Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
593.120
Registrierte
Nutzer

Kindesunterhalt/2tes Kind Behinderung/Berechnung

 Von 
GoJa14
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kindesunterhalt/2tes Kind Behinderung/Berechnung

Hallo.
Mein Mann und ich stehen vor vielen Fragezeichen und wären über jeden Rat dankbar.
Kurze Vorgeschichte :
Mein Mann hat eine Tochter aus der früheren Beziehung (unverheiratet). Sie ist nun 5 Jahre und wird im August 6 Jahre. Mein Mann und ich sind verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter(3Jahre) und ich selber habe mein Sohn (5Jahre) aus der früheren Beziehung mit in die Ehe gebracht.
Bisher wurde der Unterhalt nach seinem Einkommen und wegen unseren Tochter auf 240€ mtl. festgesetzt. Nun kam ein Schreiben vom Jugendamt das die Mutter über die Beistandtschaft 321 mtl. Bekomme und ab August wegen der neuen Alterstufe 381 mtl. Mein Mann verdient knapp unter 2000€ mtl. Ich selbst bekomme nur Kindergeld und Kinderzuschlag. Unterhaltsvorschuss für meinen Sohn wurde uns aufgrund der Heirat gestrichen mit der Begründung das mein Mann Ihn mit unterhalten muss obwohl es ja nicht sein leibliches Kind ist. Nun die andere Seite .. Bei der Unterhaltsberechnung für die andere Tochter meines Mannes wird unsere gemeinsame Tochter berücksichtigt aber nicht mein Sohn (den er ja laut der Unterhaltsvorschussstelle mit finanzieren muss).
Dann meine andere Frage.. Unsere gemeinsame Tochter wurde als geistig behindert eingestuft. Wodurch auch ein Mehraufwand besteht als bei "normalen" Kindern vorallem Finanziell.
Es geht mir nun nicht darum zu hören er braucht keinen Unterhalt zu bezahlen sondern ob uns jemand Tipps geben kann ob eine Berechnung von 381 mtl. ab August gerechtfertigt ist unter diesen Bedingungen und was man eventuell machen kann.

Und noch eine andere Frage:
Mein Mann und seine Ex waren beide zwecks Besuchsregelung deren Tochter vor Gericht. Die für meinen Mann anfallende Gerichtskosten hat er bezahlt. Sie hat ihre GerichtsKosten nicht bezahlt wodurch mein Mann auf einmal eine Kontopfändung wegen Ihr hatte. Ist dieses Möglich durch den Unterhalt einzustreichen da er dann den Monat bei ~600€ für Unterhalt und Pfändung lag?

Vielen Dank im Vorraus und ich hoffe jemand kann uns irgendwie weiter helfen?


Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Tochter Kind Pfändung helfen


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33505 Beiträge, 12949x hilfreich)

1. Der Mann hat offensichtlich ein Gerichtsverahren verloren, ansonsten bestünde kein Titel und könnte nicht vollstreckt werden. Warum Dein Mann das ignoriert hat, das können wir hier nicht wissen.

2. Nicht Dein Mann muss für Dein Kind aus einer anderen Beziehung sorgen, sondern Du. Es kann doch nicht sein, dass das Kind des Mannes auf Unterhalt verzichten muss, damit er ein fremdes Kind finanzieren kann. Im übrigen ist hier zu berücksichtigen, dass in den Beträge das Kindergeld mit drinne ist. Also, mal anschauen, was für das Kind die geringste Stufe nach der DT ist, dann das Kindergeld abziehen, und dann weiss man, was die Unterhaltsorschußkasse fordern kann.

3. Dies hat haber nichts mit dem Unterhalt zu tun, auf welches das Kind einen Anspruch hat. Da ist sauber zu rechnen. Ich sag mal ganz pauschal: 2 Kinder, drei Unterhaltsberechtigte, also Herabstufung nach der DT, aber für Dich wird da nix übrig bleiben.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
GoJa14
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
1. Der Mann hat offensichtlich ein Gerichtsverahren verloren, ansonsten bestünde kein Titel und könnte nicht vollstreckt werden. Warum Dein Mann das ignoriert hat, das können wir hier nicht wissen.

2. Nicht Dein Mann muss für Dein Kind aus einer anderen Beziehung sorgen, sondern Du. Es kann doch nicht sein, dass das Kind des Mannes auf Unterhalt verzichten muss, damit er ein fremdes Kind finanzieren kann. Im übrigen ist hier zu berücksichtigen, dass in den Beträge das Kindergeld mit drinne ist. Also, mal anschauen, was für das Kind die geringste Stufe nach der DT ist, dann das Kindergeld abziehen, und dann weiss man, was die Unterhaltsorschußkasse fordern kann.

