Meine Ex lebt mit der gemeinsamen Tochter bei Ihren Eltern. Seit der Trennung vor 2j ist Kriegzustand zwischen uns, sie war mit der Kleinen ausgezogen. Wir waren nicht verheiratet und haben das GSR für das Kind. Die Großeltern waren schon immer gegen diese Beziehung und jetzt lebt unsere Tochter bei den im Haus. Ich sehe meine Tochter 1x am Wochenende, hart erkämpft vor Gericht. Seit einiger Zeit fängt die Tochter an, sich von mir zu distanzieren. Dieses Verhalten wird von der Großmuter (z.b. sie hatte eines Tages dem Kind verboten sich von mir zu verabschieden als ich es zurückbrachte) und auch von der Mutter (z. b. sie hat dem Kind beigebracht Küsschen von mir verweigern) getriggert. Ich habe mit der KM eine Mediation begonnen und habe sogar akzeptiert dass wir zu 3. die Zeit verbringen. Anstatt, dass da gemeinsamkeiten entstehen, wird mir vorgehührt, wie das Kind mich wie ein Passant auf der Stasse behandelt(Ich darf sie nicht aus dem Auto holen, ich darf nicht mit ihr spielen usw...). Was soll ich tun?
Entfremdung Kindes vom Vater
--- editiert vom Admin
Hallo Enzo69,
wie alt ist denn das Kind?
Gerade bei einem kleineren Kind dürfte es sehr schwer bis unmöglich sein, eine Entfremdung zu verhindern, wenn die täglich umgebenden Bezugspersonen es sich zum Ziel gesetzt haben, eine Kluft zwischen Kind und Vater zu schaffen.
Rechtlich sehe ich da keine Möglichkeiten, dem erfolgversprechend Einhalt zu bieten.
Immerhin hat die KM einer Teilnahme an einer Moderation zugestimmt.
Tatsächlich könnte und sollte dein Eindruck, das Kind würde dir entfremdet, Thema der Gespräche sein.
Allerdings scheint es mir wenig sinnvoll, diese Themen in Gegenwart des Kindes anzusprechen.
Das sind Angelegenheiten, die die Eltern untereinander zu klären haben.
So gesehen finde ich eine *Moderation zu dritt* reichlich befremdlich.
Was soll denn Zweck dieser Vorgehensweise sein?
Grüße
Auf Frag-einen-Anwalt.de antwortet Ihnen ein Rechtsanwalt innerhalb von 2 Stunden. Sie bestimmen den Preis.
--- editiert vom Admin
Das Kind ist 3 Jahre alt. Es ist nicht bei der Mediation dabei. Wir haben ledigllich bei der Mediation zugestimmt, dass wir manche Nachmittage zu 3. verbringen wollen. Für mich ist die KM entweder schizophren (mimmt an die Mediation teil und arbeit jedoch kräftig an die Entfremdung mit) oder es sind die Großeltern, die an die Entfremdung aktiv mitmischen. Beide Hypothesen sind für mich sehr wahrscheinlich. Kann man dann von jemand verlangen zu akzeptieren, dass sein Kind bei Grßeltern lebt, die das Kindeswohl gefährden ?
-- Editiert von Enzo69 am 31.10.2008 19:54
--- editiert vom Admin
Wolke Du beißt dich an dem Wort Schizophren zu argumentieren und mit dieser Argumentation kann ich nichts anfangen. Mir würde z. B. interessieren wie Du reagiert hättest, wenn du vor so einer Situation gestanden hättest.
--- editiert vom Admin
Es ist ja schön dass hier tiefgelegtes Niveau auf etwas höher gelegtes Niveau treffen kann, ich finde es nicht abwegig, Forums haben es in sich. Danke für deinen Rat und es ist auch was ich beabsichtige, die Mediation weiter zu führen, mal schauen was es bringt.
Hallo Enzo69,
ich kann deine Besorgnis angesichts der sich abzeichnenden Entwicklung des schleichenden Kontaktverlustes zu deinem Kind durchaus nachvollziehen.
Auch, dass du aus deinen bisherigen Erfahrungen mit den Großeltern deiner Tochter wohl berechtigten Anlass hast, anzunehmen, dass diese eine Entfremdung des Kindes von ihrem von ihnen unerwünschten Vater begünstigen, wo es ihnen möglich ist.
Allein wird dir diese Einsicht nicht einen Schritt weiter helfen.
Auch wenn es schwer fallen mag: die *Nachmittage zu dritt*, über deren Sinnhaftigkeit man bestimmt geteilter Meinung sein kann, können immerhin Gelegenheit sein, der KM unmittelbar vor Augen zu führen, was euch beiden, dir und der Kleinen, eure Begegnungen sind.
Wie schwer muss es für sein so kleines Kind sein, mit den ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen der Bezugspersonen um sie her angemessen umzugehen, ohne sich dabei schlecht oder als *Verräter* gegenüber irgendeinem der beteiligten Erwachsenen zu fühlen.
An der für die Bedürfnisse des Kindes blinden Selbstbezogenheit wirst du nichts ändern können, ganz gleich, wie offenbar dir selbst die Wirkung dieser Haltung sein mag.
