Kein Kinderfreibetrag trotz Unterhaltszahlungen?

24. Mai 2019 Thema abonnieren
 Von 
cwib
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Kein Kinderfreibetrag trotz Unterhaltszahlungen?

Hallo..

Ich habe 2 Kinder, leider getrennt lebend, die Kinder sind bei der Mutter und sie erhält (Kinders-)Unterhalt von mir, sowie Kindergeld. Ich bin selbständig und kam im letzten Jahr auf ca. 16000 Euro Einnahmen. Ich ging bisher davon aus, dass mir 2 halbe Kinderfreibeträge zustehen (ist so beim Finanzamt vermerkt), so käme ich dann auf ca. 9000 zu versteuerndes Einkommen.

Nun habe ich gelesen, dass bei Bezug von Kindergeld Kinderfreibeträge NICHT geltend gemacht werden können. Ist das richtig? Das würde bedeuten, ich müsste das gesamte Einkommen versteuern und auch entsprechend Krankenkasse etc. bezahlen, obwohl mir ja eigentlich nur 9000 Euro im Jahr zur Verfügung stehen..

Kann das so stimmen?

Vielen Dank im Voraus!

LG,

cwib

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5654 Beiträge, 2365x hilfreich)

Hallo,

Zitat (von cwib):
die Kinder sind bei der Mutter und sie erhält (Kinders-)Unterhalt von mir, sowie Kindergeld


Kindergeld von dir?

edy

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#2
 Von 
guest-12325.02.2020 18:38:59
Status:
Schüler
(298 Beiträge, 104x hilfreich)

Zitat:
Ich ging bisher davon aus, dass mir 2 halbe Kinderfreibeträge zustehen (ist so beim Finanzamt vermerkt), so käme ich dann auf ca. 9000 zu versteuerndes Einkommen.


So wirkt sich der Kinderfreibetrag leider nicht aus. Das Kindergeld ist bereits die (vorgezogene) Steuererstattung für den Kinderfreibetrag.

Bei einem Einkommen von 16.000 € ist das gezahlte Kindergeld steuerrechtlich günstiger, als der Kinderfreibetrag (sgn. [link=https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderfreibetrag#Kinderfreibetrag_und_Kindergeld]Günstigerprüfung nach § 31 EStG [/link]). Zahlt du wenigstens den Mindestunterhalt lt. Düsseldorfer Tabelle, hast du das halbe Kindergeld indirekt erhalten, da es vom Unterhalt abgezogen wird.

Zitat:
auch entsprechend Krankenkasse etc. bezahlen,


Der Kinderfreibetrag hat keinen Einfluss auf die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge.

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#3
 Von 
cwib
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antworten...

@edy: Kindergeld vom Staat, Unterhalt für die Kinder von mir...

@schneechen: D.h. es ist so, wie ich befürchtet habe - ich darf 16000 versteuern, obwohl ich nur 9000 im Jahr zur Verfügung habe, richtig?

Dass mir dann von den 9000 abzgl. Steuern (auf 16000), Krankenkasse (auf 16000), Miete etc. kaum etwas zum Überleben bleibt, interessiert dabei wahrscheinlich nicht, bzw. ich darf dann zum Sozialamt, oder? :/

LG,

cwib

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#4
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5654 Beiträge, 2365x hilfreich)

Hallo,

Was ist denn dein Nettoergebnis nach allen Abzügen? was bleibt übrig?

Welcher Betrag wird denn als Grundlage für den Kindesunterhalt genommen?

liegen Titel oder JA-Urkunde vor?



edy

-- Editiert von edy am 28.05.2019 09:23

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47350 Beiträge, 16770x hilfreich)

Zitat:
obwohl ich nur 9000 im Jahr zur Verfügung habe, richtig?


Da der Mindestselbstbehalt nach Düsseldorfer Tabelle 1.080€/Monat beträgt, bleiben Dir nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben mindestens 12.960€.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12325.02.2020 18:38:59
Status:
Schüler
(298 Beiträge, 104x hilfreich)

Zitat (von cwib):
Dass mir dann von den 9000 abzgl. Steuern (auf 16000), Krankenkasse (auf 16000), Miete etc. kaum etwas zum Überleben bleibt, interessiert dabei wahrscheinlich nicht, bzw. ich darf dann zum Sozialamt, oder? :/


Irgendwie habe ich den Eindruck, dass du keinerlei steuerrechtliche Kenntnisse hast. Was mich etwas erstaunt, denn als zweifacher Vater, bist du vermutlich schon ein paar Jahre erwerbstätig. Noch dazu aktuell als Selbstständiger und an die stellt das Steuerrecht eine ganze Reihe Anforderungen.
Wer machte bisher deine Steuererklärungen? Hast du dir noch nie einen Steuerbescheid genauer angesehen?
Je nach Art deiner Selbstständigkeit würde ich hier zu einer Fortbildung raten, bevor das Finanzamt dir das Steuerrecht erklärt.

In der Regel hat man als Selbstständiger Betriebsausgaben, so dass Einnahme nicht gleich Gewinn ist. Dein Gewinn ist auch nicht gleich das zu versteuernde Einkommen. Du kannst z.B. deine Vorsorgeaufwendungen (u.a. Renten- und Krankenversicherung) geltend machen.

Auch der KV-Beitrag wird vom Gewinn, nicht vom Umsatz, berechnet.

Das Finanzamt ist dafür zuständig, dass dein sächliches Existenzminimum (2019: 9.168) steuerfrei bleibt. Unabhängig davon kannst du ggf. mit Wohngeld oder ALG II aufstocken. Das Sozialamt ist für dich nicht zuständig.

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