3. Dies hat haber nichts mit dem Unterhalt zu tun, auf welches das Kind einen Anspruch hat. Da ist sauber zu rechnen. Ich sag mal ganz pauschal: 2 Kinder, drei Unterhaltsberechtigte, also Herabstufung nach der DT, aber für Dich wird da nix übrig bleiben.

wirdwerden

Zu Punkt 1 muss ich sagen das mein Mann das Gerichtsverfahren gewonnen hat. Was ich damit sagen wollte ist das er seine Kosten bezahlt hat,denn egal ob gewonnen oder verloren die Beratung und die Vertretung vor Gericht durch seinen Anwalt musste er ja selber tragen. Sie hat die Gerichtskosten(was genau kann ich nun nicht genau sagen) von 303€ aber nicht bezahlt und haben es dann von meinem Mann eingezogen weil er in dem Verfahren beteiligt war. Meiner Meinung nicht richtig aber ändern kann man es nun leider nicht mehr.
Zu Punkt 2
Das absurde für mich war einfach und deshalb auch meine Frage ob das so richtig ist das mein Sohn kein Unterhaltsvorschuss mehr bekommt, mit der Begründung das durch die Hochzeit mein Mann nun für Meinen, aber nicht seinen leiblichen Sohn aufkommen muss, aber dann bei der Berechnung für den Unterhalt den er zahlen muss, nicht mit angerechnet wird.
Und zu Punkt 3
Ich für mich habe mein Geld und rechne das Kindergeld nicht als meines an. Womit ich nichts für mich einstreichen will. Es geht mir dabei um meine Kinder und gerade um unsere Tochter die sehr viel Förderung braucht und dementsprechend auch finanziell alles aufwändiger ist.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
GoJa14
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
1. Der Mann hat offensichtlich ein Gerichtsverahren verloren, ansonsten bestünde kein Titel und könnte nicht vollstreckt werden. Warum Dein Mann das ignoriert hat, das können wir hier nicht wissen.

2. Nicht Dein Mann muss für Dein Kind aus einer anderen Beziehung sorgen, sondern Du. Es kann doch nicht sein, dass das Kind des Mannes auf Unterhalt verzichten muss, damit er ein fremdes Kind finanzieren kann. Im übrigen ist hier zu berücksichtigen, dass in den Beträge das Kindergeld mit drinne ist. Also, mal anschauen, was für das Kind die geringste Stufe nach der DT ist, dann das Kindergeld abziehen, und dann weiss man, was die Unterhaltsorschußkasse fordern kann.

3. Dies hat haber nichts mit dem Unterhalt zu tun, auf welches das Kind einen Anspruch hat. Da ist sauber zu rechnen. Ich sag mal ganz pauschal: 2 Kinder, drei Unterhaltsberechtigte, also Herabstufung nach der DT, aber für Dich wird da nix übrig bleiben.

wirdwerden

Zu Punkt 1 muss ich sagen das mein Mann das Gerichtsverfahren gewonnen hat. Was ich damit sagen wollte ist das er seine Kosten bezahlt hat,denn egal ob gewonnen oder verloren die Beratung und die Vertretung vor Gericht durch seinen Anwalt musste er ja selber tragen. Sie hat die Gerichtskosten(was genau kann ich nun nicht genau sagen) von 303€ aber nicht bezahlt und haben es dann von meinem Mann eingezogen weil er in dem Verfahren beteiligt war. Meiner Meinung nicht richtig aber ändern kann man es nun leider nicht mehr.
Zu Punkt 2
Das absurde für mich war einfach und deshalb auch meine Frage ob das so richtig ist das mein Sohn kein Unterhaltsvorschuss mehr bekommt, mit der Begründung das durch die Hochzeit mein Mann nun für Meinen, aber nicht seinen leiblichen Sohn aufkommen muss, aber dann bei der Berechnung für den Unterhalt den er zahlen muss, nicht mit angerechnet wird.
Und zu Punkt 3
Ich für mich habe mein Geld und rechne das Kindergeld nicht als meines an. Womit ich nichts für mich einstreichen will. Es geht mir dabei um meine Kinder und gerade um unsere Tochter die sehr viel Förderung braucht und dementsprechend auch finanziell alles aufwändiger ist.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9336 Beiträge, 2953x hilfreich)

Zu Punkt 1

Dein Mann war der Kläger? Dann muss er die Gerichtskosten zahlen, kann sich diese aber weil er mit seiner Klage erfolgreich war, von der Unterlegenen wiederholen (wenn diese zahlungsfähig ist). Dafür gibt es den Kostenfestsetzungsbescheid nach Abschluss jeden Verfahrens (z.T. auf Antrag).

Zu Punkt 2

mit erneuter Heirat gibt man das Recht auf weiteren Unterhaltsvorschuss auf. Zumindest war es bis zur Änderung so. Die Dir bekannte Begründung ist juristisch falsch. Das Ergebnis gleichwohl richtig.

Zu Punkt 3

Zitat (von GoJa14):
Es geht mir dabei um meine Kinder und gerade um unsere Tochter die sehr viel Förderung braucht und dementsprechend auch finanziell alles aufwändiger ist.


Der Unterhaltsbedarf wird nach dem Einkommen des Verpflichteten und nicht nach den Ausgaben des Berechtigten berechnet.
Gleichwohl ist es möglich, zusätzlich zum Regelbedarf (nach Einkommen) noch einen Mehrbedarf geltend zu machen.
Ob die Voraussetzungen hier vorliegen mag ich nicht beurteilen, da dies nur unter Berücksichtigung aller objektiven Umstände möglich ist.
Aber nicht alles, was man unter besonderen Umständen zusätzlich ausgibt, zählt zum anerkannten Mehrbedarf.

Und zuletzt: wenn Dein Mann den Mindestbedarf der neuen Alterstufe nicht erfüllen kann, wäre hier sicher auch die Erfüllung der erhöhten Erwerbsobliegenheit zu prüfen. Auch eine ernst zu nehmende Hürde.

Berry

2x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 219.163 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
90.754 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen