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Jugendamt und Recht

11. Januar 2009 Thema abonnieren
 Von 
guest123-2155
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 11x hilfreich)
Jugendamt und Recht

Es sind eigentlich (rechtlich gesehen) triftige Gründe nötig damit das Jugendamt einen Hausbesuch durchführen darf. Das Kind muss zu verwahrlosen scheinen bzw. das Wohl fdes Kindes muss in Gefahr sein um solche Massnahmen ergreifen zu dürfen.

In unserem Fall gibt das Jugendamt an, dass unser Kind "keine ausreichende notwendige ärztliche Behandlung" erhält.
Unser Kind bekommt jede U-Untersuchung, es wird zum Arzt gebracht wenn nötig, und und und.
6
Es wurde uns bei der Geburt im Krankenhaus eine "Sozialpädiatrische Untersuchung" empholen um die Entwicklung des Kindes zu beobachten ( von Ärzten). Diese Untersuchungen finden einmal im Jahr statt und sind natürlich freiwillig.
Bei dem ersten Termin waren wir da um mal zu schauen was das genau ist. Den 2. Termin haben wir nicht wahrgenommen. Daraufhin hat das "Zentrum" uns hinterhertelefoniert und schließlich dem Jugendamt mitgeteilt, dass die nicht wüßten wo wir wohnen (wir sind umgezogen aber die Telefonnummer steht in jedem Telefonbuch un dist im Internet zu finden) und wir bei dem Termin nicht anwesend waren. Auf telefonische Nachfrage von uns, warum das "Sozialpädiatrische Z." denn nicht ihre Schweigepflicht einhalten würde, entschuldigten die sich dafür und redeten die Sache schön.
Das JA war zuvor bei uns (freiwilliger Hausbesuch vor ca. 12 Monaten) und wußte sehr gut über die Entwicklung und ärztlichen Untersuchungen bescheid.

Es gibt also keinen triftigen Grund für einen Hausbesuch und auch dazu zwingen dürfen die uns deswegen nicht.

Wie seht ihr das? Bitte antwortet nicht damit, dass es doch toll ist wenn das Jugendamt vorbeikommt und super ist wenn man Hilfe bekommt und so weiter.
Wenn man keine Hilfe braucht ist es "Nötigung" wenn man eine Hilfe aufgezungen bekommt. Die lassen nicht locker obwohl es keinen Grund gibt. Das wissen die auch ganz genau, da wir denen freiwillig das U-Untersuchungsheft gezeigt haben (bei dem freiwilligen Hausbesuch damals) in dem jede Untersuchung eingetragen wurde. Sogar den Impfausweis haben wir gezeigt.

Wenn man super klarkommt, dann muss sich auch nicht die Mitarbeiterin des JA anmaßen zu behaupten, dass wir Hilfe nötig haben und vor allem nicht schwerwiegende Vorwürfe in den Raum stellen, dass unser Kind keine notwendige (das "notwendige" ist überhaupt die Frechheit überhaupt) ärztliche Untersuchung/Behandlung erhält.

Ich danke für Eure hilfreichen Antworten.

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

Hallo schlämmer.de,

du wirst voraussichtlich kaum andere Antworten zu deinen Fragen erhalten, als du bereits bekommen hast.

Selbst wenn MitarbeiterInnen von Jugendämtern ggf. von Richtern für deren Verhalten gerügt werden, setzen sie ihre Vorhaben mitunter konsequent fort.

Es gibt keine externen Kontrollinstanzen - die wirken autonom und haben nahezu Narrenfreiheit.
Auf den verlinkten Seiten konntest du dich einlesen und weiter recherchieren.

Zu welchem Ergebnis, bezüglich meiner Aussage zur Allmacht bist du gekommen?

Du kannst mit eurem Fall bestenfalls an die Presse gehen, dich an Gerichte und Politiker wenden und um deren Unterstützung bitten, aber das wären eben sehr steinige Wege und der Fall Nina Veronika zeigt dir wie hart es kommen kann.

Wenn du bei Google die Namen "Nina Veronika" eingibst, findest du auf den ersten drei Seiten lediglich einen Eintrag, der nicht im Zusammenhang mit dem Fall steht.
Das sogar ohne bezahlte Werbung (Adwords)!!!

Mit rechtsstaatlichen Mitteln werdet ihr voraussichtlich gegen die Wand laufen und wenn du erst im folgenden Link gelesen hast, was noch auf die Eltern zukommen kann, dann kannst du dir ausmalen wie die Wirkungen von außen in die Familien hinein wachsen werden.

