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DDT Einstufung?

9. Januar 2010 Thema abonnieren
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)
DDT Einstufung?

Guten Abend,

auch ich sehe nicht ganz klar, wie das mit den Berechtigten und dem Hoch- und Runterstufen funktioniert. Vielleicht kann mir jemand helfen.

Mein Mann zahlt momentan für seinen 8 jährigen Sohn Unterhalt nach Stufe 4 (seit 01/08) Titel: dynamisch, 110% v. Regelbetrag. Das bereinigte Nettoeinkommen bewegt sich auch weiterin in diesem Bereich, ggf. kommt er auch in Stufe 5. Nun haben wir einen 8 Monate alten gemeinsamen Sohn. Ich bin in Elternzeit (150€ Elterngeld). Wieviele Unterhaltsberechtigte gibt es? 2 oder 3? Wird abgestuft?

Vielen Dank.

LG-Sam

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28 Antworten
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#1
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Hallo Sammy,

ich würde sagen, drei Unterhaltsberechtigte und mindestens eine Stufe runter.
Aber, wie du das von deinem eigenen Kind weißt, geht das nur mir Zustimmung der Mutter, andernfalls Abänderungsklage.

Grüßle

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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

-- Editiert am 09.01.2010 21:24

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke Loddar,

also auf zum Jugendamt und neu berechnen lassen? Wir haben letzte Woche da angerufen, um das gemeinsame Kind mit in die Berechnung aufnehmen zu lassen. Da wurde uns gesagt, wir müssten uns an die KM wenden und fragen ob sie mit der Neuberechnung einverstanden ist. Hää??? Wir wollen ja nicht weniger zahlen, wir wollten lediglich den genauen Zahlbetrag (der ja nun laut DDT über dem jetzigen liegt) erfahren (unter Einbezug des"neuen" Kindes), damit auch ordnungsgemäß gezahlt werden kann. Verstehe nicht ganz was die KM damit zu tun hat... Selbst wenn man eine Stufe zurückgeht, hat sie immer noch mehr als jetzt, und mehr als den Mindestunterhalt

Nur mal angenommen, es würde zu einer Herabstufung kommen (glaub ich allerdings nicht), und die KM stimmt nicht zu (obwohl der Mindestunterhalt nach der Herabsetzung noch gezahlt wird), könnte man eine Abänderungsklage anstreben.Richtig? Wie gesagt, der Mindestunterhalt soll und wird in jedem Fall gezahlt werden, nur soll auch unser gemeinsames Kind berücksichtigt werden. Ist doch verständlich, oder?

Im übrigen hab ich noch 2 Kinder, nicht 1 ;-)

LG

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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Strumpfhose
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 13x hilfreich)

Ja, wenn die Mutter nicht zustimmt bleibt nur noch der Weg über die Abänderungsklage.

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Hallo,

So ist das. Verweigert die Mutter ihre Zustimmung, verbleibt nur die Anänderunsklage.

Hier

wurde dir das mit der Zustimmung der Mutter schon mal beantwortet.
Wie hat sich das damals entwickelt? Hast du zugestimmt?

Grüßle

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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo Loddar,


in meinem Fall damals ging es darum, dass der KV den Mindestunterhalt nicht zahlen wollte/konnte. Jetzt ist es ja so, dass der Mindestunterhalt definitiv gezahlt werden soll (also mind. die 100%). Es sollen lediglich alle Faktoren (also das "neue" Kind) bei der Berechnung berücksichtigt werden. Dem Sohn soll und wird der Mindestunterhalt erhalten bleiben. Deswegen kann ich auch nicht nachvollziehen, warum die KM zustimmen muss. Ich musste auch nicht zustimmen, dass beim KV meines Sohnes 2 Kinder in die Berechnung einfließen, die er nun mal gezeugt hat.

Ich habe der Herabsetzung (von 175 € Mindestunterhalt auf 42 €) damals nicht zugestimmt, der KV hat nicht geklagt. Im Juni hat er sogar die kompletten Rückstände (3500€)beglichen. Mittlerweile zahlt er aber seit Monaten wieder nicht den Mindestunterhalt, sondern ganze 25€.

