Kommt es zu einem Scheidungstermin und muss man Angaben zum Zugewinn machen?

7. Mai 2010 Thema abonnieren
 Von 
klausi42
Status:
Beginner
(64 Beiträge, 38x hilfreich)
Kommt es zu einem Scheidungstermin und muss man Angaben zum Zugewinn machen?

Hallo,

A reicht die Scheidung und beantragt Zugewinnausgleich ein, B möchte sich nicht scheiden lassen!
Kommt es da trotzdem zu einem Scheidungstermin und muß B Angaben zum Zugewinn machen?

Danke

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Borion
Status:
Praktikant
(622 Beiträge, 196x hilfreich)

Hallo klausi42!

Meinst du die Frage ernst?! Natürlich kann A sich (in Deutschland) auch ohne Zustimmung von B scheiden lassen!

Dabei gilt:

Im Trennungsjahr ist eine Scheidung normalerweise nicht möglich.

Nach dem Trennungsjahr ist eine Scheidung problemlos möglich, sofern beide Eheleute dies wünschen. Sofern nur ein Ehepartner die Scheidung begehrt, muss er beweisen, dass mit einer Wiederaufnahme der ehelichen Lebensgemeinschaft nicht mehr zu rechnen ist (z.B. weil er eine neue feste Beziehung eingegangen ist). In der Praxis werden die Ehen nach dem Trennungsjahr problemlos geschieden und es bedarf schon einiges juristischen Aufwandes dies zu verhindern.

Spätestens nach drei Trennungsjahren wird unwiderruflich vermutet, dass die Ehe gescheitert ist und eine Trennung ist auch gegen den Widerstand eines Ehepartners möglich.

Zugewinn. Seit dem 01.09.10 ist B bereits bei/nach der Trennung verpflichtet A alle notwendigen Angaben zu machen.

Grüße, Borion

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#2
 Von 
klausi42
Status:
Beginner
(64 Beiträge, 38x hilfreich)

Hallo Borion,

erstmal danke für deine Antwort!
Die Frage war schon ernst gemeint!
Folgender Fall A reicht die Scheidung ein, das Trennungsjahr ist vorbei es sind genau genommen 3 Jahre vorbei, es kommt zum Scheidungstermin.
Bei diesem Termin wird nicht geschieden, denn B beantragt Zugewinnausgleich.
A zieht den Scheidungsantrag zurück jetzt stellt B den Scheidungsantrag und fordert weiter Zugewinnausgleich.
Was kann auf B zukommen, wenn er/sie keinen Anwalt mehr hat ( denn er/sie möchte keine Scheidung mehr sondern nur getrennt leben) und auch keinen nehmen will und auch keine Angaben zum Zugewinn machen will?

LG


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#3
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2477 Beiträge, 389x hilfreich)

Hallo Klausi42,

die "Gegenpartei" kann bei Gericht einen Antrag auf Abtrennung der Folgesachen (in diesem Fall den Zugewinnausgleich) vom eigentlichen Scheidungsverfahren einreichen.

Wird diesem Antrag vom Gericht statgegeben, kann die Scheidung gerade im vorliegenden Fall, bei einer Trennungszeit von mehr als drei Jahren, auch ohne vorherige Regelung des Zugewinns ausgesprochen werden.

Für mehr Informationen schau auch mal hier.


Grüße



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"Persönliche Meinung ... ohne Gewähr "

-- Editiert am 08.05.2010 10:28

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#4
 Von 
klausi42
Status:
Beginner
(64 Beiträge, 38x hilfreich)

Hallo,

ich dake dir für die Antwort!
Wie sieht es denn mit dem letzten Teil meiner Frage aus?
Hat da noch jemand was?

LG

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#5
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2477 Beiträge, 389x hilfreich)

Hallo,

zumindest um den Scheidungsantrag zurück zu ziehen müsste B m.E. noch mal anwaltlich vertreten sein.

Natürlich steht es A dann offen, seiner-/ihrerseits erneut Scheidungsantrag zu stellen.

Es besteht ein Anspruch auf Auskunft von Angaben bezüglich Zugewinn:

quote:
Verweigert ein Ehegatte die Auskunft kann diese Auskunft gerichtlich durchgesetzt werden.


aus: http://www.finanztip.de/recht/familie/familienrecht-eheliches-vermoegensrecht.htm

Stellt sich die Frage, ob A angesichts des Umstandes, dass er/sie den eigenen Antrag im ersten Verfahren nach Antrag auf Zugewinn zurück gezogen hat, nicht ohnehin zu einer wie nun von B gewünschten Regelung bereit wäre.

Vielleicht sollten die beiden ein offenes Gespräch zu dem Thema an einem neutralen Ort versuchen, anstatt über Anwälte zu kommunizieren.

Sich nachhaltig über die rechtlichen Konsequenzen einer weiter bestehenden Ehe bspw. bezüglich Versorgungsausgleich, gegenseitige Erbansprüche u.a. zu informieren, bevor man sich tatsächlich für einen solches Lebenskonzept entscheidet, erscheint mir sinnbringend.

Ob mit einer solchen Regelung, die die scheinbar doch trennungswilligen Partner weiter dauerhaft aneinander binden würde, tatsächlich eine günstige Basis für eine freie und unbelastete Gestaltung der jeweiligen Zukunft geschaffen wäre, steht auf einem anderen Blatt geschrieben ...


Grüße



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"Persönliche Meinung ... ohne Gewähr "

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#6
 Von 
klausi42
Status:
Beginner
(64 Beiträge, 38x hilfreich)

Ich danke für die Antwort!
Nun weiß ich ein wenig Bescheid.

LG

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