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Adoption Rückgängig machen

 Von 
Yael
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Adoption Rückgängig machen

hi erst mal an alle,

also ich bin 19 un habe vor 2jahren meine tochter zur adoption freigegeben, da ich erst 17 jahre war und meine familie mich verstoßen hatte, sah ich das auch als beste lösung. Doch meine meinung hat sich in der zeit verämdert und möchte sie natürlich auch gerne wieder haben.... Aber ich weiß halt nicht ob das möglich wär???

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
19 Adoption Eltern halten


17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sonja12
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 3x hilfreich)

Ach , ich bin leider kein Fachmann. Aber weisst du denn bei welcher Familie sie gelandet ist ? Wie alt war denn deine Tochter als du sie Weggegeben hat ? Vielleicht hat sie sich schon an die neue Familie gewöhnt und ihr geht es gut .

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#2
 Von 
Dori*
Status:
Lehrling
(1706 Beiträge, 83x hilfreich)

Die Aufhebung einer Adoption ist nahezu unmöglich. Hat die Einwilligung der leiblichen Eltern nicht vorgelegen oder ist sie durch Irrtum, Täuschung oder Drohung erwirkt worden, so kann zwar durch einen richterlichen Beschluss die Adoption wieder rückgängig gemacht werden, allerdings nur dann, wenn das dem Kindeswohl nicht entgegensteht (§§1760 bis 1762 BGB ). Zudem darf die Adoption nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Häufiger sind Aufhebungsverfahren, die auf Grund dauerhaft zerrütteter Verhältnisse in der Adoptivfamilie im Interesse des Kindes notwendig werden. Hinzu kommen muss jedoch, dass durch die Aufhebung eine erneute Adoption ermöglicht werden soll oder das Kind in seine Herkunftsfamilie zurückkehren kann. Im Vergleich zur Gesamtzahl aller Adoptionen, die in den letzten Jahren bei etwa 8000 pro Jahr lag, ist die jährliche Quote aufgehobener Adoptionen mit weniger als 1% gering.

aus:

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Rechtsfragen/s_134.html

Liebe Grüße an Haselstrauch ,die diesen ,recht brauchbaren ,Link gefunden hat ;)

LG

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#3
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2474 Beiträge, 370x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
net-surfer
Status:
Beginner
(114 Beiträge, 12x hilfreich)

Bei einer Adoption wird es sehr oft so gemacht,dass das Kind überhaupt nicht mehr in der Nähe von den leiblichen Eltern ist.

Wie zum Beispiel:
eine Mutter gibt ein Kind in Hamburg zu Adoption in Berlin oder München wären die möglichen Adoption-Eltern,dann würd man lieber München nehmen als Berlin.

Ich will Dich jetzt hier nicht angreifen,dennoch muß Du mal den seelischen/psychischen Schaden für die Tochter bedenken.

Es ist leider nun mal so,dass die Tochter in die Adoption-Mutter nun die richtige Mutter sieht und Du bist nur eine fremde Frau für die Tochter.

Mit 19 Jahren bist Du noch sehr jung und kannst einen lieben Mann kennenlernen mit dem Du dann auch Kinder hast.

Adoption-Eltern können nur Menschen sein die
beruflich auch was zubieten haben z.B alle Berufe mit einen Uni-Abschluss normale Menschen mit einer einfachen Berufsausbildung haben als Adoption-Eltern kaum eine Chance.









-- Editiert von Net-surfer am 06.02.2008 00:45:23

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#5
 Von 
Krebsfrau51
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 2x hilfreich)

@ netsurfer

Sorry, aber Sie haben offenbar keine Ahnung.

'Bei einer Adoption wird es sehr oft so gemacht, dass das Kind überhaupt nicht mehr in der Nähe von den leiblichen Eltern ist.'

Das ist Wunschdenken! Ich habe nach 30 Jahren erfahren, dass meine (unfreiwillig, weil minderjährig!) zur Adoption freigegebene Tochter in die gleiche Kleinstadt vermittelt wurde, in die ich drei Jahre später zog. Die lag gerade mal 30 km vom Ort des damaligen Geschehens entfernt. Ihre Eltern waren in derselben Sportgemeinschaft wie ich und wir sind uns unwissend über den Weg gelaufen!!!!

'Ich will Dich jetzt hier nicht angreifen, dennoch muß Du mal den seelischen/psychischen Schaden für die Tochter bedenken.'

