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Mangellfall. Trennungsunterhalt für die Ex

 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)
Mangellfall. Trennungsunterhalt für die Ex

Hallo,
sorry, dass das Thema nicht neu ist, aber das schmerzt anscheinend so gut wie jedem.
Ich lebe seit Anfang Februar 2008 von meiner Ehefrau getrennt. Sie ist nichts erwerbstätig und war auch nie. Das Kind ist 10 Jahre alt und ist nach der Schule bis 17:00 im Hort.
Die Anwälte meiner Frau haben aufgrund meines Einkommens für 2007 die Unterhaltsforderungen gestellt. Den zufolge soll ich 1190,0 Euro monatlich an Untehaltszahlungen tragen. Nun die Frage. Im Einkommen für 2007 sind unterschiedliche Zulagen/Zuzahlungen berücksichtigt (Weinachstgeld,Urlaubsgeld, unregelmässige Rufbereitschaften..). Ich habe jetzt die Gehaltsmitteilung für den März 2008 auf dem Tisch. Gehe ich mit den Methodiken der Anwälte diese durch (5% berufsbedingte Kosten, die annerkannten Belastungen, z.B. Kinderhort, Riester-Rente, gemeinsame Schulden..) bleibt mein "bereinigtes Einkommen" im März bei 1555 Euro., was um 500 Euro weniger, als das bereingte Einkommen im 2007, das nach der Formel gerechnet wurde: ("komplettes Einkommen / 12" ;) .
Ich habe selbstverständlich kein Weinachtsgeld jetzt im März. Auch keine Rufbereitschaftszulagen werden im März ausgezahlt.
Zahle ich den aktuell geforderten Unterhalt für mein Kind und meine Ex, so bleiben mir für einen Monat 364 Euro fürs Leben und Miete.
Ich wollte eigenen Augen nicht glauben, aber die Mathematik ist stur.
Was soll ich nun tun? Der Kinderunterhalt bleibt ja unberührt. Ich darf ja den Trennungsunterhalt kürzen, oder sehe ich das falsch? Selbstbehalt ist auch kein Reichtum, aber ich lande beim drittel des gesetzlichen Selbstbehaltes (ich bin in Niedersachsen, also 900 Euro) Meine Miete ist 330 Euro. Das hiesse, ich muss für 34 Euro im Monat irgendwie auskommen. Das ist doch Absurd!!!
Was tut man, wenn das Einkommen vom Monat zu Monat nicht konstant ist?
Hat jemand irgendwelche Ideen? Ich danke Euch schon im Voraus.

LG
Foreigner

-- Editiert von foreigner am 21.03.2008 12:58:34

-- Editiert von foreigner am 21.03.2008 13:00:04

-- Editiert von foreigner am 21.03.2008 13:01:08

-- Editiert von foreigner am 21.03.2008 13:05:12

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Einkommen Euro Kind Leben


52 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 211x hilfreich)

Hallo, foreigner!

Ich hoffe, dir ein wenig helfen zu können.
Dein SB liegt bei 900€, gegenüber dem Kind.
Dein SB gegenüber der KM beträgt 1000€.
Du solltest dich zudem anwaltlich beraten lassen und nicht auf die Berechnungen der Gegenseite vertrauen.
Berufsbedingte Aufwendungen, soweit diese die pauschalen 5% übersteigen sind - wenn nachweisbar - anrchenbar.
Auch die dir auferlegten Kosten für den Kinderhort würde ich auf ihre Richtigkeit hin überprüfen lassen.
Richtig ist das Zusammenfassen aller Einkünfte, der vorausgegangenen 12 Monate.

Viel Erfolg!

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#2
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

Hi, Philosoph,
vielen Dank, das Du geantwortet hast.

Ph>> Richtig ist das Zusammenfassen aller
>> Einkünfte, der vorausgegangenen 12 Monate.

