Kindesunerhalt-Selbstbehalt-Neuer Partner

25. Februar 2006 Thema abonnieren
 Von 
Nordpol
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Kindesunerhalt-Selbstbehalt-Neuer Partner

Hallo Allerseits!

Kurz erst einmal ein Lob an dieses Forum: Ich finde, dass im allgemeinen sehr kompetente Antworten auf die Fragen gegeben werden und auch ein guter Ton vorherrscht.

Mein Problem ist folgendes: Seit fünf Jahren bin ich getrenntlebend. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, 11 und fast 14 Jahre. Die Kinder leben bei ihrem Vater.(Sie sind alle zwei Wochenenden bei mir, jeden Mittwochabend bis Donnerstagmorgen und die Hälfte aller Schulferien) Ich verdiene (Vollzeitstelle)nach Abzug des 5%igen Erwerbstätigenbonus 1250€ netto. Bis auf meinen Selbstbehalt von 890€ zahle ich Kindesunterhalt. Das sind 360€; der KV bekommt 170€ Unterhaltsvorschuss vom JA. Leider langt mein Gehalt (noch nicht) aus um meinen Unterhaltsverpflichtungen komplett nachzukommen, zumal der KV am liebsten auch noch für sich selbst Unterhalt in Anspruch nehmen würde. Er arbeitet nachmittags ca.15 Std. wöchtentlich. Allerdings schwarz. Nun habe ich mich entschieden mich scheiden zu lassen und bekomme prompt mit ihm Schwierigkeiten, da er dann seine Krankenkasse selbst zahlen muss (bisher waren er und die Kinder bei mir familienversichert) und er meint, dass er diese Kosten irgendwie durch mich rein reinholen muss. Ich lebe mittlerweile mit einem neuen Partner zusammen und der KV droht mir nun, dass er darauf bestehen wird, dass mein Selbsbehalt deshalb um 25% gekürzt wird. Ich habe eine Warmmiete von 380€ (mein Anteil) und ansonsten haben wir eine (finanziell) getrennte Lebensführung. Eine derartige Kürzung würde mich ruinieren. Mein neuer Partner ist auch kein Großverdiener und ich möchte
nicht auf ihn angewiesen sein.
Da ich für die Kinder öfter mal Kleidung kaufe, den Großteil ihrer Wäsche wasche und mich bisher auch schon mal an Klassenfahrten und ähnlichem beteiligt habe finde ich das alles etwas ungerecht. Er argumentiert, er könne ja wegen der Kinder nicht richtig arbeiten, schläft allerdings grundsätzlich bis 13:00 Uhr. Meine Fragen sind folgende:

1. Kann es mir wirklich passieren, dass mein Selbsbehalt so stark gekürzt wird?

2. Ist mein Ex-Mann verpflichtet offizell arbeiten zu gehen? Zumindest Teilzeit?

3. Bekomme ich Prozesskostenhilfe, ohne diese zurück zu zahlen?

4. Was raten Sie mir zu tun, wenn er die Unterhaltsklage gewinnt und ich tatsächlich nur noch mit 667€ auskommen muss?

Vielen Dank schon mal für eventuelle Antworten.

-- Editiert von Nordpol am 25.02.2006 22:08:54

-- Editiert von Nordpol am 25.02.2006 22:17:10

-- Editiert von Nordpol am 25.02.2006 22:52:09

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-1035
Status:
Student
(2621 Beiträge, 484x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Nordpol
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Loddar's Schwester!

Danke für Deine schnelle Antwort.

Ja, er kassiert beides, der Sachbearbeiter vom JA ist uns anscheinend wohlgesonnen.

Zu 1: Wieso unterliege ich einer erhöhten Erwerbsfähigkeit? Was ist das und wann soll ich, wenn ich schon 11 Stunden für die Arbeit unterwegs bin (ich arbeite 60 km ein Weg entfernt), einen Nebenjob ausführen? Ich habe eine Schwerbehinderung von 8o% weil ich vor 4 Jahren meinen Magen entfernt bekommen habe wegen Magenkrebs und ich muss auf meine Gesundheit achten. Eine Vollzeittätigkeit ist schon anstrengend genug.

Zu 2: Wie meinst Du das, "aber da Du so an nix zahlst..."?

Zu 4: Unsere Wohnung ist schon recht billig mit 720€ Warmmiete und in meinem Selbstbehalt ist ja auch eine Warmmiete von 360€ enthalten.

Ich werde mich auf jeden Fall nicht wegen seiner Drohung davon abbringen lassen die Scheidung einzureichen. Mal sehen was passiert...

Viele Grüße, Nordpol


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