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Adoption Stiefvater

 Von 
guest-12318.10.2008 20:18:47
Status:
Beginner
(136 Beiträge, 14x hilfreich)
Adoption Stiefvater

Wie verläuft eine Adoption durch den Stiefvater, wenn der leibliche Vater, von der Mutter geschieden, gemeinsames Sorgerecht, dem zustimmen möchte?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Adoption Kind leiblich Notar


19 Antworten
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#1
 Von 
Bibi2007
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
also bei uns lief das so ab:
Der leibliche Vater ging zu einem Notar und liess dort beurkunden, das er einer Adoption zustimmt.Das gleiche musste ich auch als leibliche Mutter machen.Das kostet schon mal ein bisschen was!!!Danach gings dann munter weiter.Zum einen bekommt man ab dem Tag der Beurkundung keinen Unterhalt mehr vom leiblichen Vater, wovon man aber in den meisten Fällen nicht informiert wird-dies merkt man dann durch Ausbleiben.Schon bald haben wir Besuch von einer Dame vom Jugendamt bekommen, die sich von allem (Wohnverhältnis Finanzen usw) einen Eindruck verschafft hat.Zudem wurden bei uns noch die Geschwister, des zu adoptierenden Kindes befragt, wie sie dazu stehen würden-das fand ich komisch, aber nunja habens über uns ergehen lassen!Die Dame hat dann einen Bericht verfasst und zudem eine Adoptionspflegezeit angeordnet-bei uns waren es 2 Jahre.Weil man schauen wollte wie stabil unsere Beziehung ist-auch doof weil eine Trennung später auch noch plötzlich kommen kann, wer weiss das heutzutage schon.Dann gabs ne Einladung vom Gesundheitsamt.Dort wurde der Stiefvater und ich als leibliche Mutter auf Herz und Nieren und Verstand untersucht.Dies kostet dann auch noch einen kleinen Batzen(ca 200€ ;) .
Danach hiess es die 2 Jahre "Probe" abwarten und sich möglichst still verhalten.Zum Abschluss gibts dann noch ne Einladung aufs Amt, damit man sich dort nochmal überzeugen kann, das auch ja alles in Ordnung ist.Musste mich dort allerdings etwas zurückhalten, denn der Herr forderte einen ganz schön raus mit seinen provozierenden Fragen.Hatte zuletzt nen blauen Fleck, weil mein Mann mich dauernd kneifen musste ;-)
Unser Termin beim Amt war im Januar und bis heute ist noch kein Beschluss vom Amtsgericht da-also dauert das dann auch noch.Bin froh wenn das ganze aber bald abgeschlossen ist und die Anspannung von uns abfallen kann. :dance:
Hoffe ich konnte dir einen kleinen Eindruck geben von dem was auf dich zukommen kann?
Lieben Gruss
Bibi

-----------------
"Aus Fehlern wird man klug-meistens zumindest!"

-- Editiert von Bibi2007 am 16.05.2007 12:36:38

-- Editiert von Bibi2007 am 16.05.2007 12:38:02

-- Editiert von Bibi2007 am 16.05.2007 12:38:42

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#2
 Von 
guest-12318.10.2008 20:18:47
Status:
Beginner
(136 Beiträge, 14x hilfreich)

Vielen Dank für Deinen Bericht.
Ich hätte nicht gedacht, dass es soooooooo lange dauert.

Darf ich Dich fragen, welche Gefühle Du dem leiblichen Vater gegenüber hast?
So sehr ich mich freue, dass er das Angebot gemacht hat, desto mehr komme ich ins Grübeln, wie man solch eine Entscheidung fassen kann. Und desto weniger Respekt habe ich vor dem Mann.

Was sagt das betroffene Kind?

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#3
 Von 
Bibi2007
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Hexenkessel,
tja welche Gefühle gegenüber habe ich dem leiblichen Vater???Ich habe diesen Mann mal geliebt, befand mich zu der Zeit in einer sehr schwierigen Lage, das ich, glaube ich damals jeden Mann geliebt hätte, der mir das Gefühl gibt auch geliebt zu werden.Diese Gefühle hielten bei mir bis zu dem Tag, an dem ich erfahren habe, das ich schwanger war.Er ging damals mit zum Arzt.Sein einzigstes Kommentar auf das eigentlich freudige Ereignis war "Du musst abtreiben, denn ein Kind bricht mir das Genick!"
Ich habe mich für mein Kind und gegen den Mann entschieden.Er hat sich kurz drauf schon ne neue im Internet besorgt und mit der gleich ein weiteres Kind gezeugt.Ich lernte kurz vor der Geburt meinen jetzigen Mann und Vater von dem Kleinen kennen und bin glücklich geworden.Mit dem leiblichen Vater gabs immer Schwierigkeiten, weil der nur noch für seine neue Familie aufkommen wollte, nicht aber für mein Kind.Der Vorschlag "Adoption" kam auch damals von ihm wenngleich wir(mein Mann und ich) da vorher auch schon drüber gesprochen haben.
Das "betroffene" Kind ist heute 4 Jahre alt und weiss noch nichts von dem Ganzen.Ich bin der Meinung, das es dafür auch noch zu früh ist.Mein Mann wird in ein paar Jahren, vielleicht wenn er zur Schule kommt, versuchen mit dem Jungen zu reden.
Liebe Grüsse
Bibi

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"Aus Fehlern wird man klug-meistens zumindest!"

