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Minijob oder Kleingewerbe (Nebentätigkeit)

23.1.2020 Thema abonnieren
 Von 
fürste
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Minijob oder Kleingewerbe (Nebentätigkeit)

Hallo,
meine Situation: In den vergangenen Jahren habe ich für unsere Hausgemeinschaft (Mehrfamilienhaus) die Rasen-und Grünpflege übernommen und dafür pro Jahr einen kleinen Obolus von der Hausverwaltung erhalten.
Seit Anfang des Jahres haben wir nun eine neue Hausverwaltung. Die möchte nun, dass ich ein Kleingewerbe anmelde und meine Tätigkeiten dann in Rechnung stelle.
Macht das Sinn?
Ich hab übrigens nicht vor auch für andere Auftraggeber tätig zu werden.

Viele Grüße
Nico

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28260 Beiträge, 15385x hilfreich)

Das IST schlicht ein Gewerbe, denn es geht um eine regelmäßige Tätigkeit - die Sinnfrage stellt sich insofern gar nicht. Die Anstellung als Minijobber wäre natürlich für Sie besser, weil steuerfrei - die HV hätte lieber einen Gewerbetreibenden, weil der keine Nebenkosten verursacht, während beim Minijobber halt 30% Lohnnebenkosten dazukommen...

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#2
 Von 
fürste
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich dachte, als Kleinunternehmer sollte man mehr als einen Auftraggeber haben, da man sonst in den Verdacht der Scheinselbständigkeit kommt.

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28260 Beiträge, 15385x hilfreich)

Was weder ein gewerbe- noch ein steuerrechtliches Problem ist, sondern eines der Sozialversicherung. Aber ja, das Problem könnte dann auf Sie und ihren Auftraggeber zukommen. Aber einfach nichts anmelden ist durchaus keine Lösung...

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#4
 Von 
fürste
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Nochmals vielen Dank. Ich werde versuchen das als Minijob machen zu können.
Bisher hab ich den Rasen und die Hecke ja eigentlich immer nur gemacht, weil es mir Spass macht und sich sonst kein Dummer gefunden hat (über die jährliche Zahlung hab ich mich natürlich gefreut). Dass da nun ein Akt draus wird.... naja

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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28260 Beiträge, 15385x hilfreich)

Ich werde versuchen das als Minijob machen zu können. Das ist für Sie die beste Lösung.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#6
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3064 Beiträge, 911x hilfreich)

Zitat (von fürste):

Ich dachte, als Kleinunternehmer sollte man mehr als einen Auftraggeber haben, da man sonst in den Verdacht der Scheinselbständigkeit kommt.

"Kleinunternehmer-(Regelung)" - ein Begriff aus dem Umsatzsteuerrecht.
Kleinunternehmer im Sinne von §19 UStG ist, wer weniger als 17.500 € Umsatz im Jahr erzielt; der Kleinunternehmer ist von der Umsatzsteuerpflicht befreit, kann aber für die Veranlagung zur Umsatzsteuer optieren.

"Kleingewerbe" - gibt es nicht. Es gibt nur Gewerbe.

"Scheinselbständigkeit" - ein Begriff aus dem Sozialversicherungsrecht.
"Scheinselbständigkeit" bedeutet, daß man eine sozialversicherungspflichtige angestellte Tätigkeit ausübt, die man zu Unrecht als "selbständige Tätigkeit" deklariert, um sich der Sozialversicherungspflicht zu entziehen.
Oft geschieht das auf Wunsch des Arbeitgebers, was es nicht weniger unzulässig macht. Beide - Arbeitgeber wie Arbeitnehmer - haften für die nicht abgeführten Sozialversicherungsbeiträge und Steuern. Vorrangig der Arbeitgeber, der übrigens 4 Jahre lang; kann der nicht zahlen oder ist nicht mehr auffindbar, haftet der Arbeitnehmer, der aber nur 4 Monate lang.

Arbeitgeber machen sich übrigens strafbar, wenn sie vorsätzlich der Einzugsstelle Beiträge des Arbeitnehmers zur Sozialversicherung vorenthalten, unabhängig davon, ob Arbeitsentgelt gezahlt wird. (Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder Geldstrafe.)

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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