Handgreiflichkeit in der Schule

20. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
Sailas
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 0x hilfreich)
Handgreiflichkeit in der Schule

Hallo zusammen,

folgender Fall. Ich wurde heute von einem Elternteil einer Mitschülerin von unserem Sohn telefonisch kontaktiert. Der Grund seines Anrufs war, dass mein Sohn angeblich seine Tochter regelmäßig körperlich angeht, und zwar monatelang. Seine Frau sei dagegen, uns darüber in Kenntnis zu setzen, aber nach 6 Monaten sei er nicht mehr bereit, das zu verschweigen.

Sein Ton war ziemlich aggressiv, und er äußerte den Wunsch, sich mit mir von Mann zu Mann zu treffen, um die Angelegenheit zu besprechen. Er sagte, er würde sogar persönlich mit meinem Sohn verhandeln, wenn es nicht gesetzlich verboten wäre. Er nannte seinen Anruf eine "rote Karte" im Fußball" - eine letzte Warnung.

Wenn er so einen Sohn hätte, würde er sich schämen, in den Spiegel zu schauen.

Natürlich möchte ich (und werde) der Sache auf den Grund gehen. Aber ist das überhaupt legal, mit solchen Androhungen ein sofortiges Unterlassen zu verlangen? Mein Kind ist doch 6 Jahre alt, wie kann ich garantieren, dass es von heute auf morgen aufhört? Dazu kommt noch, dass ich darüber gar nicht informiert wurde und etwas Zeit benötige, um das Ganze zu verstehen bzw. mit meinem Sohn uns dem Klassenlehrer zu sprechen.

Ich frage mich nun, ob es sinnvoll wäre, die Schulleitung zu involvieren. Ich kann seinen Unmut verstehen, aber bei solchen Aussagen, habe ich hetzt Angst, mein Kind morgen zur Schule zu bringen.

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41 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(119999 Beiträge, 39814x hilfreich)

Zitat (von Sailas):
Aber ist das überhaupt legal, mit solchen Androhungen ein sofortiges Unterlassen zu verlangen?

Ja.

Er hätte auch den anderen offiziellen Weg gehen können (Jugendamt, Sozialpsychiatrischer Dienst, Gericht).



Zitat (von Sailas):
Er sagte, er würde sogar persönlich mit meinem Sohn verhandeln, wenn es nicht gesetzlich verboten wäre

Zum einen gibt es da nichts zu verhandeln.
Und gesetzlich verboten ist es nicht, dass er mit dem Sohn spricht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Sailas
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zum einen gibt es da nichts zu verhandeln.
Und gesetzlich verboten ist es nicht, dass er mit dem Sohn spricht.

Es stellt sich also heraus, dass ein Fremder mein Kind in der Schule anhalten und mit ihm ein Gespräch über sein Verhalten beginnen darf?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(119999 Beiträge, 39814x hilfreich)

Zitat (von Sailas):
Es stellt sich also heraus, dass ein Fremder mein Kind in der Schule anhalten und mit ihm ein Gespräch über sein Verhalten beginnen darf?

Ob in der Schule, das hängt davon ab, wie die Regeln in der Schule sind.
Aber auf öffentlichen Wegen darf jeder Dein Kind ansprechen und ein Gespräch über sein Verhalten beginnen.
Und wenn es gerade ungerechtfertigt Gewalt gegen ein Mädchen ausübt, dann darf man sogar eingreifen und notfalls auch Gewalt anwenden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Sailas
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 0x hilfreich)

Zu meinem Verständnis, gibt es ein Gesetz, welches das regelt und welches besagt, dass eine erwachsene Person gegen ein Kind Gewalt ausüben darf?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(119999 Beiträge, 39814x hilfreich)

Ja, das Gesetz nennt sich StGB.
§ 32 StGB regelt Notwehr und Nothilfe

Niemand muss dulden, das irgendeine herangezüchtete psychopatisch veranlagte Brut Gewalt gegen einen selbst oder gegen andere ausübt, das Alter ist dabei egal.

