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Elternunterhalt - ab welcher Rentenhöhe des Unterhaltsanfordernden besteht ein rechtlicher Anspruch?

30. August 2019 Thema abonnieren
 Von 
Michi_0815
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Elternunterhalt - ab welcher Rentenhöhe des Unterhaltsanfordernden besteht ein rechtlicher Anspruch?

Hallo liebes 123recht.de Forum,

habe ein paar Fragen zum Thema Elternunterhalt, würde mich hierzu über Eure Antworten / Unterstützung freuen.

Ausgangssituation:
- Vater, 70 Jahre alt, pflegebedürftig (Pflege-grad 4)
- Wohnt in einer eigenen Wohnung (auch wenn dies sein Gesundheitszustand nur sehr schwer zulässt)
- Deshalb muss er vom BRK Pflegeleistungen in Höhe von 2880€ monatlich für die notwendigen Versorgungen beziehen
- Es wurde ein staatlicher Betreuer bestimmt, dieser beantragte auf Basis unten stehender E/A-Kosten Sozialhilfe für Ihn
- Gleichzeitig wurde veranlasst, dass über das Sozialamt wir Kinder zwecks Elternunterhalt angeschrieben werden
- Eines der Kinder hat ein Einkommen >100.000€ p.a. (nicht verheiratet)

Einnahmen des Vaters: (Summe: 3.630€ )
- Pflegeversicherung: 1600€
- Rente: 1750€
- Zusatzförderung Miete: 280€

Ausgaben: (Summe: 4.400€ )
- Wohnung: 870€
- NK Wohnung: 250€
- Lebenshaltungskosten: ca. 400€

In Summe besteht also ein monatliches Defizit von ca. 800€.

Fragen:
- Kann von den Kinder verlangt werden den oben geschilderten Lebensstandard mittels Elternunterhalt zu finanzieren oder gibt es hier eine Obergrenze bzw. einen Betrag was z.B. ein Standard-Heim kosten darf?
- Kann vom Unterhaltsempfänger verlangt werden in ein Heim zu gehen wenn die Kosten für oben genannten Lebensstandard nicht selbst aufgebracht werden können?
- Gibt es etwas zu beachten wenn der Brief vom Sozialamt mit der "Bitte um Auskunft" zu den Vermögensverhältnissen eintrifft
- Wie ist mit Vermietetem Eigentum umzugehen (nicht selbst bewohnt)

Besten Dank vorab!


-- Editiert von Michi_0815 am 30.08.2019 18:44

-- Editiert von Michi_0815 am 30.08.2019 18:48

-- Editiert von Michi_0815 am 30.08.2019 18:50

-- Editiert von Michi_0815 am 30.08.2019 18:53

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Hast du dich vertan?
Der Vater hat Ausgaben von 870+250+400 = 1.520,-
Woher kommen die fehlenden 800,-?

Zitat (von Michi_0815):
Kann von den Kinder verlangt werden den oben geschilderten Lebensstandard mittels Elternunterhalt zu finanzieren
Die Zahlen zum Einkommen des Vaters sind weniger relevant.
Das Sozialamt verlangt Offenlegung des Einkommens und Vermögens der Unterhaltspflichtigen.
Also: Was die Kinder haben, wird hinsichtlich Elternunterhalt geprüft.
Wenn X €,- fehlen, prüft das Amt, von wem es das heranziehen kann.

Manchmal sind Kinder zwar unterhaltspflichtig, aber nicht unterhaltsfähig.

Wie viele Kinder hat der Vater? Das Amt teilt die Belastung ja entsprechend auf.
Wer natürlich > 100.000 Jahreseinkommen hat, dürfte ohne viel Rechnerei herangezogen werden.
Zitat (von Michi_0815):
oder gibt es hier eine Obergrenze bzw. einen Betrag was z.B. ein Standard-Heim kosten darf?
Nö. Jetzt ist der Vater noch zu Hause. Jetzt fehlen die X €
Zitat (von Michi_0815):
Gibt es etwas zu beachten wenn der Brief vom Sozialamt mit der "Bitte um Auskunft" zu den Vermögensverhältnissen eintrifft
Man sollte jetzt schon prüfen, welches Vermögen man hat. Dann geht der Formularkram und die Nachweiserbringung schneller. Billiger oder teurer wirds nicht.
Zitat (von Michi_0815):
Kann vom Unterhaltsempfänger verlangt werden in ein Heim zu gehen
Nein, der Vater kann auch zu Hause bleiben.
Zitat (von Michi_0815):
Wie ist mit Vermietetem Eigentum umzugehen
Wer hat das? Der Vater oder ein Kind?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Michi_0815
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zunächst vielen Dank für Deine Antworten!

