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Beendigung einer Unterhaltspfändung

 Von 
Muldentaler
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 17x hilfreich)
Beendigung einer Unterhaltspfändung

Schönen guten Tag. Seit etwa 10 Jahren lebe ich mit einer Lohnpfändung für meinen Sohn, das hat mich bzw. den Drittschuldner, also meinem AG, bislang nicht weiter gestört. Nun ist es aber so, dass mein Sohn ab August eine Lehre beginnt. Das Lehrlingsgehalt wird im ersten Jahr knapp 800,00€ betragen. Desweiteren wird er bald 18 Jahre, im zweiten Lehrjahr wird er etwa 1000€, im Dritten etwa 1200€ bekommen. Rein rechnerisch müsste ich ab September 150€ UH an seine Mutter, bzw. ab seinem 18 Lebensjahr an ihn zahlen, dann von Jahr zu Jahr weniger. Ich möchte jedoch 200€, dann 125€ und im letzten Lehrjahr (theor. kein Anspruch mehr) immer noch einen Obolus von 50€ zahlen. Nun beißen sich die höheren Zahlungen etwas mit der bestehenden Lohnpfändung, welche ich gern loswerden will. An wen muss ich mich wenden? Amtsgericht, Mutter, deren Anwältin? Damit das nicht falsch verstanden wird, das Verhältnis zu seiner Mutter, meiner Ex-Frau, ist freundschaftlich. Zu meinem Sohn habe ich auch ein sehr gutes Verhältnis, es gibt auch Extras in Form von Zuschüssen zur Fahrschule, Moped, Auto etc. / Meine Frage: Wie beende ich die Lohnpfändung, ohne jemanden auf den Schlips zu treten? Danke.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mutter Jahr Sohn Frage


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Muldentaler
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 17x hilfreich)

Fällt keinem was dazu ein?

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28785 Beiträge, 11886x hilfreich)

Doch schon, aber ich dachte nicht, dass es ein echtes Problem ist. Aufheben kann die Pfändung nur, wer sie veranlasst hat. Nicht der Schuldner. Also während der Minderjährigkeit die Mutter, danach der Sohn. Die sind also aufzufordern, die Pfändung aufzuheben und Dir den Titel herauszugeben.

wirdwerden

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#3
 Von 
smogman
Status:
Praktikant
(718 Beiträge, 206x hilfreich)

Noch als Hinweis: Wie viel du in der Volljährigkeit zahlen "musst", hängt auch vom Gehalt der Mutter ab, denn ab 18 sind beide Eltern zum Barunterhalt verpflichtet. Ihr könnt euch aber natürlich unabhängig davon auf etwas einigen.

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#4
 Von 
Muldentaler
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 17x hilfreich)

So, mein Sohn ist nun 18 Jahre alt geworden, damit volljährig. Theoretisch müsste ja nun seiner Mutter bzw. deren Anwältin die Vollstreckungsbefugnis fehlen. Der Pfändungstitel ist allerdings noch immer present. Darf überhaupt noch vollstreckt werden, ohne Zustimmung meines Sohnes, also ohne Mandat? An wen kann sich meiner Sohn wenden, damit dieser Titel herausgegeben wird? Geht es dort einfach per Antrag? Wenn ich von meiner Seite die Pfändung beenden möchte, benötige ich den Nachweis eines Vollstreckungshindernisses gem. §775 Abs. 1 ZPO, was ja wieder in einem Verfahren mündet. Wir beide, also ich und mein Sohn, suchen den einfachsten Weg, den Titel ein für allemal ad acta zu legen.

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#5
 Von 
smogman
Status:
Praktikant
(718 Beiträge, 206x hilfreich)

Dein Sohn muss sich an den Drittschuldner (deinen Arbeitgeber) wenden und die Pfändung beenden.
Dein Sohn muss sich an seine Mutter wenden und den Titel herausfordern.

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#6
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6906 Beiträge, 3298x hilfreich)

Was wird überhaupt gepfändet?
Laufender Unterhalt, oder Unterhaltsschulden?

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#7
 Von 
Muldentaler
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 17x hilfreich)

Es wurde/wird laufender Unterhalt gepfändet. Reicht es, wenn mein Sohn schriftlich die Beendigung der Pfändung beim Arbeitgeber verkündet und von der RAin seiner Mutter den Titel herausfordert? Also so ganz ohne gerichtliches Verfahren?

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#8
 Von 
smogman
Status:
Praktikant
(718 Beiträge, 206x hilfreich)

Grundsätzlich reicht das so aus, ja.

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#9
 Von 
Marcus2009
Status:
Lehrling
(1638 Beiträge, 969x hilfreich)

Zitat (von Muldentaler):
Damit das nicht falsch verstanden wird, das Verhältnis zu seiner Mutter, meiner Ex-Frau, ist freundschaftlich. Zu meinem Sohn habe ich auch ein sehr gutes Verhältnis, es gibt auch Extras in Form von Zuschüssen zur Fahrschule, Moped, Auto etc.

Also ich kapiere die Diskussion einfach nicht !

Wenn es denn ein so herzliches Verhältnis zur Ex und deinem Sohnie gibt, warum händigt sie oder dein Sohnie dir nicht einfach die vollstreckbare Urkunde aus !

Damit sind dem Titel die "Zähne gezogen" ... du gehst zu deinem Arbeitgeber ... und zeigst ihm das Original ... oder die Kindesmutter schreibt dem Arbeitgeber, dass sie die Pfändung nicht mehr betreibt ... und schon ist die Sache vorbei !

Wenn die Kindesmutter bzw. dein Sohnie (je nachdem wer jetzt Inhaber des Titels sein sollte) die Pfändung für beendet erklärt, dann ist sie beendet. So einfach ist das. :)

Oder ist das Verhältnis zur Family dann doch nicht ganz so herzlich wie es hier dargestellt wird ?

-- Editiert von Marcus2009 am 03.12.2019 14:50

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#10
 Von 
Muldentaler
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 17x hilfreich)

Im Grunde ist es zu Ex freundschaftlich, allerdings muss man beim Thema Finanzen, speziell Unterhalt, die Samthandschuhe anziehen. Da vertraut sie ihrer Anwältin dann blind, als zuzuhören. Das Thema ist jetzt hoffentlich sowieso durch, mein Sohn hat die Schreiben zur Titelherausgabe und an den Arbeitgeber heute verschickt. Hoffen wir mal das Beste.

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