Aber selbst in den harmloseren Fällen darf man angemessen einschreiten (z.B. den Gewalttäter wegziehen) um Schwächere zu schützen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(940 Beiträge, 281x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ja, das Gesetz nennt sich StGB.
§ 32 StGB regelt Notwehr und Nothilfe


Mal wieder völliger mumpitz von dir.

Notwehr und Nothilfe deckt aber nur das Einschreiten bei einen gegenwärten Angriff ab. Nicht aber das eine agressiver Erwachsener einem 6 jährigen Kind auflauert.

Als Elternteil würde ich in einem solchen Fall umgehend die Polizei informieren. Und natürlich auch die Schulleitung.

Zitat (von Harry van Sell):
Niemand muss dulden, das irgendeine herangezüchtete psychopatisch veranlagte Brut Gewalt gegen einen selbst oder gegen andere ausübt, das Alter ist dabei egal.


Aktuell steht hier lediglich die Behauptung eines Vaters im Raum das seine Tochter behauptet hat das sie angegangen wird. Und angeblich wurde das sogar 6 Monate toleriert? Da passt etwas vorne und hinten nicht an der Geschichte. So blind sind Lehrer eigentlich nicht das sie so ein Verhalten über Monate nicht mitbekommen. Und auf dem Schulweg marodierende Elternteile mögen die auch nicht.

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#7
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16509 Beiträge, 9299x hilfreich)

Sind wir hier bei "stille Post"?

Im Ausgangsbeitrag hat ein Elternteil eines Kindes ein Elternteil eines anderen Kindes angerufen.
In #2 geht es daraum, dass ein Elternteil eines Kindes ein anderes Kind anspricht.
In #4 ist plötzlich von Gewalt eines Elternteil eines Kindes gegen ein anderes Kind die Rede.

Ja, was denn nun?

Anrufen ist jedenfalls nicht verboten.
Aggressiver Tonfall ist zwar unhöflich, aber auch nicht verboten.

Beim Rest wäre erstmal zu klären, was Befürchtungen sind und was Realität.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#8
 Von 
Sailas
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für Euere Rückmeldungen. Mir geht es vor Allem darum, dass ich solche Aussagen,
wie etwa
"Mann zu Mann Treffen" und "Mit Ihrem Sohn würde ich sehr gerne selbst sprechen, wenn es nicht gesetzlich verboten wäre" empfinde ich als Aufruf zur körperlichen Auseinandersetzung und bin jetzt ziemlich besorgt, was passiert wenn der besagte Vater mein Kind (oder "irgendeine herangezüchtete psychopatisch veranlagte Brut" nach Harry van Sell) in der Schule erwischt.
Besagt die rechtliche Lage tatsächlich, dass eine erwachsene Person eine andere Person (in dem Fall wäre es ein sechsjähriger) nach ihrem Ermessen schlagen könnte und anschließend behaupten, dass das Notwehr wäre?

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#9
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1280 Beiträge, 214x hilfreich)

Zitat (von Sailas):
Besagt die rechtliche Lage tatsächlich, dass eine erwachsene Person eine andere Person (in dem Fall wäre es ein sechsjähriger) nach ihrem Ermessen schlagen könnte und anschließend behaupten, dass das Notwehr wäre?

Natürlich besagt das die Rechtslage nicht. Hat hier aber auch niemand behauptet. Lies dir den § 32 stgb durch. Demnach ist es nur Notwehr wenn ein "gegenwärtiger Angriff" abgewehrt wird.

Nichtsdestotrotz kann ich aus deinen Ausführungen nicht herauslesen, dass der Vater des Mädchens sowas vor hat (zugegeben, ich war bei dem Telefonat ja nicht dabei). Es klingt doch eher so, als ob er über die Vorfälle sprechen möchte.

Und selbstverständlich kann er
Zitat (von Sailas):
ein sofortiges Unterlassen zu verlangen?