Zitat (von Anami):
Hast du dich vertan?
Der Vater hat Ausgaben von 870+250+400 = 1.520,-
Woher kommen die fehlenden 800,-?

Entschuldigung, da fehlen die oben aufgeführten 2880 € für den BRK Pflegedienst.

Zitat (von Michi_0815):
Kann von den Kinder verlangt werden den oben geschilderten Lebensstandard mittels Elternunterhalt zu finanzieren
Die Zahlen zum Einkommen des Vaters sind weniger relevant.
Das Sozialamt verlangt Offenlegung des Einkommens und Vermögens der Unterhaltspflichtigen.
Also: Was die Kinder haben, wird hinsichtlich Elternunterhalt geprüft.
Wenn X €,- fehlen, prüft das Amt, von wem es das heranziehen kann.

Manchmal sind Kinder zwar unterhaltspflichtig, aber nicht unterhaltsfähig.

Wie viele Kinder hat der Vater? Das Amt teilt die Belastung ja entsprechend auf.
Wer natürlich > 100.000 Jahreseinkommen hat, dürfte ohne viel Rechnerei herangezogen werden.
Zitat (von Michi_0815):
oder gibt es hier eine Obergrenze bzw. einen Betrag was z.B. ein Standard-Heim kosten darf?
Nö. Jetzt ist der Vater noch zu Hause. Jetzt fehlen die X €
Zitat (von Michi_0815):
Gibt es etwas zu beachten wenn der Brief vom Sozialamt mit der "Bitte um Auskunft" zu den Vermögensverhältnissen eintrifft
Man sollte jetzt schon prüfen, welches Vermögen man hat. Dann geht der Formularkram und die Nachweiserbringung schneller. Billiger oder teurer wirds nicht.
Zitat (von Michi_0815):
Kann vom Unterhaltsempfänger verlangt werden in ein Heim zu gehen
Nein, der Vater kann auch zu Hause bleiben.
Zitat (von Michi_0815):
Wie ist mit Vermietetem Eigentum umzugehen
Wer hat das? Der Vater oder ein Kind?


Das Kind, hier steht die Frage im Raum ob evtl. eine Veräußerung sinnvoll wäre.
Hatte gelesen, dass einem ein gewisser Betrag (glaube 5% vom akt. Brutto-Gehalt * Anzahl der Arbeitsjahre) als unantastbares Vermögen "bleibt" bei der Berechnung des Elternunterhaltes.
Wenn das Objekt weiter vermietet bleibt steigt das jährl. Gesamteinkommen und die Mieteinnahmen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25321 Beiträge, 4801x hilfreich)

Zitat (von Michi_0815):
Wie viele Kinder hat der Vater? Das Amt teilt die Belastung ja entsprechend auf.


https://www.finanztip.de/elternunterhalt/elternunterhalt-schonvermoegen/
Ich habe gelesen: Rücklagen für die Alterssicherung in Höhe von rund 5 Prozent Ihres Bruttoeinkommens sind ebenfalls geschützt.
Ist die vermietete Immo die einzige Alterssicherung des einen Kindes?

Zitat (von Michi_0815):
hier steht die Frage im Raum ob evtl. eine Veräußerung sinnvoll wäre.
Was wäre denn bitte der Sinn der Veräußerung?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43640 Beiträge, 15553x hilfreich)

Zitat:
Das Kind, hier steht die Frage im Raum ob evtl. eine Veräußerung sinnvoll wäre.


Die Frage ist ungefähr so, als ob ich fragen würde ob es Sinn macht einen Euro auszugeben um 50ct zu sparen.

0x Hilfreiche Antwort

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