Ehescheidung - Sie hat nun ein neues Kind

19. März 2007 Thema abonnieren
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)
Ehescheidung - Sie hat nun ein neues Kind

Hi,
folgende Situation: Ich war mit meiner Exfrau ca 4 Jahre verheiratet. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. Geschieden sind wir jetzt seit Januar 2005. Ich zahle jeden Monat den Kredit mit 300 Euro ab, wovon 150 Euro quasi als Unterhalt gewertet werden. Der Kredit läuft noch bis September 2007.

Jetzt kommt die Sache in Schwung: Sie hat kurz nach der Scheidung ein Kind von einem anderen bekommen, mit dem Sie auch zusammengewohnt hat bzw. zusammenwohnt. Zumindest hat Sie das einem Kumpel erzählt. Jetzt frage ich mich, in wie weit ich noch Unterhalt zahlen muß, bzw. ob sie nicht sogar versucht hat, mich zu beschei*****. Fakt ist: Als ich meine Sachen aus der gemeinsamen Wohnung geholt habe, waren bereits Gegenstände von ihm in der Wohnung. Sie bestreitet das natürlich und sagt das Kind wäre aus einem "One-Night-Stand" entstanden. Wie muß ich sowas beweisen, bzw. wie kann ich es beweisen und in wie weit hat sie überhaupt noch Anspruch auf Unterhalt. Ich war bereits beim Anwalt, und der sagte mir, daß es unglaubwürdig klingt, wenn eine Frau behauptet, sie lebt alleine in einer Wohnung, die mehr Miete kostet als Einnahmen, die sie hat, ein Auto fährt, usw.

Schöne Grüße und vielen Dank

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30 Antworten
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#1
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 235x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi,
vielen Dank für die (lustige) Antwort. :) Jetzt habe ich natürlich das Problem, daß ich nicht beweisen kann, daß er dort wohnt. Er wird nicht so doof sein (oder doch ?) und sich ordnungsgemäß in der Wohnung angemeldet haben. Was ist wenn Sie es abstreitet, daß er bei ihr wohnt ? Mal angenommen, sie hat den Vater zum Kind richtig angegeben, fällt dann die Unterhaltspflicht für mich weg oder wie läuft das.

Schöne Grüße

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#3
 Von 
armesocke
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 71x hilfreich)

Eine Ehefrau verwirkt in der Regel wegen schwerwiegenden Fehlverhaltens ihren Unterhaltsanspruch, wenn sie intime Beziehungen zu einem anderen Mann aufnimmt und aus diesem Verhältnis ein Kind hervorgeht.

:grins:



-- Editiert von armesocke am 19.03.2007 17:51:59

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#4
 Von 
Annaminna
Status:
Praktikant
(899 Beiträge, 402x hilfreich)

Ich habe gestern zufällig im TV einen Beitrag zu diesem Thema gesehen, in dem ein Herr fast das gleiche Beispiel schilderte wie Du. Der sich dort befindliche Familienrichter hat ganz klar erklärt, dass der Unterhaltsanspruch entfällt, wenn die Frau eine eheähnliche Beziehung eingeht und mit dem neuen Partner zusammen lebt. Du mußt es natürlich beweisen. Aber da gibt es immer Mittel und Wege!

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#5
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi, ich nochmal,

das sie ein Kind hat ist vollkommen zweifelsfrei, ich kann aber nicht beweisen, das sie eine eheähnliche Lebensgemeinschaft haben. Würdet ihr sie in so einem Falle verklagen ?

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 235x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest123-1542
Status:
Bachelor
(3084 Beiträge, 576x hilfreich)

Ich möchte mich Groellheimer anschliessen.
Der Kindesvater ist nunmehr der Kindesmutter 3 Jahre lang zum Unterhalt verpflichtet.
Nach 4-jähriger Ehedauer dürfte sich somit der nacheheliche Unterhalt erledigt haben.

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#8
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi, die Vaterschaftsfrage scheint wohl eindeutig zu sein, soll heißen, daß er als Vater auch "eingetragen" ist.

Das habe ich nicht verstanden: Wenn er also der leibliche Vater ist, muß er dann auch Unterhalt an die Mutter zahlen, weil die ja nicht arbeiten kann. Das würde dann bedeuten, daß es hier garnicht um die Frage des eheähnlichen Verhältnisses geht sondern darum, das sie quasi zweimal Unterhalt einsackt ? Was ist aber, wenn er nicht zahlen kann, weil er nicht genug verdient ?

