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GmbH und Unterhalt

14.10.2011 Thema abonnieren
 Von 
IPAD
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 8x hilfreich)
GmbH und Unterhalt

Hallo !

Angenommen ein Gesellschafter-Geschäftsführer ist unterhaltsprflichtig. Dann wird sein Einkommen ja üblicherweise anhand der letzten drei Jahre errechnet. Die Firma hat tendenziell mit starken Ertragseinbussen zu kämpfen, so dass der Geschäftsführer sein Gehalt deutlich reduzieren müsste. Hier spielen aber die Mütter nicht mit (2 Ex-Frauen, insgesamt 3 Kinder), drohen mit Zwangsvollstreckung und Klage.

Klar könnte der Selbständige die verschlechterte Ertragslage beweisen, aber der Prozess und die notwendigen Abänderungsklagen würde sicher einige Monate an Zeit verschlingen. Bis dahin wäre er, da er ja trotzdem weiter zahlen müsste, kurzerhand insolvent (auf privater Ebene). Dies hat er den Müttern auch mitgeteilt, abe die kennen kein Erbarmen.

Wäre es eine "Abkürzung" wenn er die Gesellschafteranteile zu 100% an eine vertrauensvolle Person verkaufen würde (1 Euro) ? Dann wäre er ja nur noch anhand der sich dann ergebenden Gehaltsbezüge zu bemessen. Die Abänderung der Unterhaltsbeträge sollte zügiger möglich sein, da dies evt. dann aussergerichtlich mit den Müttern vereinbar wäre. Schließlich hätten die dann keine Handhabe mehr, sich dagegen zu wehren, oder ?

Danke für eure Meinungen !

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Besserweiß
Status:
Praktikant
(562 Beiträge, 213x hilfreich)

Der werte Herr Vater muß dafür sorgen, dass er zahlungsfähig bleibt.

Der Verkauf von Gesellschaftsanteilen für einen Euro würde ihm derart negativ ausgelegt werden, dass er den Unterhalt trotzdem in gleicher Höhe weiterzahlen müßte.

Wenn aber der Verdienst dauerhaft ohne eigene Schuld sinkt, dann sinkt auch irgendwann der Unterhaltsbetrag.
Dies scheint hier wohl nicht der Fall zu sein.

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"Nur eigene Meinung und persönliche Erfahrung"

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#3
 Von 
IPAD
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 8x hilfreich)

Ich würde dies nicht als Masterplan bewerten wollen, ich kämpfe schlichtweg um meine Existenz. Als Unterhaltszahler ist man wohl ziemlich dumm dran, und von Reichtum kann bei mir wahrlich nicht die Rede sein.

Ich verstehe meine Ex-Frauen nur nicht, die treiben mich in die Insolvenz und können dann von sich aufhäufenden Unterhaltsschulden auch nicht leben. Ich dann in der Insolvenz auch nicht mehr. Aber deutsches Recht ist hier leider verdammt ungerecht, ich will ja für meine Kinder zahlen, aber nicht in bisheriger Höhe, da ich diese Geld schlichtweg nicht besitze und erwirtschaften kann.

Ich bin immer sehr ungeduldig, das gebe ich zu, versuche mir daher selbst Lösungen zu erarbeiten. Nächste Woche habe ich einen Termin beim Anwalt, bis dahin versuche ich selbst zu recherchieren.

In der Not muss ich die Insolvenz akzeptieren. Das würde mir nur die Zukunft völlig verbauen, ich hätte aber kein Problem damit regelmäßig mit dem Gerichtsvollzieher Kaffee zu trinken. Bei mir ist sowieso nichts mehr zu holen.

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#5
 Von 
IPAD
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 8x hilfreich)

Naja, aber wäre schon unkomplizierter, da ich dann - wenn das so glaubhaft zu machen wäre - auch zukünftig nie wieder auf die letzten drei Kalenderjahre geprüft werden würde.

Die Notwendigkeit der Abgabe der Firma wäre zudem erklärbar, da ich selbst keine finanziellen Mittel mehr habe, die marode Eigenkapitaldecke des Unternehmens durch Einlagen zu stärken. Ein neuer Gesellschafter könnte dies, zudem wäre dann mein Arbeitsplatz und zukünftig auch der Unterhalt, wenn auch in geimderter Form, gesichert. Wie könnte sich da die Gegenseite gegen versperren ? Ich würde auch ohne die aktuelle Trennungssituation nach Kapitalgebern ausschau halten müssen, da es finanziell sonst für die Firma zum Supergau kommen würde.

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#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17772 Beiträge, 7971x hilfreich)


Die Gegenseite würde sich mutmaßlich kaum gegen einen neuen Kapitalgeber sperren, aber wenn Sie dann Ihre Anteile für einen Euro "verkaufen" würden und sich Ihr Einkommen gleichzeitig erheblich verringert: ganz schlecht :sweat:

Dann würde wohl jeder Richter in einem Unterhaltsverfahren darauf tippen, dass Sie das gemacht haben, um den Unterhalt zu mindern.





-- Editiert hamburgerin01 am 15.10.2011 01:24

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