbeitslos und werde ab September ALG1 beziehen (im Moment habe ich noch eine Sperrzeit). Zusätzlich habe ich seit 2018 ein Kleingewerbe angemeldet und generiere durch dieses ein Nebeneinkommen.

Nun überlege ich mich mit meinem gelernten Beruf (Grafikdesigner) selbstständig zu machen und bei der AfA den Gründerzuschuss zu beantragen.
Ich möchte allerdings das Kleingewerbe gerne nebenbei weiterführen, da es für die (vielleicht) schwierige anfängliche Gründungsphase ein gutes sicheres Nebeneinkommen bedeuten würde. Die Arbeit im Kleingewerbe würde nicht mehr als 15 Stunden die Woche umfassen, allerdings mit schwankendem Einkommen, weil ich hier nach bearbeiteten Projekten, nicht nach Arbeitszeit bezahlt werde.

Nun ist meine Frage, ob die AfA mit diesem Nebenverdienst (da es ja schon auf selbstständiger Basis läuft) Probleme haben würde, wenn ich den Gründerzuschuss beantragen würde?

Eine andere Überlegung wäre auch, ob es möglich ist, diesen Job, den ich im Nebengewerbe durchführe (hierbei geht es um Datenvalidierung), mit in die neu gegründete Selbstständigkeit zu übernehmen. Oder ob das nicht möglich ist, da es sich um zwei verschiedene Tätigkeitsfelder handelt (Grafikdesign und Datenvalidierung)?

Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen mit einer ähnlichen Situation gemacht und ich freue mich auf eure Antworten.

Viele Grüße
Vali

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90027 Beiträge, 35482x hilfreich)

Zitat (von ValiH5):
Zur Zeit bin ich arbeitslos

Zitat (von ValiH5):
Zusätzlich habe ich seit 2018 ein Kleingewerbe angemeldet und generiere durch dieses ein Nebeneinkommen.

Finde den Widerspruch ...



Zitat (von ValiH5):
Nun ist meine Frage, ob die AfA mit diesem Nebenverdienst (da es ja schon auf selbstständiger Basis läuft) Probleme haben würde, wenn ich den Gründerzuschuss beantragen würde?

Dann würde ich vorschlagen, das man sich mal die Bedingungen durchliest, die für diesen Gründerzuschuss gelten, was dort zu dem Thema steht.
Bei Bedarf dann die Abschnitte hier posten, das man darüber diskutieren kann.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
ValiH5
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Harry van Sell,

Zitat (von Harry van Sell):
Finde den Widerspruch ...


Ich finde ihn nicht. Ich bin nach § 138 SGB III "arbeitslos" mit einer Nebenbeschäftigung von unter 15 Wochenstunden. Wo ist da der Widerspruch?

Zitat (von Harry van Sell):
Dann würde ich vorschlagen, das man sich mal die Bedingungen durchliest, die für diesen Gründerzuschuss gelten, was dort zu dem Thema steht.
Bei Bedarf dann die Abschnitte hier posten, das man darüber diskutieren kann.


Zu dem Thema Gründerzuschuss der AfA finde ich folgende "Bedingungen": https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba015225.pdf
Hier finde ich aber keine Abschnitte, die zu meiner Frage passen. Darum frage ich ja auch hier im Forum, ob sich jemand mit dieser Situation auskennt, bzw. Erfahrungen hat.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90027 Beiträge, 35482x hilfreich)

Zitat (von ValiH5):
Hier finde ich aber keine Abschnitte, die zu meiner Frage passen.




Ich habe mal ein paar herausgesucht
Ob die Voraussetzungen für eine Förderung durch die vielfältigen Bundes- und Länderprogramme vorliegen, muss im Beratungsgespräch geklärt werden.
Es gibt ja nicht nur den Gründerzuschuss. Also wenns damit nicht klappt, mal die anderen Angebot anschauen.



Der Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung der aktiven Arbeitsförderung, auf die kein Rechtsanspruch besteht.
Bedeutet, jedes Amt entscheidet selber. Also beim Amt anfragen.



Ein Gründungszuschuss kann gezahlt werden, wenn Sie bis zur Aufnahme der selbständigen Tätigkeit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.
Die Aufnahme der selbständigen Tätigkeit ist ja schon erfolgt, also eigentlich Ende der Fahnenstange.



Die Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit soll zu einer möglichst nachhaltigen beruflichen Integration führen.
Aber man hat nur was kleines, unter 15 Stunden. Eventuell kann man also doch noch eine Chance haben, den zu erlangen, wenn man die vorgenannte Bedingung erfüllt.
Es gibt auch Ämter, die das ausschließen wenn man schon selbständig ist. Wie gesagt, jedes Amt entscheidet selber.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3907 Beiträge, 1084x hilfreich)

Zitat (von ValiH5):

Zur Zeit bin ich arbeitslos und werde ab September ALG1 beziehen (im Moment habe ich noch eine Sperrzeit). Zusätzlich habe ich seit 2018 ein Kleingewerbe angemeldet und generiere durch dieses ein Nebeneinkommen.

Es gibt kein "Kleingewerbe", es gibt nur Gewerbe.

Zitat:
Nun ist meine Frage, ob die AfA mit diesem Nebenverdienst (da es ja schon auf selbstständiger Basis läuft) Probleme haben würde, wenn ich den Gründerzuschuss beantragen würde?

Das muss man die Arbeitsagentur fragen. Nur deren Antwort hilft einem wirklich weiter.

Zitat:
Eine andere Überlegung wäre auch, ob es möglich ist, diesen Job, den ich im Nebengewerbe durchführe (hierbei geht es um Datenvalidierung), mit in die neu gegründete Selbstständigkeit zu übernehmen. Oder ob das nicht möglich ist, da es sich um zwei verschiedene Tätigkeitsfelder handelt (Grafikdesign und Datenvalidierung)?

Ein "Nebengewerbe" setzt immer ein Hauptgewerbe voraus.

Selbstverständlich kann man zwei Tätigkeitsfelder in einer Gewerbeanmeldung zusammenfassen. Allerdings stellt sich hier erstmal die Frage, ob "Grafikdesign" überhaupt eine gewerbliche Tätigkeit ist. Hat man das studiert, ist es eine freiberufliche Tätigkeit.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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