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Akteneisicht nach über 40 Jahren (vaterschaftsfeststellungsverfahren) durch 2.Ehefrau warum?

 Von 
Fabinico
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Akteneisicht nach über 40 Jahren (vaterschaftsfeststellungsverfahren) durch 2.Ehefrau warum?

Hallo, vielleicht weiß jemand Antwort
ich bin uneheliches Kind 42 Jahre alt , hatte nie Kontakt zu meinem Vater, der früher normal Regelunterhalt gezahlt hat. Nun bekam ich heute Post vom Gericht in dem stand das mein Vater Mitte letzten Jahres verstorben ist und seine Frau (die Witwe) einen Anwalt beauftragt hat zur Akten Einsicht des damaligen Vaterschaftsfeststellungsverfahren von 1977!!!
Was hat das für einen Grund? Vertreten wurde ich damals durch das Jugendamt und als ich 18 war bekam ich nur nochmal Post das das ganze jetzt halt endet und meine Unterlagen.
Ich muss der Akteneinsicht zustimmen, aber mich interessiert warum eine Frau die ich nicht kenne diese beantragt? Kann das jemand beantworten?
L. G.


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Kind Vater Frau Antwort


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(33222 Beiträge, 11837x hilfreich)

Ich nehme an, dass das mit der Erbschaft zu tun hat. Schließlich bist Du Erbe Deines Vaters und selbst, wenn Du enterbt würdest hast Du einen Pflichtteilsanspruch.

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#2
 Von 
guest-12317.02.2019 11:53:12
Status:
Schüler
(259 Beiträge, 37x hilfreich)

Ich würde auch auf Erbangelegenheiten tippen... Oder sie will etwas über dich in Erfahrung bringen und in Kontakt treten. Oder dein Vater hat ihr auf dem Sterbebett gesagt, dass er doch nicht dein Vater ist und sie will nun einen Vaterschaftstest nachholen lassen... Keine Ahnung wie vor 42 Jahren die Vaterschaftstest waren :)
Ich würde das jedenfalls ablehnen und nach Kenntnis des Todes vom Vater Erbansprüche anmelden...

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16944 Beiträge, 7418x hilfreich)

Hallo Fabinico,
auch wenn Sie leider nicht bei Ihrem Vater aufgewachsen sind, er gehört zu den bemerkenswert verantwortungsvollen Vätern, der seiner Verantwortung wenigstens finanziell nachgekommen ist. Das ist nicht selbsverständlich!
Somit scheint er auch ein "Vermögen" erarbeitet zu haben, dass es zu vererben gibt. Die Witwe hätte es gern für sich allein.

Wenden Sie sich direkt an das vor Ort zuständige Gericht. Ich tippe mal auf ein nicht unbeträchtliches Erbe, was sich hier die Witwe aneignen will. Hätte die Sie nur kennenlernen wollen, hatte sie ja vor dem Tod wohl schon ausreichend Zeit dafür......

An Ihrer Stelle würde ich die Akteneinsicht ablehnen und prüfen, wie umfangreich das Erbe ist.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#4
 Von 
Fabinico
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich danke euch für die Antworten, war heute irgendwie total perplex, aber hätte ich diesen Brief jetzt nicht bekommen wüsste ich ja gar nicht vom Tod wäre mein Anspruch dann nicht innerhalb von 3 Jahren hinfällig gewesen? Und wie bekomme ich raus ob ich evtl Schulden Erbe (mir schwirren voll viele fragen im Kopf so kurz vorm Wochenende) das zuständige Gericht wird dann wohl nicht das sein von dem ich jetzt post habe das ist ja meins quasi da er in einem anderen Bundesland wohnt. Gezahlt hat er immer den damaligen mindestunterhalt. Ich denke ich brauch da wohl schnell einen Anwalt oder?

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#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(26965 Beiträge, 11403x hilfreich)

Die Stellung eines nichtehelichen Kindes war damals völlig anders als heute. Nichteheliche Kinder bekamen nur einen Mini-Einheitsbetrag an Unterhalt, nicht zu vergleichen mit den Zahlungen, die auch damals schon gestaffelt für eheliche Kinder zu zahlen waren. EIne Vaterschaft war mit absoluter Sicherheit erst etliche Monate nach der Geburt feststellbar, vorher war das Blut des Säuglings noch nicht entsprechend ausgeprägt. Das Jugendamt war automatisch in jedem Fall drinne, Mütter allein waren ja zu doof, sich zu kümmern. Ich würde mir zunächst da keinen Kopf machen, sondern den Anwalt bitten, doch seine Gründe darzulegen.

Vielleicht geht es ja ganz banal um Ahnenforschung. An Deiner Stelle würde ich allerdings erst einmal selbst Akteneinsicht nehmen bzw. um Übersendung einer fotokopierten Akte bitten.

wirdwerden

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#6
 Von 
Fabinico
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja das stimmt dieses Feststellungsverfahren war monate nach meiner Geburt........ Aber nix desto trotz muss ich ja so wie ich das gegoogelt habe jetzt binnen 6 Wochen was machen wegen dem Erbe...... Wenn ich das richtig verstanden habe hätte ich ja ab Zeitpunkt wo ich vom Tod gehört hab also heute nur 6 Wochen um das Erbe gegebenenfalls auszuschließen

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#7
 Von 
guest-12317.02.2019 11:53:12
Status:
Schüler
(259 Beiträge, 37x hilfreich)

https://www.erbrecht-heute.de/erbrecht/nachtraeglich-ansprueche-im-erbrecht-anmelden/

Ich würde vielleicht erstmal das Nachlassgericht anschreiben ob es ein Testament gab. In diesem wurdest du wahrscheinlich nicht bedacht, denn sonst hättest du vom Tod des Vaters ja früher erfahren. Aber du hast Anspruch auf deinen Pflichtteil. Aus dem Testament geht vielleicht schon hervor ob es was zu holen gab... Mit diesen Infos gehst du zum Anwalt, damit der die Witwe anschreibt. Oder du schreibst sie selber an und fragst mal nach wieso sie Akteneinsicht möchte, dass du jetzt erst vom Tod des Vaters dadurch erfahren hast und das du Erbansprüche anmeldest...

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