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Geldrückzahlung an die Mutter

 Von 
Denyo123
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 4x hilfreich)
Geldrückzahlung an die Mutter

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bräuchte mal euren Rat.
Ich habe einen guten Kumpel, der momentan ein "Problem" mit seiner Mutter hat. Die Eltern von ihm haben sich vor ein paar Jahren scheiden lassen. Er ist nach der Scheidung bei seinem Vater geblieben. Während der Ehe hat die Mutter einen "Fitness-Vertrag" für Ihren Sohn abgeschlossen und auch die monatlichen Beiträge übernommen.(Zu diesem Zeitpunkt war er noch minderjährig). Nun Ist er mittlerweile schon volljährig, die Eltern sind geschieden und die Mutter kommt aufeinmal auf die Idee, sich das Geld vom Sohn für die vergangenen Jahre wieder zu holen.

Ist so etwas rechtens ? Kann sie etwas einfordern, oder kann ihm nichts passieren?!

Vielen Danke für eure Hilfe !

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Mutter Eltern Vater einfordern


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 3087x hilfreich)

Kann die Mutter beweisen, dass die Rückzahlung abgesprochen war? Falls nicht, dann kann er sich aus meiner Sicht beruhigt zurücklehnen. Der Normalfall ist ja, dass solche Zahlungen von den Eltern übernommen und nicht dass diese quasi als Kredit gegeben werden.

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#2
 Von 
amtsmeier
Status:
Schüler
(252 Beiträge, 162x hilfreich)

Hat die Gute eigentlich Unterhalt gezahlt oder wähnte sie diesen mit der Übernahme der Fitness-Kosten abgegolten?
Fordern kann sie viel ....... ob sie es bekommt, ist eher zweifelhaft.

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#3
 Von 
Denyo123
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 4x hilfreich)

Nein, er ist sehr friedlich eingestellt und wollte keinen Ärger. Aus diesem Grund hat er keinen Unterhaltsanspruch erhoben.

Danke für die Antworten !

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#4
 Von 
amtsmeier
Status:
Schüler
(252 Beiträge, 162x hilfreich)

Da könnte er doch spaßeshalber den Unterhalt rückwirkend fordern, natürlich über Anwalt - und davon dann die Fitnessstudio-Kosten zahlen. :grins:

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#5
 Von 
Denyo123
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 4x hilfreich)

Hallo zusammen,

ich habe ein paar Neuigkeiten.
Mein Kollege war beim Anwalt und hat wegen Unterhalt gefragt. Er befindet sich zur Zeit noch in einer Berufsausbildung und verdient ca 700e netto. Der Anwalt hat ihm mitgeteilt, dass er kein bis wenig Unterhalt von seiner Mutter bekommen würde, aufgrund das er keine Ausgaben für eine Mietwohnung hat und somit genug Ausbildungsvergütung für ihn übrig bleibt. Könnt ihr dem so zustimmen ? Sollte er sich noch einmal von einem anderen Anwalt eine Meinung einholen ?

Sein Vater zahlt immerhin auch "Unterhalt", indem mein Kumpel kostenlos bei ihm Wohnt.

Zurück zum Fitness :
Es hat sich herausgestellt, dass der Fitnessvertrag meines Kumpels immernoch aktuell ist.
Er wurde anfang Januar vom Fitnessstudio angerufen, welches ihm einen Beitragsrückstand mitgeteilt hat.
Es hat zum Beitragsrückstand geführt, weil seine Mutter die Lastschriften für ein paar Monate plus Getränkepauschale widerrufen hat.
Er soll nun 174 Euro zahlen, plus die monatlichen Gebühren für 2016 (wegen automatischer Vertragsverlängerung).

Ich habe ihm geraten, dass er seinen Fitnessvertrag auf beidseitiger Zustimmung der Elternteile überprüfen soll.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ist ein Vertrag schwebend Unwirksam wenn nicht beide Elternteile während der Minderjährigkeit zugestimmt haben ?

Viele Fragen ... evtl. habt ihr ja noch den ein oder anderen Ratschlag

Vielen Dank & Gruß

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#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17742 Beiträge, 7882x hilfreich)

700,-€ Einkommen und wohnen beim Vater, da ist der Bedarf Ihres Kumpels abgedeckt und er hat keine weiteren Ansprüche auf Unterhalt.

Wenn die Mutter einen Vertrag abgeschlossen hat muß sie ihn auch erfüllen und kann selbstverständlich nichts zurückfordern. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage. Ihr Kumpel hat nichts mit dem Vertrag zu tun, außer er hat mit Volljährigkeit nochmal selber einen Vertrag unterschrieben.
Und der Anwalt hat nichts zum Vertrag gesagt?

-- Editiert von altona01 am 28.01.2016 10:09

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#7
 Von 
Denyo123
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 4x hilfreich)

Der Anwalt war sich nicht sicher bzgl des Vertrags. Er muss dies nochmal mit seinen Kollegen besprechen.
Er meinte, dadurch das der Minderjährige und die Mutter (als Vormund) zusammen unterschrieben haben, geht der Vertrag bei Volljährigkeit auf den Sohn über. Dementsprechend war die Mutter nur Vertragsinhaberin während der Minderjährigkeit.

Diesbezüglich wollte der Anwalt sich aber nochmals bei ihm melden...

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#8
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3925 Beiträge, 2251x hilfreich)

Der Vertrag geht wohl auf den Sohn über, der Sohn kann aber den §1629a BGB ins Feld führen. Man beachte dort allerdings den Absatz 2: zumindest wenn er nach Volljährigkeit noch mal dort trainiert hat, ist der Vertrag tatsächlich auf ihn übergegangen. Wenn er hingegen jetzt erst mitbekommen hat, dass der Vertrag existiert, sieht es gut für ihn aus.

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#9
 Von 
Denyo123
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 4x hilfreich)

Mein Kumpel glaubt, das er ein paar mal als er schon 18 war noch im Fitnessstudio trainieren war. Danach aber nicht mehr.

Wie sieht es denn mit der Rechtsgültigkeit des Vertrags aus ? Müssen nicht beide Elternteile bei Minderjährigkeit des Sohnes unterschreiben, damit der Vertrag wirksam wird ?

Vielen Dank für die vielen, hilfreichen Antworten !

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#10
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(11860 Beiträge, 7913x hilfreich)

Zitat:
Mein Kumpel glaubt, das er ein paar mal als er schon 18 war noch im Fitnessstudio trainieren war. Danach aber nicht mehr.

Dann wird er die Kosten, die nach dem 18. Geburtstag angefallen sind, in der Tat wohl selbst tragen müssen.
Für eine Rückforderung duch die Mutter für Beiträge vor dem 18. Geburtstag sehe ich dagegen keine Chance.

Zitat:
Wie sieht es denn mit der Rechtsgültigkeit des Vertrags aus ? Müssen nicht beide Elternteile bei Minderjährigkeit des Sohnes unterschreiben, damit der Vertrag wirksam wird ?

Nein.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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