Natürlich kann das Opfer verlangen, dass ein Täter sofort mit seinen Taten aufhört. Wie lange soll sich denn das Mädchen noch drangsalieren lassen, etwas bis du
Zitat (von Sailas):
und etwas Zeit benötige, um das Ganze zu verstehen bzw. mit meinem Sohn uns dem Klassenlehrer zu sprechen.
?

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#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38432 Beiträge, 14000x hilfreich)

Natürlich darf man ein fremdes Kind ansprechen, wo steht denn das Gegenteil? Würde mich schon interessieren, ich bilde mich ja gerne weiter. Die Kernfrage ist doch, wie man mit der Situation umgeht. Ich würde mit meinem Kind die Situation klären, zumindest das als Einstieg versuchen. Und dann sieht man weiter. Im günstigsten Fall erkennt das Kind sein Fehlverhalten. Das würde ich dann dem Vater des Mädchens mitteilen und gut ist.

wirdwerden

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#11
 Von 
KarlMachtMit
Status:
Beginner
(75 Beiträge, 11x hilfreich)

Hier geht umes um Kinder in der ersten Klasse, die grundsätzlich immer "beobachtet" werden.

Das ein Junge in dem Alter ein bestimmtes Kind und nur dieses über eine Zeitraum von mehreren Monaten körperlich angeht, ohne das es eine Lehrkraft oder jemand vom sozialpädagogischen Bereich mitbekommt und angesprochen haben soll erscheint mir hier wenig glaubhaft.

Mein Rat als Vater von zwei Kindern wäre hier mit der Lehrkraft und dem Hort so es denn einen gibt, das Thema anzusprechen und abzuklären ob es entsprechende Vorfälle gab.
Dann sollte man Mal sein eigenes Kind fragen. Und zwar nicht i.s.v. "was hast du gemacht" sondern eher "kennst du..
" Spielst du mit der..." Etc....

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38432 Beiträge, 14000x hilfreich)

Im Prinzip sind wir uns ja einig. Nur, der Glaube, die Pausenaufsicht in der Schule habe immer und alles im Blick und dann auch im Griff, das geht doch an der Realität vorbei. Wie soll eine Aufsichtskraft 100 + x Schüler im Blick haben? Zumal wenn es eher um subtilere Aktionen geht, ein sich annähern, anpöbeln, kurzes derbes anfassen, was weiß ich. Und, es muss ja gar nicht in der Schule passieren. Kann auch auf der Gass, an der Bushaltestelle geschehen.

wirdwerden

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#13
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1280 Beiträge, 214x hilfreich)

Zitat (von KarlMachtMit):
Das ein Junge in dem Alter ein bestimmtes Kind und nur dieses über eine Zeitraum von mehreren Monaten körperlich angeht, ohne das es eine Lehrkraft oder jemand vom sozialpädagogischen Bereich mitbekommt und angesprochen haben soll erscheint mir hier wenig glaubhaft.

Mir erscheint das sehr glaubhaft.
Wird werden hat's ja gut erläutert.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7204 Beiträge, 1514x hilfreich)

Zitat (von KarlMachtMit):
Mein Rat als Vater von zwei Kindern wäre hier mit der Lehrkraft und dem Hort so es denn einen gibt, das Thema anzusprechen und abzuklären ob es entsprechende Vorfälle gab.
Dann sollte man Mal sein eigenes Kind fragen. Und zwar nicht i.s.v. "was hast du gemacht" sondern eher "kennst du..
" Spielst du mit der..." Etc....


genau so ist der richtige Weg
Zitat (von wirdwerden):
Zumal wenn es eher um subtilere Aktionen geht, ein sich annähern, anpöbeln, kurzes derbes anfassen, was weiß ich. Und, es muss ja gar nicht in der Schule passieren. Kann auch auf der Gass, an der Bushaltestelle geschehen.


Dann spricht man dennoch mit der Schule, um eben mehr herauszufinden. Und mit dem Sohn natürlich auch....

