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Gewerbeanmeldung - Beginn der Tätigkeit 6 Monate später noch gültig?

 Von 
Nefasu
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Gewerbeanmeldung - Beginn der Tätigkeit 6 Monate später noch gültig?

Hallo zusammen :)

ich habe am 12.06.2019 einen digitalen Gewerbeantrag (Einzelunternehmen) an mein zuständiges Gewerbeamt, rückwirkend zum 01.06.2019, gestellt.
Am Ende dieses Antrags hieß es, ich müsse mit meinem Personalausweis vorstellig werden, um die Gewerbeanmeldung abzuschließen.

Da sich bereits wenige Tage später meine berufliche Situation geändert hatte, bin ich der Sache nicht weiter nachgegangen.


Am 28.12.2019 erhielt ich nun ein Schrieb mit einer "Gewerbeanmeldung", dem Vermerk "Lieferung / Listung erfolgte am 23.12.2019" und der Forderung der zu erwartenden Gebühr.

Vielleicht kennt sich jemand besser mit dem Verwaltungsrecht aus als ich, deshalb meine Frage:
Kann ich das Datum des Beginns der angemeldeten Tätigkeit rückwirkend noch ändern?


Ich habe natürlich ohne gültige Gewerbeanmeldung keinerlei Gewerbetätigkeit ausgeführt und sehe es nicht ein bereits Abgaben für den Zeitraum vom 01.06.2019 zu leisten und mich mit IHK / Finanzamt zu streiten, weshalb ich die Tätigkeit erst "6 Monate später" melde.

Oder ist meine einzige Möglichkeit das Gewerbe rückwirkend zum Gewerbebeginn wieder abzumelden?

Liebe Grüße ;)

-- Editiert von Nefasu am 04.01.2020 09:36

-- Editiert von Nefasu am 04.01.2020 09:37

-- Editiert von Nefasu am 04.01.2020 09:44

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Gewerbe Gewerbeanmeldung Tätigkeit


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79917 Beiträge, 33766x hilfreich)

Zitat (von Nefasu):
Am 28.12.2019 erhielt ich nun ein Schrieb

Von wem genau?



Zitat (von Nefasu):
mich mit IHK / Finanzamt zu streiten, weshalb ich die Tätigkeit erst "6 Monate später" melde.

Welcher Streit sollte denn da entstehen?
Und wieso "6 Monate später". hat man den zum 01.01. angefangen?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Nefasu
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Harry,

Zitat (von Harry van Sell):
Von wem genau?

Der Schrieb kam von der zuständigen Gewerbestelle (Magistrat meiner Stadt).
Mit Datum vom 23.12.2019.


Zitat (von Harry van Sell):

Welcher Streit sollte denn da entstehen?
Und wieso "6 Monate später". hat man den zum 01.01. angefangen?

Weshalb ich mein Gewerbe erst in Januar 2020 beim Finanzamt / IHK melde, wenn ich dies rückwirkend zum 01.06.2019 angemeldet hatte (bereits Mitte Juni 2019).

Außerdem würde ich nur äußerst ungerne Rückwirkend die Beiträge der IHK zahlen, wo ich in den vergangenen Monaten das Gewerbe, mangels fehlenden Gewerbescheins, nicht ausgeübt habe.


Ich hatte mich bereits über eine Rückwirkende Abmeldung des Gewerbes zum 01.06.2019 informiert, jedoch akzeptiert die Gewerbestelle Rückwirkendende Meldungen nur bis zu 6 Monate (welche ja bereits bei Erhalt der Gewerbeanmeldung am 28.12.2019 abgelaufen waren).

Liebe Grüße :)

-- Editiert von Nefasu am 04.01.2020 23:21

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#3
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13563 Beiträge, 2072x hilfreich)

Zitat (von Nefasu):
Außerdem würde ich nur äußerst ungerne Rückwirkend die Beiträge der IHK zahlen, wo ich in den vergangenen Monaten das Gewerbe, mangels fehlenden Gewerbescheins, nicht ausgeübt habe.
Darum wirst du ohne *Streit* nicht herumkommen.
Du warst im 2. Halbjahr 2019 als Gewerbetreibender gemeldet.

Zitat (von Nefasu):
Da sich bereits wenige Tage später meine berufliche Situation geändert hatte, bin ich der Sache nicht weiter nachgegangen.
Du hast es versäumt, dich wegen des nicht mehr benötigten Gewerbes und Scheines zeitnah wieder abzumelden.

Also tu es morgen. Abmelden bei allen Stellen. Ab 1.1.2020
Und zahle 1/2 Jahr IHK-Beitrag.
Dann gibts keinen Streit.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#4
 Von 
Nefasu
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Anami,

vielen Dank für deine Antwort! :)


Zitat (von Anami):
Du warst im 2. Halbjahr 2019 als Gewerbetreibender gemeldet.

eigentlich ja nicht, da die Gewerbeanmeldung ja erst am 23.12.2019 durch das Gewerbeamt vollzogen wurde.
Ich wurde jetzt allerdings rückwirkend als Gewebetreibender gemeldet.
Somit erfolgte natürlich bisher auch keine Medlung an das Finanzamt / die IHK.


Zitat (von Anami):
Du hast es versäumt, dich wegen des nicht mehr benötigten Gewerbes und Scheines zeitnah wieder abzumelden.

Ich würde es nicht versäumt nennen.
Am Ende der Online-Registrierung wurde ich aufgefordert unter Vorlage meines Personalausweises die Gewerbeanmeldung vor Ort im Gewerbeamt abzuschließen.
Da ich dies nicht getan habe, war es für mich bisher keine Frage, ob die Gewerbeanmeldung rechtskräftig war oder nicht ;)


Zitat (von Anami):
Also tu es morgen. Abmelden bei allen Stellen. Ab 1.1.2020

Das wäre so ziemlich der Worstcase.
Habe das Gewerbe gestern per Online-Formular rückwirkend zum 01.07.2019 abgemeldet (da die 6-monatige Frist ja bereits bei Ausstellung des Gewerbescheins abgelaufen war).

Somit wären auch nur 1 Monat IHK-Gebüren fällig.
Wenn überhaupt, da der Umsatz des Monats 0€ betrug und die hiesige IHK für geringe Umsätze keinen Beitrag verlangt.


Das Finanzamt kommt ja ohnehin mit einem steuerlichen Erfassungsbogen auf mich zu.
Läuft dies bei der IHK ähnlich, oder muss ich mich initiativ bei denen melden?

Liebe Grüße,
Falk

-- Editiert von Nefasu am 05.01.2020 15:13

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79917 Beiträge, 33766x hilfreich)

Zitat (von Nefasu):
da die Gewerbeanmeldung ja erst am 23.12.2019 durch das Gewerbeamt vollzogen wurde.

Da wurde sie abgeschlossen, die Anmeldung gilt aber ab dem 01.06.



Zitat (von Nefasu):
Somit wären auch nur 1 Monat IHK-Gebüren fällig.
Wenn überhaupt, da der Umsatz des Monats 0€ betrug und die hiesige IHK für geringe Umsätze keinen Beitrag verlangt.

Für die IHK fällt vermutlich nichts an.



Zitat (von Nefasu):
Das Finanzamt kommt ja ohnehin mit einem steuerlichen Erfassungsbogen auf mich zu.

Genau, das Finanzamt meldet die Zahlen dann an die restlichen Institutionen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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