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Anwaltsrechnung - total verkorkst?

13.1.2004 Thema abonnieren Zum Thema: 10 Anwalt Brief Euro
 Von 
velma
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Anwaltsrechnung - total verkorkst?

- Beauftragung Anwalt mit Scheidung und allen damit verbundenen Angelegenheiten

- gemeinsame Besprechung mit allen Parteien und Anwälten, Kontenstände und Lebensversicherungen wurden nicht beredet,

- Anwalt entwirft Scheidungsvereinbarung, die jedoch von der Gegenpartei nicht akzeptiert wird.

- Langer Krankenhausaufenthalt der Gegenpartei.
Scheidung ruht
Zwischenzeitlich 2 Rechnungen des Anwalts bezahlt:
vorläufiger Gegenstandswert: 100.000 Euro
10/10 Besprechungsgebühr aus 118 Brago
7,5/10 Geschäfts/prozessgebühr 118 Brago
7,5/10 Verhandlungsgebühr 118 Brago

- Von Gegenpartei überzeugt, dass ein Anwalt genügt. Nachgegeben, Eingesehen, meinem Anwalt gekündigt.
Immer noch kein Scheidungsantrag gestellt, Trennungsjahr nicht um.

Abschlussrechnung meines Anwalts:
8/10 Geschäfts/Prozessgebühr 118 Brago
8/10 Besprechungsgebühr 118 Brago
Gegenstandswert: 218.000 Euro,

davon wurden 200.000 Euro nicht einzeln erklärt, lediglich hintereinander aufgeführt (z. b. auch Regelung der Lebensversicherungen, die niemals stattgefunden hat oder Zugewinnausgleich, der auch nicht stattfand, Haus, das nicht geschätzt war)

- Um des lieben Friedens willen - Rechnung bezahlt.

- Der Entwurf der Scheidungsvereinbarung und anschließend noch ein Brief hat mich 3616 Euro gekostet - war das rechtens? Kann ich nach über einem Jahr, diese Rechnung noch beanstanden?

Gegenpartei spielt mit falschen Karten, Versorgungsausgleich, der immer ausgeschlossen sein sollte, soll nun stattfinden. Wurde hingehalten - durch Versprechen, ihn doch noch vor Gericht ausschließen zu lassen.
Nicht mehr geglaubt, doch wieder eigenen Anwalt (gleiche Kanzlei wie vorher) genommen. Seither immer zwei verschiedene Rechnungen - die eine wegen Ehescheidung und Folgesachen,
die andere: gleicher Betreff aber darunter - Vermögensauseinandersetzung -.
Bei dieser 2. stand darunter, die bereits gezahlten Beträge vor der KÜndigung würden natürlich angerechnet, musste trotzdem noch 400 Euro draufzahlen.
Einigungs- bzw. Vergleichsversuche scheiterten.
Scheidung ist jetzt durch - mit Versorgungsausgleich - anderes wurde nicht beantragt.

Immobilien-Vermögen ist nicht ausgeglichen. (Haus gegen Eigentumswohnung).

Nun kommt Scheidungsrechnung, alles rechtens, es müssen noch 600 Euro nachgezahlt werden. Gegenstandswert wie von Gericht festgesetzt.

Aber die Kanzlei hat schon 3900 Euro extra für "Vermögensauseinandersetzung" von mir bekommen - es ist aber gar nichts in dieser Hinsicht geklärt. Was geschieht mit diesem Vorschuss für Vermögensauseinandersetzung, müsste nicht alles, die ganze Scheidung in einer Rechnung abgehandelt werden? Wie komme ich an mein zuviel gezahltes Geld? Hat jemand eine Idee, wie ich vorgehen könnte?
velma

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10 Anwalt Brief Euro


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Michael271
Status:
Schüler
(212 Beiträge, 11x hilfreich)

zu den Streitwerthöhen kann ich so nicht viel sagen und auch zu Einspruchsfristen. Allerdings gehe ich davon aus, daß es für Beschwerden / Anfechtung fast etwas spät sein wird.

"Vermögensauseinandersetzung" gehe ich davon aus, daß sich die auf die Scheidungsvereinbarung bezieht und da kann er auf alle Fälle min 10/10 verlangen. Meiner wollte damals auch 7,5/10 obwohl er gar nicht dran mitgewirkt hatte, sondern ich die völlig eigenständig verhandelt und abgeschlossen hab. Dadurch konnte ich aber auch Streitwert drücken, weil dann die Vermögenswerte nicht mehr hinzugerechnet wurden.

Vorsorgungsausgleich ist vor Gericht eh immer fraglich, ob's der Richter anerkennt egal, was notariell vereinbart ist - weil's ggf. die Sozialkassen belastet.

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#2
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1851 Beiträge, 109x hilfreich)

Hallo,

kann nur versuchen, etwas zu den Einsrpuchsfristen zu sagen.
Meiner Meinung nach beträgt die Verjährungsfrist 3 Jahre.
Die 3 Jahre beginnen erst mit Ende des Jahres,
in dem die Leistung erbracht wurde, zu zählen.
Somit könnte es gut sein, dass du noch Einspruch erheben kannst.
Vielleicht weiß jemand mehr.
Vielleicht auch mal versuchen, die zuständige
Anwaltskammer anzurufen, wenn Du erhebliche Zweifel an den Rechnungen des
Anwalts hast.

Gruß,
nachgefragt

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#3
 Von 
LeoM
Status:
Beginner
(80 Beiträge, 5x hilfreich)

Da die Anwaltsgebühren pauschal vom Streitwert und nicht von seiner Arbeitszeit abhängt, dürften

8/10 Geschäfts/Prozessgebühr

korrekt sein. Diese Gebühr fällt auch dann an, wenn man dem Anwalt vorzeitig kündigt. Die

8/10 Besprechungsgebühr

kam alleine dadurch zustande, dass Anfangs (mit deinem expliziten Einverständnis) eine gemeinsame Besprechung (vor Ort) mit allen Parteien und Anwälten durchgeführt wurde und fällt neben den übrigen Gebühren an. Mir kommt allerdings der Prozentsatz 8/10 zu hoch vor (der Rahmen ist 5/10 bis 10/10).

Was ich nicht verstehe: wieso geht es jetzt noch um Vermögensauseinandersetzung, wenn doch die Scheidung bereits durch ist?

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#4
 Von 
Ruth
Status:
Beginner
(62 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo!

Kann leider nicht viel dazu sagen. Bist aber nicht allein in so einer Situation. Ich zahle mich schon seit über drei Jahren dumm und dämlich. Weiß auch nicht, wie der RA an manche Summen so kommt. Man kann es ja auch schlecht kontrollieren.

Kopf Hoch.
Ruth ;)

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"Ruth"

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