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Kindesunterhalt - Höhe

10. Dezember 2010 Thema abonnieren
 Von 
musicfreak83
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Kindesunterhalt - Höhe

[size=12px][/size][color=blue]Hallo :)

Ich habe mal ein Anliegen. Es ist so, dass ich einen 5jährigen Sohn habe, gemeinsam mit meinen Noch-Ehemann. Ich bin Anfang Juni aus unser Wohnung mit meinem Sohn ausgezogen, was das AUS für unsere Ehe bedeutete. Der Papa hat Junior alle 14 Tage über's Wochenende, ab Freitag Mittag bis Montag Früh. Anonsten lebt er bei mir... so weit so gut.

Seit der Trennung habe ich von ihm keinen Cent Unterhalt bekommen. Ich glaube, mir steht auch keiner zu. Aber wie ist das mit dem Kindesunterhalt? Er hat einen sehr guten Job und hat im Moment ca. 2.000 EUR netto pro Monat (da er Steuerklasse 3, ich 5). ABER: wir haben paar Kredite abgeschlossen. Bei 3 Krediten hänge ich mit drin... leider... obwohl ich davon NIX habe; war einfach zu naiv und habe mit meiner Unterschrift hergehalten, damit er sich dies und das leisten kann. Naja, und er trägt die Kredite im Moment eben komplett allein... aber da ich mit unterschrieben habe... "mitgehangen mitgefangen"... wird dies lt. meiner Anwältin vom Einkommen abgezogen und er sei nicht in der Lage, Kindesunterhalt zu zahlen...

Nun aber: Ich war bisher der Auffassung, Kindesunterhalt stehe an 1. Stelle. Wie ist das nun aus "gesetzlicher Sicht"?!? Kann man ihn dazu "verdonnern", die Kredite z. B. zu kürzen um eben Unterhalt zu zahlen oder ist so etwas eher schwierig? ... ach ja, ab 01.01. will er wohl die 133 EUR zahlen (das entspricht dem bisherigen Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt) ... aber es gibt doch diese "Düsseldorfer Tabelle" - wie ist diese zu verstehen?!?

Vielelicht könnt ihr mir ein wenig "Licht ins Dunkel" bringen. Ich sehe da nicht so richtig durch... jetzt fragt ihr vielleicht "Hast du einen Anwalt/eine Anwältin?" ... ja, die habe ich. Aber ich habe iwie ein ungutes Gefühl. Sie sagt, er könne halt einfach nicht zahlen, weil er wirtschaftlich dazu nicht in der Lage ist...

Ich danke euch schon mal ganz lieb für eure Hilfe.

:pc:

LG, Katja[/color]

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35723 Beiträge, 13401x hilfreich)

Zunächst einmal: es ist Euer Sohn, nicht Dein Sohn. Sorry, aber das war mir wichtig. Das solltest Du auch nie vergessen. Die letzte Jungfrauenzeugung ist meines Wissens so ca. 2010 Jahre her!

Natürlich hat Euer Sohn Anspruch auf Unterhalt. Wieviel, das können wir hier nicht entscheiden. Wie wärs, wenn Du einen Termin beim Jugendamt ausmachst, evtl. eine Beistandsschaft beantragst? Die regeln das dann für Dich. Auch solltest Du im neuen Jahr eine Änderung der Steuerklasse herbeiführen. Das regelt dann auch klar die Höhe des Unterhalts, man muss die Berechnungen nicht laufend ändern.

wirdwerden

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0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12311.12.2010 13:27:02
Status:
Frischling
(32 Beiträge, 6x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35723 Beiträge, 13401x hilfreich)

Aber ihr Einkommen erhöht sich. Ausserdem würde ja die Korrektur ohnehin mit er Einkommenssteuererklärung kommen.Dann rückwirkend und als Hammer! Ist doch sinnvoller, gleich sauber zu rechnen.

wirdwerden

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12311.12.2010 13:27:02
Status:
Frischling
(32 Beiträge, 6x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Hallo,

dein Mann ist gehalten, wenigstens den Mindest-KU zu leisten. Der liegt bei 225€.
Allerdings solltest du dich im Gegenzug an der Abzahlung eurer gemeinsamen Miesen beteiligen.

Wie hoch sind die Darlehen, wie hoch die Belastungen und wofür wurden sie verwendet?

Grüßle



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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

-- Editiert am 10.12.2010 19:30

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
musicfreak83
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Aaalso: JA natürlich, es ist UNSER Sohn!!! Sorry... so war das nicht gemeint...

Seit dem 16.09. bin ich arbeitssuchend... also momentan keinen Job... aber auf der Suche, ich möchte natürlich weiter arbeiten.