Das ist grade jetzt mein Problem.In der Summe der vorausgegangenen 12 Monate sind Zulagen etc. berücksichtigt, die ich in menen regulären Gehaltsmitteilungen nicht sehe, z. B. Weinachtsgeld. Das Weinachtsgeld ist bereits ausgegeben (und zwar noch VOR der Trennung). Nun habe ich mein "nacktes" Gehalt, dass verständlicherweise niedriger ist als mit dem Urlaubs- bzw. Weinachtsgeld zusammen.
Fakt ist, ich sitze nun mit meiner aktuellen Gehaltsmitteilung und mit dem Taschenrechner und versuche irgendwie zu verstehen, wie ich von dem "nackten" Gehalt die geforderte Summe zahlen kann. Bei dieser Tendenz, ist auch mein Dispo in Paar Monaten ausgeschöpft. Kann mich, übrigens, jemand verpflichten, ins Dispo-Minus zu gehen? Und dann? Die "erste" Zulage von Paar Hundert Euro (Urlaubsgeld) erwarte ich erst im Juni. Ich beführchte, ich komme einfach nicht hin.
Ich habe gegen Trennungsunterhalt kaum was anzuwenden, aber das Geld dafür muss wenigstens da sein, oder verstehe ich was falsch?

Ph >> anwaltlich beraten lassen und nicht auf >> die Berechnungen der Gegenseite vertrauen.

das Komische ist, bei einer Anwaltsberatung hat mir ein Anwalt die von der Grössenordnung her ähnlichen Summen berechnet. Das weitere "Tätigwerden" des Anwaltes würde mir 800 Euro kosten. Herzlichen Glückwunsch! Mit einer Zero auf dem Bankkonto :-(. Ich kann das Angebot vom Anwalt einfach nicht annehmen.

Ph>> Auch die dir auferlegten Kosten für den >>Kinderhort würde ich auf ihre Richtigkeit >>hin überprüfen lassen.

Das Kind ist im Hort bis Juli. Dann endet die Veranstaltung, da das Kind auf eine weiterführende Schule geht. Reduziere ich meine Belastungen um die Hortkosten, würde die Trennungsunterhaltssumme entsprechend erhöht. Die Hortkosten hat dann meine Ex zu tragen.
Ein Teufelskreis, würde ich sagen :-(.

Das Problem ist auch, das meine Ex auch nich ausreichend Geld zum Leben hat. Von der Sicht der Behörden ist sie samt Kindes "reich genug" und kann angeblich keine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Alle drei (meine Ex, mein Kind und ich) sitzen also in einer Falle :-(.

Fällt Euch was ein, was man tun könnte bzw. wo man sein Recht finden kann? Oder muss ich einfach die Karre gegen die Wand fahren und einfach die Gerichtsvollzieher in meine leere Single-Wohnung einladen? :-( Aber das ist ja auch kein Ausweg, denn es geht auch um mein Kind und sein Existenzminimum!


-- Editiert von foreigner am 22.03.2008 10:53:15

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#3
 Von 
guest123-1663
Status:
Lehrling
(1571 Beiträge, 559x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

@Camper
Der Tip ist in der Tat aussergewönlich :-). In dem § 170 StGB geht es unter Umständen um ""Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren"" :-). Entscheidet das Gericht so, dann werde ich vom angesehenen IT-Ingeneuer zu einem Häftling :-). Der Spass einer kaputen Ehe ist ja wirklich nicht zu unterschätzen :-).

Camper >> gleich darauf hin, dass Du in diesem >>Jahr einfach weniger Einkünfte hast

Das kann ich also auch nicht, da die Einkünfte ungleichmäßig übers Jahr verteilt sind. Ich werde auch im 2008 mein z.B. Weinachtsgeld bekommen. Aber erst in 9 (!) Monaten. Auch Rufbereitschaftszulagen werden vom Monat zu Monat unterschiedlich ausfallen. Im März habe ich z.B. nix.
Wie ist es eigentlich bei den Leuten, die z.B. von Provisionen leben müßen? Ein Makler, Vertreter oder z.B. selbständiger Programmierer verdient in einem Monat unter Umständen normal und in dem anderen evtl. kaum fürs Leben ausreichend... Logischer wäre es, den Unterhalt ausgehend von der aktuellen Lage zu berechnen. Oder erwarte ich zu viel Logik in dem Leben :-( ?
Was ist mit Schulden? Kann ich gezwungen werden, um Unterhalt zu zahlen, die roten Zahlen auf meinem Dispo zu schreiben? Das Dispo ist ja weder unendlich noch kostenlos!
Wie sieht es aus mit irgendwelchen Beratungsstellen etc.? Das Händeschütteln bei einem Anwalt ist einfach nicht leistbar :-(

