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Ab wann "muss" eine Mutter mehr Stunden arbeiten

6.3.2012 Thema abonnieren Zum Thema: Mutter Tochter KM
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)
Ab wann "muss" eine Mutter mehr Stunden arbeiten

Hallo,

kurz der Sachverhalt:
Ich bin "fast" geschieden und meine Tochter (14) lebt bei mir. Die beiden Söhne (11 und 16) leben bei der Mutter.

Laut JA soll ich für die zwei Jungs an die KM 570€ als KU zahlen (was nicht das Problem darstellt). Die KM im Gegenzug nur 36€ an mich für die Tochter.

Sie arbeitet 20h. Der "Große" geht 3mal die Woche in den Nachmittagsunterricht und der "Kleine" ein Mal. Ich arbeite 40+h.

Jetzt meine Frage:
Ab welchem Alter der Kinder muss die Mutter mehr arbeiten gehen, um den Mindestunterhalt der Tochter leisten zu können? Das JA meinte, die Erhöhung von 12h auf 20h ist ausreichend. Da kann sie aber nur 36€ KU zahlen.

Vielen Dank.

-- Editiert GISNAH am 06.03.2012 12:30

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mutter Tochter KM


54 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5605 Beiträge, 2340x hilfreich)

Hallo GISNAH,

Die Mutter müsste hinreichend begründen warum sie nicht
mehr als 20h arbeiten kann.
Ein Zweit/Nebebenjob ist zumutbar.

http://www.finanzenchannel.de/urteile/2622.html

lg
edy

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"Ein freundliches "Hallo" setzt
sich auch in Foren immer mehr
durch."

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#2
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3590 Beiträge, 1257x hilfreich)

Hallo,

sehe ich auch wie edy.

Bei dem Alter der Kinder kann die KM vollzeit arbeiten. Nach § 1603 (2) BGB wäre sie dazu verpflichtet.

Du bist ja auch in der Lage mit dem 14 jährigen Kind 40 Stunden zu arbeiten, warum sollte die KM es nicht können.

quote:<hr size=1 noshade>Das JA meinte, die Erhöhung von 12h auf 20h ist ausreichend <hr size=1 noshade>


Dazu würde ich vom JA die Rechtsgrundlage schriftlich einfordern.

LG nero

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-- Editiert nero070 am 06.03.2012 13:55

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#3
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

Tja, das mit dem JA ist so eine Sache.

nachdem ich die Unterhaltsberechnung für meine Tochter bekommen hatte, habe ich mich gleich an das JA gewandt. Mein Hinweis, dass sie ja die Stundenzahl erhöhen könnte, wurde mit dem JA-Hinweis abgeschmettert "sie hat ihre Stundezahl von 12 auf 20 erhöht und ist dem nach ihrer gesteigerten Erwerbsobliegenheit nachgekommen".

Wenn man da so sieht könnte man meinen, dass dies nicht das Jugendamt ist sondern das Mütteramt. KV soll 570€ für zwei Jungs zahlen, KM nur 36€ für eine Tochter. Die KM freut sich natürlich. Hat sie doch 20h mehr Zeit, die restlichen 534€ KU zzgl. KiGeld auszugeben bzw. in ihr Eigenheim zu investieren.

Werde demnächst mit meinem Anwalt besprechen, wie man Madame dazu bringen kann, den Mindestunterhalt für die Tochter zu gewährleisten. Es gibt ja mehrere Möglichkeiten (Mehrarbeit, Wohnwert...).

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#4
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3590 Beiträge, 1257x hilfreich)

Hallo GISNAH,

quote:<hr size=1 noshade>wurde mit dem JA-Hinweis abgeschmettert "sie hat ihre Stundezahl von 12 auf 20 erhöht und ist dem nach ihrer gesteigerten Erwerbsobliegenheit nachgekommen". <hr size=1 noshade>


ne ne, das würde ich so nicht stehen lassen.