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#15
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32122 Beiträge, 5650x hilfreich)

Zitat (von Sailas):
dass eine erwachsene Person gegen ein Kind Gewalt ausüben darf?
Bisher gab es einen wütenden Anruf des Vaters. Der will endlich mal mit dir sprechen, weil seine Tochter seit Monaten...usw. Der hat Wut aufgestaut. Vielleicht geht der Vater davon aus, dass du längst Bescheid weißt?
Zitat (von Sailas):
Er sagte, er würde sogar persönlich mit meinem Sohn verhandeln,
Verhandeln ist keinesfalls gesetzlich verboten.
Zitat (von Sailas):
empfinde ich als Aufruf zur körperlichen Auseinandersetzung
Das ist ganz offenbar deine total überzogene Empfindung. Eine *rote Karte* als erstes Mittel--- was soll das? Aber auch dieser Ausdruck am Telefon ist kein Aufruf zu o.g.

Du könntest schon heute nun nach aktueller Kenntnis mal selbst mit deinem Sohn sprechen. Was gibts da groß zu verstehen? Dabei hörst du, wie dein Sohn die Sache sieht.

Zitat (von Sailas):
Besagt die rechtliche Lage tatsächlich,
Quatsch.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
ReBo123
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 2x hilfreich)

Wenn die Wort so gefallen sind, wie der TE sie hier wiedergibt, dann würde ich die Interpretation als Gewaltandrohung nicht vom Tisch wischen wollen. "Von Mann zu Mann" impliziert im allgemeinen Sprachgebrauch zwar nicht zwingend, aber auch nicht selten eine "Klärung" nach dem Recht des Stärkeren. Wie ernst das dann gemeint ist und ob es Bestand hat, wenn die Wut etwas verraucht ist, steht auf einem anderen Blatt; allerdings habe ich auch schon eigentlich friedliebende Väter explodieren sehen, wenn das eigene Kind gepiesackt wurde.

Ich würde - neben dem Gespräch mit dem eigenen Sohn - auf jeden Fall die Schule mit einbeziehen, eventuell auch andere Eltern. Anders lässt sich vermutlich nicht sicher ausloten, was wirklich zwischen den beiden Kindern passiert, was die Gründe dafür sind und ob eventuell noch andere Kinder beteiligt sind. Die Klassenleitung könnte außerdem eine Vermittlungsrolle einnehmen, sofern sie nicht (davon schreibt der TE nichts und ich will auch nichts unterstellen, nur den Blick weiten) z. B. durch Ungleichbehandlung selbst Teil des Problems ist.

Signatur:

Ich bin juristischer Laie, meine Beiträge verstehen sich als Denkanstöße.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Sunrabbit
Status:
Praktikant
(674 Beiträge, 118x hilfreich)

Ich kann die Verunsicherung verstehen.

Das Auftreten des anderen Elternteils am Telefon mutet in Anberacht des Alters der Kinder schon sehr komisch an. Ich kann durchaus die Verärgerung erstehen wenn das eigene Kind leidet, aber die Ansprache wäre mir persönlich auch zu weit gegangen. "Von Mann zu Mann" würde ich auch als Drohung verstehen.

Ich finde übrigens nicht, das dieser Vater ein Recht hat als völlig Fremder auf mein 6 jähriges Kind zuzugehen und es zur Rede zu stellen. Weder in der Schule - noch ausserhalb. Malt euch doch mal aus, wie das auf ein 6 jähriges Kind wirkt wenn es in eine solche Konfrontation kommt. Das hätte ich diesem Mann auch sofort am Telefon mitgeteilt das er in diesem Fall mit Konsequenzen rechnen muss. Im Zweifel schon beim Kind selbst, was hoffentlich laut um Hilfe ruft sobald es von den Fremden angesprochen wird. Über ein Gespräch zu viert (Eltern + Kinder) kann man ja reden. Oder unter Beteiligung der Schule (Lehrer, Sozialarbeiter) auch. Aber der Gedanke, das jemand wildfremdes mein Kind auf der Strasse abfängt... nö. Das geht zu weit. Das würde ich auch vorsorglich der Schule mitteilen - das man natürlich gesprächsbereit ist aber ein Gespräch zwischen dem Vater des Mädchens und dem eigenen Kind ohne seine Eltern nicht in Frage kommt.