-- Editiert von foreigner am 22.03.2008 11:44:48

-- Editiert von foreigner am 22.03.2008 11:51:36

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#5
 Von 
guest123-1663
Status:
Lehrling
(1571 Beiträge, 559x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
guest123-1660
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1112x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#7
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 211x hilfreich)

Hallo, foreigner!

Bitte lass mal das StGB außen vor und versuche deine Probleme auf konventionelle Weise zu lösen.

quote:
Wie ist es eigentlich bei den Leuten, die z.B. von Provisionen leben müßen? Ein Makler, Vertreter oder z.B. selbständiger Programmierer...


Zur Unterhaltsberechnung von Selbständigen werden die Einkünfte der vergangenen drei Jahre Zugrunde gelegt, bei allen Angestellten sind es eben 12 Monate.

Auch wenn es manchmal schwer fällt, frage Verwandte und Freunde, ob sie dir aus deiner misslichen Lage und kurzfristig helfen können.

Erledige schnellstmöglich deine Einkommensteuererklärung, dann kommt auch bald wieder Geld ins Haus (wird als Einkommen gezählt). Auch in diesem, ersten Jahr der Trennung seid ihr gemeinsam veranlagt und behaltet eure Steuerklassen.

Notwendige und trennngsbedingte Kredite, für Neuanschaffungen können bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt werden, wenn du jetzt in deiner *leeren Single-Wohnung* sitzt.
Ich denke da nich an einen neuen HDTV, sondern eher an so praktische Dinge des täglichen Gebrauchs wie Geschirr, Besteck und Kühlschrank. ;)

Wenn du also aus diesen Gründen deinen Dispo ausgereizt hast, wandelst du diesen halt in ein reguläres Darlehen um.
Das spart Zinsen und wird dir deine Bank auch nicht verwehren.
Wähle eine längere Laufzeit, damit du zumindest erkennen lässt, dass du willig bist Unterhalt zu leisten.

Auch wenn deine zukünftige Ex bisher kein Mitglied der arbeitenden Kaste war, so kann von ihr erwartet werden, nach dem Trennungsjahr für ihren Bedarf selbst zu sorgen. Nicht sogleich im vollen Umfang, aber je oller je doller! :)
Ich nehme mal an, dass ihr gesundheitlich eine Erwerbstätigkeit zuzumuten wäre un sie nicht schon über 50 Jahre alt ist!?

Nochmal:
Dir müssten nach Abzug aller anrechenbaren Verbindlichkeiten und Untehaltsleistungen gute 1000€ verbleiben, da zuerst der KU und danach erst der TU bzw. BU berechnet wird.
Davon kann man leidlich leben, wenn die erste Durststrecke überwunden ist.

Lieben Gruß!




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#8
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

Was haben wir also vorläufig unter dem Strich?

1. Unter die vom Gestzgeber vorgegebene Selbstbehaltwassermarke darf ich nicht getrieben werden. Das ist ja gesetzwidrig.

2. Andererseits darf ich nicht auf eigene Faust die Unterhaltssumme reduzieren, um über der o.g. Wassermarke zu bleiben. Das ist ja auch gesetzwidrig!

Was ist das für eine Gesetzgebung, die sich selber dermaßen dementiert?!

Ich bin mir sicher, so eine Situation ist keine Ausnahme. Sitzen alle dann anschliessend im Knast? Oder geht man betteln bis das Weinachtsgeld ausgeschüttelt ist :-( ?
Übrigens, was ist mit dem Kindergeld? Es fliesst ja in die Gesamtsumme des Einkommens für das letzte Jahr des glücklichen Familienlebens ein. Ab der Trennung steht das KG der KM zu, denn das Kind bleibt bei ihr. Das heißt rund 1800 Euro im Jahr gibt es weniger Einkommen. Bei der Berechnung berücksichtigen die Anwälte diese Summe als Einkommen. Ich hätte anscheinend anstatt Nachrichtentechnik Jura studiern müßen :-).