Und stimmt: wenn mein Noch-Ehemann in die Steuerklasse 1 wechselt, verringert sich sein Nettoeinkommen arg. Das ist mir bewusst und aus diesem Grund habe ich für dieses Jahr die Steuerklasse 5 noch gelassen, aber so werde ich es nicht fortführen. Das ist bei einem getrennt leben nun mal so.

Wegen so einer Beistandsschaft könnte ich mich mal bei JA erkundigen, danke für den Tipp. Wie gesagt, meine Anwältin meint ja, er ist nicht zahlungsfähig - aufgrund der Kredite. So wie ich oben schon beschrieben habe.

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"Im Leben zählt nicht wieviel du austeilen kannst,sondern wieviel du einstecken kannst und trotzdem w"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
musicfreak83
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ergänzung...

Die Gesamtsituation stellt sicht kompliziert dar. Also die Darlehen. Da ist zum einen ein Kfz-Kredit... es ist aber SEIN Auto (muss dieser Kredit dennoch als ehebedingt betrachtet werden? -ich habe ihn nur mit unterschrieben, damit er den Wagen überhaupt bekommt- >:-[ ... und dann sind da noch 2 Geldkredite. Einer, um unsere Dispos auszugleichen... monatlich sind da ca. 170 EUR zu tilgen. Den würde ich ohne Zweifel mittilgen. Und dann noch ein weiterer Geldkredit, wo ich meine Unterschrift geleistet habe, weil sonst ... naja, nix geflossen wäre - bei dem ich allerdings nicht mal weiß, wo das Geld überhaupt hingeflossen ist (in seine Grundstücke [ er ist Eigentümer von 2 Grundstücken ], sein Gartenhaus [ mehrere Tausend Euro; auf gepachtetem Grundstück >:-[ ]usw.) ... das sind Kredite, wo ich mit "drin hänge"... zudem hat er aber noch weitere Kredit, z. B. für die Eigentumswohnung. Es ist nicht meine Wohnung; aus heutiger Sicht bin ich froh darüber. Naja, kurzum: er war nie in der Lage, zu wirtschaften. Und ich... ja, ich habe nur zugeguckt... meine Versuche, ihm meine Meinung zu den jeweiligen Dingen näher zu bringen, scheiterten. Er hat mir nie zugehört; meine Sorgen nie für ernst genommen. Im Gegenteil. Er hat mich heruntergeputzt wo er konnte. Ich war im Grunde nur das Dummchen an seiner Seite, was die Klappe zu halten und keine Ahnung von Allem hat. U. A. deswegen auch die Trennung; unsere Ehe ist kaputt. Aus mehreren Gründen. Aber das tut ja hier nix zur Sache... nur: dass ich sehr viel gelernt habe und ich es so nicht verdient habe, mich von einem Menschen so kaputt machen zu lassen. MEINEN Weg zu gehen...

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"Im Leben zählt nicht wieviel du austeilen kannst,sondern wieviel du einstecken kannst und trotzdem w"

-- Editiert am 10.12.2010 19:49

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Marcus2009
Status:
Lehrling
(1723 Beiträge, 1085x hilfreich)

Da werden ja tolle Ratschläge erteilt. Was soll denn hier die Beistandsschaft des Jugendamtes in diesem Fall bringen?

Die Schulden sind so wie ich das hier verstehe ehebedingt. Egal, ob die Fragestellerin davon etwas hatte oder nicht. Und somit sind die Kreditkosten vom Einkommen des Mannes abzuziehen.

Da hat die Kindesmutter ja eine nette Idee: der Kindesvater soll jetzt vorrangig Unterhalt zu zahlen und die gemeinsamen Darlehen einfach nicht mehr bedienen. Eine solche Verpflichtung gibt es nicht. Letzten Endes würde das bedeuten, dass gegen den Kindesvater ebenso wie die gegen die Kindesmutter vollstreckt werden würde. Denn sie haften gesamtschuldnerisch.

Und somit ist die Aussage der Rechtsanwältin doch vollkommen in Ordnung, dass der Kindesvater nicht leistungsfähig ist.

Wenn der Kindesvater die Kredite bedient, dann sollte die Kindesmutter doch froh sein, weil dadurch die gemeinsamen Schulden abgetragen werden. Und zumindest bezieht sie ja Unterhaltsvorschuss und Kindergeld. Damit sollte der Bedarf des Kindes gedeckt sein.

Für ihren eigenen Bedarf sollte sich die Kindesmutter daran gewöhnen, dass sie dafür selbst aufzukommen hat. Fleißig weiter bewerben ...

0x Hilfreiche Antwort

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