Hallo,
ca. 3 Monate nach der Geburt unserer Tochter habe ich mich vom Vater getrennt, wir haben zusammen das Sorgerecht, er wohnt ca. 60 km von uns entfernt.
Seine Besuche haben wir unter uns geregelt. Da er damals noch arbeitete, sollten diese immer Sonnabendvormittags bei mir stattfinden. Das klappte nicht wirklich gut (im 1. und 2. Jahr kam er ca. 1-2 x im Monat).
Dieses Jahr war er bisher ca. 15 x mal hier (auch mit den Terminen, die wir auf seinen Wunsch hin verschoben haben). Meistens sagt er Sonnabendmorgens zwischen 6-7 Uhr ab oder kommt später (es sind doch sowieso nur 3 Stunden).
Jetzt musste er Ende September von Freitag auf Sonnabend seinen Hund einschläfern lassen und schläft deshalb von Freitags auf Sonnabends immer so schlecht, dass wir die Besuche auf Sonntag gelegt haben - den Termin hat er nun heute morgen auch wieder abgesagt (Brechen und Durchfall). Er war seit Ende September bis heute 1 Mal hier.
Meine Tochter fragt schon, wann Papa mal wieder zu Besuch kommt. Ich habe schon 2x Übernachtungswünsche abgelehnt/Urlaub eher beendet weil eigentlich der Papa kommen wollte und dann doch nicht kam.
Übrigens sagt er zu mir immer noch nicht "Hallo" und "Tschüß" oder beantwortet meine Fragen nicht - unsere Tochter guckt schon ziemlich komisch (inzwischen ist sie 3 1/2 Jahre).
Bisher hat es nichts genützt oder sich was geändert wenn ich versuche, ihm zu erklären, dass es regelmäßiger sein müsste (meistens hat er Mirgräne).
Wie kann ich mit dieser Situation besser umgehen?
Viele Grüße mit der Hoffnung auf hilfreiche Tipps
Besuche vom getrennt lebenden Vater
Schwierig., man kann zwar jemandem die Steigbügel halten, aber reiten muss er alleine.
Das Kind ist inzwischen in einem Alter, in welchem es auch beim Papa übernachten kann. Denn der Vater sollte mit dem Kind umgehen, und es nicht besuchen. Besuchen tue ich meine Nachbarin, auf eine Tasse Kaffee. Du merkst, auf was ich hinaus will? Jetzt hat sich da was eingespielt, was für ihn denkbar bequem ist. Nur für Euch, also das Kind und Dich, nicht gut ist.
Mein Vorschlag: nimm professionelle Hilfe in Anspruch. Jugendamt, pro familia, was auch immer. Die kennen die Problematik. Dann könntet Ihr eine schriftliche Vereinbarung ausarbeiten. Die sollte so die Zeit bis zur Einschulung umfassen, kann sein, dass dann die Bedürfnisse anders werden. Und es sollte auch geregelt werden, ob Ausfälle von Umgangszeiten nachgeholt werden, und wenn ja, wie.
Das wäre für mich so der Einstieg.
wirdwerden
Hallo,
das Wort "Besuch" oder "besuchen" wird vom Vater verwendet, deswegen schrieb ich es auch hier.
Ja, eigentlich sollte er sie auch versorgen können - doch das war leider von Anfang an nicht möglich. Gewickelt, gefüttert, trösten oder beruhigen können, hat er sie nie. Jedesmal wenn was in die Pampers/Hose ging hat er es nicht gerochen oder musste gerade auf die Toilette oder sonst was. Auch beim Mittagessen saß und sitzt er nur dabei und hat sie angeschaut, nie gefüttert. Er geht ja auch nie nach draußen mit ihr und wenn (das letzte Mal im Oktober 2019), sind sie nach spätestens 1/2 Stunde wieder drin. Unsere Tochter ist dann völlig aufgelöst und lässt sich von ihm nicht beruhigen.
Er hat sie nie versorgt und hat auch keine Ahnung, was ihre Bedürfnisse sind.
Beim Vater übernachten? So hatte ich eigentlich am Anfang gedacht, dass es mal möglich wäre. Sie war ja noch nicht mal bei ihm in der Wohnung - diese Idee kommt von ihm nicht. Anscheinend reicht es ihm so, wie es jetzt läuft.
Und was jetzt, grob ausgedrückt, das Faß zum Überlaufen bringt: Er kann wegen seinem toten Hund seine lebende Tochter nicht besuchen!!!!! Ich faß es nicht!!!!
Beim Jugendamt habe ich schon zigmal angerufen, leider können die auch nicht helfen. Ich könnte nur über das Gericht gehen oder ihm den Umgang verwehren, so dass er übers Gericht gehen muß.
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Nun ja, das Kind ist ja nicht mehr im Pampers-Alter. Es gilt doch, in die Zukunft zu schauen. Nur so, wie das bei Euch läuft, wird sich zwischen dem Vater und dem Kind nie eine vernünftige Beziehung aufbauen.
Als Beratungsstellen gibt es ja nicht nur das Jugendamt, vielleicht mal woanders Hilfe suchen. Und - dem Vater als Einstieg vielleicht mal klar machen, dass Du ihn in Deiner Wohnung nicht mehr sehen willst. Dann soll er sich mal überlegen, was er in Zukunft machen will.
wirdwerden
Hallo,
das befürchte ich ja auch. Bisher kommen jedoch alle Vorschläge von mir und nur sehr wenig vom Vater
Und wenn, dann sind es Forderungen, die ich nicht erfüllen kann (möchte z.B. mit ihr für 1 Stunde zu seiner Mutter fahren, die 1 1/2 Stunden entfernt wohnt).
Ich glaube, ich werde ihn beim nächsten Besuch sagen, er soll mit ihr spazierengehen oder auf den Spielplatz. Und zwar für mindestens 1 Stunde - dann muss er sich wirklich mit ihr beschäftigen und sie nicht im problematischen Fall zu mir schicken.
Was spricht denn dagegen, dass er mit ihr zu seiner Mutter fährt? In seiner Umgangszeit kann er doch fahren
Hallo,
im Prinzip stimmt es, dass der Vater bei seiner Umgangszeit bestimmen kann, wo er mit unserer Tochter ist und was er mit ihr macht.
In diesem Fall ist es jedoch so, dass er sich in den letzten 3 1/2 Jahren noch nicht mal 1/2 Stunde alleine um sie gekümmert hat bzw. die beiden nicht länger als 1/2 Stunde alleine zusammen waren. Und dann soll es klappen, dass unsere Tochter 1 1/2 Stunden mit ihm alleine Auto fährt, 1 Stunde mit ihm bei seiner Mutter ist (die sie nur von ihrer Taufe kennt) und dann wieder 1 1/2 Stunden mit ihm alleine Auto fährt?
Davor müsste er doch erstmal mehr Engagement und Verantwortwortungsbewußtsein zeigen - so dass wir alle 3 uns darauf verlassen können, dass das auch klappt.
Und jetzt?
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