-- Editiert von foreigner am 22.03.2008 15:45:36

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#9
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

>> frage Verwandte und Freunde, ob sie dir aus >>deiner misslichen Lage und kurzfristig helfen >>können.

Das kann doch nicht der Sinn dieser Gesellschaft sein! Wie aus meinem Nick hervorgeht, bin ich nicht deutsch genug um die wohlhabende Verwandschaft zu haben. Meine 63-jährige Mutter und meine Schwester-Studentin sind ja schlechte Kandidaten um meine Sponsoren zu werden. Den mußte ich selber ab und zu helfen, als ich glücklicher Familienvater war! Mehr Verwandschaft habe ich nicht. Vonwegen Freunde... Mal erlich, derjenige, der wohlhabende Freunde hat, die ihm Lebensunterhalt sicherstellen könnten, würde evtl. keinen Thread im Forum organisieren :-), sondern sich Paar Thausend Euros einfach geben lassen und sich auf dem Strand entspannen :-).

>> des täglichen Gebrauchs wie Geschirr, >>Besteck und Kühlschrank.

Das fällt mir ja bisschen schwer, meinen Schulkameraden in der armen Ukraine zu erklären, warum ich mir im wohlhabenden Deutschland als fulltime-beschäftigter IT-Spezialist 2 Monate lang keinen Kühlschrank leisten kann :-). Die kapieren das irgendwie nicht.

>> Ich nehme mal an, dass ihr gesundheitlich eine Erwerbstätigkeit zuzumuten wäre

Sicher ist das so!
Die Frage ist aber: WER wird ihr das zumuten? Doch nicht ich mit *bitte-bitte*!
Sie möchte gerne als Mediengestalter tätig sein (sie hatte vor 3 Jahren eine Ausbildungsmasnahme. Seit dem ist nix unternomen worden: keine Bewerbungen kein gar nichts. Die Qualifikation ist auch futch...).
Das Jobben kommt für sie nicht in Frage. Das sei nicht gut bezahlt.
Erlich gesagt, ich sehe auch keine Motivationen für sie ein Paar Hunderter zu verdienen. Der Trenungsunterhalt würde verkürzt werden und sie hat als Ergebniss das gleiche Geld.
(Die moralischen und ethischen Seiten dieses Verhaltens lassen wir außen vor. Ich finde das auch abstoßend, aber so ist nun mal der Mensch.., bzw. manche Menschen)


-- Editiert von foreigner am 22.03.2008 16:26:15

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#10
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

@ARTiger
Du schreibst wegen dem Darlehen bei der Bank:
>> Wähle eine längere Laufzeit, damit du >>zumindest erkennen lässt, dass du willig bist >>Unterhalt zu leisten.

Auf gut Deutsch hieße das: um den Unterhalt zu zahlen, soll man einen Kredit aufnehmen?!

Irgendwie ist mir die Logik unklar :-(
Ist der Unterhalt etwa nicht etwas Angemessenes, das man ohne Schulden zahlen kann? Ich bin irgendwie auch kein Schulkind mehr und hatte mir sogar naiv vorgenommen bis 50 (ich bin 42) schuldenfrei zu werden. Das scheint nicht so wirklich möglich zu sein :-(

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#11
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 211x hilfreich)

Lieber Fremder,

Beileibe! Deine Situation ist entspricht eher dem Regelfall, denn der Ausnahme! :grins:

Leider gehst du nicht ausreichend auf meine Vorschläge ein, sondern verbeisst dich in deinem hierundjetztundichweisundwillnichtmehrweiter.
Schade!

Nun nimm bitte mal wieder eine aufrechte Haltung an und blicke nach vorne.

Dass du in den Knast gehen sollst, will niemand.
Du sollst arbeiten gehen und möglichst für den nötigen Unterhalt sorgen!
Wenn du nicht ausreichend leistungsfähig bist, muss halt der Staat für den Ausgleich sorgen und dieser wiederum ggf. die KM zur Mitarbeit bewegen, ihr Einkommen selber zu bestreiten.