Na toll - und wer kümmert sich um die seelischen/psychischen Schäden der abgebenden Mutter? In diesem Fall sogar ganz offensichtlich noch nicht einmal wirklich freiwillig. Sind diese nur als eine Art "Produzenten" ohne Rechte zu verstehen und geduldet?

'Mit 19 Jahren bist Du noch sehr jung und kannst einen lieben Mann kennenlernen mit dem Du dann auch Kinder hast.'

Von solchen dümmlichen Ratschlägen leben alle, die ihre schmutzigen Finger im Geschäft mit Inkognito-Adoptionen haben.


Entschuldigung, dass ich so drastisch werden musste, aber irgendwann muss unsere Gesellschaft einmal merken, was Adoption überhaupt bedeutet.

Gruß,
Julia


-- Editiert von Krebsfrau51 am 03.05.2008 12:03:09

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#6
 Von 
guest123-1660
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1099x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#7
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@net surfer

quote:
Wie zum Beispiel:
eine Mutter gibt ein Kind in Hamburg zu Adoption in Berlin oder München wären die möglichen Adoption-Eltern,dann würd man lieber München nehmen als Berlin.

falsch. die adoptionsvermittlung kümmert sich nicht darum, ob das weggegebene kind ins nachbardorf kommt oder nicht. allein der 'listenplatz' der annehmenden eltern zählt.

@chavah

quote:
Ein Adoptionsverfahren ist heute (mag zu Deiner Zeit anders gewesen sein) ein aufwendiges Verfahren. In Zeitabschnitten. In den ersten Monaten nach der Geburt ist eine Adoption nicht möglich. Mutter hat also Zeit, sich alles zu überlegen. Dann die Übergangsphase, erst dann die Adoption.

kann man das irgendwo nachlesen? eine adoption ist 6 wochen nach geburt möglich nd kann, recht 'problemlos' noch 12 wochen rückgängig gemacht werden.
so jedenfalls mein stand d. dinge.

sunbee

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#8
 Von 
guest123-1660
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1099x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#9
 Von 
guest-12320.01.2009 14:56:07
Status:
Lehrling
(1124 Beiträge, 326x hilfreich)

Die Adoption kann man nicht mehr rückgängig machen, der Adoptionsbeschluss ist nicht anfechtbar.




§ 56e FGG
1In einem Beschluß, durch den das Gericht die Annahme als Kind ausspricht, ist anzugeben, auf welche Gesetzesvorschriften sich die Annahme gründet; wenn die Einwilligung eines Elternteils nach § 1747 Abs. 4 des Bürgerlichen Gesetzbuchs nicht für erforderlich erachtet wurde, ist dies ebenfalls in dem Beschluß anzugeben. 2Der Beschluß wird mit der Zustellung an den Annehmenden, nach dem Tod des Annehmenden mit der Zustellung an das Kind wirksam. 3Er ist unanfechtbar; das Gericht kann ihn nicht ändern.

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#10
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@chavah

hä? es geht nicht um zwangsadoption und gegooglt hatte ich schon. ich fragte, wo das steht mit der zeit, die vergehen muss, im adoptionsgesetz finde ich dazu nix.

sunbee

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#11
 Von 
guest123-1660
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1099x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#12
 Von 
guest-12319.10.2009 09:34:10
Status:
Praktikant
(865 Beiträge, 354x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#13
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@chavah

eben nicht. du hattest geschrieben, das eine adoption erst nach monaten möglich ist. das stimmt nach wie vor nicht.
eine adoption läßt der mutter 6 wochen (oder waren es 8?) und dann weitere 12 in denen es rückgängig gemacht werden kann.
es ist nicht so, dass annehmende eltern länger als diese frist um ihr kind bangen müssen.

sunbee

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#14
 Von 
guest123-1660
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1099x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#15
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@chavah

dann habe ich halluzinationen

aus deinem post vom 03.05.08 um 12.15:

quote:
In Zeitabschnitten. In den ersten Monaten nach der Geburt ist eine Adoption nicht möglich. Mutter hat also Zeit, sich alles zu überlegen. Dann die Übergangsphase, erst dann die Adoption

genau das ist falsch.

sunbee

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#16
 Von 
guest123-1660
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1099x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#17
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@chavah

eine mutter kann ihr kind unmittelbar nach der geburt zur adoption freigeben.
eine adoption wird nach 6 wochen(oder 8, nicht ganz sicher) nach geburt vollzogen, d.h. notariell beglaubigt. dabei sind mutter u. notar, ggf jugendamt anwesend und unterschreiben die urkunde.
damit ist die adoption vollzogen.

vor der reform gab es in der tat die 3 monatsregel.


sunbee

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