Im §1603 (2) BGB heißt es:
quote:<hr size=1 noshade>so sind sie ihren minderjährigen unverheirateten Kindern gegenüber verpflichtet, alle verfügbaren Mittel zu ihrem und der Kinder Unterhalt gleichmäßig zu verwenden. <hr size=1 noshade>


Mit 20 Stunden sind bei weitem nicht alle verfügbaren Mittel ausgereizt.

In der Rechtssprechung wird in dem Zusammenhang eine Wochenarbeitszeit von bis zu 48 Stunden verlangt.

Wenn das JA nicht zu Deiner zufriedenheit arbeitet, würde ich einen Fachanwalt für Familienrecht mit der Durchsetzung des Unterhaltsanspruches beauftragen.

LG nero

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#5
 Von 
sehender
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 4x hilfreich)

Guten Tag,
außerdem entscheidet dies nicht das JA. Da hilft nur ein Fachanwalt und Klage. Der Richter wird entscheiden ob 20 Stunden genügen (wohl eher nicht).
LG Sehender

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#6
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

!!! UPDATE !!!

Hab die Tage mit dem für meine Tochter zuständigen JA telefoniert. Hierbei ging es zum Einen um den bereits errechneten KU (36€) den die KM zahlen muss sowie um die "Eintreibung" des vollen Mindestunterhalts.

Die Aussagen des JA sind haarsträubend. Da bekommt man zu hören, dass man der KM keine VZ-Arbeit zumuten können, da sie dies ja während der Ehe auch nicht durchgängig getan hat (HALLO: ich war während der Ehe auch mal Arbeitslos, darf ich dann deswegen jetzt auch arbeitslos werden?). Und dann kommen solche Aussagen wie "vielleicht wäre es doch besser, wenn Sie zu einem Anwalt gehen", wenn es um die Berechnung des Wohnvorteils (bei mietfreiem Wohnen seitens der KM) geht.

Ich frage mich, was da für Leute arbeiten? Bei solchen Aussagen würde ich eher einige User aus dem Forum dort arbeiten lassen. Die bringen mehr als die vom Staat finanzierten "Sesselfurzer".

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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33505 Beiträge, 12949x hilfreich)

Hast Du es immer noch nicht kapiert? Im Jugendamt sitzen Sozialpädagogen und Sozialarbeiter. Keine Juristen. Das Jugendamt kann beraten und, wenn alle einig sind (aber nur dann!) Titel erstellen. Für alles andere ist das Familiengericht zuständig!

wirdwerden

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#8
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

@wirdwerden:

Auf solche "dummen" Sprüche kann ich verzichten (ist nicht als Beleidung anzusehen :-&rpar ;) . Wenn mir das JA (für meine Jungs zuständig) eine Unterhaltsberechnung zukommen lässt, in der haarsträubende Zahlen auftauchen (wo auch immer die her kommen), dann gehe ich davon aus, dass dies nicht von einem Sozialpädagogen oder Sozialarbeiter angefertigt wurde. Wo ist da eine Beratung erfolgt? Das war eine Täigkeit. Wenn mir das JA mit Zwangsvollstreckung droht, wo ist da eine Beratung? Die werden tätig. Und wenn du dir mal diverse Webseiten von Jugendämtern ansiehst, dann wüsstest du das die nicht nur Beraten sondern auch tätig werden (z.B. www.rottal-inn.de).

Und wenn du mein letztes Posting richtig gelesen hättest, dann wüsstest du, dass ich beim JA NACHGEFRAGT hatte (weil ich beraten werden möchte). Ich hab denen keinen AUFTRAG erteilt irgendwas zu machen. Ich brauch Informationen, mit denen ich beim Fachanwalt auftreten kann. Für was sonst brauch ich eine Beratung seitens des JA?

-- Editiert GISNAH am 13.03.2012 13:07

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#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33505 Beiträge, 12949x hilfreich)

Ich fühle mich nicht beleidigt! Da muss schon ein anders Kaliber kommen. Ich wollte Dich doch nur endlich auf den richtigen Weg stubsen!