Das hälfitge Kindergeld wird dir auf den Unterhalt angerechnet.
In der DDT gibt zwei Tabellen.
Die eine zeig den Kindesunterhalt, nach Einkommenstufe und die Zweite die Zahlbeträge - reduziert um das anteilige Kindergeld.

Wenn ihr als Familie nicht mal zusammenrücken könnt verdient das mein Beileid, ist aber eher untypisch, für deinen Kulturkreis. :neck:

Was deine zukünftige Ex so gerne möchte spielt eine untergeordnete Rolle.
Während sie im ertsen Jahr TU erhält braucht sie nicht zu arbeiten (warum auch immer!).
Wenn deine Zeit der Verpflichtung ihr gegenüber abgelaufen ist, muss sie sehen wie sie zu Rande kommt und es wäre in ihrem eigenen Interesse, sich baldmöglichtst eine Perspektive zu schaffen.
Zuzumuten ist ihr eine Erwerbstätigkeit die ihrem Bildungsstand und ihrer Qualifikation entspricht - nicht mehr und nicht weniger.

Wenn du jetzt noch konstruktive Hilfe erwartest, wirst du diese bestimmt noch von anderen Usern hier erhalten, ich für meinen Teil klinke mich erst einmal wieder aus, denn ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du mich ein wenig auf die Schippe nimmst.
So dolle kann man ja garnicht leiden. :augenroll:

$$$

Tschüß und
lieben Gruß!

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#12
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 211x hilfreich)

Nachtrag:

Der Kredit sollte dich befähigen, dir die Dinge zu leisten, die dir aufgrund der Trennung nicht mehr zur Verfügung stehen.
Wenn du entspechende Anschaffungen bereits getätigt hast und das zu deinem überzogenen Konto geführt hat, kannst du halt ein Darlehen aufnehmen um dein Konto auszugleichen.
Dieses Darlehen würde dein Einkommen um die monatliche Tilgung reduzieren.
Der Unterhalt wird aus den laufenden Einkünften bestritten.

Tschö!

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#13
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

ARTiger schrieb:
>> Wenn ihr als Familie nicht mal zusammenrücken könnt verdient das mein Beileid, ist aber eher untypisch, für deinen Kulturkreis.

Das hat mit dem Kulturkreis nicht wirklich was zu tun, sondern mit den Möglichkleiten den potenziellen *Sponsoren*. Eine alte Dame und die gestrige Studentin mit dem Diplom, aber noch ohne Job kommen nicht wirklich in Frage. Weder finaziell noch deswegen, dass eigentlich ich als junger Mann den helfen soll und nicht die mir. Die wissen selber nicht, wie die über die Runde kommen sollen. In jedem Kulturkreis findet man diese Situationen, nicht wahr?

>> ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du mich ein wenig auf die Schippe nimmst.

Um Gottes Willen wollte ich den Eindruck wecken! Es tut mir wirklich Leid, wenn der entstanden ist.
Ich bin in Sachen Scheidung Laie. In unterschiedlichen Foren unterstütze ich gerne Computerlaien, für die irgendwelche PC-Probleme nicht lösbar scheinen. Nun bin ich selber auf die Hilfe der Internetgemeinde angewiesen, da ich dachte: ich verstehe was falsch.
Natürlich werde ich mich durchschlagen. Ich habe einige Seiten des Lebens gesehen. Als Student, als Soldat, als Bürger eines ziemlich chaotischen Landes..., und auch vor 12 Jahren als Nichts&Niemand in einem fremden Land. Und wenn ich kein Oil fürs Kartoffelbraten hatte, hatte ich die Kartoffel eben gekocht :-).
Ich habe mich für nichts zu schämen.
Die Ratschläge in Foren lese ich selbstverständlich aufmerksam und versuche das Beste für mich zu finden.
Ich danke Dir auch für Deine Ratschläge ganz herzlich.

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#14
 Von 
guest123-1663
Status:
Lehrling
(1571 Beiträge, 559x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#15
 Von 
1968alex
Status:
Lehrling
(1101 Beiträge, 118x hilfreich)

@Camper

Dein Vorschlag wird mal wieder nicht funktionieren.