<a href="http://www.djb.de/Kommissionen/kommission-kinderschutz/St08-24/">Klick mich!</a>

Konkret kann zumindest ich euch leider nicht helfen.

Weiterhin alles Gute



-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

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#2
 Von 
guest123-2158
Status:
Beginner
(109 Beiträge, 8x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

@drittfrau:

Einfach den User anklicken.;)
Eine der guten Funktionen, neben dem vielen Gedöns zum Upgrade des Forums.

Lieben Gruß

-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest123-2155
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 11x hilfreich)

Zitat aus folgendem Text:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0516/berlin/0008/index.html

"Judith Pfennig sagte gestern noch einmal, dass ihre Behörde schon sehr gewichtige Gründe - zum Beispiel unverzügliche Gefahr - brauche, um sich, notfalls mit Hilfe der Polizei, Zutritt zu einer Wohnung zu verschaffen. "Wir müssen jeden Fall genau abwägen", sagte sie, "sonst kann so ein Einsatz auch schnell mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch enden." Im Rahmen des jüngst vom Senat verabschiedeten Netzwerkes Kinderschutz forderte Pfennig daher vom Senat klarere Kriterien für die Praxis, wann das Jugendamt nun eine Wohnung betreten dürfe und wann nicht."

Und aus dem Text von Deinem Link kann ich keine Antwort zu meiner Frage erkennen. Es handelt sich lediglich um Gesetzentwürfe einer Bürgerin.

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#5
 Von 
guest123-2155
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 11x hilfreich)

Es musste keine Sozialpädiatrische Untersuchunge durchgeführt werden. Das hast Du leider falsch verstanden/gelesen.
Es wurde uns lediglich davon erzählt und als gut erklärt.
Wir haben einen Termin aus Neugierde mitgemacht.

Und noch etwas zum JA.
Das Jugendamt ist verpflichtet HILFE anzubieten wenn Bedarf erscheint.
Das heißt aber ganz und garnicht, dass man die Hilfe annehmen muss. Ein Gesetz dafür gibt es nicht.
Und man muss auch niemanden in sein Haus lassen.

Wenn man denen einmal die Hand schüttelt lassen die nicht mehr los. Sie******rn eine Chance auf Arbeit, Arbeitsplätze, Beschäftigung, Geld und Macht welche sie mit Arroganz, da sie ja wissen, dass sie nicht überwacht werden (sie werden nicht mals haftbar gemacht für vorsätzlich herbeigeführte Maßnahmen) und erhobener Nase genießen.

Dagegen muss etwas unternommen werden und ich bin mir sicher, dass sich in den nächsten 2 Jahren etwas ändern wird.
Entwder wird das JA ganz abgeschafft oder es wird überwacht, sodass auch Mitarbeiter haften können.


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#6
 Von 
guest123-2158
Status:
Beginner
(109 Beiträge, 8x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest123-2155
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 11x hilfreich)

