Geforderte Unterhaltszahlung für Kind was beim Vater wohnt. Vater bezieht Hartz 4

22. Februar 2019 Thema abonnieren
 Von 
patrick_inna
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Geforderte Unterhaltszahlung für Kind was beim Vater wohnt. Vater bezieht Hartz 4

Hallo,

ich habe eine Frage zum Thema Unterhaltszahlung. Meine Frau hat aus der letzten Ehe 2 Kinder (16 und 11). Sie ist seit mehreren Jahren geschieden. Seit 2016 ist sie mit mir verheiratet. Wir haben ein gemeinsames Kind. Der 16 jährige wohnt seit knapp 1 Jahr bei seinem Vater. Dieser bezieht seit längerem Hartz 4. Die 11 jährige Tochter wohnt zusammen bei uns. Nun ist die Frage wie das mit der Zahlung des Unterhalts aussieht. Meine Frau geht Teilzeit arbeiten,ich Vollzeit. Sind wir aufgrund der Aufteilung der Kinder und des gemeinsamen Kindes wirklich verpflichtet unterhalt zu zahlen? Er kann durchaus arbeiten gehen. Hat nur keinen Lust. Des Weiteren wissen wir das er Hartz 4 beantragt und nebenbei schwarz Geld verdient. Dies finde ich ehrlich gesagt sehr unfair.

Vielen Dank vorab für eine Ratschlag.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

Zitat:
Sind wir aufgrund der Aufteilung der Kinder und des gemeinsamen Kindes wirklich verpflichtet unterhalt zu zahlen?
Sie selber sind es nicht, aber Ihre Frau ist es natürlich schon. Als Mutter des Kindes ist sie für dieses Kind verantwortlich und hat dafür Sorge zu tragen, dass es ausreichend versorgt wird. Dass eine solche gesetzliche Verpflichtung besteht, dürfte ja nun auch niemanden überraschen.

Zitat:
Meine Frau geht Teilzeit arbeiten,ich Vollzeit.
Wie hoch ist denn ungefähr das jeweilige Nettoeinkommen?

Warum arbeitet die frau nur in Teilzeit?

Wie alt ist das gemeinsame Kind?

Zitat:
Er kann durchaus arbeiten gehen. Hat nur keinen Lust.
Wieso bezieht er dann "seit längerem" Arbeitslosengeld? Der Sozialstaat hat ein eigenes Interesse daran, möglichst wenig Gelder auszuzahlen. Insbesondere nicht an eigentlich Erwerbsfähige, die nur nicht arbeiten wollen. Wenn es wirklich nur an seinem Willen scheitern sollte (was ich Ihnen gerne glaube), dann müsste man davon ausgehen, dass der Staat hier bereits ausreichend "Druck" macht.

Und nur, um Missverständnisse zu vermeiden: Die Mutter wäre dem Kind gegen über (grundsätzlich) auch dann zu Unterhalt verplfichtet, wenn der Vater arbeiten und viel Geld verdienen würde. Nur wäre dann schon eher zu erwarten, dass auch von dem Vater Unterhalt zurück kommt (nämlich für das andere Kind), sodass sich das dann ausgleichen könnte.

Natürlich könnte auch die Mutter auf die idee kommen, hier Unterhalt von dem Vater für das bei Ihnen lebende Kind zu fordern. Das geht grundsätzlich auch dann, wenn der Vater arbeitslos ist und (offiziell) gar kein geld zur Verfügung hat. Dazu müssten Sie dann aber auch wirklich nachweisen können, dass der Vater wirklich nur "keine Lust" hat. Wenn Ihnen das vor dem Familiengericht gelingen sollte (was aber sicherlich nicht gerade einfach ist), dann würde das Gericht zumindest feststellen, dass er eigentlich Unterhalt zahlen müsste. Dann laufen zumindest schonmal Schulden auf (die er aber möglicherweise niemals begleichen wird).

Zitat:
schwarz Geld
Wenn Sie das wirklich "wissen" und auch entsprechend beweisen können, dass können Sie natürlich jederzeit die zuständigen Behörden darüber informieren. Oder Sie treten (zunächst) an den Vater heran und fordern ihn dazu auf, aus den durch Schwarzarbeit eingenommenen Mitteln wenigstens einen kleinen Beitrag zum Unterhalt des bei Ihnen lebenden Kindes zu leisten.

