Ehegattenunterhalt, wielange noch

4. März 2008 Thema abonnieren
 Von 
Nico-Jo
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Ehegattenunterhalt, wielange noch

Hallo,

ich habe Jahr 1993 geheiratet und wurde gleich Vater. 1999 haben wir uns getrennt und sind seit 2001 geschieden. Seit 1999 zahle ich Kindes- und Ehegattenunterhalt. Meine X-Frau arbeitet nicht und ich zahle bis heute monatl. 350.-€ Ehegattenunterhalt und ca. 320.-€ Kindesunterhalt. Bis heute hat jede Frau deshlabt einen Schrecken bekommen, die ich kennengelernt hatte. Eine zweite Familie konnte ich mir bisher nicht leisten. Gilt das neue Scheidungsrecht auch für bereits geschiedenen Paare?
Mein Sohn wird dieses Jahr 15 und meine X rief mich gestern an und möchte nun mehr Kindesunterhalt, bei gleichbleibdendem Ehegattenunterhalt.
Wie Lange muss ich noch an die X-Frau zahlen? Muss das wieder ein Gericht entscheiden?
Ich bitte um Info.

Vielen Dank im voraus.

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"Nico"

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7 Antworten
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#1
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

Hallo Nico-Jo!

Grundsätzlich und wenn keine gewichtigen Gründe bei KM und Kind dem entgegen stehen, kann von deiner Ex erwartet werden, für ihren Unterhalt selber zu sorgen.
In welchen und wevielen Schritten die Eigenverantwortung herbeigeführt würde, wäre zu klären.
Ausbildungsstand, Tätigkeiten in der Vergangenheit, bereits durchgeführte Umschulungsmaßnahmen wären abzuklopfen oder geeignete Maßnahmen zur Wiedereingliederung in das Berufsleben einzuleiten.

Ich empfehle dir, einen fähigen Fachanwalt/-anwältin, für Familienrecht aufzusuchen und eine weitere Verpflichtung zum Unterhalt prüfen zu lassen.

Lieben Gruß!

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#2
 Von 
Nico-Jo
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber ARTiger,

herzlichen Dank für die Info. Die Kindesmutter war Sekretärin vor der Ehe.Sie ist nach der Trennung zu ihren Eltern (wohnt bei den Eltern) auf dem Land gezogen, wo wenig Stellen für Sekretärinnen gibt. Sie hat nach einem PC-Lehrgang, den ich auch mit 500.-€ mitfinanziert hatte, für 9 Monate einen befristeten Arbeitplatz für 400.-€ bekommen. Ich habe ihr trotzdem den vollen Unterhalt überwiesen. Sie soll regelmäßig Bewerbungen geschrieben haben, ohne Erfolg. Bis wievieltem Lebensjahr des Kindes muss man der Ex-Frau noch Unterhalt zahlen?

Herzlicher Gruß

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"Nico"

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#3
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

Hallo, nochmal!

quote:
Sie ist nach der Trennung zu ihren Eltern (wohnt bei den Eltern) auf dem Land gezogen, wo wenig Stellen für Sekretärinnen gibt.


Bei der Arbeitssuche ist eine einfache Wegstrecke von bis zu 150Minuten zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz hinzunehmen.

quote:
Sie soll regelmäßig Bewerbungen geschrieben haben, ohne Erfolg.


Auf was sie sich da wohl beworben hatte.;)

Leider ist das der wundeste Punkt.
Nachweise zu den Bewerbungen werden nur wenige verlangt, da eine Bewerbung auch mündlich erfolgen könnte oder ein angeschriebenes Unternehmen oftmals keine Absage erteilt.

Im Grundsatz kann die Aufnahme einer Vollzeittätigkeit zwischen dem 10. bis 14. Lebensjahr des Kindes angenommen werden (je nach OLG).
Eigentlich dürften unter vorgenannten Bedingungen deine Chancen nicht schlecht stehen, aus der BU-Nummer heraus zu kommen.

Bitte bedenke, dass es sich bei jedem Urteil um eine Einzelfallentscheidung handelt.

Das neue Unterhaltsrecht muss erst noch in der Praxis und mit einer Anzahl von Urteilen reifen und darüber die Rechtsprechung angeglichen werden.