Hab da aber noch ne Frage wegen der Berechnung: Nehmen wir mal an, es bliebe ein bereinigtes Netto von ca.2350 €. Zieht man den Selbstbehalt ab, blieben 1400 € Verteilungsmasse. Der Mindestunterhalt kann also für beide leiblichen Kinder definitiv gezahlt werden. Was ist mit dem Geld, was nach Abzug des Mindestunterhaltes verbleibt? Das wird doch dann nicht komplett auf beide Kinder verteilt, oder? In einer deiner Antworten habe ich gelesen, dass du geschrieben hast, die Ehefrau wird erst dann berücksichtigt, wenn der Mindestunterhalt der Kinder gedeckt ist. Habe ich das richtig verstanden?

LG-Sam

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Hallo Sam,

quote:
Der Mindestunterhalt kann also für beide leiblichen Kinder definitiv gezahlt werden


Beim Einkommen deines Mannes ist mehr drin...

quote:
In einer deiner Antworten habe ich gelesen, dass du geschrieben hast, die Ehefrau wird erst dann berücksichtigt, wenn der Mindestunterhalt der Kinder gedeckt ist


So ist das.
Nachdem du mit berücksichtigt würdest, könnte dein Mann in der DDT eine Stufe runterrutschen, so dass für das 8-jährige Kind 309€ zu leisten wären.
Euer gemeinsames Kind würde mit 257€ berücksichtigt.

Dein Bedarf richtet sich nach dem Einkommen, das du vor Geburt eures Kindes erzielt hast. Mindestens aber 770€.
Auch dafür ist dein Mann noch leistungsfähig.

Wie viel KU wird momentan geleistet?

Grüßle




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#7
 Von 
Drom.edar
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 81x hilfreich)

Die neue Ehefrau ist als Unterhaltsberechtigte dem Grunde nach auf jeden Fall mit zu berücksichtigen, so dass nunmehr eine Stufe nach unten zu korrigieren ist.

Bei der Berechnung der jeweiligen Unterhaltshöhen werden dann jedoch zuerst die Kinder berücksichtigt, ein Ehegattenunterhalt der Höhe nach errechnet sich nach Abzug des Tabellenzahlbetrages für die Kinder.

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"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

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#8
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

@Loddar.

Momentan zahlt er 273 €. 01/08 wurde von der KM eine EK-Prüfung gefordert. Dabei wurde der Titel auf 110% v. Regelsatz festgelegt, damals 278€. Mit der Kindergelderhöhung um 10€ wurde die Zahlung (nach Anfrage beim JA) um 5 € gekürzt, so dass er bis jetzt 273 € zahlt. Bisher kam noch keine EK-Prüfungsaufforderung von der KM (wundert mich, die 2 Jahre sind um, und die Unterhaltserhöhung ist ja derzeit das Top Thema in den Medien).

Dass beim Nettogehalt mehr drin ist, als der Mindestunterhalt, ist mir klar, soll der Sohn auch bekommen, allerdings möchte ich eine ordnungsgemäße Berechnung.

Im Jahr vor der Geburt hatte ich nur 5 Monate lang nen Minijob (14,5 h, 154 € netto).

Steh noch immer etwas auf der Leitung, was die Verteilung der Verteilermasse angeht. Wird diese nun komplett unter den berechtigten aufgeteilt (erst Kinder, dann Ehefrau), oder bleibt meinem Mann auch noch etwas von den angenommenen 1400 €?

@Drom.edar

vielen Dank :-)

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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Hallo Sam,

quote:
allerdings möchte ich eine ordnungsgemäße Berechnung.


Kann ich nachvollziehen. Gegen die bisherige ist m.E. nix einzuwenden.

quote:
oder bleibt meinem Mann auch noch etwas von den angenommenen 1400 €?


Sein SB wurde doch schon abgezogen.
Diese Summe ist vorrangig für die Kinder, nachrangig für dich, zu verteilen.

