Eheähnliche Lebensverhältnisse

7. Juli 2021 Thema abonnieren
 Von 
scsman
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Eheähnliche Lebensverhältnisse

Hallo,

ich habe ein Anliegen bzgl. der eheähnlichen Lebensverhältnisse und würde mich freuen wenn ihr mir helfen könntet.

Es kann sein das ich in Zukunft Ehegattenunterhalt (nach über 10 Jahren Scheidung) und kurzer Ehe (2 Jahre) zu zahlen habe bzw. das Sozialamt dies einfordern möchte (davon habe ich vorgestern erfahren). Ich habe die Hoffnung das trotz einem gemeinsamen Kind dies nicht der Fall sein wird.

Ich habe während der Ehezeit ein Ausbildungsgehalt von unter 1000€ Brutto erhalten. Monate nach der rechtskräftigen Scheidung habe ich meine Ausbildung beendet und habe ein Bruttogehalt von unter 2000€ erhalten (da es schon Jahre her ist weiß ich die Höhe nicht mehr genau, aber es waren glaube ich 1900 oder 1800 Euro Brutto). Den Kindesunterhalt habe ich immer bezahlt, hatte dort auch keine Schulden/Kredit. Sie selber hat nicht gearbeitet, wollte aber nach den 3 Jahren Kinderbetreuung bzw. nach Ende meiner Ausbildung eigentlich selbst eine Ausbildung beginnen. Das ist (vermutlich) nie erfolgt.

Jetzt über 10 Jahre später hat sich mein Gehalt deutlich verbessert. Ich verdiene Brutto mittlerweile fast 5000€. Seit ein paar Wochen habe ch einen Kredit aufgenommen für 5 Jahre (400 Euro monatlich). Die Zahlungen für den Kindesunterhalt sind natürlich entsprechend angepasst worden.

Meine Frage ist nun wie es sich mit den eheähnlichen Lebensverhältnissen bzw. dem Gehalt welches zu Grunde gelegt wird verhält.

Ich würde davon ausgehen dass das Gericht von den 2000€ Brutto ausgehen würde und nicht vom heutigen Verdienst. Das Netto verringert um 5%, dazu der Abzug des Kindesunterhalts (der damalige oder aktuelle Betrag?) - stimmt das soweit?

Wie verhält es sich mit den Schulden bzw. dem Kredit der zwar nach der Ehe aufgenommen wurde, dies aber weit nach der Scheidung passiert ist ohne das bis dato Ehegattenunterhalt bezahlt werden musste. Wird das angerechnet?

Wie sieht es zudem mit dem Selbstbehalt aus. Wird hier vom jetzigen Gehalt oder auch vom damaligen Gehalt ausgegangen?

Vor allem der Punkt ist für mich nicht klar. Ich weiß nicht wie hoch der Selbsterhalt gerade ist, gehen wir einfach mal von 1200 Euro Netto aus, dann sind von 2000€ Brutto - 1200 Euro netto - Kindesunterhalt - 5% Aufwendungen - möglicherweise die neuen Schulden ja nichts mehr übrig. Geht man von 5000€ Brutto - Kindesunterhalt - 5% Aufwendungen - möglicherweise die neuen Schulden aus wäre da noch deutlich mehr übrig, würde sich aber m.E: nicht mehr an den damaligen Verhältnissen orientieren weil ich vom Selbsterhalt heute weiter entfernt bin als mit dem damaligen Gehalt.

Vielen Dank für eure Hilfe vorab.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38217 Beiträge, 13955x hilfreich)

Nach der langen Zeit der Trennung wird das Gericht überhaupt nichts zu Gunsten der Ex entscheiden. Geh mal davon aus, dass familienrechtlich der Drops gelutscht ist. Das Job-Center überprüft anders und teilweise auch hinsichtlich des Familienrechts fehlerhaft. Wenn denn eine Anfrage kommt, teilst Du denen mit, dass kein familienrechtlicher Anspruch besteht, im übrigen die Unterhaltskette seit Jahren unterbrochen sei. Und das wars.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31689 Beiträge, 5593x hilfreich)

Zitat (von scsman):
Eheähnliche Lebensverhältnisse
Wann gab es denn diese?
Du schreibst, dass du 2 Jahre verheiratet warst und vor ca. 10 Jahren diese Ehe rechtskräftig geschieden wurde.

Zitat (von scsman):
(davon habe ich vorgestern erfahren).
WAS genau möchte das Sozialamt? Das wäre das Relevante.

Elternunterhalt 10 Jahre nach Scheidung an die Ex-Frau?
Nö.
Vielleicht hat das Sozialamt ...zu prüfen...ob...

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
scsman
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten.

Ich meinte natürlich die ehrlichen und nicht eheähnlichen Lebensverhältnisse.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
scsman
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten.

Ich meinte natürlich die ehrlichen und nicht eheähnlichen Lebensverhältnisse.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
scsman
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Sorry für die Rechtschreibfehler - jedesmal die Autokorrektur - auf ein letztes Mal:

Es waren die ehelichen Lebensverhältnisse gemeint.

Auch wenn die Aussicht nicht sehr hoch ist das ich ggfs. mal zahlen müsste (das Kind hat eine Lernbehinderung) - wie würde es sich den aber bzgl. meinen Fragen in Bezug auf die Berechnungen und was herangeholt wird verhalten?

-- Editiert von scsman am 07.07.2021 18:09

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