@foreigner

Das wichtigste für Dich ist erst maql unter die 900 Euro Selbstbehalt kannst Du nicht kommen. Das harte daran ist wirklich es wird der Monatsdurchschnitt der letzten 12 Monate gesehen.

Das wichtigste derzeit ist das Du auf alle Fälle Den Kindesunterhalt leistest.

Wenn du derzeit 1555 netto monatlich hast aber im Durchschnitt 2000 Euro. Gehe ich mal davon aus das ein Zieleorientiertes Gehalt hast ?

Und nur mal so am Rande was ein gegnerischer Anwalt berechnet ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Sprich mach ein Gegenangebot
in der auf alle Fälle der volle KU enthalten ist. Solange das Geld nicht tituliert ist kann das Geld nicht ohne weiteres gefordert werden. Also bitte vollen KU und einen halbwegs vernünftigen TU an. Überweise KU und TU getrennt und bezeichne die Unterhalte genau z.B. Kindesunterhalt März bzw. Trennungsunterhalt März.

Dann kann bei einer Gerichtsverhandlung genau dargestellt werden welcher Geldeingang
für was zu verrechnen ist.

Apropo hätte noch einen Gebrauchten 2 Jahre alten Kühlschrank zu verkaufen Energieklasse A+.

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#16
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

Hi Camper,
danke für Deine sachlichen Ratschläge. Das werde ich evtl. doch tun, denn ich bin schon einwenig beunruhigt :-(

Zur Summen:

Die Forderung der Anwälte meiner Ex ist:
- Unterhaltsbetrag fürs Kind: 310,00 Euro
- Trennungsunterhalt für KM: 880,81
-------
Insgesamt: 11190,81 Euro

Einkommen im März (Gehaltsmitteilung): 2350,26 Euro

davon ziehe ich (und das haben auch die Anwälte gemacht) 5% berufsbedingte Aufwendungen (117,513) ab und habe als

Zwischensumme 2232,75 Euro.

Dann wird die Summe *bereinigt*:
die Belastungen werden abgezogen. Das sind 677,62 Euro.
Darunter 310,00 KU und der Rest, den ich an die dritten zahlen muss (Kinderhort, Lebensversicherung fürs Kind, meine Riester-Rentenversicherung und Kreditrate für den gemeinsamen Kredit).

*Bereinigt* ist mein Einkommen im März also:

(2232,75 - 677,62) = 1555,13

Davon nehmen wir 3/7 und kriegen als Ergebnis 666,48 Euro für die KM.

Das hieße, ich ziehe von dem *bereinigten* Einkommen diese 666,48 Euro ab und darf über den Rest für mich verfügen.

(1555,13 - 666,48) = 888,65 Euro

Also auch weniger als in der DDT :-(

Das Skurile dabei, dass die Anwälte für die KM nicht 666,48 fordern, sondern 880,81 Euro aufgrund meines Einkommens im 2007 geteilt durch 12(s. oben die Forderung).

Das hieße in Zahlen: wenn ich von meinem *bereinigten* Einkommen im März deren Forderung abziehen würde, hätte ich Folgendes:

(1555,13 - 880,81) = 674,32 Euro.

Über diese Summe dürfte ich also deren Ansicht nach für die Mite/Strom/Lebensmittel im Monat verfügen :-(.

Warscheinlich habe ich irgendeinen Fehler in meinen Berechnungen. Der wäre mir, erlich gesagt, lieber als der Gang zum Gericht :-).

Ich mag ja keinen mit meinen Problemen belasten. Aber in solchen Situationen ruft man doch die Internetgemeinde zur Hilfe...
Was ich ja naiv erwartet hatte, dass die Unterhaltszahlungen flexibel an das Einkommen angepasst werden. Das sieht irgendwie nicht danach aus :-(

-- Editiert von foreigner am 23.03.2008 00:27:29

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#17
 Von 
guest123-1663
Status:
Lehrling
(1571 Beiträge, 559x hilfreich)

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#18
 Von 
1968alex
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Lehrling
(1101 Beiträge, 118x hilfreich)

@Camper

Selbstbehalt gegenüber der Kindsmutter beträgt 1000 Euro. Das darfst einfach auch nicht vergessen, und das der Trennungsunterhalt viel höher angesetzt wird wie der BU. Und bei einem 10 jährigem Kind, kann verlangt werden das die Muter halbtags arbeitet. Also eins ist mit sicherheit für den foreigner von Vorteil udn zwar wenn die Scheidung zügig durchgeführt wird.