Schöne Grüße

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#9
 Von 
guest123-1542
Status:
Bachelor
(3084 Beiträge, 576x hilfreich)

Auch der nichteheliche Vater haftet gemäß § 1615l III 2 BGB vor den Verwandten der Mutter für deren Unterhalt. Da § 1608 S. 2 BGB über § 1615l III 1 BGB entsprechend gilt, müssen die Verwandten bei seiner Leistungsunfähigkeit ohne Rückgriffsmöglichkeit nach §§ 1608 S. 3 , 1607 II BGB an seiner Stelle einspringen. Wegen des Problems der gleichrangigen Haftung von nichtehelichem Vater und Ehegatten wird auf Rn. 6/769 verwiesen. Ein gleichartiges Rangproblem kann im Verhältnis zur Lebenspartnerin der Kindsmutter auftreten. 606a

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 235x hilfreich)

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#11
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Er hat bereits zwei Kinder, und ich vermute, daß er kein Unterhalt an sie zahlen kann. Das ist die Angst die ich habe, das man da in eine Sackgasse rennt.

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 235x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
barthez
Status:
Schüler
(185 Beiträge, 28x hilfreich)

Gibts denn in Deiner alten Nachbarschaft niemanden, zu dem Du noch (guten) Kontakt hast und der vor Gericht aussagen könnte?

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#14
 Von 
guest123-1542
Status:
Bachelor
(3084 Beiträge, 576x hilfreich)

Ob die Exe nun alleine oder mit dem Neuen zusammenlebt, dürte m.E. egal sein.
Unterhaltspflichtig für die nächsten 3 Jahre ist der angehende Kindesvater.

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#15
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi, ich war jetzt beim Anwalt. Das Lustigste vorweg: Ich war schonmal beim selben Anwalt und habe mir Ratschläge geholt. Der hat tatsaächlich Klage eingereicht, ohne mit mir darüber zu sprechen. Boahhhh, habe ich ein Hals. Kosten für die Aktion: ca. 2000 €.

Also, seine Aussage war: Wenn jemand ein Kind bekommt, dann ist der Vater zwar dem Kind unterhaltspflichtig aber keinesfalls der Mutter. Die Klage ist so gestrickt, das er erreichen möchte, daß Sie eine Falschaussage vor Gericht macht, und wir es ihr dann nachweisen können. Nur ich habe keine Beweise.

Was sagt ihr zu der sch*** Situation ?

Schöne Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi, ich wollte mal diesen Fall zu Ende bringen und Euch über die einzelnen Schritte informieren. Vielleicht ist es für andere Interessant und hilfreich: Klageschreiben des Gerichtes am 05.03.2007 an die Gegenseite, Antwort der Gegenseite am !!!! 20.03.2007 !!!!!. Ist es nicht so, daß man innerhalb von zwei Wochen antworten muß ? Ich hatte lange Weile und bin heute mal zu ihr gefahren. Und es ist weiterhin so: Sie lebt mit ihm zusammen, sogar mit Namensschild an der Klingel.

Schöne Grüße

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#17
 Von 
guest123-977
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 452x hilfreich)

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#18
 Von 
python
Status:
Schüler
(492 Beiträge, 65x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#19
 Von 
guest123-977
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 452x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi,

@Reike: Ich habe keine Gerichtskosten gezahlt, das hat der Anwalt gemacht. Deswegen bin ich ja so brastig. Geldstrafe oder nicht, darum geht es garnicht. Es geht mir einfach darum, das es nicht sein kann, daß eine Frau mit einem anderen zusammenlebt, es überall rum erzählt, dummes Gelaber sogar in Foren schreibt (ich schaue mal nach ob ich es finde) und dann meint die Hand aufhalten zu müssen. Ist das denn nu so, daß der KV unterhalt an sie zahlen muß oder nicht. Was ist denn das für ein Anwalt, wenn der mir was falsches erzählt.

Schöne Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
python
Status:
Schüler
(492 Beiträge, 65x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#22
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi, es gibt neues an der Unterhaltsfront:
Die Anwältin der Gegenseite (so heißt es wohl im Amtsdeutsch) hat nun reagiert. Sie gibt zu, das Sie mit dem Kindsvater zusammenlebt (auch eheähnlich). Er könne aber keinen Unterhalt für Sie zahlen, daß er in Scheidung lebt und bereits Unterhalt an seine Noch-Frau zahlt und an seine beiden Kinder, die er aus erster Ehe hat (Wenn ich mir den Satz erlauben darf: Boah, ist das Assi). Und in der Rangfolge hat meine Ex-Frau keine Unterhaltsansprüche.