Wer weiss was dahinter steckt. Das eigene Kind mal zu befragen wie es in der Schule und mit den Mitschülern so läuft... meistens muss man in dem Alter gar nicht konkreter fragen und bekommt die Antwort auf seine Fragen schon von alleine :) Vermutlich ist es unter den Kindern selbst eher harmlos... aber klären sollte man es schon.


0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(119999 Beiträge, 39814x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Ich finde übrigens nicht, das dieser Vater ein Recht hat als völlig Fremder auf mein 6 jähriges Kind zuzugehen und es zur Rede zu stellen

Dann wäre die Nennung einer substantiierten Rechtsgrundlage schon recht nützlich...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32122 Beiträge, 5650x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Das Auftreten des anderen Elternteils am Telefon mutet in Anberacht des Alters der Kinder schon sehr komisch an.
Es könnte die angestaute Wut des Vaters sein, dessen Frau ja immer beschwichtigt hat und ihren Mann zurückgehalten hat. Bis diesem nun endlich die Hutschnur platzte--- weil evtl. die Tochter wieder was erzählte.

Zitat (von Sunrabbit):
Ich finde übrigens nicht, das dieser Vater ein Recht hat als völlig Fremder auf mein 6 jähriges Kind zuzugehen und es zur Rede zu stellen.
Ich dagegen meine, das darf er. Er wird nicht als völlig Fremder daherkommen und Kinder anquatschen, sondern sich als Vater des Mädchens *outen*, welches immer wieder angegriffen würde.
Zitat (von Sunrabbit):
Malt euch doch mal aus,
Das ist nicht nötig.
HEUTE schon könnte der TE hoffentlich klare Worte mit seinem Sohn sprechen, lässt sich nicht etwa auch von seiner Frau davon abhalten. DANN klärt sich hoffentlich, was das ist.

Bitte unterscheiden: ein Kind zur Rede stellen--- ein Kind ansprechen---ein Kind abfangen.

Zitat (von Sunrabbit):
Das würde ich auch vorsorglich der Schule mitteilen
Ja, das geht. Was du dir ausmalst oder was am Telefon geblafft wurde?
Und in wie vielen Wochen würde man sich in der Schule mit allen *Betroffenen* treffen? Hoffentlich kommt dann nicht heraus, das der Sohn doch der *Übeltäter* ist.
Zitat (von Sunrabbit):
Vermutlich ist es unter den Kindern selbst eher harmlos..
Ja. Und warum malst du dann solche Vorstellungen an die Forumswand? :smile:

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Sunrabbit
Status:
Praktikant
(674 Beiträge, 118x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Ja. Und warum malst du dann solche Vorstellungen an die Forumswand? :smile:


Was unter den Kindern gelaufen ist wissen wir doch gar nicht.

Das der Vater des Mädchens sich aber nicht unter Kontrolle hat, als Erwachsener, ist offensichtlich. Vermutlich wäre es in diesem Fall sinniger gewesen, wenn die anderen beiden Elternteile (sofern vorhanden) sich unterhalten würden.

Ich kann tatsächlich nicht verstehen wie man diesen erwachsenen Mann in Schutz nehmen kann und den Jungen aber leichtfertig verurteilt.

Zitat (von Harry van Sell):
Niemand muss dulden, das irgendeine herangezüchtete psychopatisch veranlagte Brut Gewalt gegen einen selbst oder gegen andere ausübt, das Alter ist dabei egal.


Diesen Kommentar hier finde ich absolut unangemessen. Aber natürlich meintest du "jemand anders" und nicht das Kind von Sailas.