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#4
 Von 
Cindymaus
Status:
Schüler
(490 Beiträge, 36x hilfreich)

Hallo,

ich denke das es bei Bibi2007 so langjährig ist liegt wohl am Alter des Kindes oder? Bei uns gabs keine Adoptionspflegezeit und auch keine Untersuchung durch das Gesundheitsamt.

Im März05 kam bei uns ein Brief vom Anwalt meines Exmannes mit den Vorschlag einer Stiefkindadoption, daraufhin haben wir uns genau darüber informiert und wußten so auch das der Kindesunterhalt ab dem Tag wo der leibl. Vater beim Notar seine Zustimmung gibt auch nicht mehr gezahlt wird, da ab da alle Rechte und Pflichten ruhen. Im Juni05 war dann mein Exmann beim Notar seine Einwilligung geben und daraufhin waren wir dann auch beim Notar und haben den Antrag gestellt, im September05 hatte der Stiefvater und ich einen Termin beim Jugendamt und wir wurden befragt, dann mußten wir beide ausführliche Lebensberichte schreiben und mein Mann mußte genau beschreiben warum er das Kind adoptieren möchte und im November05 kam der Jugendamtmitarbeiter zu uns nach Hause und schaute sich unsere Wohnsituation an und befragte das Kind. Im Januar06 gabs dann noch einen Termin mit dem Richter wo Stiefvater und Kind vorgeladen wurden und seit 22.2.06 war die Stiefkindadoption rechtskräftig (leider haben wir davon erst im Juni06 erfahren, weil die Behörden uns erst dann endlich die Unterlagen zugesendet haben). Also knapp 1Jahr hat bei uns die Stiefkindadoption gedauert.

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#5
 Von 
guest-12318.10.2008 20:18:47
Status:
Beginner
(136 Beiträge, 14x hilfreich)

Aber immerhin ein Jahr...

Wie alt ist Dein Kind, wenn ich fragen darf?

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#6
 Von 
Cindymaus
Status:
Schüler
(490 Beiträge, 36x hilfreich)

Bei Antragsstellung war er 8Jahre und nächsten Monat wird er 10Jahre.

Ja also uns hat man bei Antragstellung und auch später beim Jugendamt gesagt mit ca 1Jahr sollte man rechnen, wenns schneller geht ists gut, aber meist dauerts in etwa 1Jahr oder ebend auch länger.

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#7
 Von 
guest-12318.10.2008 20:18:47
Status:
Beginner
(136 Beiträge, 14x hilfreich)

Altersmäßig sind unsere Kinder in etwa gleich.
Ich habe bei uns das Gefühl, das die Behörden, da halt sehr ländliche Gegend recht fix sind.
Wohnst Du eher ländlich oder eher in einer Großstadt?

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#8
 Von 
Cindymaus
Status:
Schüler
(490 Beiträge, 36x hilfreich)

Ich wohne in einer Großstadt und da sind die Behörden komplett überfüllt mit sowas, ausserdem kam bei uns noch hinzu das unser zuständiges Gericht das Einzige hier weit und breit ist was auch noch für Auslandsadoptionen usw. zuständig ist, so erklärte uns damals der Jugendamtmitarbeiter die langen Wartezeiten. Also kann das schon auch an der Gegend liegen.

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#9
 Von 
guest-12318.10.2008 20:18:47
Status:
Beginner
(136 Beiträge, 14x hilfreich)

Das motiviert mich sehr! ;-)
Bei uns lief auch die Scheidung sehr, sehr schnell: mein Ex hat diese genau mit Ablauf des Trennungsjahres eingereicht und sie wurde nach 2,5 Monaten verhandelt. Das finde ich schon sehr, sehr schnell, deshalb hoffe ich, dass es mit der adoption auch recht fix geht!!

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#10
 Von 
guest-12318.10.2008 20:18:47
Status:
Beginner
(136 Beiträge, 14x hilfreich)

Wie sieht es mit der Geburtsurkunde bei der Adoption aus? Wird die alte "vernichtet"? Taucht irgendwo der leibliche Vater in den Papieren auf?

