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Barunterhalts regelung ??

 Von 
rabauke41
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Barunterhalts regelung ??

Hallo Forum !!!

Wie ist das eigentlich in folgendem Fall geregelt ???

Nehmen wir mal an KV (geschieden) zahlt Unterhalt für 2 minderj. Kinder (15 und 17 ,

Nehmen wir an , das eines der beiden Kinder vollj. wird und die KM erneut heiratet, aber reine Hausfrau ist.

Meines Wissens sind die Eltern mit Eintritt der Volljährigkeit jeweils anteilig barunterhaltspflichtig. Nun hat die KM ja als Hausfrau kein eigenes Einkommen.

Ist jetzt der Kindesvater nur zu 50% barunterhaltspflichtig und muß das Kind nun zusehen wie es den Teil der Mutter bekommt oder muss der Vater die 100% aufbringen und gegen die KM vorgehen ???

Beide Kinder sind Schüler und leben im Haushalt der Mutter und deren neuen Mann .

Logisch wäre für mich, dass Vater die 50% zahlt und das Kind sein Kindergeld behält. KM stellt statt Geld Wohnung und Nahrung.



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-- Editiert rabauke41 am 19.04.2012 08:07

-- Editiert rabauke41 am 19.04.2012 08:11

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mutter Tochter Kind Vater


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5589 Beiträge, 2337x hilfreich)

Hallo rabauke41,

Ist das Kind 18 dann werden beide Einkommen zusammen-
gezählt und lt.DT Unterhalt geleistet.(Im Verhältnis ihrer
Einkommen).

Hat die Mutter kein EK dann wird nur dein EK angerechnet.

Du zahlst also auch nicht mehr als wenn die Mutter EK hätte.
Was dann die Mutter mit der Tochter vereinbart ist ihre
Sache.Sie kann dann z.B. einen Betrag für Kost und Logis
verlangen, oder die Tochter "vor die Tür setzen".(streng
genommen).

lg
edy



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#2
 Von 
rabauke41
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

@edy => Hm, naja . basierend auf seinem Nettoeinkommen müsste er 513€uro zahlen , wenn die Mutter das selbe einkommen hätte und das zusammen zählen würden, würde dem Kind 625euro zustehen, das dann geteilt wären 312,50...

Also ist da eine Differenz von 200 …euro, die er als alleinzahler mehr zahlen muss.

Hat die KM denn keine erwerbsobliegenheit, wie der KV sie hat ??

Es ist eben so, daß die KM und der KV geschieden sind, die KM aber neu geheiratet hat und jetzt Hausfrau ist ??

Normalerweise sind Unterhaltsverpflichtete doch verpflichtet zu arbeiten, oder ? Wie wirkt sich die Ehe aus ???

Nehmen wir mal an, Vater hat netto 1600euro und Mutter ebenfalls .. Das wären zusammen 3200,00 Euro. Tochter hätte dann einen Anspruch auf 625 + Kindergeld Das wären fast 800,00 . Das ist ja beinahe mehr Geld als ich, der einen ganzen Monat arbeiten geht und Miete zahlen muß.




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-- Editiert rabauke41 am 19.04.2012 09:20

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#3
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5589 Beiträge, 2337x hilfreich)

Hallo rabauke41 ,

Der Betrag ist 625€, aber davon werden die 184€ Kindergeld
abgezogen.(Ab 18 Jahre lt.DT).

Der Tochter stehen also gesamt 625€ zur Verfügung.

Davon kann sie sich eine eigene Wohnung usw. mieten (wird
etwas eng).
Die Mutter kann, so lange die Tochter bei ihr wohnt einen
Betrag für Kost und Logis verlangen.

Der Unterhalt ist eben nicht als Taschengeld für die Tochter zu sehen.

Und Unterhalt steht ihr nur zu, wenn sie in Ausbildung/Schule ist.

Wenn die Mutter gut "versorgt ist" hat sie einen Taschengeldanspruch von ihrem (neuen) Mann,dieses Geld könnte sie
für den Unterhalt einsetzen.


lg
edy

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durch."

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#4
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3591 Beiträge, 1261x hilfreich)

Guten Morgen!

quote:
Tochter hätte dann einen Anspruch auf 625 + Kindergeld


Ne ne rabauke, da liegst Du falsch.

