Gemeinsames Sorgerecht - was sind Angelegenheiten des täglichen Lebens?

2. Juli 2004 Thema abonnieren
 Von 
ib2411
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Gemeinsames Sorgerecht - was sind Angelegenheiten des täglichen Lebens?

Hallo,
beim gemeinsamen Sorgerecht unterscheidet man zwischen
- Angelegenheiten des täglichen Lebens und
- Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind.
Was versteht man ganz konkret unter: Angelegenheiten des täglichen Lebens? Muss ich zum Beispiel über den Schulalltag eines 12jährigen Kindes informieren? Wann Arbeiten geschrieben werden, wie sie ausgefallen sind usw. Fällt das nicht unter "Angelegenheiten des täglichen Lebens"? Muss ich darüber informieren oder kann ich es nicht meinem Kind überlassen, seinen Vater darüber in Kenntnis zu setzen? Weiß jemand, wo man ganz konkret Informationen darüber bekommen kann? Irgendein § vielleicht?


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"ib2411"

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15 Antworten
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#1
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Hallo,

es ist ja bewusst so allgemein unterschieden worden wie Du schon genannt hast, damit nicht ellenlange Listen darüber erstellt werden müssen, was nun zu den Angelegenheiten des täglichen Lebens gehört und was nicht.
Dadurch entstehen aber sicherlich Grenzfälle, und solche benennst Du hier schon.

Sind der Schulalltag eine Angelegenheit des täglichen Lebens ?
zum Teil sicherlich ja. Es ist sicherlich nicht zumutbar, dass die Mutter dem Vater jede Klassenarbeit ankündigt.
Aber meiner Ansicht nach sind die Ergebnisse der Klassenarbeiten schon Angelegenheiten, die von erheblicher Bedeutung sind, denn von den Leistungen des Kindes hängt doch seine spätere Entwicklung ab.
Ob Maßnahmen wie Nachhilfe o.ä. ergriffen werden müssen, kann anhand der Klassenarbeiten leichter erkannt werden.
Deshalb finde ich, sollte der Vater darüber informiert werden.
Dies sollte aber nicht durch das Kind selbst geschehen! Beurteile einmal selbst: wenn ein 12jähriges Kind seinem Vater alle 14 Tage über die Ergebnisse der Klassenarbeiten berichten soll, glaubst Du wriklich, da käme dann immer alles richtig und vollständig an ?
Warum gibst Du zu den Umgangsterminen nicht einfach die Klassenarbeiten zur Einsicht an den Vatrer mit ? Das wäre doch das einfachste.

Würde mich interessieren, wie Du oder andere das sehen.

Grüße,
nachgefragt


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#2
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

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#3
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

@ Toxic

ich glaube, da hilft nur eine Klage,
obwohl es eigentlich nicht richtig wäre, wegen solcher Banalitäten Gerichte anrufen zu müssen.
Aber die EXen lassen einem keine andere Wahl.
Ich kenne Dein Problem nur allzu gut.
Aber bei 8- und 10jährigen Kindern funktioniert es noch nicht einmal, ihnen ein Handy zu schenken.

Grüße,
nachgefragt

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#4
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

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#5
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

ich stimme Dir vollkommen zu, Toxic.

Ich meinte mit Banalitäten = Selbstverständlichkeiten.

Umso schlimmer, wenn solche Sachen für die Ex keine Selbstverständlichkeiten sind.
Ich kann Deine Situation voll und ganz nachvollziehen, denn sie ist fast genau wie meine.

Grüße,
nachgefragt

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#6
 Von 
hilfesuchende
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo Leute

bei mir ist es etwa anders . Bei der Trennung hat mein Mann sich in Brust mit seinen Faust geklopft mit den Wörtn : Ich mache alles ALLES für meine kinder ,ob das arzt ist oder was anderes ....wenn ich ihm dann wirklich gebraucht habe ,weil die 3jährige tochter zum Arzt mußte und sehr dringend sogar ,der schreibt mir sms wo stand: " habe mir so mal uberlegt ,du hast deinen ficker der soll auch die kurze zu arzt fahren" Was sagt ihr dazu?????? und das ist nut eins von vielen Fällen ,wo ich den sorgenrecht gerne teilen würde aber der guter Vater möchte nicht mal seine Kinder holen an anderen Tagen auser terminen von JA
grüße ,hilfesuchende

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#7
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

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#8
 Von 
ib2411
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo nachgefragt,

ich hab das Gefühl, ein nicht nur für mich brenzliges Thema angesprochen zu haben. Toxic hat mit seiner Ex sicherlich aus seiner Sicht auch arge Probleme. Dazu fällt mir ein: FRAUEN SEHEN ANDERS UND MÄNNER AUCH! Aber es ist für mich doch ganz gut mal wieder zu hören, dass auch Männern mit Frauen solche Probleme haben. Da ich grad solchen Ärger mit dem KV habe, konnte ich gar keine anderen Gedanken mehr aufnehmen. Mir ist wieder eingefallen, das jede Münze zwei Seiten hat.

Ich habe ganz einfach Probleme mit dem Umgangston, den er mir gegenüber in seinen Mails anschlägt. Da heißt es nur noch: "Ich fordere dich auf... ", "Ich erwarte...", "Ab sofort will ich..." u.s.w. Da sträuben sich mir einfach die Nackenhaare....

