Gerichtliche Auflage Mutter-Kind-Heim möglich?

9. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Jasii
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Gerichtliche Auflage Mutter-Kind-Heim möglich?

Schönen guten Tag,
ich bin Jasmin, 20 Jahre alt und werde im Mai Mutter. Das Jugendamt möchte, dass ich in ein Mutter-Kind-Heim gehe ansonsten würden sie gerichtlich vorgehen. Ich wohne bei meiner Mutter, ihrem Lebensgefährten, meinem Bruder (38 Jahre alt, trinkt gerne Alkohol) und meinem Bekannten. Es ist ab und zu etwas unordentlich oder der ein oder andere Topf steht mal einen Tag länger am Herd. Im großen und ganzen jedoch sehr sauber, ordentlich und geräumig. Aufgrund des Alkoholkonsums meines Bruders (immer in seinem Zimmer für sich alleine) , der nicht zuverlässigen Hilfe meiner Mutter und einem kleinen Zimmer möchte das Jugendamt nicht das ich mit meiner Tochter zuhause wohne bis ich eine eigene Wohnung gefunden habe. Ebenfalls kritisieren sie meine Zuverlässigkeit da ich 2 Wochen VOR Fristablauf, einen Brief noch nicht versendet habe, was wohl zeigt, dass ich nicht mit der Alltagssituation mit einem Neugeborenen zurecht kommen würde. Ich finde das alles ein wenig übertrieben und sehe hier keine Kindeswohl Gefährdung, klar könnten die Umstände besser sein aber es gibt Haushalte wo es schlimmer zugeht und es vom Jugendamt gestattet wird, wo ich mich Frage ob sie vor Gericht eine Chance hätten?


Jeder, bis auf meinen Bruder is Arbeitstätig. Es gab noch keinen Vorfall wo mein Bruder unter Alkoholeinfluss eine Gefährdung für jemanden im Haus war, trotz gemeinschaftlichem wohnen, lebt jeder für sich und getrennt in den Zimmern. In meinem kleinen Zimmer ist mein Bett, ein Babybett, eine Couch und Wickel Auflage, extra Schrank für Baby Klamotten, ein Kinderwagen ist im Haus, und alle Nötigen Utensilien haben Platz und sind verstaut. Für den großen Luxus wie eigenes Kinderzimmer oder Extra Wickelkommode muss ich auf die neue Wohnung warten. Allerdings habe ich hier mit großem gemeinschaftlichen Wohnzimmer, Küche und Gärten mehr Platz, als in einer kleinen 1 Zimmerwohnung.


Mich würde interessieren ob das Jugendamt damit vor Gericht vorgehen kann. Aus welchem Grund soll ich in so ein Heim? Es ist Platz für das Kind, die Bewohner haben getrennte Zimmer, und auch bei "Überforderung" im Alltag habe ich die Möglichkeit einer Familienhilfe, Koki-Hebammen, meine Mutter mit 5 maliger Erfahrung und wenn alle Stricke reißen kann ich DANN ja immer noch sagen ich möchte in ein Heim. Ich habe meine Ausbildung bis zum Mutterschutz durchgehalten, werde nach der Elternzeit weiter machen und habe keine Probleme mit Drogen oder Alkohol, selbst das Zigarette rauchen habe ich aufgehört und möchte nicht mehr anfangen. Ich sehe keine Kindeswohl Gefährdung oder einen Grund wieso das Gericht mir die Auflage geben könnte. Seh ich das falsch?..



Mit freundlichen Grüßen,
Jasmin mit Würmchen Elina

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38803 Beiträge, 14058x hilfreich)

Wieso ist denn das Jugendamt überhaupt involviert? Da Du volljährig bist, kann niemand Dich zwingen, in ein Mutter/Kind Heim zu ziehen. Man kann allerdings den Säugling anderweitig unterbringen.

wirdwerden

-- Editiert von User am 9. April 2024 20:45

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#2
 Von 
Jasii
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Wirdwerden, das J7gendamt ist schon mein Leben lang involviert. Es gab vor 20 jahren einen Vorfall mit einem Bruder und einer Schwester von sexuellen Missbrauch, und seitdem ist das Jugendamt dabei. Ich war auch schon im Kinderheim als es mit dem Stiefvater mal nicht so gut lief und die Pu0ertät sehr ausgeprägt sag ich mal. Und als ich mit 17 aus dem Heim kam hatte ich eine EB beantragt um ein wenig Hilfe und unterstütztung zu bekommen. Somit freiwillig. Dadurch das diese EB vom Jugendamt gezahlt wird sind sie immer noch involviert. Jetzt hatte zum 01.04.24 sich der Sachbearbeiter geändert, bei dem heutigen Gespräch auch einige Dinge verwechselt, also die Akte gerade mal Überflogen. Kennt mich nicht und weiß nur das was in der Akte steht.

Auch das Kind woanders unterbringen verstehe ich nicht. Es gibt keine Häusliche Gewalt, es wird nicht geraucht im Zimmer (nur im Wohnzimmer mit offenen Türen aber die Orte sind ja zu meiden wenn geraucht wird) ich habe alles was ich für ein Baby Brauche, meine Mutter ist ein wenig schwierig in der Persönlichkeit weswegen das Jugendamt sie nicht als Ressource sieht, aber es ist im großen und ganzen ein normaler (kleiner) Haushalt wo selbst der Alkoholkonsum hinter verschlossenen Türen stattfindet. Somit ist mein Kind nicht direkt gefährdet, und da ich ja auch weiterhin auf Wohnungssuche bin und den Willen habe auszuziehen oder mir Hilfe zu suchen wenn ich sie denn wirklich Brauche (wie z. B mit der EB) verstehe ich nicht, wo das große Problem ist, ein par weitere Monate hier zu wohnen.

LG Jasii

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