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#4
 Von 
Nico-Jo
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo ARTiger,

herzlichen Dank für die Info. Meine Ex ist zu den Eltern gezogen und soll dort auch Miete zahlen. In der Trennungszeit habe ich auch ihre Miete in ihrenm Elternhaus in Höhe von 1.100.-DM noch übernehmen müssen. Ich dachte auch unabhängig von dem neuen Scheidungsrecht war ich nur 7 Jahre verheiratet, 2 Jahre Trennungszeit und zahlen seit 10 Jahren Ehegattenunterhalt, obwohl unsere gemeinsamer Sohn im Oktober 15 Jahre wird. Die Unterhaltzahlungen wurden durch ein Urteil des Amtsgerichtes zeitlich nicht begrenzt festgelegt. Meine Ex hat gegen das Urteil des AG bis OLG geklagt. Als mein Anwalt beim bei OLG einen Antrag auf zeitliche Begrenzung des Ehegattenunterhalt (bis 15 Lebensjahr) stellte, zog die Ex ihre Klage bei OLG zurück.

Du würde mir raten doch einige Monate abzuwarten, bis rechtkräftige Urteile gibt?

Viele Grüße



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"Nico"

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#5
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 235x hilfreich)

Hallo,

deinen Beitrag kann man nur allen denen zur Lektüre empfehlen, die fragen, ob es Sinn macht einen Ehevertrag abzuschließen! Vor allem die Begrenzung des nachehelichen Unterhalts ist m.E. mehr als empfehlenswert!

quote:
Als mein Anwalt beim bei OLG einen Antrag auf zeitliche Begrenzung des Ehegattenunterhalt (bis 15 Lebensjahr) stellte, zog die Ex ihre Klage bei OLG zurück.


Da hättest du der Einstellung des Verfahrens vielleicht besser nicht zustimmen sondern das durchziehen sollen! Wenn ich lesen, was du alles so bezahlt hast, dann meine ich schon, dass du deiner Ex vielleicht doch zu wenig die Zähne gezeigt hast und zu nachgiebig warst. Das weckt natürlich auch Begehrlichkeiten. Und die Dame lebt ja nun mit deinem Geld auch sehr bequem bei Muttern!

Ob du es nun tatsächlich riskierst, mit dieser Kiste vor Gericht zu ziehen oder noch abwartest, die Entscheidung kann dir halt niemand abnehmen. Aber ernsthaft erwägen solltest du es m.E. schon!

Grüße

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"Meine private Meinung - Rechtsberatung gibt's beim Rechtsanwalt!"

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#6
 Von 
Nico-Jo
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Lieber Groellheimer,

vielen Dank für deinen Rat. Kennst du einen guten RA nordlich von Frankfurt/M? Wenn du wusstes, dass ich ihr noch 110.000.- DM (ca. 56.000.-€) noch als Abfindung für ein Haus bezahlt hatte, das ich alleine verdient und finanziert hatte, wird man verrückt. Eine blöde Unterschrift beim Standesamt und du wirst nieeee im Leben richtig geschieden und dir keine neue Ehe leisten kannst. Ich durfte die ersten 3 Jahren nach der Ehe meinen Sohn auch nicht sehen, weil ich nicht geburtiger Deutscher bin, und laut meiner Ex die Gefahr bestand, das Kind in meinem Geburts-Land mitzunehmen, welches ich die letzten 30 Jahre nicht gesehen habe.Du hast recht, ich hätte einen rechtigen Ehevertrag abschießen sollte. Mein Ehevertrag war fast sittenwiedrig. Meine Ex hat alles auf ihren alleinige Namen geschrieben, auch Sache die wir während der Ehe und von meinem Geld angschafft hatten. Der Grund dazu war, dass meine Ex Angst davor hatte, dass mein Sohn aus meiner ersten Beziehung nach einem Ableben ihr alles wegnehmen würde. Ich war blöd und habe diesen Ehevertrag unterschrieben und deshalb rechtig geblutet.

Viele Grüße

Viele Grüße

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"Nico"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Nico-Jo
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen,

was meint ihr, wann über das neue Unterhaltsrecht die ersten Urteile erwartet wird. Meine EX dringt auf einmal seit Tagen auf erhöhte Kundesunterhalt. Selbst heute wurde ich diesbezüglich angerufen. Ich habe vorerst telefonisch 50.-€ mehr pro Monat KU zugesagt, bei gleich bleibenden Ehegattenunterhalt.

Viele Grüße

Nico

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"Nico"

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