Kinder vorrübergehend in eine Pflegefamilie/Heim ?

16. März 2010 Thema abonnieren
 Von 
Sanny8783
Status:
Beginner
(103 Beiträge, 28x hilfreich)
Kinder vorrübergehend in eine Pflegefamilie/Heim ?

Hallo hab da mal eine Frage bzw. ich stelle sie hier mal für meine Freundin:

Freundin Y hat Betrug in einigen Fällen begangen §263 StGB .
2 Fälle wurden im Januar 2010 mit 5 Monaten Haft ohne Bewährung verhandelt. Berufung wurde eingelegt, also noch nicht rechtskräftig. Die anderen Fällen, insge. noch 8 werden jetzt am 31.03.2010 verhandelt. Das bei diesem Termin eine weitere Haftstrafe verhängt wird ist klar, vlt. wird die aus Januar dort mit einbezogen. Aber auch da wird Berufung eingelegt .Der Vater der Kinder wird bei den März Fällen jetzt mit angeklagt,obwohl er damit rein gar nichts zutun hat , er aber auf Bewährung ist seit letztes Jahr März 2009 und hat sich bis heute nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Er hofft das seine Bewährung nicht aufgehoben wird !

Aber jetzt im Falle des Falles , wenn seine Bewährung obwohl beide Rechtsanwälte der Meinung sind , da er nichts getan hat , Freispruch bekommt und die Mutter keine Bewährung bekommt nach der Berufung & Revision, kommen die Kinder dann für diese Zeit in eine Pflegefamilie ? Oder in Heim ? Wo stellt man die Anträge ?Werden sie getrennt für diese Zeit ? Ist es auch sicher das nach der Haftstrafe die Kinder wieder zurück zur Mutter / Vater kommen ? Kann man sowas schriftlich ( hört sich blöd an ) festhalten ?

Da ich keine Ahnung in dieser Hinsicht habe , hoffe ich hier einige Antworten zu bekommen die meiner Freundin helfen könnten.

Natürlich wird wenn alles schief geht die Rechtsanwältin auf Gnadengesuch plädieren , da beide Kinder Verdacht auf ADHS haben, Entwicklungsverzögert sind und eine Trennung von Mutter unmöglich ist denn dieses hat einen Einschlag auf die weitere Entwicklung .

Leider gibt es keinen in der Familie der die Kinder nehmen kann .
Danke für eure Antworten jetzt schon mal !

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5530 Beiträge, 457x hilfreich)

Sanny8783
folgendes von dir verstehe ich nicht:

da beide Kinder Verdacht auf ADHS haben, Entwicklungsverzögert sind und eine Trennung von Mutter unmöglich ist denn dieses hat einen Einschlag auf die weitere Entwicklung .

Wieso ist eine Trennung unmöglich?

Eine Trennung von der Mutter wäre das Beste was den Kindern passieren kann.
Sie sollte ihr Leben in den Griff bekommen, und sich stärken fürs Leben, nur so hat sie die Kraft Kínder groß zu ziehen.


Gespräche beim Jugendamt helfen euch weiter, dort gibt es Abteilungen speziell für Pflegeeltern.



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"Die Welt ist mir ein kaltes Haus ohne die gleichmäßige Wärme jenes Ofens,den man Liebe nennt.LGAnny"

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#2
 Von 
azrael
Status:
Master
(4936 Beiträge, 777x hilfreich)

Mir ist ein Fall bekannt, wo beide Eltern zu relativ kurzen Haftstrafen (Vater 10 Monate, Mutter weiß ich nicht mehr) verurteilt wurden und die Haftstrafen nacheinander abgesessen werden konnten, so dass die Versorgung der Kinder gewährleistet war.

quote:
Natürlich wird wenn alles schief geht die Rechtsanwältin auf Gnadengesuch plädieren , da beide Kinder Verdacht auf ADHS haben, Entwicklungsverzögert sind und eine Trennung von Mutter unmöglich ist denn dieses hat einen Einschlag auf die weitere Entwicklung .


Das ist jetzt ein Witz, oder? Wer hat die Trennung denn heraufbeschworen? Sorry, aber das hätte sich die so fürsorgliche Mutter ein wenig eher überlegen sollen.
Und vielleicht sind die Lebensumstände, unter denen diese Kinder groß werden, der Einschlag auf die weitere Entwicklung...

