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Kindsunterhalt Auskunft Jugenamt macht Probleme

 Von 
samba14
Status:
Beginner
(65 Beiträge, 13x hilfreich)
Kindsunterhalt Auskunft Jugenamt macht Probleme

Hallo,

ich bin alleinerzeihend. Ein Unterhaltstitel liegt vor und beim Jugendamt.
Der Kindsvater zahlt wenn überhaupt nur sehr unwillig.
Das JA hat von mir deutliche Hinweise darauf erhalten, dass der Herr genug verdient (Hotelbesitzer mit Homepage). Ich möchte über das Jugendamt eine Auskunft über die Einkünfte des KV nach BGB.

Frage: kann ich das Jugendamt dazu auffordern und muss dieses der Aufforderung nachkommen?
Was kann ich tun, wenn das Jugendamt nichts tut bzw. sich weigert? Das ist derzeit nämlich der Fall.

Wer weiß, was in diesem Fall ein Anwalt kosten würde (wie errechnet sich der Streitwert) ??

Danke für Eure Meinungen.


-- Editiert am 21.06.2009 17:11

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Kosten Jugendamt Ehefrau KV


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
azrael
Status:
Master
(4944 Beiträge, 756x hilfreich)

Warum weigert sich das Jugendamt, etwas zu tun?


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#2
 Von 
samba14
Status:
Beginner
(65 Beiträge, 13x hilfreich)

Hallo, das Jugendamt hat vor 1-2 Jahren schon mal von mir einen Hinweis auf die Aktivitäten des KV erhalten, da er aber keinen Eintrag im Gewerbeverzeichnis hatte, wurde mir vom Sachbearbeiter des Jugendamtes am Telefon "Verfolgungswahn" unterstelt. (Das Hotel läuft unter dem Namen der Ehefrau, er tritt aber überall- auch auf der Homepage- als Besitzer auf, hat Geld, um die Marken-Trikots der Jugendmannschaft eines Fußballvereins und die Weihnachtsbeleuchtung am Wohnort zu finanzieren).
Der Sachbearbeiter legte mir damals nahe, die Beistandschaft doch zu beenden und übersandte fleißig die entsprechenden Formulare.
Hab ich nicht ausgefüllt...
Nun meinte er diffus, er müsse erst "die Wirtschaftlichkeit der Auskunftsklage" prüfen. Passiert ist bisher nichts.
Er soll ja nicht gleich klagen, ein Anschreiben mit dem Auskunftbegehren würde doch zunächst genügen, doch nichts passiert.

Was soll ich tun??

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#3
 Von 
diemut
Status:
Praktikant
(500 Beiträge, 133x hilfreich)

Wie sicher bist du, dass der KV nicht vom JA angeschrieben wurde? Bei mir taten sie das sehr schnell. (Dass er darauf einfach nicht reagiert hat, steht auf einem anderen Blatt)

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#4
 Von 
beijing
Status:
Praktikant
(964 Beiträge, 236x hilfreich)

@samba

Nun ja, wenn natürlich offiziell alles der Ehefrau des KV gehört, dann kann auch das JA dabei nichts tun.
Sie werden schon ihre Nachforschungen anstellen.

LG beijing

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#5
 Von 
Borion
Status:
Praktikant
(622 Beiträge, 195x hilfreich)

@samba14

Meist du mit Jugendamt die Unterhaltsvorschusskasse oder hast du für dein Kind eine Beistandschaft eingerichtet?

Grüße, Borion

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#6
 Von 
diemut
Status:
Praktikant
(500 Beiträge, 133x hilfreich)

borion, zur Kenntnisname ;)

"Der Sachbearbeiter legte mir damals nahe, die Beistandschaft doch zu beenden..."