Wenn Sie das mit der Schwarzarbeit nicht beweisen können, dann interessiert sich auch niemand für diese (bloße) Behauptung. Dann würde ich diese behauptung auch nicht weiter verbreiten. Sowieso ist natürlich fraglich, wie viel Geld er da verdient.

Zitat:
Nun ist die Frage wie das mit der Zahlung des Unterhalts aussieht.
Wurde denn bisher überhaupt Unterhalt gefordert? Wenn ja: vom wem und in welcher Höhe?

Früher oder später dürfte da eine entsprechende Aufforderung von dem Vater (bzw. dessen Anwalt) oder eine Behörde kommen. Beziehungsweise würde zunächst die Aufforderung zugehen, doch bitte die Einkommensverhältnisse offen zu legen.

Ihre Frau kann sich zu diesem Thema (kostenlos) beim Jugendamt beraten lassen.

Rein praktisch gedacht ergibt das aber nur dann wirklich Sinn, wenn zuvor von der Seite des Vaters (oder des Staates) aus das Thema Unterhalt angesprochen wird.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31555 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von Zuckerberg):
Früher oder später dürfte da eine entsprechende Aufforderung von dem Vater (bzw. dessen Anwalt) oder eine Behörde kommen.
Das JC als zuständige Behörde fordert den Vater auf, Unterhalt für den Sohn von der Mutter zu fordern.

Zitat (von patrick_inna):
Der 16 jährige wohnt seit knapp 1 Jahr bei seinem Vater.
Das JC dürfte längst in Aktion getreten sein.
Wer hat die Familienkasse wg. Änderung der Kindergeldzahlung angeschrieben?Inzwischen ist der Vater der Kindergeldberechtigte.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Spejbl
Status:
Praktikant
(834 Beiträge, 148x hilfreich)

Zitat (von patrick_inna):
Er kann durchaus arbeiten gehen. Hat nur keinen Lust. Des Weiteren wissen wir das er Hartz 4 beantragt und nebenbei schwarz Geld verdient. Dies finde ich ehrlich gesagt sehr unfair.


Woher wißt ihr das? Man kann zwar Anzeige erstatten, muß aber wissen; der Schuß geht nach hinten los, wenn diese Behauptung nicht bewiesen werden kann und / oder sich als falsch herausstellt.

Dann werdet ihr vom Kläger zum Beklagten.

Davon unabhängig ist sie für das beim Vater lebende Kind Unterhaltsverpflichtet.

Im Gegnenzug bleibt aber auch er für das bei euch lebdende Kind trotz Wiederheirat unterhaltspflichtig. Es sei denn, das bei euch lebede Kind (vom Ex) wurde vom neuen Ehepartner, also dir, adoptiert.

https://www.scheidung.org/kindesunterhalt-neue-ehe/

Hier sollte eurerseits ein Vollstreckbarer Titel einegolt werden. Liegt der dem leiblichen Vater vor, kann er zahlen. Denn dann, aber nur dann, zahlt nämlich sein JC im Rahmen von ALG II den Unterhalt. Hintergrund ist der Sachverhalt, daß vollstreckbare Unterhaltstitel dem ALG II - Bedraf auf Antrag hinzugerechnet werden.


-- Editiert von Spejbl am 24.02.2019 00:16

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#4
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Das Jobcenter freut sich auch über anonyme Meldungen.

Signatur:

Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Spejbl
Status:
Praktikant
(834 Beiträge, 148x hilfreich)

Zitat (von altona01):
Das Jobcenter freut sich auch über anonyme Meldungen.


:devilangel: Gibts wenigsten dafür eine Prämie ???? :devil:

Wenn die Behauptung, sprich der Anzeigengrund, wiederlegt wird, sollte automatisch eine Strafanzeige gegen den Petzer ergehen. Das könnte sonst zum Volkssport werden.
Das Denunziantentum.

Vor 500 Jahren war so, wenn man jemanden schaden oder loswerden will: Man ging zur Inquisition
Vor 80 Jahren war so, wenn man jemanden schaden oder loswerden will: Man ging zur Gestapo
Vor 40 Jahren war so, wenn man jemanden schaden oder loswerden will: Man ging zur Stasi

Jetzt ist es so: Man macht eine Strafanzeige bei einem Amt. Annonym natürlich. Damit man nicht befürchten muß, selbst zur Rechenschaft gezogen zu werden. Damit wird dann nämlich Alles :banana: .


-- Editiert von Spejbl am 01.03.2019 14:49

1x Hilfreiche Antwort

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