Hallo drittfrau,
wir haben bislang keine Konsequenzen angedroht bekommen.
Das erste Schreiben mit der Ankündigung zum Hausbesuch haben wir ignoriert. Die Frau stand vor geschlossener Tür. (Morgens um 10 ist man meißt auch nicht zuhause)
Ich habe sie dann per Email um die Mitteilung der Rechtslage gebeten auf die sie sich beruft. Ich wollte von ihr wissen warum sie meint wissen zu müssen (sie schrieb, dass sie es wissen muss) ob unsere Tochter sich gut entwickelt und zu diesem Sozialpädiatrischen Z. geht.
Sie schickte per Brief einige kopierte Paragraphen aus Gesetzbüchern mit einem Schreiben, dass wir einen neuen Termin vereinbaren sollen.
Leider wollte ich dieses "Altpapier" nicht sondern ich wollte wissen welche Gründe sie hat.Ich hoffe, dass wenigstens ihr mich hier im Forum versteht. Die JA-Mitarbeiter scheinen nicht die hellsten zu sein. Diesen Schrott kannte ich auch bereits.
Leider sagte ein Anwalt, dass die Rechtschutzversicherung keine Beratungsgebühren für Familienrecht-Anwälte übernehme. Stimmt das? Ich habe keine Selbstbeteiligung und wollte mich bei einem Anwalt f. Familienrecht informieren.
Du hast ja nun einige informationen mehr (die du ja haben wolltest) über den Tip von ARTiger erhalten und weißt, dass es auch noch einen anderen "Grund" gibt (laut JA). Ich gehe davon aus, dass das JA versuchen wird durch einen gerichtlichen Beschluss einen Hausbesuchstermin festzusetzen.
Kannst Du (drittfrau) mir/uns weiterhelfen? Wir sind einfach diese Art und Weise des J-amtes leid. Die nehmen sich einiges heraus und maßen sich Dinge zu Unrecht an.
Oftmals bekommt das JA beim Gericht Recht, oder etwa nicht? Ich würde aufjedenfall einen Anwalt mitnehmen und mich nicht an der Nase herumführen lassen. Denn als Gründe für einen Hausbesuch anzugeben, dass unser Kind keine notwendige ärztliche Untersuchung/Behandlung bekommt, ist schlichtweg gelogen und eine Frechheit. Genauer genommen ist es doch eine Straftat so etwas zu behaupten, oder nicht? Ich beziehe mich besonders auf das Wort "notwendig".
Der 2. Grund hieß ja "Suchtkrank". Ich habe bereits (siehe unter meinen bereits geschriebenen Fragen in meinem Profil) erzählt, dass wir über 4 Jahre in einer Substitution sind und durch Urinkontrollen bzw. ärztliches Attest beweisen können, dass wir keinen Beigebrauch haben. Seit 4 Jahren werden monatlich zu unbestimmten Zeiten Kontrollen durchgeführt. Können wir uns auch nicht leisten denn ansonsten würde ich mein Ingenieurstudium nicht packen u. meine Frau ihre Ausbildung nicht schaffen.
Das JA weiß, dass bei uns alles läuft. Die wissen, dass wir jede U-Untersuchung mitmachen und auch soziale Kontakte pflegen.
Wir haben ein Schreiben vom Familiengericht, in dem steht, dass sich herausgestellt hat (durch einen Besuch zweier JA-Mitarnbeiter) dass wir keine Hilfe brauchen. Bislang kamen nur sehr positive Rückmeldungen, soweit sich angemaßt wurde eine Kritik auszusprechen.

Habe ich auch das Recht zu verlangen, dass das JA zu anderen Familien geht und Hausbesuche aufdrängt? Wenn ja, dann werde ich verlangen, dass das JA bei ihren eigenen Mitarbeitern mal vorbeischaut.
Wer sich einmal mit den ganzen traurigen Fällen von Kindesverwahrlosung etc. auseinandergesetz hat, der weiß, dass die meißten Fälle in Familien vorkommen, in denen die Eltern eine Sozial-Pädagogische oder erzieherische Ausbildung haben. Traurig aber wahr. Vielleicht eine Art Ausgleich. Nach aussen Hui und innen Pfui.
Ich werde mich solange für eine Abschaffung oder wenigstens eine Überwachung des J-Amtes einsetzen bis dies geschieht. Eltern und Familien haben ein Recht auf Privatsphäre und müssen nicht jedem die Türe öffnen und sich bei der Erziehung u. Pflege ihrer Kinder beobachten lassen.

Und nochmal: Stimmt es, dass das JA triftige Gründe (z.B. Informationen von anonymen Anrufern oder Infos vom Kindergarten, den Nachbarn, den Lehrern usw. darüber, dass das Wohl des Kindes in Gefahr ist.) für einen Hausbesuch und andere Maßnahmen braucht?
Ich kann mir nicht besonders vorstellen, dass das JA zu einer Familie geht wenn ich denen erzähle, dass deren Kinder nicht zu zusätzlichen Untersuchungen gebracht werden. Erst recht nicht wenn diese Eltern auch noch Sozialarbeiter sind.


-- Editiert von schlämmer.de am 12.01.2009 03:48

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#8
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

Hallo schlämmer.de,

ich habe euch nochmals ein paar Links heraus gesucht.
Vorab:
<a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/1409760">Beitrag der ARD, vom 22.01.2009</a>
Könnte für dich interessant sein:
<a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=119172.html">bmfsfj zum BKischG</a>
Konkreter wird es:
<a href="http://lib.ohchr.org/HRBodies/UPR/Documents/Session4/DE/LCR_GER_UPR_S4_2009_LeagueforChildrensRights.pdf">Bündnis Rechte für Kinder e.V.</a>
will aufmerksam machen, bei den:
<a href="http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/UPR/Pages/UPRMain.aspx">United Nations UPR</a>
Ein Weg hierzu, über:
<a href="http://www.eucars.de/">Demo</a>

Macht was draus. Ich zumindest drücke euch fest die Daumen!!!

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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

-- Editiert von ARTiger am 23.01.2009 19:30

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