Das Jugendamt, da sitzen wirklich keine Juristen, glaub es mir einfach mal. Soviel dazu. Oder frag doch Deinen POC einfach mal.

Soviel dazu. Wenn die Dir mit Zwangsvollstreckung drohen, dann hast Du da was unterschrieben, richtig?

Wenn dann eine Beistandsschaft eingerichtet wurde, eine vollstreckbare Urkunde da ist, dann können die doch auch vollstrecken. Aber bei Dir scheint ja sowas nicht zu existieren. Kein Gerichtsvollzieher geht ohne vollstreckbare Urkunde auf die Pirsch.

Etwas anders ist es bei der Unterhaltsvorschußkasse. Da ist ein schlichter Verwaltungsakt, der bestandskräftig ist, Voraussetzung für die Vollstreckung. Aber auch hier könnte Widerspruch eingelegt werden.

Also, watt nun bei Dir? Hast Du was anerkannt? Warum nicht zum Anwalt marschieren?

wirdwerden

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#10
 Von 
amako
Status:
Student
(2564 Beiträge, 1391x hilfreich)

Hallo,
du solltest gaaaaanz dringend die Angelegenheit gerichtlich regeln lassen. Die JA-Schiene bringt hier gar nichts mehr. Zu einem höheren Unterhalt kann die KM nur vom Richter verpflichtet werden. Die JA-Urkunde musst weder du noch deine Frau unterschreiben.
Der Richter wird beurteilen ob deine Frau ihrer Erwerbsobliegenheit nachkommt oder nicht. Alles andere ist Zeitverschwendung.
Gruß
Andreas

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"Wer schlau ist, kann sich dumm stellen, anders rum geht es nicht!"

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33505 Beiträge, 12949x hilfreich)

Lieber Andreas, schreib ich doch, aber er glaubt mir ja nicht.

wirdwerden

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#12
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

Hallo wirdwerden,

natürlich glaub ich dir, dass im JA keine Juristen sitzen. Bekomm ich ja momentan hautnah mit. Ich möchte einfach nur Informationen zu den einzelnen Punkten/Fragen haben (z.B. wie die den Unterhalt der KM berechnet haben, oder warum der Wohnvorteil nicht berücksichtigt wurde). Das hat nichts mit einer "juristischen" Tätigkeit zu tun. Da gings nur um eine "verbale" Auskunft.

Warum ich nicht gleich zum Anwalt gegangen bin? Ist halt eine Kostenfrage. Ich muss momentan mit sehr wenig Geld auch meine Tochter "unterhalten". Und wie du weißt sind Anwälte teuer.

Einen Titel beim JA hab ich nicht unterschrieben bzw. gabs dahingehend auch keine Aufforderung. Einzig ein notarieller Titel aus 04/2011 namentlich lautent auf drei minderjährige Kinder die bei der KM leben in Höhe von x€. Laut JA ist dieser Titel aber nichtig bzw. seitens der KM nicht mehr vollstreckbar, da die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind, da meine Tochter ja jetzt bei mir wohnt. Einzelne Titel für jedes der drei Kinder gibt es nicht. Nur diesen einen "Sammeltitel".

Unterhaltsvorauszahlung o.ä. gibt auch es nicht.

Nach meinen jetzigen Erfahrungen (und den Tipps hier aus dem Forum) werde ich bzw. meine minderjährige Tochter jetzt einen RA beauftragen. Wenn ich auf das JA warte, dann wirds wohl nie was werden. Weder mit den Infos die ich haben möchte noch mit dem Unterhalt für meine Tochter.

Wollte hier nur den "aktuellen Stand" der Dinge posten, damit Andere (in ähnlicher Lage) dies evtl. nutzen können.

Nix für ungut.