Hey Dromi,

Wie ist das, hab noch nicht geguckt: Wird jetzt wieder der Tabellen-KU abgezogen?
Und... wie wird die nicht berufstätige Ehefrau gegenüber privilegierten Kids berücksichtigt? Früher warens mal 560 oder 650? Weißt du das? Ach, sicher weißt du das.:)
Und noch was: Beim dynamischen Titel müsste die Erhöhung der DDT automatisch bezahlt werden, gelle? Nicht erst nach Aufforderung, oder?

Grüßle





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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

-- Editiert am 10.01.2010 20:58

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Drom.edar
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 81x hilfreich)

Tach mein Freund, :)

quote:
Wird jetzt wieder der Tabellen-KU abgezogen?

Nee, der
quote:
Tabellenzahlbetrages
.
quote:
wie wird die nicht berufstätige Ehefrau gegenüber privilegierten Kids berücksichtigt

Erst einmal nur dem Grunde nach, also zur Ermittlung der Berechtigtenanzahl.

Der Höhe nach erfolgt keine Einstufung in Zahlen mehr, sondern es gilt die Berechnung nach dem Halbteilungsgrundsatz NACH Abzug des Kindesunterhaltes in Höhe des tatsächlichen Zahlbetrages.
quote:
Beim dynamischen Titel müsste die Erhöhung der DDT automatisch bezahlt werden, gelle? Nicht erst nach Aufforderung, oder?

Diese Meinung vertrete ich auch. Stern0190 z.B. äußerte jedoch, er zahle nicht ohne Aufforderung. Fakt ist, dass bei dynamischen Titeln keine verzugsauslösende Aufforderung erforderlich ist, der Verzug entsteht quasi automatisch. Also kann man auch gleich freiwillig zahlen, ohne Aufforderung.

Fragen beantwortet? :)


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"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

@Loddar

vielen Dank erstmal, werden kommende Woche zum JA gehen. Wollte nur vorab etwas informiert sein, weil ich irgendwie das Gefühl nicht loswerde, dass das mit der Berücksichtigung der Ehefrau nicht so ganz bekannt ist, bzw. "vergessen" wird. 2008 hieß es nämlich, dass ich überhaupt nicht berücksichtigt werde.
Damals ging es darum, dass mein Mann meine Krankenkassenbeiträge als Ausgabenfaktor anerkannt haben wollte, da ich mit 0 EK diese ja nicht selbst finanzieren konnte-abgelehnt mit obiger Begründung.

Daraus ergibt sich schon wieder ne Frage;-). 2008 musste ich bei der EK-Prüfung mein EK und das meiner Kinder angeben (damals war ich im Erziehungsurlaub, hatte also kein eigenes EK). Wozu das denn? Das ich mein EK angeben muss, könnte mir vielleicht noch einleuchten, aber was hat das EK meiner Kinder (Kindergeld, unregelmäßiger Unterhalt) denn bitte mit der Berechnung zu tun? Zumal meine Kinder und ich eigentlich nicht berücksichtigt werden... ich verstehs nicht-Hilfe ;-)

LG

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0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Jo, Süßer,

ich danke dir. Vorerst...
Und ich setzt auch meine Brille wieder auf, damit ich auch wieder mal alles sehe...:)

Nur zum Beispiel:

Einkommen 2000€, KU 500
1500 :2 = 750. SB um 250 unterschritten, Zahlbetrag 500???

quote:
Fakt ist, dass bei dynamischen Titeln keine verzugsauslösende Aufforderung erforderlich ist


Geht das auch auf deutsch? :neck:

Grüßle

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-- Editiert am 10.01.2010 21:13

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Drom.edar
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 81x hilfreich)

quote:
Das ich mein EK angeben muss, könnte mir vielleicht noch einleuchten, aber was hat das EK meiner Kinder (Kindergeld, unregelmäßiger Unterhalt) denn bitte mit der Berechnung zu tun?

Da ist ein verehrter JA-Mitarbeiter einfach über Gebühr neugierig. Das Einkommen deiner Kinder geht den Herren einen "feuchten..." an.

Dein Einkommen könnte ich nur dann verstehen, wenn dein Mann mit seinem Einkommen ein so genannter Mangelfall wäre und nur zu Unterhalt unterhalb der 100 % fähig wäre. Dem ist ja nicht so.

