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Gegenseitige Verrechnung von Unterhalt

 Von 
malo
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Gegenseitige Verrechnung von Unterhalt

Hallo, ich bin neu hier und habe ein paar Fragen:
Ich bin seit 2000 geschieden. Ein Kind (14) lebt bei der Mutter, das andere (16) bei mir. Laut Düsseldorfer Tabelle zahle ich € 344.-, sie € 284.-. Bisher habe ich immer den Unterschiedsbetrag von € 60.- an sie überwiesen. Jetzt teilt mir meine Ex mit, dass laut Aussage eines Anwaltes das gegenseitige Verrechnen nicht zulässig sei. Sie will ab sofort den vollen Betrag, im Gegenzug überweist sie mir € 284.-. Warum soll das so sein? Um eventuell bei Arbeitslosigkeit weniger Unterhalt an mich zu zahlen? Sie selbst hat Haus- und Grundbesitz und lebt mit einem angehenden Frührentner zusammen. Fließt so etwas auch in die Berechnugn mit ein? Können mir nach mehr als 3 Jahren nach der Scheidung noch Unterhaltsforderungen für die Ex drohen? Bisher arbeitet sie, ist allerdings seit 3 Monaten "krank".

Vielen Dank

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Arbeitslosigkeit Mutter


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7167 Beiträge, 1048x hilfreich)

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#2
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4629 Beiträge, 240x hilfreich)

Bei Arbeitslosigkeit gilt ein Selbstbehalt von 730 EU. Allerdings ist sie gesteigert Erwerbspflichtig, heisst: Sie muss jeden Job annehmen, um den Mindestunterhalt zahlen zu können.
Die verrechnung ist nicht zulässig! Allerdings : Wo kein Kläger, da auch kein Beklagter !
berweise du zu deiner eigenen Sicherheit den vollen Unterhalt, ansonsten kann sie dir irgendwann " an die Karre fahren " und behaupten, du hättest zu wenig Unterhalt überwiesen !
Wenn sie mit einem Mann zusammenlebt, kann zudem ihr Selbstbehalt gekürzt werden.
Es könnte sein, dass sie dich jetzt aus Sicherheitsgründen wg. drohender Arbeitslosigkeit / Krankengeld verpflichten will, den kompletten Unterhalt zu zahlen, zu dem du auch verpflichtet bist. Wenn sie nämlich wg. o. g. Gründe nicht mehr zahlen kann, hat sie deinen vollen Unterhalt in der Tasche und nicht nur 60 EU.

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#3
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7167 Beiträge, 1048x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

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#4
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4629 Beiträge, 240x hilfreich)

@ Kanalmeister:
Sofern sie nachweisen kann, dass sie sich bemüht ( je nach OLG werden mindestens 20 Bewerbungen im Monat erwartet ).... wird ihr die Arbeitsmarktlage erstmal auch nicht zum Verhängnis werden.
Ich schrieb : Sie muss jeden Job annehmen, nicht : Sie muss sich einen schnitzen !

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#5
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7167 Beiträge, 1048x hilfreich)

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#6
 Von 
malo
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für eure Hilfe. Aber falls sie jetzt arbeitslos wird und nichts anderes findet ist dann der Unterhaltsanspruch futsch oder wird er angesammelt? Kann sie für sich von mir noch etwas verlangen?

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#7
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4629 Beiträge, 240x hilfreich)

@ Kanalmeister
Nicht richtig ! Die 5% berufsbedingte Aufwendungen kannst du nur geltend machen, sofern du erwerbstätig bist ! Sagt auch das Wort schon.

@malo
Die Schulden laufen nur auf, sofern ein Richter entscheidet, dass sie trotz der Arbeitslosigkeit weiterzahlen muss, da sie - wie schon erwähnt - z.B. nicht genügend Bewerbungen vorgelegt hat, sich nicht ausreichend um einen Job bemüht hat usw....( Ihr kann da u.U. einiges auferlegt werden.... ob nun immer gerecht oder nicht, lasse ich dahingestellt )
Oder aber - sofern ein Titel besteht - sie einfach die Zahlungen einstellt, ohne Abänderungsklage, bzw. Neuberechnung.
Sie kann u.U. dann auch Unterhalt von dir verlangen, sofern du leistungsfähig bist. Vor allem, wenn deine Ex zum Sozialamt geht..... dann wirds heikel !
Anna

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#8
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7167 Beiträge, 1048x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

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#9
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4629 Beiträge, 240x hilfreich)

Na, da haste aber Glück gehabt !

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#10
 Von 
malo
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Was sagt aber dann das Sozialamt, weil sie doch Haus- und Grundbesitz hat? Kann trotzdem von mir was verlangt werden?

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#11
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4629 Beiträge, 240x hilfreich)

Guten Morgen malo,
Sofern sie in dem Haus selbst wohnt, wird geprüft werden, in wieweit es " angemessen " ist. Ansonsten wird sie evtl. ein vorübergehendes Darlehen bekommen. Auf alle Fälle kannst du davon ausgehen, dass - falls der Staat zahlt - dieser versucht, sich das Geld von dir zurückzuholen.
In welchem Bundesland lebst du ? Einige Richtlinien von bestimmten OLGs besagen nämlich, dass eine Mutter u.U. schon ab dem 12 -13. Lebensjahr gesteigert erwerbspflichtig ist.

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