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#7
 Von 
Borion
Status:
Praktikant
(622 Beiträge, 195x hilfreich)

@diemut

Glaub ich sofort. Die "Qualität" der Beistände ist leider sehr unterschiedlich.. :crazy:

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#8
 Von 
diemut
Status:
Praktikant
(500 Beiträge, 133x hilfreich)

Mir hat die Beistandschaft zunächst mal zu einer damals aktuellen Adresse des KV verholfen, weil ich eine Kopie des Anschreibens erhielt. Das war aber auch so ziemlich alles, was bis heute dabei rüber kam! Immerhin, dreimal haben sie geschrieben, völlig untätig waren sie also nicht...

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#9
 Von 
tate62
Status:
Beginner
(145 Beiträge, 15x hilfreich)

hallo
untätig sind die nicht, wenn Ämter Geld ausgeben müßen prüfen die schon genau nach. Dumm ist die Tatsache das alles seiner Frau gehört, aber von irgendetwas muss der ja leben. Vielleicht mal Arbeitsamt, Finanzamt oder den Zoll einschalten, denn sobald er über einem bestimmte Einnahmen verfügt, holt sich die Kindergeldvorschusskasse alles zurück.

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#10
 Von 
samba14
Status:
Beginner
(65 Beiträge, 13x hilfreich)

Hallo,

ich habe keine Beistandschaft eingerichtet, die gabs zur Geburt als Gratiszugabe vom Staat ;)

Normalerweise bekomme ich vom Jugendamt eine Kopie des Anschreibens, bisher tut sich da nichts.

MUSS das JA tätig werden oder KANN es, wenn es will??

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#11
 Von 
Borion
Status:
Praktikant
(622 Beiträge, 195x hilfreich)

@samba14

Grundsätzlich kannst du einem Beistand nicht vorschreiben, wie er seine Arbeit macht. Natürlich sind Situationen denkbar, in denen einen Amtspflichtverletzung vorliegt, z.B. Ansprüche sind verwirkt, da die Bearbeitung zu lange dauerte. Ein Beistand hat aber einen sehr großen Ermessensspielraum und ist noch nicht mal gegenüber seinem Vorgesetzten weisungsgebunden. Wenn man mit seinem Beistand nicht zufrieden ist, ist der beste Wg sicherlich, die Beistandschaft einfach zu beenden.

Im Übrigen hast du doch bereits einen Unterhaltstitel. Es kann dann doch eigentlich nur noch um die Vollstreckung gehen. Die kostet kaum Geld, vorausgesetzt du machst das selbst und beauftragst damit keinen Rechtsanwalt. Dadurch erfährst du dann auch automatisch, ob er Einkünfte hat...

Bis denne, Borion



-- Editiert am 21.06.2009 22:53

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#12
 Von 
Strumpfhose
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 13x hilfreich)

Der Beistand ist in Deinem Auftrag tätig, d.h. wenn du z.B. die Zwangsvollstreckung betreiben möchtest, ist der Beistand verpflichtet diesem Wunsch nach zu kommen, er kann dich lediglich darauf hinweisen, dass wohl aus Sicht des Beistandes wenig Aussicht auf Erfolg besteht. Solltest du die Zwangsvollstreckung troztdem wünschen, muss diese durchgeführt werden. Ansonsten könntest du wie schon geschrieben Schadensersatz fordern, sollte durch das "Nichtstun" dir Geld flöten gegangen sein.

Zwecks Auskunft über das Einkommen hat der Beistand bestimmt Infos eingeholt, bei uns ist das eigentlich immer die erste Handlung a) Inverzugsetzung, b)Einkommensnachweise anfordern.
Sollte damals der Vater der Auffordrung nachgekommen sein,und sein Einkommen dargelegt haben, kann man alle 2 Jahre eine erneute Überprüfung durchführen.

Im übrigen, bei uns bekommen die Mütter auch nicht von jedem Schreiben eine Kopie, dafür haben wir einfach keine Kapazitäten. D.h. auch wenn du nichts bekommen hast, heisst das nicht, dass nichts gemacht wurde. ;-)

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