1x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6266 Beiträge, 1500x hilfreich)

Zitat (von Sailas):
ist das überhaupt legal, mit solchen Androhungen ein sofortiges Unterlassen zu verlangen?

Selbstverständlich kann man sofortige Unterlassung verlangen. Wäre der Vater der Mitschülerin anwesend, dürfte er sogar sofort, ohne jede Fristsetzung, im Wege der Notwehr den Jungen daran hindern, seine Tochter zu belästigen oder anzugreifen.
Was dagegen unzulässig ist, sind bestimmte Formen der Androhung. Das beschriebene ist geschickt vage formuliert, insofern überschreitet es die Grenze zur Bedrohung noch nicht.
Zitat:
Mein Kind ist doch 6 Jahre alt, wie kann ich garantieren, dass es von heute auf morgen aufhört?

Doch, das müssen sie. Bzw. die Schule muss es. Und zwar sofort, ohne Wartezeit.

Zitat:

Dazu kommt noch, dass ich darüber gar nicht informiert wurde und etwas Zeit benötige, um das Ganze zu verstehen bzw. mit meinem Sohn uns dem Klassenlehrer zu sprechen.

Man braucht 10 Minuten, um a) das Kind zu fragen, ob da etwas dran ist und b) dem Kind zu sagen, daß es bestimmte Dinge schlicht und einfach nicht tun darf. Und es anderenfalls ganz gewaltigen Ärger bekommen wird.
Dafür muss man noch nicht mal dem Kind unterstellen, daß die Vorwürfe zutreffen.

Zitat:
Ich frage mich nun, ob es sinnvoll wäre, die Schulleitung zu involvieren.

Die Frage ist jetzt hoffentlich nicht ernst gemeint...
Zitat:
Ich kann seinen Unmut verstehen, aber bei solchen Aussagen, habe ich hetzt Angst, mein Kind morgen zur Schule zu bringen.

Was meinen Sie, wie es dem Vater der Mitschülerin geht... Und was meinen Sie, wie es der Mitschülerin erst geht?

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

1x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16509 Beiträge, 9299x hilfreich)

Zitat (von Sailas):
dass ich solche Aussagen,
wie etwa
"Mann zu Mann Treffen" und "Mit Ihrem Sohn würde ich sehr gerne selbst sprechen, wenn es nicht gesetzlich verboten wäre" empfinde ich als Aufruf zur körperlichen Auseinandersetzung und bin jetzt ziemlich besorgt, was passiert

Also "nur" Befürchtungen geweckt.
Das ist nicht verboten.
Sie sind jetzt verunsichert - damit hat der Anrufer wahrscheinlich erreicht was er wollte.

Zitat (von Sailas):
Besagt die rechtliche Lage tatsächlich, dass eine erwachsene Person eine andere Person (in dem Fall wäre es ein sechsjähriger) nach ihrem Ermessen schlagen könnte und anschließend behaupten, dass das Notwehr wäre?

Nein. Hat auch niemand behauptet.

Ich sag mal so:
Alarmanlagen-Verkäufer erzeugen auch Angst vor Einbrüchen, um ihr Ziel (nämlich Alarmanlagen zu verkaufen) zu erreichen. Das bedeutet aber nicht, dass Einbrüche legal wären.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(119999 Beiträge, 39814x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Das der Vater des Mädchens sich aber nicht unter Kontrolle hat, als Erwachsener, ist offensichtlich.

Echt?
Was für eine lebensferne Interpretation.

Einer der sich nicht unter Kontrolle hat, der geht los und macht.
Der ruft nicht an und fordert von Erziehungs- und Aufsichtspflichtigen, das er einschreiten möge.



Zitat (von Sunrabbit):
Aber natürlich meintest du "jemand anders" und nicht das Kind von Sailas.