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#11
 Von 
Cindymaus
Status:
Schüler
(490 Beiträge, 36x hilfreich)

In der Geburtsurkunde taucht der leibl. Vater nicht mehr auf nur der Stiefvater, aber in der Abstammungsurkunde müßte der leibl. Vater noch mit drinnen stehen, wenn ich das richtig verstanden habe. Wir haben eine neue Geburtsurkunde bekommen wo nur der Stiefvater jetzt als Vater eingetragen ist. Abstammungsurkunde haben wir nicht bekommen.

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#12
 Von 
knallbunt
Status:
Beginner
(80 Beiträge, 1x hilfreich)

bei uns hat es nur knapp 3 Monate gedauert.da war die kleine vier
LG knallbunt

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#13
 Von 
guest-12318.10.2008 20:18:47
Status:
Beginner
(136 Beiträge, 14x hilfreich)

3 Monate?????????? Das gibt mir Hoffnungen!!!
Magst Du, Knallbunt, erzählen, was Ihr unternehmen musstet, ob Ihr zum Jugendamt musstet etc.?

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#14
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2474 Beiträge, 370x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#15
 Von 
knallbunt
Status:
Beginner
(80 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,
das Jugendamt kam zu uns zu Besuch und die haben sich dann die häuslichen Verhältnisse angeschaut,Zimmer von unserer Tochter sich angeschaut.Und dann kurzes Gespräch mit Kaffe viel gelacht und dann ging alles sehr schnell.

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#16
 Von 
guest123-975
Status:
Praktikant
(751 Beiträge, 115x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#17
 Von 
Bibi2007
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
das mit den verwandschaftlichen Verhältnissen ist zwar richtig, aber existiert ja nur auf dem Papier.Trotz Stiefkindadoption ist und bleibt das Kind aus 50% Vater und Mutter bestehen, da kann auch keine Adoption was dran ändern.
Und das mit dem "nichts zu tun haben wollen" kann man auch nicht pauschalisieren, oder will man jeder abgebender Mutter/Vater unterstellen, das diese nur aus reinem Selbstnutzen ihr Kind abgegeben haben?Das denke ich,wäre falsch.Auch wenn es in unserm Fall so gewesen sein mag, glaube ich, das der Prozentsatz wesentlich höher ist, von denen Eltern, die aus wirklich argen Problemen und aus Liebe ihr Kind abgeben.
Mein Sohn(von meinem Mann adoptiert), ist wie gesagt heute erst 4 Jahre alt und unserer Meinung noch nicht reif genug,um zu erfahren was passiert ist.Auch wenn der leibliche Vater aus der Geburts-oder Abstammungsurkunde ausradiert wird, ist meiner Meinung nach, die Gefahr zu gross das es das Kind eines Tages einmal durch missgünstige Menschen,tragische Ereignisse etc erfahren könnte, das der Vater nicht der Leibliche ist.Je nach Alter wird es dann schwierig werden, zu erklären warum man die ganzen Jahre davor "gelogen" hat.Wir haben uns für eine Offenbahrung das Schulalter vorgenommen.Was der leibliche Vater später mal sagen will, wenn mein Sohn mit vielleicht 16 oder 18 bei ihm vor der Türe steht, ist mir relativ egal.Und ich glaube auch nicht, das es meinen Sohn dann gross interessieren wird, ob rechtlich eine Verwandschaft besteht oder nicht!
Liebe Grüsse
Bibi

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"Aus Fehlern wird man klug-meistens zumindest!"

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#18
 Von 
Cindymaus
Status:
Schüler
(490 Beiträge, 36x hilfreich)

Also bei uns ists ja so das mein Sohn schon weiß wo seine Wurzeln sind, er wird jetzt 10Jahre und zum Zeitpunkt wo wir den Antrag gestellt haben war er 8Jahre, er kennt seinen biologischen Vater und wurde einige Jahre von ihm enttäuscht und möchte im Moment auch keinen Kontakt, allerdings kann ich mir auch gut vorstellen das er das vielleicht, wenn er ins Teenageralter kommt anders sieht oder als Erwachsener, vielleicht sucht er dann doch wieder den Kontakt zu seien Wurzeln und dann soll er auch, das ist aus unserer Sicht alleine seine Entscheidung und da werde ich ihn auch nicht reinreden.

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#19
 Von 
libelllle
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen -

mich würde interessieren ob man mit dem zukünftigen Stiefvater verheiratet sein muss um eine Adoption in Angriff zu nehmen??

In wie weit muss die Wohnsituation aussehen? Einfach nur gepflegt und ordentlich - oder ist es hier eher wichtig ob man ein eigenes Haus/Wohnung hat oder in Miete wohnt?

Was kommen insg. ca. an Kosten auf uns zu?

Ist immer ein Termin beim Richter notwendig?

Wer kann mir da weiterhelfen???!!!!

Grüße, Libelllle

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