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Kontakt verbieten

23. Oktober 2011 Thema abonnieren
 Von 
HilflosVerzweifelt
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kontakt verbieten

Hi
ich lebe seit über einem Jaht von meinem Ex und Vater meiner Beiden Kinder (2 und 5 Jahre) getrennt. Grund der Trennung waren, sein Alkoholkonsum, Drogenkonsum, Gewaltattakten und ein guter Freund, den ich schon viele Jahre kannte, der mir die Augen geöffnet hat. Mittlerweile bin ich seit 2 Monaten mit diesem guten lang jährigen Freund verheiratet. Und sehr glücklich.
Mein Ex macht jedoch immer wieder Stress und Ärger.Zahlt keinen Unterhalt, hat meine ganzen Möbel usw. verkauft, hat mich viele Monate lang nur bedroht, bleidigt und beschimpft. Er wohnt über 600km von uns entfernt, kümmerte sich die ganzen letzten Monate seit der Trennung allerdings nicht um seine Söhne, keine Telefonate, nicht mal zum Geb. des jüngsten rief er an. Seit gut 4 Wochen hat er nun eine Freundin, selber 3 Kinder, eines davon lebt allerdings in einer Pflegefamilie.
Er kündigte sich nun für das kommende Wochenende an, ich war einverstanden, dass er hier seine Kinder sehen darf. Nun sagte er mir heute, dass er seine Neue mit ihren kindern mitbringen wolle, immer hin müssten meine Kinder ja ihre "neue Mutter" kennen lernen und auch mit ihren "neuen Geschwisterkindern" klar kommen.
Ich habe für meine Kinder alleine das Sorgerecht und er hat auch kein geregeltes Umgangsrecht. Muss ich ihm die Kinder für das Wochenende wirklich überlassen? Ich habe wahnsinnige Bedenken, da meine Söhne erstens gar keine Beziehung mehr zu ihm haben, der Kleine kennt ihn ja noch nicht mal mehr, bzw erinnert sich nicht mehr an ihn. 2. Vermissen ihn meine Kinder nicht. Ganz im Gegenteil, sie haben in meinem Mann einen liebevollen "Ersatz" gefunden in der Zeit, in der mein EX keinen Kontakt zu ihnen haben wollte, was wie gesagt gut ein Jahr lang war.
Ich will ihnen nicht direkt ihren Vater zusammen mit seiner neuen Familie zumuten müssen, und würde ihm gerne untersagen, die Kinder dieses Wochenende zu sehen wenn er seine Neue mit bringt. Kann ich das machen?

Vielen Dank im Voraus


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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35651 Beiträge, 13386x hilfreich)

Nun ja, ging ja alles recht schnell, die Trennung und Neuverheiratung. Okay, alles in einem Jahr. Glaubst Du ernsthaft, dass sich der Große nicht mehr an seinen Vater erinnert? In diesem Alter können sich die Kleinen schon ganz gut zurück besinnen. Er hat einen Anspruch auf Umgang.

Wie wärs mit folgendem: Ihr mach eine feste Zeit aus, in welchen er mit den Kindern was unternehmen kann. Und dann sieht man weiter. Das sollte m.E. nicht in Eurer Wohnung sein. Es gibt genug Sachen, die man mit Kindern unternehmen kann.

wirdwerden

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#2
 Von 
HilflosVerzweifelt
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich sprach in dem Punkt "nicht erinnern" nicht von meinem großen Sohn. Der Kleine war zu dem Zeitpunkt noch nicht mal ein Jahr alt. Und es geht mir auch nicht darum, ihm den Kontakt zu verbieten, sondern nur wenn er meinen Kindern diesen Kontakt nur ermöglicht, in dem er ihnen "ihre neue Mutter und Geschwisterkinder" vorstellen will!

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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35651 Beiträge, 13386x hilfreich)

Die Kinder kennen doch auch Deinen Neuen. Warum sollen sie seine Neue nicht kennen lernen?

wirdwerden

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Hallo,

quote:
Er wohnt über 600km von uns entfernt,


Wer hat denn die Entfernung verursacht?

quote:
Ich habe für meine Kinder alleine das Sorgerecht und er hat auch kein geregeltes Umgangsrecht.


Dann wirds Zeit, dass der Umgang geregelt wird. Entweder ihr einigt euch einvernehmlich oder der Vater zieht vor Gericht.

quote:
ich war einverstanden, dass er hier seine Kinder sehen darf.


Halte ich für keine gute Idee.
Ich denke, ein ganzes Wochenende wäre wohl zu viel im Moment.
Stundenweise, das aber ohne dich.

Grüßle





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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35651 Beiträge, 13386x hilfreich)

Bei "hier sehen" bin ich eigentlich nicht vom ganzen Wochenende ausgegangen. Deshalb ja mein Vorschlag, das ganze als Einstieg auf einige Stunden und gemeinsame Unternehmungen zu begrenzen, als Einstieg.

wirdwerden

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8195 Beiträge, 3661x hilfreich)



<I>´´Er kündigte sich nun für das kommende Wochenende an, ich war einverstanden, dass er hier seine Kinder sehen darf. Nun sagte er mir heute, dass er seine Neue mit ihren kindern mitbringen wolle, immer hin müssten meine Kinder ja ihre "neue Mutter" kennen lernen und auch mit ihren "neuen Geschwisterkindern" klar kommen. ´´</I>

Hier ist doch von ´´mitnehmen´´ keine Rede, man will sich kennenlernen, vielleicht ein Eis essen gehen, nicht übernachten. Das solltest du auf jeden Fall zulassen.

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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
HilflosVerzweifelt
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Aber doch nicht, wenn er seine Kinder selber seit einem Jahr nicht gesehen hat. Er soll sich erst mal selber bemühen wieder eine Bindung zu seinen Kindern auf zu bauen anstatt sie zum ersten Mal direkt mit einer Frau und ihren Kindern zu überwerfen, die er seit 4 WOCHEN kennt. Vor allem nicht von dieser Frau vor den Kindern als "NEUE MUTTER" sprechen.
Übernachten muss er ja zwangsweise hier, weil er ja über 600 km weiter weg gezogen ist. Und sich angeblich ja kein Hotel oder Herberge leisten kann.


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""

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8195 Beiträge, 3661x hilfreich)

Wenn er mit seiner Familie bei dir übernachtet, dann hast du seid ihr ja alle zusammen und du hast die Kinder unter Aufsicht: Wenn er seine Familie mitbringt, sollte er auch zulassen, dass du dabei bist.

Das sind immer solch hirnrissige Situationen: Da taucht wieder ein Vater auf, der plötzlich Interesse an seinen Kindern zeigt (was im Grunde sehr löblich ist und der Kinder zuliebe unterstützt werden sollte) und die Mutter ist verständlicherweise nicht angetan. Aber man könnte trotzdem eine Lösung finden, wenn man vernünftig miteinander spricht und sprechen will und Vorschläge macht, mit denen beiden leben können und bei denen jede Seite auch mal zurückstecken muss - im Interesse der Kinder.

Ob die Kinder einen Ersaztpapa haben ist völlig egal: Nichts ersetzt die Erfahrung, die leiblichen Eltern zu kennen!

-- Editiert HeHe am 25.10.2011 15:14

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35651 Beiträge, 13386x hilfreich)

Ich bin ja durchaus für den Kontakt. Aber, Du bist kein Hotel!

wirdwerden

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