Ausbruch aus intakter Ehe!?

21. Januar 2004 Thema abonnieren
 Von 
trixi
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)
Ausbruch aus intakter Ehe!?

Hallo,

mal eine ganz "bescheidene" Frage!
Gilt es eigentlich noch vor Gericht, dass man angibt, die intakte Ehe ist durch das Fremdgehen einer Partei zerbrochen?

Kann man das in einem Unterhaltsprozeß vorbringen, dass damit die Gegenseite seinen Unterhalt verwirkt hat?

Vielen Dank

LG Trixi

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16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
rogitec
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 21x hilfreich)

Hallo Trixi,
soweit ich weiß, ist die schuldfrage
schon in den 70er oder 80er jahren abgeschafft worden.
Am gericht will niemand wissen , wer mit wem was (und warum) gemacht hat.
Da zählen nur noch fakten.
Wer verdient wieviel, wer kriegt was, wer muss zahlen, usw
Gruss
rogitec

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#2
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Es gibt Ausnahmen:

wenn durch das Verhalten eines Partners in der Ehe die Unterhaltszahlungen als unzumutbar anzusehen wären, dann KANN das berücksichtigt werden. Das muss dann
aber schon gut begründet werden.
Und: es dürfen keine Kinder aus der Ehe hervorgegangen sein. Wenn Kinder da sind, sind Unterhaltszahlungen IMMER zumutbar, selbst wenn die Kinder 17 ½ sind....

nachgefragt

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#3
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4613 Beiträge, 248x hilfreich)

Auch muss der Partner noch arbeitsfähig im Sinne des Gesetzes sein.... sprich : Nicht alt oder krank

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#4
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 276x hilfreich)

Es gibt aber auch noch die Regelung, das der Partner grob unbillig gehandelt hat(das wäre z.b. bei Fremdgehen während der Ehe der Fall), und somit das Recht auf Unterhalt verwirkt, bzw. der Unterhalt gekürzt wird.

Im Prinzip finde ich das auch nicht verkehrt.....die zahlenden sind doch eh meist die, die dumm aus der Röhre gucken......wieso sollten sie nicht auch mal geschützt werden?

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#5
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

ja, Merline,
aber die Regelung greift NUR, wenn keine Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind.
Sind Kinder da, gilt der Grundsatz: Die Kinder
dürfen nicht unter den Fehlern der Mutter leiden,

nachgefragt

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#6
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 276x hilfreich)

Hm..und wieso hat meine Freundin dann jegliches Recht auf EU verwirkt?
Ihre Kinder waren seinerzeit 4 und 6 Jahre alt.....(zudem finde ich in so einem Fall zu Recht!).

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#7
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Weil Richter nach eigenem Ermessen entscheiden. Vielleicht hat Deine Freundin Pech gehabt oder einen schlechten Anwalt.
Ich gehe davon aus, dass sie
auch die Kinder behalten hat, oder ?

Wie heißt es so schön:

"Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand"

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#8
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 276x hilfreich)

Ja..ihre Kinder leben bei ihr.......sie hat keinen Anspruch auf EU(wie gesagt, ich finde zu Recht), eine Scheidung wurde sehr schnell durchgeführt, so das sie heute sogar ihre Krankenkassenbeiträge selber zahlen muß.....Wollte im Prinzip auch nur, das Trixi weiß, das es auch anders laufen kann...........

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#9
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

ja Merline, das mag sein,
das wäre dann aber enormes Glück - oder eben Pech (je nach dem, aus wessen Sicht).

Die Regel ist, dass entschieden wird: Wenn Kinder da sind, dürfen sie nicht leiden, und
daher muss der Mutter Unterhalt zugebilligt
werden.

Gruß,
nachgefragt

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Und warum musst Du keinen Unterhalt bezahlen ?

Gruß,
nachgefragt

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
trixi
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Ich bin genau der gleichen Meinung wie Merline!
Für die Kinder gibt es doch Kindesunterhalt!! Also leiden diese doch nicht darunter, wenn die Mutter keinen EU erhält.
Es fragt ja auch niemand nach, ob der Vater darunter gelitten hat, als die Mutter fremd ging!
Und wenn man es beweisen kann, warum sollte dann die Mutter noch für das "Ausbrechen" finanziell belohnt werden!?

Ich glaube, das sehen nur diejenigen so, die finanziell ruiniert wurden durch Ehegattenunterhalt und die bereits eine "schmutzige" Scheidung bzw. Trennung hinter sich haben, mit Lügen usw.
Denn wer gibt schon gern demjenigen Geld, der einem so weh getan hat und für den man nichts mehr empfindet!!!??

Wir haben bis jetzt nur den Fall so erlebt, dass man finanziell fast bis zum Ruin geschöpft wurde!
In unserem Staat wird man dafür bestraft, weil man merkt, dass man sein Leben nicht der Person verbringen will und es unüberbrückbare Probleme gibt.

LG Trixi

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#13
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Ich gebe Dir ja recht Trixi,

gerecht ist es keinesfalls, dass der Mann seiner Ex Unterhalt bezahlen soll, wenn sie ihn hintergegangen hat.
Aber die Rechtsprechung ist derzeit leider anders.

Die Gerichte sehen das so: wenn zwar die Kinder KU erhalten, die Mutter aber keinen Unterhalt, sie aber wegen des Alters der Kinder nicht arbeiten gehen kann,
dann leiden auch die Kinder darunter,
denn letztlich muss die Mutter das Geld ja für sich selbst und die Kinder einteilen.

Gruß,
nachgefragt

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
manatwork
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie ist es, wenn die Frau wegen eines anderen Mannes die Ehe verlässt und das Kind beim Mann bleibt. Muss dann der Frau Unterhalt bezahlt werden, wenn diese arbeitet, aber nicht ganz den alten Lebensstandard halten kann? Und was sind die Kriterien für eine intkte Ehe?

HG manatwork
:???:

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
python
Status:
Schüler
(492 Beiträge, 65x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Audio001
Status:
Beginner
(146 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo,

bitte mal den Gesetzentwurf richtig lesen! Absolut unkonktret; sprich die gängige Rechtsprechung hat wieder mal das letzte Wort.- D.h. in der Regel keine zeitliche Begrenzung bei längerer Ehedauer.

Die Ehedauer bemißt sich nach gängiger Rechtssprechung nicht nur aus der Ehezeit (also Zeitpunkt Heirat bis Scheidungsantrag/Scheidung)! Sind Kinder aus der Ehe hervorgegangen wird eine Ehedauer angegnommen die bis zur Vollendung des 18 ten Lebensjahres des jüngsten Kindes reicht!-Also drei Jahre verheiratet.- Kind zum Zeitpunkt der Scheidung 1 Jahr alt,- angenommene Ehedauer 19 Jahre.- Da tut sich erst einal nix mit zeitlicher Begrenzung des Unterhaltsanspruches!

Sprich mal mit Deinem Bundestagsabgeordneten darüber!(Die suchen derzeit ja alle verzweifelt die Öffentlichkeit zum neuen Unterhaltsrecht!? Oder nicht?) ;)

Gruß

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