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Ehegattenunterhalt - hat sie Ansprüche auf die Wohnung?

25.6.2007 Thema abonnieren Zum Thema: Anspruch Euro Frau
 Von 
krafts
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 40x hilfreich)
Ehegattenunterhalt - hat sie Ansprüche auf die Wohnung?

Hallo,

ich möchte mich nach knapp 4 Jahren Ehe von meiner Frau scheiden lassen weil sie mir 2x untreu war.

Wir haben in Serbien geheiratet und die Ehe ist in Deutschland anerkannt. Seit knapp einem Jahr (01.07.2006) hat sie eine 80h Stelle, in der sie regelmäßig 120h arbeitet. Ihre Einkünfte belaufen sich auf ca. 650 Euro jedoch mit Steuerklasse 5. Voraussichtlich würde sie bei StKl.1 gut 800 Euro ( bei Vollzeit gut 900 Euro) verdienen. Ich bekomme derzeit 1900 Euro und würde bei StKl1 ca. 1631 Euro bekommen.
Die ersten 3 Jahre habe ich alles alleine bezahlt. Sogar 2000 Euro für den Deutschkurs ohne den sie nicht arbeiten könnte.

Also meine Fragen.
- Hat sie Anspruch auf Ehegattenunterhalt?
- Wenn ja, wie hoch ist dieser bzw. wie wird er berechnet?
- Für wie lange bekommt sie ihn.
- Macht es evtl. Sinn in Serbien die Scheidung einzureichen?

Zu guter letzt noch eine Frage zum Zugewinnausgleich:
Ich habe während unserer Ehe eine Eigentumswohnung auf meinem Namen gekauft die zu 100% Finanziert ist. Zudem kamen noch Kredite für Küche usw. dazu. Alles im allem habe ich also gerade erst mal ca. 5000 Euro getilgt. Wir haben also so gesehen keinen gewinn derzeit. In wie fern hat sie Ansprüche auf die Wohnung?

Danke schon im Voraus für die Antworten.

MfG, SK

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Anspruch Euro Frau


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
krafts
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 40x hilfreich)

* schieb *

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#2
 Von 
anonym_0405
Status:
Praktikant
(800 Beiträge, 244x hilfreich)

Sind aus der kurzen Ehe Kinder hervorgegangen?
Wenn nicht, kann ich mir nicht vorstellen, daß sie ein Recht auf Unterhalt hätte.
Die Wohnung gehört Dir allein, wenn Du als aleiniger Eigentümer eingetragen bist.

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#3
 Von 
armesocke
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 70x hilfreich)

Bis zur Scheidung gibt es den Trennungsunterhalt, danach den nachehelichen Unterhalt. Grobe Richtung für den Unterhalt 350 Euro, muss aber genau berechnet werden (Wohnung, berufsbedingte Aufwendungen etc.).

Der Unterhalt nacheheliche Unterhalt kann zeitlich begrenzt werden.

Anspruchsgrundlage:

Der Ehegatte hat zwar eine Arbeitsstelle, verdient aber nicht genug, um seinen früheren Lebensstandard fortzuführen. In diesem Fall hat er einen Anspruch auf Aufstockungsunterhalt, § 1573 Absatz 2 BGB .

2500 Euro sind dann wohl der Zugewinn.

Auf jeden Fall einen Anwalt aufsuchen oder sich vorab einigen.

;)

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#4
 Von 
krafts
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 40x hilfreich)

Erst einmal Danke für die Antworten und ein gleichzeitiges sorry für meine späte Rückmeldung.

Also Kinder gibt es keine. Für die Wohnung habe nur ich beim Notar alleine unterschrieben und bei der Bank auch. Hat Sie wirklich keinen Anspruch auf die Hälfte der Wohnung (wäre ja eh noch nicht viel)?

Ich verstehe nicht wieso sie Anspruch auf den früheren Lebensstandart hat. Kann man ihr nicht zumuten sich einen besser bezahlten Job zu suchen. Meinen früheren Lebensstandard habe ich doch dann auch nicht mehr.
- Wie wird denn der Aufstockungsunterhalt berechnet?
- Ist der Unterhaltsanspruch zeitlich begrenzt?
- Was kostet denn eine anwaltliche Beratung?

-- Editiert von krafts am 27.06.2007 22:29:30

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#5
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3854 Beiträge, 458x hilfreich)

Lass dich anwaltlich beraten. Eine Erstberatung kostet um die 150 €. Nimm alle Unterlagen, die die Finanzen betreffen mit. Wenn du die Rechtslage einschätzen kannst, dann red mit deiner Frau und versuch dich gütlich zu einigen und ggf. eine Scheidungsfolgenvereinbarung zu schließen. Die Ehe war recht kurz, keine Kids - so heftig dürfte es eigentlich nicht werden.

Grüße

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#6
 Von 
krafts
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 40x hilfreich)

Hallo noch einmal,

ich war inzwischen mit meiner noch Ehefrau beim Notar und wir haben einen Ehevertrag erstellen lassen, deren Entwurf mir seit gestern vorliegt. Meine Frau wird ihn wohl auch unterschreiben. Soweit so gut...

Jedoch bestehen noch Unklarheiten. In dem Vertrag gibt es einen Teil mit dem Titel Modifizierte Zugewinngemeinschaft. Der Notar hat uns erklärt, dass das so besser ist als die reine Gütertrennung aus Steuerrechtlichen Gründen etc.

Zu meiner Frage, wenn wir uns also scheiden lassen und dadurch der Wechsel in die Gütertrennung entsteht, hat dann meine zukünftige Exfrau ein Anrecht auf 50% der Eigentumswohnung?
Dazu noch mal der Hinweis, das nur ich innerhalb der Ehe den notariellen Kaufvertrag und den Kreditvertrag unterschieben habe.

Der Notar erklärte uns nämlich, dass der Gesetzgeber davon ausgeht, dass beide zur Hälfte für die Tilgung beisteuern. Ebenso für "unser" Auto, wofür ich auch alleine unterschrieben habe.

Wenn das so ist wie es der Notar schildert, frage ich mir was denn eigentlich mir alleine gehört.

Kann mir das jemand von Euch erklären?

Gruß, krafts

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#7
 Von 
bubblemaker
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 5x hilfreich)

Hi,
die Wohnung gehört dem, der im Grundbuch steht - also Dir (vermute ich mal. Du hast bisher nur Kredit- und Notarvertrag erwähnt).
Und dann hat Sie keinen Anspruch auf die halbe Wohnung, sondern auf die Hälfte des Zugewinns (also des Wertzuwachses der Wohnung während eurer Ehezeit, so es ihn denn gibt).
Gruß

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#8
 Von 
krafts
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 40x hilfreich)

Hi und Danke für Deine schnelle Antwort,

also im Grundbuch stehe ich bzw. die Bank. Meine Frau nicht.

Aber genau das, "Zitat: sondern auf die Hälfte des Zugewinns (also des Wertzuwachses der Wohnung während eurer Ehezeit, so es ihn denn gibt)" verstehe ich nicht, ich denke der Zugewinnausgleich wird durch den Vertrag gegen die Gütertrennung ausgetauscht. Und dennoch hat sie Anspruch auf einen evtl. Wertzuwachs. Ich bin echt verwirrt...

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