Ich weiß, ein Anwalt kostet Geld, aber oftmals ist es in einer anwaltlichen Vertretung gut investiert. Zumal sich zuviel gezahlter Unterhalt zu erheblichen Summen aufrechnen läßt. Und gegen "unwissende" JA-Mitarbeiter kann man kämpfen wie man will, diese Leute sind zum größten Teil nicht nur ungebildet, sondern zumeist auch noch nicht einmal ausgebildet.

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"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

-- Editiert am 10.01.2010 21:17

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Drom.edar
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 81x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Geht das auch auf deutsch? <hr size=1 noshade>
:grins:

Geht: Normalerweise ist Unterhalt erst ab Inverzugsetzung zu zahlen (§ 1613 Abs. 1 BGB ). Das weißt du ja allein.

Eine solche Inverzugsetzung ist bei dynamischen Titeln nicht erforderlich, der neue Unterhalt ist ab Inkrafttreten der entsprechenden Tabellen oder Gesetzeslagen (z.B. Anrechnung des Kindergeldes) usw. sofort fällig.

Ach ja, ganz grob ist gegen deine Berechnung zum EU nichts einzuwenden. :)



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"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

-- Editiert am 10.01.2010 21:18

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Na also... geht doch... :neck:

Genauso hatte ich mir das auch vorgestellt.
Könnte die Mutter also das zuwenig Gezahlte sofort pfänden?

Grüßle

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0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Drom.edar
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 81x hilfreich)

quote:
Könnte die Mutter also das zuwenig Gezahlte sofort pfänden?

Yep.



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"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Würde sagen, der Schuss geht im Falle der TE nach hinten los.
Anstatt weniger, muss, nach Erhöhung der DDT in diesem Jahr, trotz Runterstufung weil mehr Berechtigte, jetzt mehr bezahlt werden. Bzw. hätte schon mehr bezahlt werden müssen.

Dank dir.

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0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Drom.edar
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 81x hilfreich)

Das könnte ihm durchaus passieren und er wäre nicht der Erste. Dennoch, die Berechtigung, den Unterhalt genau berechnen zu lassen, sollte gegeben sein. Die KM bzw. das JA sollte darüber aber schnellst möglich informiert werden. Notfalls den alten Unterhalt überweisen, die Erhöhung erst einmal hinterlegen.



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0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

Habe bisher leider keine guten Erfahrungen gemacht mit den Mitarbeitern des JA. Als es um den Unterhalt für meinen Sohn ging, den der KV nicht oder sehr spärlich zahlte, hieß es, der Vater habe zwar eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, aber man könne ihn nicht zur Arbeit zwingen. Als mein Mann während seiner Ausbildung den Unterhalt etwas herabsetzen wollte (damals verdiente er 960 € netto unbereinigt, zahlte 175€ und wollte auf 106 € kürzen, den damaligen UHV-Betrag), wurde ihm mitgeteilt, er müsse in jedem Fall 175 €, ggf. noch einen Nebenjob aufnehmen! Das ist für mich absolut nicht nachvollziehbar und schwächt mein Vertrauen in das JA ungemein.Werde ich vorstellig, wird mir immer nahegelegt, auf die Situation des Vaters Rücksicht zu nehmen, allgemeine Arbeitsmarktsituation usw. blabla... und wenn mein Mann vorspricht heißts immer, sie müssen zahlen, der Unterhalt steht dem Kind zu-am besten noch im Voraus....

Und was den Anwalt angeht, naja, da bin ich auch erstmal geheilt. Hatte damals einen beauftragt wegen der Unterhaltsgeschichte meines Sohnes. Meiner Meinung nach stand er auch auf Seiten des KV (der öfter persönlich bei MEINEM Anwalt auftauchte und sein Leid klagte). Die Sache gipfelte darin, dass MEIN Anwalt den KV auch vetrat (zwar in einer arbeitsrechtlichen Sache, aber von Loyalität mir gegenüber kann wohl keine Rede mehr sein). Von da an, unternahm der Anwalt nur noch etwas, wenn ich ihm sagte, welche Möglichkeiten es noch gibt (hatte mich bei einem anderen Anwalt, nat. kostenpflichtig informiert)... du siehst, ich stehe irgendwie ziemlich alleine gelassen da... umso dankbarer bin ich für die Hilfe hier :-)))

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#20
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

Wie jetzt? Der Schuss geht nach hinten los? Dass mehr als 273 € gezahlt werden müssen, ist mir doch bewusst. Könnt ihr ma ne kurze Berechnung machen, dass ichs auch kapiere? Nochma zusammengefasst: 1. Kind 8 Jahre, Titel 110 %, 2. Kind 8 Monate (kein Titel) bereinigtes Netto ca. 2350 €. Ehefrau bezieht nur 150 € Elterngeld.

