Ausziehen mit gem. Kind bei geteiltem Sorgerecht

10. Dezember 2021 Thema abonnieren
 Von 
Cola78
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Ausziehen mit gem. Kind bei geteiltem Sorgerecht

Ich bin unverheiratet u habe eine 7 jährige Tochter. Mein Partner würde unsere Tochter auf biegen u brechen bei sich behalten wollen nach der Trennung. Damit hat er mir schon gedroht. Durch seinen Beruf hätte er auch zeitliche Möglichkeiten dazu. Für mich kommt ein Auszug ohne mein Kind nicht in Frage. Sie würde auch sicher gerne bei ihm bleiben wollen, ist ja ihr zu Hause u von unseren Problemen bekommt sie nichts mit. Sie will Mama u Papa zusammen, das kommt nun aber nicht mehr in Frage u meine "noch" Partner würde sie nie kampflos aufgeben. Ich wohne bei ihm, er steht im Mietvertrag, ich nicht. Ich weiß einfach nicht wie ich die Trennung vollziehen kann ohne meine Tochter zu verlieren. Das käme für mich nie in Frage, habe die letzten 7 Jahre im Grunde ALLES gemacht.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Besserweiß
Status:
Praktikant
(766 Beiträge, 255x hilfreich)

Ihr habt die gemeinsame Sorge?

Gegen den Willen des Kindes wird es wirklich schwierig.
Mit 7 wird sie gefragt und wenn sie dann beim Papa bleiben will, hast Du kaum eine Chance.

Wie sieht es denn mit Deinen zeitlichen Möglichkeiten das Kind zu betreuen aus?

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#2
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1142x hilfreich)

Zitat:
Ich weiß einfach nicht wie ich die Trennung vollziehen kann ohne meine Tochter zu verlieren.
Ich auch nicht. Sie können einen Antrag beim Familiengericht stellen. Aber wieso das Familiengericht in Ihrem Interesse urteilen sollte, weiß ich nicht. Da gibt es auch noch die Interessen Ihres Ehemannes und vor allem die des Kindes. Warum sollte Ihr Interesse diese beiden anderen überwiegen? Deutsche Familiengerichte orientieren sich auch bei unverheirateten Paaren nicht mehr allein an dem Interesse der Mutter. Zumindest offiziell nicht mehr.

Zitat:
Das käme für mich nie in Frage
Vielleicht müssen Sie sich ganz einfach an diese Vorstellung gewöhnen. Sie wollen diese Trennung. Das schließt die Aufspaltung der kleinen Familie notwendigerweise mit ein. Sie werden sich entscheiden müssen. Man kann nicht alles haben.

Was machen Sie denn beruflich? Wie können Sie die Betreuung sicherstellen/finanzieren?


-- Editiert von Zuckerberg am 10.12.2021 14:12

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#3
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1348 Beiträge, 223x hilfreich)

Zitat (von Cola78):
Mein Partner würde unsere Tochter auf biegen u brechen bei sich behalten wollen nach der Trennung. Damit hat er mir schon gedroht.


Sie haben eine falsche Sichtweise.
Der Vater will auf biegen und brechen das Kind "behalten", sie wollen auf biegen und brechen das Kind "mitnehmen".
Beide beanspruchen hier das gleiche für sich. Warum das eine Drohung sein soll, erschließt sich mir nicht.

Wenn die Eltern sich im Rahmen einer Trennung nicht darauf einigen können, wo der Aufenthaltsort des Kindes in Zukunft sein soll, dann muss das eben ein Gericht entscheiden.

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#4
 Von 
Cola78
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Besserweiß):
Wie sieht es denn mit Deinen zeitlichen Möglichkeiten das Kind zu betreuen aus?

Ich arbeite während sie in der Schule ist.

Der Vater ist selbstständig u viel auf Montagen. Dazu leidet er unter Depressionen (ist teils tagelang nicht ansprechbar) u hat ein hartnäckiges Alkoholproblem.

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#5
 Von 
Cola78
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Zuckerberg):
Was machen Sie denn beruflich? Wie können Sie die Betreuung sicherstellen/finanzieren?

Arbeite während sie zur Schule geht.
Er ist viel unterwegs am arbeiten u hat starke Depressionen u ist Alkoholiker. Aber sowas muss man scheinbar nachweisen in diesem Fall. Er macht aus all dem kein Geheimnis, aber vor Gericht, wenn es ums Kind geht, würde er das sicher nicht zugeben.

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#6
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1142x hilfreich)

Sie arbeiten also nur Teilzeit? Was verdienen Sie? Ist das mit den Arbeitszeiten während der Schulzeiten aktuell schon der Fall oder ist das nur so geplant? Können Sie sich in der Nähe der jetzigen Wohnung eine Wohnung für sich und die Tochter leisten?

Auch wenn Sie nachweisen können, dass er depressiv und Alkoholiker ist, bringt Ihnen das nicht unbedingt etwas. Beides steht nicht zwingend einer verantwortungsvollen Ausübung der elterlichen Sorge entgegen. Letztendlich würden Sie das Familiengericht entscheiden lassen müssen.

Was machen Sie dann eigentlich, wenn das Gericht gegen Sie entscheidet? Ohne die Tochter ausziehen? Doch dort bleiben?

Sie stehen vor einer Trennungssituation. Das bringt meistens Unannehmlichkeiten mit sich. Das wird bei Ihnen nicht anders sein. Am ehesten gestalten Sie das wohl noch am angenehmsten, indem Sie sich mit dem vater zusammensetzen und das wie zwei vernünftige Erwachsene zu klären versuchen. In dem Moment, in dem Sie mit einem Antrag beim Familiengericht in die Offensive gehen, könnte es aus sein mit der Chance auf einvernehmliche Ausübung des Sorgerechts.

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