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"gruß azrael"

-- Editiert am 16.03.2010 22:24

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#3
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Wow Anny,

solche Schriften aus deiner Feder, kennen wir gar nicht von dir: :augenroll:

quote:
Eine Trennung von der Mutter wäre das Beste was den Kindern passieren kann


Dem schließ ich mich hundertprozentig an
Ein bisschen spät für Katzenjammer.

@Sanny,

Im Forum Strafrecht können die Experten die Situation besser beurteilen.

Grüßle



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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
azrael
Status:
Master
(4936 Beiträge, 777x hilfreich)

quote:
Im Forum Strafrecht können die Experten die Situation besser beurteilen.


Haben sie schon. Mehrmals.

Frage zur Berufung

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"gruß azrael"

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Uuuuups Azrael,

da guckt man einmal nicht nach dem *Vorleben...*:)

Grüßle

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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17785 Beiträge, 8024x hilfreich)

Wenn der zuständige Mitarbeiter im Jugendamt den Eindruck gewinnt, die Kinder wären bei den Eltern, oder hilfsweise bei dem einen oder anderen Elternteil, gut aufgehoben, werden die Kinder anderswo untergebracht.
Aber hier scheint das nicht wirklich so zu sein.
Dann wird das Jugendamt eine Pflegefamilie suchen, das ist erste Wahl. Für die Behörde, weil es am billigsten ist, aber nebenbei ist das auch für die Kinder regelhaft besser.
Heim wäre eine kurzfristige Notlösung, da das doch eine sehr teure Unterbringung ist.
Zuständig ist das Jugendamt, da geht es weniger um einen Antrag, es geht darum, welchen Eindruck die Mitarbeiter dort von der familiären Situation haben. Wenn es irgendwie vermeidbar ist, werden die Kinder nicht getrennt. Geschwister kommen regelhaft gemeinsam in einer Familie unter. Auch die Behörde will nicht, dass diese noch mehr unter der Situation leiden.
Dass die Kinder zurück zu den Eltern kommen, wird niemand versprechen. Aber es ist das Ziel der Arbeit des Jugendamtes, Familien zusammenzuführen und nicht dauerhaft zu trennen. Allein schon aus Kostengründen.....

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"Wer kämpft, kann gewinnen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren."

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Sanny8783
Status:
Beginner
(103 Beiträge, 28x hilfreich)

Guten Morgen ihr lieben,
danke für eure Antworten !
Ja es ist schon ******* was Freundin X sich geleistet hat und sie bereut es ja zutiefst. Sie hat sich ja jetzt auch schon um einen Termin bei einer Psychologin bemüht um ihr Leben wieder in Griff zu bekommen. Es war halt eine Notsituation, so beschrieb sie es mir und anderen gegenüber, sie weiß nicht was sie da geritten hat sowas zutun.

Beide Kinder befinden sich ja im SPZ in Wesel wegen dem Verdacht auf ADHS in Behandlung genauso wie mit der Entwicklungsverzögerung usw. Der Kindergarten und das SPZ bestätigten es , das eine Trennung von der Mutter unmöglich ist .
Gut ich weiß es gibt JVA für Frauen mit Kinder, aber die Srafe muss vor der Einschulung abgegolten sein, was hier ja nun sehr knapp wird wenn die Mutter insgesamt über 1 Jahr Haft kommt ......

Werden uns dann mal Info´s übers JA holen !
Danke für eure Antworten nochmal ....

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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
charlykessia
Status:
Beginner
(143 Beiträge, 38x hilfreich)

@ Sanny

Es ist immer wieder erstaunlich, daß Kinder zum Psychologen müssen, aber Eltern selber nicht gehen. Kinder zeigen doch erst, was in den Familien schief läuft.
Da hilft keine Psychologin, sondern eine Familientherapie.

Und wenn es um die Unterbringung der Kinder geht, hat das JA einen langen Arm und Pflegefamilien (langfristige) gibt es genug. Gibt ja auch genug Kohle dafür! Und kurzfristige müssen wenig an Auflagen erfüllen und plötzlich bleiben die Kinder da, weil es automatisch eine langfristige Pflegschaft wurde.

Und was die Pflegeheime betrifft, die müssen auch gefüllt werden!

So sieht leider die Realität mancher Leute aus.



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