Angenommen der KV hätte eine bereinigtes Netto-EK von 1.600€ und die KM würde über kein Einkommen verfügen, hätte das volljährige Kind einen Anspruch von 513€ abzüglich vollem Kindergeld. Zahlbetrag dann also 329€.

Aber natürlich trifft die KM hier auch die gesteigerte Erwerbsobliegenheit ggü. privilegierten Kindern.

LG nero

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#5
 Von 
rabauke41
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

@nero

Frage:

kann er die 329,00 nun durch 2 teilen und sagen hol dir den Rest von Deiner Mutter oder sieh zu das sie schaffen geht ODER Muss er über einen Anwalt auf die gesteigerte Erwerbsobliegenheit pochen ??ß

Eine für mich mögliche Variante wäre, daß er ihr die 50% der 329,00 auszahlt und sie die ja noch aufs Gymnasium geht wohnt bei Ihrer Mutter, von der sie sich den ihren Anteil als Wohnmöglichkeit auszahlen lässt.

Ist das so machbar oder würde er scheitern ???



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#6
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3591 Beiträge, 1261x hilfreich)

Hallo,

ne ne, mit teilen ist da nichts. Die 329€ wären ja auch allein die Unterhaltsschuld des KV.

Wie ist denn der bisherige Unterhalt geregelt? Liegt dazu eine Titulierunge/Jugendamtsurkunde vor?

Ist das nicht der Fall, muss der KV nichts machen und kann den Unterhalt ab Volljährigkeit des Kindes einstellen. Der KV muss nicht ausrechnen was er zahlen muss. So!

Das volljährige Kind muss dann den Unterhalt dem Grunde und der Höhe nach von beiden Elternteilen fordern.

Wenn dann der Hinweis kommt, KM kann nichts zahlen, weil nicht leistungsfähig, dann könnte der KV auf die gesteigerte Erwerbsobliegenheit hinweisen und dir Erfüllung dieser fordern.

Sollte ein Titel bestehen, müsste dieser weiter in der bisherigen Höhe bedient werden, und der KV müsste das volljährige Kind zur Herrausgabe und Verzichts- Teilverzichterklärung auffordern. Kommt das Kind dem nicht nach, müsste die Abänderungklage betrieben werden.

LG nero

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#7
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4042 Beiträge, 2306x hilfreich)

Die gesteigerte Erwerbsobliegenheit der Mutter bedeutet, dass sie alles mögliche tun muss, um Einkommen zu erwirtschaften. Wenn sie nachweisen kann, dass sie das tut, sich aber absolut nichts findet, ist sie (bis auf den eventuellen Taschengeldanspruch gegenüber dem neuen Ehemann) draußen.
Nun kann ihr aber sicherlich auch der Ex helfen, indem er geeignete freie Stellen (Aushilfe im Supermarkt, Putzstelle, ...)ausfindig macht und ihr Bescheid gibt. Wenn sie sich nicht ernsthaft bemüht (also nicht auf alles zumutbare auch bewirbt), kann ihr ein fiktives Einkommen unterstellt werden: Was würde sie erwirtschaften, wenn sie sich ernsthaft bemüht hätte?

Ein solches Einkommen, real oder das fiktiv, ist als Einkommen der Mutter anzusetzen. Bereinigte Einkommen von Vater und Mutter werden addiert, daraus ergibt sich der Unterhaltsanspruch des Kindes (solange es zu Hause wohnt). Kindergeld wird abgezogen, der restliche Anspruch wird so gequotelt, wie es den Einkommensverhältnissen entspricht: Verdient die Mutter genau halb so viel wie der Vater, hat sie ein Drittel des Unterhalts zu leisten, der Vater hingegen zwei Drittel.

Die Mutter erfüllt ihren Anteil ja zurzeit durch die Stellung von Kost und Logis. Es geht also nur um den Anteil des Vaters.

Wenn das Kind mit der Schule fertig ist, sieht das Ganze wieder anders aus: Da fällt dann die gesteigerte Erwerbsobliegenheit der Mutter weg und damit zählt eventuell wieder nur das Einkommen des Vaters. Allerdings hat das Kind dann vorrangig BAFÖG oder BAB zu beantragen, was den Unterhaltsanspruch wieder verändert.

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