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Gegen den Willen ins Heim mit 17

4.5.2021 Thema abonnieren
 Von 
D/J
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Gegen den Willen ins Heim mit 17

Hallo mein Nachbar 17 j. Soll gegen sein Willen ins Heim eine gute Stunde entfernt. Er muss um 20/21 Uhr immer zuhause sein. Ist paar mal schwarzgefahren macht aber sonst nichts ausser mal zu spät zu sein. Meldet sich aber bei der Mutter. Total hilfsbereit und alles. Er hat kaum Klamotten die ihm passen. Die Hosen sind für 12-14 Jahre. Er erzählt mir alles und nennt eher mich zwischendurch Mutti würde den jungen gerne aufnehmen damit er den Abschluss jetzt noch bekommt von der Schule und hätte höchst wahrscheinlich eine sehr gute Lehrstelle für ihn. Mit der Mutter und den Jugendamt ist kaum zu reden. Und obwohl er nicht dahin möchte, soll er nächste Woche ins Heim. Was kann ich tun das der junge nicht dahin kommt. Wir würden ihn auch aufnehmen als Familien Mitglied. Er ist traurig und fühlt sich ungeliebt. Ich möchte ihn so gerne helfen. Dankeschön

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4872 Beiträge, 2297x hilfreich)

Nur mal so ein Gedanke dazu:

Wenn das Jugendamt der Meinung ist, er müsste aus seinem Umfeld genommmen werden, ist die Lösung bestimmt nicht, dass er ins Nebenhaus zieht.

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#2
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1604 Beiträge, 453x hilfreich)

Zitat (von D/J):
Ich möchte ihn so gerne helfen.
Dann mach ihm keine unnötigen Hoffnungen und biete ihm das, was du kannst. Du kannst ihm 2 oder 3 passende Hosen organisieren. Du kannst die Lehrstelle organisieren (was auch immer das bedeutet). Du könntest theoretisch Wohnraum herrichten und ihm eine Wohngemeinschaft in der Volljährigkeit anbieten. Du kannst ihn seelisch und moralisch auf allen Kanälen unterstützen.

Das "Heim", wie man es aus Schaudergeschichten früherer Tage kennt, gibt es nicht mehr. Die heutigen Wohnformen sind oft für sehr wenige Personen ausgelegt, gerade bei Jugendlichen. Oft handelt es sich einfach um eine sehr große angemietete Wohnung, in der es sich für einen Jungen aus schwierigen Verhältnissen gut leben lässt. Natürlich muss man sich da an Regeln halten, aber wenn man sich darauf einlässt, kann man dort sehr gut aufs Leben vorbereitet werden. Und umso integrierter und cooler der Junge dabei ist, desto besser. Dazu benötigt es ein Umfeld, dass ihm nicht den ganzen Tag einredet, dass er dort gegen seinen Willen gefangen gehalten wird und das Jugendamt Kinder völlig grundlos aus Familien herausnimmt, sondern dass er dort in Ruhe seinen schulischen Abschluss vorbereiten kann und vielleicht noch ein paar erzieherische Förderungen von meist gut ausgebildetem Fachpersonal bekommt, die ihm im elterlichen Haushalt vielleicht verloren gegangen sind oder gar nie gezeigt wurden. Es gibt eine Menge Jugendliche, die ihren elterlichen Haushalt gerne gegen ein Leben in so einer Wohngruppe tauschen würden, aber sich vielleicht nicht trauen oder die Probleme nicht schlimm genug sind, um von einer Kindeswohlgefährdung zu sprechen.

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