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Adoption vom Kind ausgehend, ohne Zustimmung des leiblichen Vaters?!

 Von 
Fragender111
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Adoption vom Kind ausgehend, ohne Zustimmung des leiblichen Vaters?!

Hallo!
Ich bin schon volljährig und interessiere mich für das Thema Adoption. Meine Mutter ist schon seit über 15 Jahren mit meinem "neuen Vater" verheiratet und ihn sehe ich eigentlich auch als Vaterfigur an. Zu meinem leiblichen Vater habe ich keinen Kontakt mehr.
Nun die Frage, ob eine Adoption auch möglich wäre, wenn er seine Zustimmung nicht gibt? Da der Antrag ja von mir ausgeht. Also kann mich mein "neuer Vater" adoptieren, wenn ich das will, ohne dass mein leiblicher Vater zustimmt, da er das sicher nicht machen würde, schon um uns zu schaden!?
Vielen Dank schon mal für die Antworten!

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Adoption Eltern leiblich Vater


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sunstorm67
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Auch ein Erwachsener kann adoptiert werden. Einer Zustimmung seiner leiblichen Eltern bedarf es dazu nicht.
Voraussetzung ist aber, dass ein "echtes" Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden ist. Eine Adoption eines Erwachsenen aus rein wirtschaftlichen Motiven (z.B. Ersparnis von Erbschaftssteuer oder Erlangung eines Adelstitels) ist daher nicht möglich.

Die Wirkungen einer Erwachsenen-Adoption sind erheblich schwächer:
Zwar wird der Angenommene mit allen Rechten und Pflichten zum Kind des Annehmenden, seine Verbindungen zu seiner leiblichen Verwandtschaft erlöschen jedoch nicht. Alle unterhalts- und erbrechtlichen Ansprüche bleiben vielmehr bestehen. Der adoptierte Erwachsene hat quasi zwei Elternpaare. Hinsichtlich des Unterhalts haften die Adoptiveltern vor den leiblichen Eltern.

In Ausnahmefällen kann ein Erwachsener mit den Wirkungen einer Minderjährigenadoption (Volladoption) angenommen werden.

Dies ist in folgenden Fällen möglich:

Die Adoptiveltern haben bereits einen minderjährigen Bruder oder eine minderjährige Schwester des Erwachsenen angenommen.
Der Erwachsene wurde bereits als Minderjähriger in die Familie der Adoptiveltern aufgenommen oder der Adoptivantrag wurde zu einem Zeitpunkt gestellt, als der Anzunehmende noch minderjährig war
Und schließlich der praktisch wichtigste Fall: Der Annehmende nimmt ein Kind seines Ehegatten aus einer früheren Beziehung an.
Auch in diesen Fallkonstellationen ist die Zustimmung der leiblichen Eltern nicht erforderlich. Da sich die Annahme nach den Vorschriften der minderjährigen Adoption richtet erlöschen sämtliche Verbindungen zur leiblichen Verwandtschaft.

Hoffe das hilft dir weiter!!!

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#2
 Von 
Fragender111
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke, hat mir sehr weiter geholfen!

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#3
 Von 
Famous
Status:
Beginner
(135 Beiträge, 36x hilfreich)

Hallo,

Du scheinst von Deiner Mutter massiv PAS geschädigt worden zu sein....

Schon echt traurig.....

Famous

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#4
 Von 
azrael
Status:
Master
(4944 Beiträge, 756x hilfreich)

Es soll bekanntlich auch Väter geben, die sich nicht um ihre Kinder kümmern bzw. nie gekümmert haben. Auch wenn das von der heeren Männerwelt immer noch angezweifelt wird...

-----------------
"gruß azrael"

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