-- Editiert GISNAH am 13.03.2012 13:47

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#13
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33505 Beiträge, 12949x hilfreich)

natürlich ist der Titel nicht nichtig. Sowas verschwindet nicht, indem man dreimal sagt "hinweg von mir." Du musst Dich um eine Abänderung des Titels bemühen. Ach ja, aus einem Titel kann man auch teil-vollstrecken.

Mannomannomann!

Meine Großmutter hat immer gesagt, wir seien zu arm, um uns billige Sachen leisten zu können (müssen zu oft ausgewechselt werden), ich denke mal, Du bist zu arm, um das im Alleingang zu regeln. Das kann Dich nämlich zig Tausende kosten, im Vergleich zu ein paar Hunnies für Anwalt und Gericht. Abgesehen davon dürfte die Tocher Verfarhenskostenhilfe bekommen.

wirdwerden

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-- Editiert wirdwerden am 13.03.2012 13:51

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#14
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

Hallo wirdwerden,

hab grad mit dem RA telefoniert. Er wird das Ganze jetzt in die Hand nehmen.

Hab ihn auch gefragt, ob meine Tochter VKH beantragen kann. Das geht leider nicht, weil es im Gesetz (hab mir nicht gemerkt in welchem) so geregelt ist, dass wenn die Ehe noch nichts rechtskräftig geschieden ist (ist leider bei mir noch 10 Tage + 1 Monat der Fall) der Ehegatte in seinem Namen auf Unterhalt für's Kind klagen muss. Danach klagt das Kind mit dem Elternteil als gesetzl. Verteter. Und mit 950€ pro Monat mal so ein paar "Hunnies" für'n Anwalt lockermachen - wenn du das kannst "GLÜCKWUNSCH". :-)

Was die Abänderungsklage bzw. den notar. Titel betrifft, ist es nicht so einfach mit der Vollstreckung. Da wir damals für drei Kinder einen "Gesamtbetrag" eintragen liessen, müsste zur Teilvollstreckung erst gerichtlich berechnet werden, was jedem Kind im Einzelnen aus diesem Gesamtbetrag zusteht. Und das könnte dann teilvollstreckt werden. (das konnte mir das JA nicht sagen, obwohl die ja auch mit solchen Titel zu tun haben).

Muss mich halt jetzt voll auf den RA verlassen. Hab gedacht, dass ich mit einigen Info's vom JA besser gerüstet bin.

Trotzdem Allen, die mir hier Tipps gegeben haben, einen herzlichen Dank.

Wenn ich weitere "Info's" zum aktuellen Fall habe, werde ich diese hier zur "Wissensweitergabe" posten.

Viele Grüße



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#15
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33505 Beiträge, 12949x hilfreich)

Die Frau kann jederzeit einen eingeschränkten Vollstreckungsauftrag erteilen. Anderes Beispiel: Ich habe einen Titel über 100.000 € gegen XY. Da ich nicht weiss, ob er bezahlen kann, erteile ich aus Kostengründen einen Vollstreckungsauftrag über 5.000 €. Das funktioniert, glaub es mir mal. Warum auch nicht?

wirdwerden

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#16
 Von 
Nubikalee
Status:
Schüler
(154 Beiträge, 44x hilfreich)

Hallo Gisnah,

das Gesetz dass du dir nicht gemerkt hast ist die ZPO (Zivilprozessordnung). Du kannst völlig unabhängig von einer Scheidung Verfahrenskostenhilfe beantragen wenn du dir die Kosten eines Prozesses nicht leisten kannst.
Auch wenn das Kind klagt, werden die Eltern im Teilsorgebereich "Vermögen" zu den Kosten herangezogen. Es bleibt also gehuppt wie gesprungen wann/wer klagt. Sollte deine Frau zu Unterhalt verurteilt werden (und davon ist auszugehen) trägt sie die Kosten des Verfahrens und deine nötigen Auslagen.

Gruß Nubi

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"Einmal dumm gestellt, reicht fürs ganze Leben."

