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Auskunftsrecht des Vaters?

 Von 
rx 50
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 3x hilfreich)
Auskunftsrecht des Vaters?

Hallo Gemeinde,
Anfang 2005 wird das uneheliche Kind des Vaters 18 Jahre alt und somit ist
auch die Kindesmutter barunterhaltspflichtig.Ende 2004 bekommt der Vater vom
Anwalt des Kindes. Auch der Vater nimmt einen Anwalt und schreibt zurück ,
daß er selbstverständlich seiner Auskunftspflich über sein Einkommen und
Vermögen vollumpfänglich nachkommt , weißt allerdings darauf hin , daß auch
die Mutter das tun muß.Die Gegenseite mauert sehr lange und gibt Infomationen über Einkommen und Vermögen der Mutter nur zögerlich heraus.
Der Anwalt des Vaters muß ständig die Auskünfte einfordern und Fristen
setzen. Der Vater wollte eine gütliche Lösung und bot eine monatliche Zahlung
an , ohne Auskünfte der Gegenseite zu verlangen. Die Gegenseite wollte aber
mehr und der Vater stellt daraufhin die Unterhaltszahlung ein. Mitte 2006 kam
eine Zinsabrechnung des Kindes , das auf ein Barvermögen von etwas mehr
als 100.000 € schließen ließ. Der Anwalt des Vaters teile der Gegenseite mit ,
daß er keine Bedürftigkeit des Kindes sehe und bat darum , falls die Gegenseite das anders sieht , den Vater zu verklagen.
Bis August 2014 hat der Vater nichts mehr von der Gegenseite gehört.
Dann kam ein Schreiben des Kindes mit der Bitte , ein Formular über
Einkünfte/Vermögen für das Bafög Amt auszufüllen.
Hat nun der Vater das Recht zu erfahren , was in den letzten fast 8 Jahren
passiert ist?
a) was das Kind in der Zwischenzeit gemacht hat?
wo studiert? zwischenzeitlich gearbeitet? in welchem Semester? was wird
aktuelle studiert ? ( hatte mit Medizin angefangen)
wo wird aktuell studiert? Einkommens/Vermögenverhältnisse der Mutter?
Mutter besitzt ein abbezahltes Haus , in dem das Kind kostenlos wohnt.
b) wie das Barvermögen aufgezehrt wurde , wenn das Kind jetzt wieder
bedürftig sein will.
Danke Euch für hoffentlich interessante Antworten.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mutter Kind recht Vater


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31794 Beiträge, 12570x hilfreich)

BAFÖG hat mit einem möglichen familienrechtlichen Anspruch gar nichts zu tun. Es ist eine Rechnungsgröße, mehr nicht. Also, Auskunft erteilen, und gut ist.

wirdwerden

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#2
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5526 Beiträge, 2320x hilfreich)

Hallo rx 50 ,

Warum will der Vater das wissen?

Bekommt das Kind BAFöG werden doch Vater+ Mutter finanziell
entlastet.

Sollte dem Kind noch Unterhalt zustehen, wird dieser um das BAFöG
inklusiv Darlehensanteil reduziert.

lg
edy



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"Ein freundliches "Hallo" setzt
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#3
 Von 
rx 50
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 3x hilfreich)

@tao der Vater befürchtet ,dass das Kind über diesen Weg zusätzliche Unterhaltsansprüche durchsetzen will. Die Mutter liegt bei ca. 3500€ ,der Vater bei ca 4800€ , beides Netto.Warum soll der Staat in Vorleistung treten? Will das Kind über den kalten Weg Unterhalt beziehen? In welchem Zusammenhang stehen Unterhalt und BAföG?

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#4
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(11983 Beiträge, 7958x hilfreich)


Evtl. betseht ja Anspruch auf elternunabhängiges Bafög (wenn man vor dem Studium schon eine gewisse Zeit berufstätig war, ist das ja u.U. möglich).

quote:
Hat nun der Vater das Recht zu erfahren , was in den letzten fast 8 Jahren
passiert ist?
a) was das Kind in der Zwischenzeit gemacht hat?
wo studiert? zwischenzeitlich gearbeitet? in welchem Semester? was wird
aktuelle studiert ? ( hatte mit Medizin angefangen)
wo wird aktuell studiert? Einkommens/Vermögenverhältnisse der Mutter?
Mutter besitzt ein abbezahltes Haus , in dem das Kind kostenlos wohnt.
b) wie das Barvermögen aufgezehrt wurde , wenn das Kind jetzt wieder
bedürftig sein will.

Nein.
Erst wenn das Kind wieder Unterhalt von den Eltern haben möchte, dann muss das Kind darlegen, warum der Anspruch berechtigt sein sollte. Das ist aber primär eine Bringschuld des Kindes. Soweit ist es ja derzeit noch nicht.

Das Formular des Bafög-Amts mus ausgefüllt werden. Weigert man sich, gibt es ein Bußgeld. Aus dem Formular des Bafög-Amts ergeben sich aber keinerlei Rechte des Kindes - insofern ist es auch nicht nachteilig das Formular auszufüllen.

quote:
In welchem Zusammenhang stehen Unterhalt und BAföG?

Je mehr Bafög ein Kind bekommt, desto weniger Unterhalt steht ihm zu. Ansosnsten kein weiterer Zusammenhang.



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Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB ."

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