Außerdem habe ich als Mutter ganz andere Vorstellungen von "Angelegenheiten des täglichen Lebens" als der KV. Ist ja auch nur natürlich. Viele Dinge gehören bei mir einfach zum allgemeinen Tagesablauf. Über viele Dinge mache ich mir einfach gar keine Gedanken mehr, weil sie einfach in den Alltag eingebunden sind. So sitze ich auch nicht mehr jeden Tag neben meinem 12jährigen Sohn und kontrolliere die Hausaufgaben. Das ist seine Aufgabe und wenn er sie nicht macht hat er die Konsequenzen zu tragen.

Während unserer Teestunden oder Mahlzeiten unterhalten wir uns dann. Oder abends, beim "Gute Nacht" sagen kommen oft auch noch Gespräche zu stande.

Natürlich bekommt der KV das nicht mit. Aber ich habe nichts dagegen angerufen zu werden. Und ich beantworte dann auch alle Fragen, die er mir persönlich stellt und die ihm wichtig sind. Aber meistens ruft er meinen Sohn auf dessen Handy an und stellt ihm Fragen, die dieser dann wieder mir stellen muss, um die Antworten dann zurückzugeben.
Dazu bin ich einfach nicht bereit. Aber das ist auch ein anderes Thema.

Für deine Antwort danke ich dir auf jeden Fall. Die Idee mit der Einsichtnahme der Arbeiten find ich im Grunde auch sehr gut und sehr einfach. Einen Versuch ist es allemal wert. :)


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"ib2411"

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#9
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Die Erfahrung, zumindest bei mir, hat gezeigt:
mit höflich Bitten bin ich bei meiner Ex nicht mehr weitergekommen.
Sie dachte: Der Vater ist Bittsteller, und die
Mutter entscheidet (wie Gott), wann und was sie mitteilen möchte und ob sie überhaupt Lust dazu hatte.

Heuzutage schreibe ich auch nur:
"Ich erwarte..."
"Ich fordere Dich auf..."

Sie ERWARTET nämlich auch die Unterhaltszahlungen von mir und FORDERT MICH AUF, pünktlich zu zahlen.

Papis sind eben nicht nur als Zahlpapis anzusehen.

Oder bittest Du Deinen Ex auch höflich, ob er im nächsten Monat eventuell so freundlich wäre, Unterhalt zu zahlen ???

Grüße,
nachgefragt

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#10
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

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#11
 Von 
apfelsaftschorle
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo ib2411....
bekommst Du Betreuungsunterhalt von Deinem Ex-Mann? Leider hat Dein Sohn die Konsequenzen zu tragen, von den nicht erledigten Hausaufgaben, und nicht DU!

Zitat ib2411 ......"meinem 12jährigen Sohn und kontrolliere die Hausaufgaben. Das ist seine Aufgabe und wenn er sie nicht macht hat er die Konsequenzen zu tragen"

Als Mutter und gesteigert noch als Unterhaltsempfangende hast DU die Pflicht dafür zu sorgen, dass Dein Sohn sein Hausaufgaben auch täglich macht!

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#12
 Von 
ib2411
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich sag ja: Frauen und Männer haben da ganz unterschiedliche Ansichten.

Natürlich erwarte ich, dass er mir den Unterhalt jeden Monat pünktlich zahlt. Genauso wie er von mir erwartet, dass ich 24 Std. rund um die Uhr für die Kinder da bin, damit er Karriere machen kann ...

Ich wollte hier auch kein Streitthema in den Topf werfen. Ich wollte nur wissen, ob es eine Gesetzesauslegung für die Aussage "Angelegenheiten des täglichen Lebens" gibt. So wie es aussieht gibt es die nicht.

Wenn man Kinder hat und sich dann scheiden lässt, ist dass natürlich für alle Seiten ziemlich blöd. Besonders für die Kinder.

Ich bin es einfach nach so langer Zeit müde, immer noch als Prügelknabe benutzt zu werden. Ich will einfach nicht mehr. Ich hab ganz einfach die Nase voll von diesen alberen Mails und Briefen. Und mir geht es tierisch auf den Geist, dass er immer noch die Kinder mit einbezieht.

Aber auch das ist ein anderes Thema. Ich weiß, was ich wissen wollte und sage nun

tschüß
ib2411

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"ib2411"

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#13
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

und so denken die meisten EXen:

"Ich habe die Kinder, er zahlt das Geld.
Sonst will ich mit ihm nix mehr zu tun haben."

Wie wir oben lesen:

IB2411 ERWARTET auch etwas von ihm
und FORDERT auch von ihm.
Doch wenn ihr EX etwas erwartet, dann sträuben sich ihr die Nackenhaare.

Zahlen dürfen sie, die Väter - aber auch nicht mehr.

Gute Besserung!
nachgefragt

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#14
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

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#15
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Ich finde grundsätzlich, dass SMS kein geeignetes Kommunikationsmittel zwischen Geschiedenen ist!
Wie leicht geht mal eine Message verloren oder kommt erst nach 1 Tag an....

Wenn es etwas zu besprechen gibt, dann sollte man telefonieren, auch wenn es den Geschiedenen nicht so leicht fällt. Aber es sind ihrer beide Kinder, und damit haben beide eine Verantwortung.

Gewisse Dinge müssen aber schriftlich gemacht werden, gerade wenn die Erfahrung lehrt, dass einer von beiden sich nicht an Absprachen hält.
(aber nicht per SMS !)

Grüße,
nachgefragt

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