-- Editiert Nubikalee am 13.03.2012 15:14

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#17
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

@wirdwerden: der RA meinte aber, dass aus dem "Sammeltitel" nicht erkennbar ist, wieviel jedem Kind im einzelnen zusteht. Und da nur noch zwei (anstatt drei) Kinder bei ihr leben müsste das erst berechnet werden, wieviel vom "Gesamtkuchen" den beiden Kindern zusteht.Das ist ja genau das, was ich vom JA wissen wollte. Nicht die § sondern die Zahlen. Dein Beispiel ist mir schon klar. Aber da hat eine Person ein Recht auf den Gesamtbetrag. Bei den Kindern sieht es doch anders aus. Der Gesamttitel ist ja aufzuteilen. Sagt zumindest der RA. Was ja auch verständlich erscheint. Die Änderung des Titels ist in Auftrag gegeben. Der RA meinte, dass er erst versuchen wird mit der KM eine Änderung herbeizuführen bevor er eine Änderungsklage einreicht. Aber hierzu müsste vom JA auch eine korrekte Unterhaltsberechnung vorliegen, auf die man den Titel dann ändern kann. Ich denke mal, so wie ich meine Fast-Ex kenne, wird sie sich nicht auf eine anwaltliche Berechnung einlassen (das hatte ich schon mal und hat mich über 400€ gekostet - für nix).

@Nubi: Muss es VKH sein oder reicht vorab auch mal der "Beratungsschein"? Ich will ja erstmal "im Guten" (sofern man da noch von reden kann) versuchen die Sache zu regeln. Ich hoffe doch, dass sie zumindest dem RA glaubt. Prozess ist wirklich die letzte Instanz. Kann man denn auch erst den Schein und dann, wenn alles nix geholfen hat, die VKH beantragen und vor Gericht ziehen? Oder geht nur eins von beiden?

Werde morgen mal beim AG vorbeifahren und mich erkundigen. Muss jetzt schauen, dass ich das alles schnellstmöglich geregelt bekomme. Sonst schwimmt Madame im Geld und ich kann mit meiner Tochter schauen wo wir bleiben.

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#18
 Von 
amako
Status:
Student
(2564 Beiträge, 1391x hilfreich)

Hallo,
du müsstest bei deiner Finanzlage eigentlich PKH erhalten, zumindest in Form von Ratenzahlung. Ansonsten wirst du deinem RA zumindest die Gerichtskosten vorstrecken müssen (je nach Streitwert, schätze ca €400, aber nagele mich nicht drauf fest). der Versuch im Guten scheint mir überflüssig, lass Justitia sprechen.
Gruß
Andreas

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"Wer schlau ist, kann sich dumm stellen, anders rum geht es nicht!"

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#19
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33505 Beiträge, 12949x hilfreich)

Mach Dir doch endlich mal klar: es existiert ein Titel. Wenn dieser Titel dem Gerichtsvollzieher in die Hand gedrückt wird, dann rechnet der nicht großartig. Der vollstreckt den Betrag, der sich aus dem Titel ergibt oder den Teilbetrag auf den der Vollstreckungsauftrag begrenzt ist. Der überprüft nur, ob ein Titel da ist. Mehr nicht.

wirdwerden

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#20
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

Da sieht man mal, mit was ein Unterhaltsschuldner sich so den ganzen Tag den Kopf zerbrechen muss.

Mit der angekündigten Zwangsvollstreckung (Voll- oder Teilvollstreckung) brauch ich mich nicht mehr zu beschäftigen, da ich den vom JA berechneten KU gezahlt habe. Somit hat die KM keinerlei handhabe eine Vollstreckung des Titels zu veranlassen (Auskunft eines Bekannten, der Gerichtsvollzieher ist). Warum das JA auf die "Schnappsidee" kam - ?????.

Hab mich halt "erschreckt", weil das JA mit der Titelvollstreckung gedroht hatte.