Das nicht das Kind von Sailas gemeint ist, war ja nun offensichtlich.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32122 Beiträge, 5650x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Was unter den Kindern gelaufen ist wissen wir doch gar nicht.
Eben. Deshalb bringt es HIER nichts, dass wir uns auf deinen Wunsch hin noch sonstwas ausmalen sollen.
(editiert)
Zitat (von Sailas):
und er äußerte den Wunsch, sich mit mir von Mann zu Mann zu treffen, um die Angelegenheit zu besprechen.
Damit war Vater+Vater gemeint, aber der TE will das erst verstehen und die Rechtslage kennenlernen usw.
Zitat (von Sunrabbit):
Ich kann tatsächlich nicht verstehen wie man diesen erwachsenen Mann in Schutz nehmen kann und den Jungen aber leichtfertig verurteilt.
Bitte Sorgenbrille abnehmen. Danke. :smile:

Ich nehme weder jemanden in Schutz noch verurteile ich leichtfertig den 6jährigen Jungen.
Evtl. kannst du *abgekühlt* mal alles nachlesen?

Zitat (von Sailas):
Natürlich möchte ich (und werde) der Sache auf den Grund gehen.
Ganz genau. DAS sollte die vorrangige Aufgabe sein. Dazu mit Sohnemann reden.

-- Editiert von Moderator am 24. März 2024 23:59

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38432 Beiträge, 14000x hilfreich)

Ich denke, man sollte zunächst einmal den "kleinen Dienstweg" wählen, im Interesse der beteiligten Kinder, und mit dem Sohn sprechen. Ich halte das Einschalten von anderen Elterngruppen, Schule u.s.w. einfach mal so blind ins Blaue hinein für brandgefährlich. Wenn ich als engagiertes Elternteil erfahren würde, dass klein Thorben ein anderes Kind regelmässig möglicherweise misshandelt, aggressiv ist, wie würde ich reagieren? Richtig, ich würde meinem Kind sagen, es solle sich von dem bösen, gewalttätigen Thorben fern halten. Und das macht dann doch alles viel schlimmer. Für Thorben, für die Klassengemeinschaft.

Blinder Aktionismus, nur um sein eigenes Gewissen zu beruhigen, das hilft gar nicht. Vielleicht dem eigenen Gewissen dahingehend, man habe ja alles getan, was getan werden müsste, aber den Kindern mit Sicherheit nicht.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Sailas
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo und besten Dank für die zahlreichen Kommentare und Meinungen. Ich hatte einen Termin in der Schule und eine monatelange körperliche Verfolgung (G-tt sei dank) wurde mir nicht bestätigt, weder von meinem Sohn, noch von der Schule.

Es ist zwar ein Fall bekannt, was selbstverständlich nicht schön ist, doch er geht keinerlei über gewöhnliche kindische Streitereien hinaus und steht nicht im Zusammenhang mit regelmäßiger körperlicher Gewalt.

Nun zu meinen Unsicherheiten (vielleicht ist diese Info für jemanden auch hilfreich):

1. Es ist strengst untersagt, Kinder in die Schule direkt anzusprechen und irgendwelche Anschuldigungen zu machen, wenn so etwas passieren würde, wäre dies sofort zu melden. Ein Gesetz wurde mir zwar nicht genannt, aber klipp und klar gesagt: unabhängig davon, wie alt das Kind ist und was es gemacht hat: das darf nicht sein. Dafür gibt es Schulleitung und Klassenlehrer.

2. Bei diesem Tonfall hätte ich gar nicht mit dem Vater des Mädchens sprechen sollen. Es ist natürlich nicht verboten, jemanden anzurufen, jedoch sei das ziemlich oft kontraproduktiv und nicht zielführend, wenn ein Elternteil (welches z.B. null Ahnung davon hat, was in der Schule los war) von einem anderen Elternteil kontaktiert wird, welches auch nicht ganz richtig in Kenntnis gesetzt wurde. Deswegen soll alles über die zuständige Schulmitarbeiter laufen.