Danke :-)

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#21
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

... hab ich doch schon mal:

quote:
Nachdem du mit berücksichtigt würdest, könnte dein Mann in der DDT eine Stufe runterrutschen, so dass für das 8-jährige Kind 309€ zu leisten wären.
Euer gemeinsames Kind würde mit 257€ berücksichtigt.


2350 - 309 - 257 = 1784
1784 - 1000 = 784 für dich.

Grüßle

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0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

ja, danke, das hab ich mitbekommen... aber deine postings mit drom.edar verwirren mich irgendwie... meint ihr damit, dass evtl der Titel nach oben hin korrigiert wird, und mein Mann dadurch trotz 3 Berechtigten mehr bezahlen muss...?

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0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Das:

quote:
der neue Unterhalt ist ab Inkrafttreten der entsprechenden Tabellen oder Gesetzeslagen (z.B. Anrechnung des Kindergeldes) usw. sofort fällig.


klau ich mal unserem Dromi.:)

Bei einem dynamischen Titel, wie ihr ihn habt, muss nix nach oben korrigiert werden, der steigt automatisch mit Erhöhung der Beträge nach DDT.

Grüßle


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0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

aha, komisch, der erste Titel war über 104% , aufgrund der EK Prüfung von 2008 wurde er auf 110% angehoben. Also steigen die Prozente von allein, oder wie?Oh man, entschuldige, ich bin echt schwer von Begriff.

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0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Ne, die Prozente steigen nicht, dafür aber die Höhe der Zahlungen bei gleichbleibender Prozentzahl.

Hier

kannst du selbst vergleichen.

Grüßle

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0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

ok, hab ma geguckt: also bei 110% steht in der 2009 Tabelle 273€, so wie auch gezahlt wird. Hätte er aber ein bereinigtes Netto von 2350€, würde er praktisch ein Stufe runter rutschen, und bei einem Betrag von 286 € landen. Dank 2. Kind+Ehefrau gehts wieder eine Stufe rauf, also wieder 110%.Soweit korrekt?

Versteh nur nicht ganz, ob er dann nach % die im Titel stehen, also 110% und somit 273€ oder nach EK und somit 286€ (das wären dann ja 115%) zahlen muss...

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0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Drom.edar
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 81x hilfreich)

Moin Sammy,

so schwer ist das doch nicht. ;) Vergiß mal die %, daran ändert sich nix. Er muss 110 % des Mindestunterhaltes zahlen. Nach Tabelle für 2010 sind das für ein 8-jähriges Kind 309,00 €, die an die KM zu zahlen sind (401,00 Tabelle - 92,00 € halbes Kindergeld).

Den Betrag von 309,00 € kann dein Gatte auch zahlen, da braucht es keine Neuberechnungen oder wie auch immer. Er sollte also für diesen Monat 309,00 € überweisen, wenn er das noch nicht gemacht hat, dann die Differenz zu dem bisher gezahlten nachüberweisen.

Bei seinem bereinigten Einkommen wird er eine Einstufung in die 2. Einkommensgruppe (105 %) nicht erreichen. Es geht bei der Bemessung der Unterhalte nicht nur um die Anzahl der Berechtigten, sondern auch um das Einkommen und er ist bei einer Einstufung bei 110 % schon ganz unten eingestuft.

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0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Sammy182
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 3x hilfreich)

Ganz lieben Dank. Der Unterhalt ist noch nicht raus, werden den Dauerauftrag ändern und 309 € überweisen. Somit hat sich also der Weg zum JA erstma erledigt.

LG-Sam

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