Da kann man den Info's, dass im JA nur Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sitzen, nur beipflichten. Von "Tuten & Blasen" keine Ahnung. Nur schade für unsere Rechtssystem, dass solche Leute was zu sagen haben - ob's stimmt oder nicht ist zweitrangig. In solchen Fällen sollte man das JA die Sozialarbeit (und das gefälligst richtig) machen lassen und alles andere direkt an die "Fachleute" bei Gericht richten.

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#21
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

So, war heute beim Amtsgericht und hab einen "Berechtigungsschein" bekommen. Anwalt ist beauftragt. :-&rpar ;)

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#22
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33505 Beiträge, 12949x hilfreich)

Du wirst Dich dann mit der Vollstreckung befassen müssen, wenn sie passiert. Was meinst Du, warum es sowas wie Volltreckungsgegenklagen/Vollstreckungsabwehrklagen gibt? Richtig, weil der GV aus dem Titel nichts ersehen kann.

wirdwerden

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#23
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

Hallo zusammen,

hier mal wieder ein kleiner Zwischenstand zum aktuellen Thema.

Mein RA wird jetzt beim Familioengericht eine Unterhaltsklage einreichen. Trotz mehrfachen Schriftverkehrs zwischen RA und KM/JA zeigte sich die KM wenig beeindruckt. Sie ist immer noch der Meinung, dass sie mit ihrem TZ-Job (und dem daraus resultierenden niedrigem Gehalt) im Recht ist.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

VG

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#24
 Von 
Camper2011
Status:
Schüler
(458 Beiträge, 126x hilfreich)

@GISNAH

Na da bin ich aber gespannt, was rauskommt dabei.

Aber selbst wenn sie auf 40 Std fiktiv hochgestuft wird, wirst Du auch nicht mehr bekommen, wenn sie nicht wirklich mehr Einkommen hat.

Von fiktiven Einkünften kann man nun mal nur fiktiv Unterhalt bezahlen.



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#25
 Von 
Nubikalee
Status:
Schüler
(154 Beiträge, 44x hilfreich)


Du hast hoffentlich zuzüglich zum Beratungsschein Verfahrenskostenhilfe beantragt!? Der Beratungsschein deckt nämlich nur die außergerichtlichen Kosten ab.

Man kann an die Klage auch die Prozess- (Verfahrenskosten-)hilfe ankoppeln. Also nur Verfahren wenn VKH gewährt wird. Das hat den Vorteil dass die hinreichende Aussicht auf Erfolg geklärt wird B e v o r Kosten entstehen.

Bei Obsiegen zahlt die unterlegene Seite sämtliche Gerichts- und die außergerichtlichen Kosten.

Halt uns auf dem Laufenden, ich wünsch Dir viel Erfolg.

Gruß Nubi

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"Einmal dumm gestellt, reicht fürs ganze Leben."

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#26
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3590 Beiträge, 1257x hilfreich)

Guten Abend!

Ach camper....

quote:
Von fiktiven Einkünften kann man nun mal nur fiktiv Unterhalt bezahlen.


Durch die fiktive Anrechnung wird dem Unterhaltspflichtigen aber die Leistungsfähigkeit zugesprochen. Und das ist Voraussetzung dafür, dass die Ansprüche tituliert werden können.

Kann die KM jetzt nicht zahlen, laufen zumindest Schulden auf, welche dann irgendwann mal vollstreckt werden könnten.

Aber Dein "Fachgebiet" ist ja eh mehr das SGB.

btw, ist in dem Unterforum gerade nix los, oder warum trollst Du schon wieder rum?

LG nero

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#27
 Von 
cologne2006
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 42x hilfreich)

§ 1606 : Der Elternteil, der ein minderjähriges unverheiratetes Kind betreut, erfüllt seine Verpflichtung, zum Unterhalt des Kindes beizutragen, in der Regel durch die Pflege und die Erziehung des Kindes.

Hier wird eindeutig von der REGEL gesprochen aber in § 1603 : alle verfügbaren Mittel zu ihrem und der Kinder Unterhalt gleichmäßig zu verwenden.