Du weißt, dass du dein Kind lieb hast. Und Kinder mit ihren feinen *Antennen* empfinden das, selbst wenn du es nicht mehr wirst so ausdrücken können, wie du es gerne tun würdest.
Was du aktiv tun kannst, tust du m.E. schon.
Ich gehe davon aus, dass du klug genug bist, anzuerkennen, dass es kontraproduktiv wäre, deine Wahrnehmung der Rolle der Großeltern in der Problematik um den Umgang mit deinem Kind mit der KM unmittelbar zu thematisieren.
Es würde m.E. eine Verlagerung des Kernproblems auf einen Nebenschauplatz begünstigen und der KM neue *Munition* liefern, sich weiter kontrovers zu dir zu postitionieren und womöglich die schon vorhandene Tendenz, dich so wenig als möglich am Leben deines Kindes zu beteiligen, verstärken.
Mit dem Schritt in die Mediation ist durchaus auch noch eine Chance verbunden.
Handle klug, bedenke die Wirkung deiner Aussagen, zentriere dich auf dein Kernanliegen, die Einsicht der KM in die Bedeutung des Kontaktes eures Kindes zu dir als seinem Vater zu bestärken, so lange noch ein Gespräch möglich ist.
Das scheint mir die erfolgversprechendste Möglichkeit, deinen Kontakt zu deiner Tochter auch entgegen den Bestrebungen von sonstwem zu erhalten.
Denn an den gegebenen Lebensumständen wirst du schlicht nichts ändern können, ganz gleich, wie ungerecht hier die *Karten* verteilt sind.
Vergeudete Energie, damit zu hadern.
Nur meine Meinung
Grüße
-- Editiert von Haselstrauch am 02.11.2008 15:30
Hallo Enzo69,
auf die Meinungen von Userinnen die sich hier oberflächlich an Begrifflichkeiten reiben, reagierst du am besten mit einem Lächeln.
Eine Mediation macht nur dann Sinn, wenn zu erwarten ist, dass beide Ex-Partner diese zum Nutzen des Kindes durchführen.
Dies ist bei euch mit Sicherheit nicht gegeben.
Die Mutter hat dem nur zugestimmt um ihre Fassade aufrecht zu erhalten und Informationen von dir zu bekommen.
Ist doch einfach: Man geht gemeinsam da hin und der andere plappert, wo ihm der Schuh drückt.
Tolle Steilvorlage, für umgangsverweigernde Muttis.
Genauso schlecht war die Idee, mit dem Umgang zu dritt, wozu?
Jetzt hast du ein richtiges Problem und da muss ich leider der wolke12345 recht geben, denn von nun an, wird jedes deiner Worte aufgewogen und kritisch analysiert.
Du bist der Mütterbegünstigungsindustrie ins offene Messer gerannt.
Wie kriegt man dich jetzt wohl wieder da aus?
Keine Ahnung, denn spätestens jetzt wird´s zum Einzelfall.
Versuche außerhalb der Mediation und außerhalb eines öffentlichen Rechtsforums Rat zu erhalten.
Hier wieder mein Tip:
Verein Väteraufbruch für Kinder e.V.
(VAfK)
Dort findest du noch einige mehr von unserer Sorte - hier eher die Gegenseite.
Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg!
-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"
-- Editiert von ARTiger am 02.11.2008 18:29
Hallo Enzo,
das Problem ist, dass jeder der beteiligten Erwachsenen seine persönliche Wahrnehmung hat. Mutter und Großeltern sehen dich vermutlich als Kindeswohlgefährder, den man aus dem Leben des Kindes raushalten muss. Deine Wahrnehmung ist genau die gegenteilige. Ich stimme ArTiger zu, die Mutter tut das, was sie tun muss, ohne innerliche Überzeugung. Sie deswegen als schizophren zu bezeichnen, halte ich allerdings auch für mehr als überzogen.
Sie findet derzeit wohl keinen Weg, mit der Trennung des Partners umzugehen, der aber als Kindesvater weiter im Leben eine Rolle spielt. Umgekehrt hast du aber wohl auch ein Problem damit, dies für die Großeltern anzuerkennen.
Euch allen kann man nur gegenseitige Toleranz und Akzeptanz wünschen. Ihr solltet alle gegenseitig akzeptieren und tolerieren, dass ihr am Leben des Kindes berechtigt teilnehmen wollt, dürft und sollt. Weil jeder auf seine Weise dazu beitragen kann, dass aus dem Kind ein seelisch und körperlich gesunder Erwachsener wird. Solange dieses Selbstverständnis bei den Erwachsenen nicht da ist, könnt ihr m. E. alles andere vergessen. Da hilft auch keine Mediation - es sei denn, sie bringt zumindest die Mutter und dich an diesen Punkt.
Mir tut euer Kind einfach nur Leid...
Grüße
Und jetzt?
- Keine Terminabsprache
- Antwort vom Anwalt
- Rückfragen möglich
- Serviceorientierter Support
- Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
- mit Empfehlung
- Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
-
4 Antworten
-
9 Antworten
-
6 Antworten
-
4 Antworten
-
7 Antworten
-
45 Antworten
-
43 Antworten