3. Eine sofortige Unterlassung bei einem sechsjährigen Kind kann nicht verlangt werden, insbesondere durch Drohungen.



-- Editiert von User am 25. März 2024 09:37

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32122 Beiträge, 5650x hilfreich)

Schön, dass sich das Drama bzw. grobes Missverständnis so schnell und deutlich beenden/auflösen ließ.

zu 1: Wem ist es strengstens untersagt, Kinder/Schüler in der Schule direkt anzusprechen? Wer hat das überhaupt gemacht?
zu 2: Das war ein privates Telefongespräch zwischen Eltern von Schülern. Niemand kann einem Elternteil vorschreiben, ob und mit wem und wie man solch ein Telefonat führt. Für mich irgendwie logisch.
zu 3: Auch logisch.

Zitat (von Sailas):
eine monatelange körperliche Verfolgung (G-tt sei dank) wurde mir nicht bestätigt, weder von meinem Sohn, noch von der Schule.
Und was sagt nun der wütende Vater als Verursacher?
Seine Tochter hat also gelogen? Der Vater hat maßlos übertrieben?
Hat jemand diese beiden (Vater+Tochter) auch so *aufgeklärt* wie dich?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(119999 Beiträge, 39814x hilfreich)

Zitat (von Sailas):
und eine monatelange körperliche Verfolgung (G-tt sei dank) wurde mir nicht bestätigt, weder von meinem Sohn, noch von der Schule.

Schön, jetzt müsste man nur noch die anderen Relevanten befragen ...



Zitat (von Sailas):
1. Es ist strengst untersagt

Wenn ich schon diese schwachsinnige pseudo-amtliche Formulierung von "strengstens untersagt" lese ...
Das erklärt auch weshalb da kein Gesetz genannt wurde.



Zitat (von Sailas):
unabhängig davon, wie alt das Kind ist und was es gemacht hat: das darf nicht sein.

Das ist schlicht falsch.
Je älter die Kinder werden desto mehr Eigenverantwortung sprechen ihnen Gesetzgeber und Rechtsprechung zu.
Insofern kann da eine Schule nicht wirklich "entmündigen".



Zitat (von Sailas):
Deswegen soll alles über die zuständige Schulmitarbeiter laufen.

Das macht durchaus Sinn, weil diese in der Regel nicht emotional vorbelastet sind.
Da gibt es ja oft spezielle Mitarbeiter für solche Fälle.



Zitat (von Sailas):
3. Eine sofortige Unterlassung bei einem sechsjährigen Kind kann nicht verlangt werden, insbesondere durch Drohungen.

Das sehen Gesetzgeber und Rechtsprechung deutlich anders.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10684 Beiträge, 4205x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn ich schon diese schwachsinnige pseudo-amtliche Formulierung von "strengstens untersagt" lese ...


Ist simples Hausrecht.
Was die Schule gerne verschweigt, ist dass deren Einflussbereich am Zaun endet.

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38432 Beiträge, 14000x hilfreich)

Harry, spatenklopper, volle Zustimmung. Noch ein Gedanke: natürlich hat die Schule ein massives Interesse daran, die ganze Sache herunter zu spielen. Denn es könnte ja, muss aber nicht, auch aufsichtsrechtliche Probleme geben. Wenn so etwas ständig passiert ist und nicht auffiel, dann kann man auch auf so Gedanken kommen. Also, je weniger zugegeben wird, desto besser für die Schule.

Und - ganz ehrlich, ich finde es ziemlich anmaßend von der Schule, so in die Elternrechte einzugreifen, wie es hier geschehen ist. Die Eltern haben das Sorgerecht, die Schule hat lediglich einen ergänzenden Erziehungsauftrag. Ich fänds toll, wenn diesem Auftrag nachgekommen würde. Wurde denn wenigstens in der Klasse der beiden Kinder mal ganz allgemein das Thema Gewalt angesprochen, oder hat man sich darauf beschränkt, zu vertuschen und unter den Teppich zu kehren?

wirdwerden

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