Die Beweislast liegt doch bei der Mutter

Die Frau trägt die Beweislast, warum ihr kein Vollzeitjob zugemutet werden kann. Gelingt ihr das nicht, muss sie mit Schulkind ebenso viel arbeiten wie ihr Ex-Mann ohne Betreuungspflicht.

Was noch hinzuzurechnen ist: Bei 20 Std Arbeit erhält die Frau sicherlich Unterstützung zum Lebensunterhalt.

Trotz der Minderjährigen Kinder wird doch schon seitens des Jobcenters auf Arbeit gedrängt!!!

Mal ganz abgesehn davon, dass es hier um den MU für den KU der Tochter geht.


Auch die Betreuung eines Grundschulkindes stehe einer Vollzeittätigkeit nicht entgegen, wenn nach der Unterrichtszeit eine Betreuungsmöglichkeit besteht! Urteilte der BGH (Az.: XII ZR 94/09 ).

Warum sollten die Herren der Schöpfung Vollzeit Malochen, wenn gnädige Frau es ansich auch kann !!!



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#28
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

@Nubikalee: Ja, die Anträge (von meiner Tochter und mir) liegen samt Nachweisen dem RA vor.

@cologne2006: Die KM arbeitet halbtags (20h) und betreut noch zwei Kinder (11 u. 16, für die zahle ich KU an sie). Laut ihrer letzten Aussage ist es ihr nicht möglich, beim aktuellen Arbeitgeber (öffentl. Dienst) die Stundenzahl zu erhöhen (was ich nicht bezweifle), weil alle Planstellen entsprechend besetzt sind. Desweiteren kann sie keinen Nebenjob aufnehmen (so sagt sie zumindest), weil sie in ihrer Freizeit sehr viel für die Arbeit lernen muss (das muss ich auch nach einem 10h-Tag zzgl. 4h Fahrzeit) und ausserdem ihr AG den Nebenjob genehmigen muss. Und ausserdem muss sie ja von ihren 1100€ ihr Eigenheim mit 825€ pro Monat abzahlen (ohne Nebenkosten wohlgemerkt). Da bliebe nix für Unterhalt an die Tochter.

Diese, o.g. Aussage hat sie persönlich beim JA zu Aufnahme vorgetragen. Das JA hat diese Aussage dann schriftlich an meinen RA übersandt. Jetzt frage ich mich, ob der MA im Jugendamt überhaupt in irgendeiner Art und Weise mit den Grundsätzen des Unterhaltsrechts vertraut ist. Allein bei den o.a. Aussagen meiner Ex (Lernen in der Freizeit, Nebenjob) müsste der doch schon irgendwelche Einwände vorbringen. Hat er ja bei mir auch gemacht als ich zum Spass so ganz nebenbei sagte, dass ich dann auch nur noch halbtags arbeiten gehe.



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#29
 Von 
Jungsche@123
Status:
Schüler
(250 Beiträge, 48x hilfreich)

Sorry wenn ich das anmerke, aber wäre es nicht besser um die finanzielle Anspannung zu entschärfen, wenn die Kinder alle zusammen nur bei einem Elternteil leben würden?

Hierbei wäre sicher die Mutter sicher die zu bevorzugende Person, da sie nur eine Halbtagsstelle hat.

So wäre die Familie finaziell sicher auf éinen besseren Stand..

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#30
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

@Jungsche@123: hier geht es nicht darum, die finanzielle Situation zu entspannen. Meine Tochter ist nach eigenem Entschluss zu mir gezogen. Und nachdem ich sie letztes Jahr schon mal "überredet" hatte bei der KM zu bleiben und sie unbedingt zu mir wollte, hab ich dem Ende letzten Jahres zugestimmt. Das Kindeswohl steht hier an erster Stelle. Nicht die finanzielle Entspannung der KM.

-- Editiert GISNAH am 13.06.2012 20:28

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