Was sagt ihr dazu.

Schöne Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi. Und wieder was neues: Die Gegenseite bestreitet wehement, daß die schon seit mehreren Jahren zusammenleben, sondern erst bei der Geburt der Tochter. Also langsam wird es lächerlich. Ich freue mich über jede Meinung auch besonders zum Punkt davor.

1x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3866 Beiträge, 470x hilfreich)

Ich denke, es ist unterhaltsrechtlich im Moment unerheblich, wie lange sie mit dem KV zusammenlebt. Er kann ja offensichtlich eh nicht zahlen. Du musst zusehen, dass sie keinen EU-Anspruch mehr gegen dich hat, wegen Verwirkung (Kind von anderem Partner) und kurzer Ehedauer. Hier sollte ein Anwalt doch entsprechend agieren können.

Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Echt super, wenn der Admin hier noch mehr löscht, dann können wir hier bald fröhliches Raten veranstalten.

Der Rechtsanwalt sagte mir, daß ein Unterhaltsanspruch auf jeden Fall verwirkt ist (das soll relativ klar sein). Bei der Verwirkung des Unterhaltsanspruches kommt es dabei übrigens nicht darauf an, ob der Kindsvater etwas hat oder nicht. Das Geld bekommt man dann zurück, wenn man beweisen kann, daß es eine arglistige Täuschung war.

1x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi, es gibt wieder was neues in meinem Fall. Heute war Gerichtsverhandlung. Es ging dabei um folgendes: Ich wollte den Unterhalt, den ich gezahlt habe wieder zurückhaben, weil sie mit einem anderen zusammenlebt und die beiden ein gemeinsames Kind haben. Ich weiß natürlich, daß es ein sehr riskantes Unterfangen war, denn Unterhalt zurückzufordern geht ja nicht so ohne weiteres. Ich hatte aber Glück. Ich bekomme einen Haufen Euros wieder und sie verzichtet zukünftig auf Unterhalt, egal aus welchem Grund. Mich wunderte das Verhalten der Gegenseite, denn richtige Gegenargumente kamen nicht. Ganz im Gegenteil: Ich hatte den Eindruck, daß die Gegenseite nicht richtig mit den Einkünften rausgekommen ist. Da der neue Lebenspartner dann vernommen werden sollte, ist die Gegenseite auf diesen Deal eingegangen. Irgendwie habe ich da auf einen wunden Punkt gedrückt.

Schöne Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2477 Beiträge, 387x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
dass
Status:
Beginner
(105 Beiträge, 16x hilfreich)

Hi Haselstrauch,

vielen Dank. :) War allerdings ein hartes Stück arbeitet und hat vor allen Nerven gekostet. Der Richter sagte, dass dieser Fall so Grenzwertig war, daß er gemeinsam mit seinen Kollegen über diesen Fall diskutiert hat. Und auch die fanden keine Lösung, soll heißen, daß auch unter allen Richtern ein 50/50 Meinung vorhanden war
.

Es kam durch diese "Abmachung" ein Vertrag zu stande, aber unter sehr merkwürdigen Umständen, eben arglistiger Täuschung. Riesen Aktion vor Gericht, wobei ich meinem Anwalt ein riesen Kompliment machen muss. Eine 1A-Argumentation, worauf ich im Leben nicht gekommen wäre. Das merkwürdige Verhalten der Gegenseite fiel ihm natürlich auch auf, und fing dann an, sie unter Druck zu setzen.

Schöne Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3866 Beiträge, 470x hilfreich)

Hallo dass,

ich schließe mich Haselstrauch vollinhaltlich an. Super!!

Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
keeperin71
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 1x hilfreich)

hey dass,
finde gut,dass du es durchgezogen hast trotz des hohen prozeßrisikos. meinem freund geht es ähnlich wie dir. er zahlt unterhalt an seine ex und das haus in dem sie wohnt mit (ihrem neuen) und dem baby. da wir uns keine dedektei leisten können werde ich das jetzt mit den beweisen in die hand nehmen müssen. mal sehen was dabei raus kommt...

1x Hilfreiche Antwort

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