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#19
 Von 
guest123-1663
Status:
Lehrling
(1571 Beiträge, 559x hilfreich)

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#20
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

@Camper
Das mit dem Begriff "Mangelfall" im Thema des Threads ist (verstehe ich jetzt) nicht juristisch genug formuliert. Ich meinte, ich sehe bestimmte Geldengpässe bei mir, wenn ich alles, was ich zahlen muß und soll, gezahlt habe.
Ich bin im öffentlichen Dienst und werde nach TV-L (ehemalig BAT) bezahlt. D.h. es läßt sich exakt sagen, wann und was ich vom Arbeitgeber überwiesen bekomme. Die Ausnahmen sind die Rufbereitschaften (RB), die ich durchschn. alle 6 Wochen zu leisten habe. Eine Woche RB wird mit Brutto 150,00 Euro vergütet. Der RB-Plan hängt davon ab, wie die Situation mit dem Personal aussieht. In dem regulären Fall (6 Männer im Team) leistet jeder jede 6te Woche die RB.
Ist jemand aus dem Team im Urlaub etc., kann das geringfügig manchmal variiren.
Fakt ist, ich weiss es relativ genau, was auf meiner nächsten Gehaltsmitteilung stehen wird.
Die Sonderzahlungen werden auch zum festdefinierten Zeitpunkt ausgezahlt.
Es ließe sich also alles planen, wann und wie viel ich an TU zahlen kann. Der KU steht fest und da habe ich absolut keine Einwände.
Ich werde z.Z. nach der 3n Steuerklasse besteuert. Als ich die ohne juristisches Grundwissen gleich nach der Trennung ändern wollte, hat mir ein Anwalt gesagt, mir könne die absichtliche Miderung meines Einkommens vorgeworfen werden, da ich bis Ende des Jahres die Steuerklase 3 beibehalten darf ohne im 2009 die Steuer zurückzahlen zu müßen.
Mir geht es um den TU. Der KU ist unantastbar und das ist i.O. so. Wieso ich für die KM von dem verdienten Geld mehr zahlen soll, als mir fürs Leben bliebe, ist mir absolut schleierhaft :-(.
Noch mehr. Ich hätte auch nix gegen, vom z.B. Weinachtsgelt einen Teil auch an die KM zu zahlen. Aber doch nicht im Voraus 9 Monate vor dem Weinachtsgeld! Das irritiert mich einwenig :-(


-- Editiert von foreigner am 23.03.2008 12:17:31

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#21
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

@1968alex
>>Selbstbehalt gegenüber der Kindsmutter beträgt 1000 Euro.
Laut einigen Artikel im Internet ist der SB gegenüber der KM, wenn sie das Kind betreut, genau so hoch wie der SB gegenüber dem Kind selbst. Also 900 Euro.
(Den Sinn des SB von 1000 Euro würde ich verstehen nur, wenn das Kind bei der Trennung bei mir bliebe. Dann würden die Summen sowiso anders aussehen. Das Kind bleibt aber bei der KM)

>>bei einem 10 jährigem Kind, kann verlangt werden das die Muter halbtags arbeitet.

Sicher! Aber bisher konnte mir keiner (einschließlich Anwalt) sagen, wer und wie das verlangen kann. Ich mit meinem *Bitte-bitte, geh mal was verdienen!* :-)? Ich habe ja nicht die *Macht* des Arbeitsamtes, die Zahlungen sequenziel kürzen zu dürfen, wenn die KM keine Selbstinitiativen ergreift. Und für sie gibt es auch keine Anreize, was zu unternehmen, denn das Minimum wäre von meinen Zahlungen sichergestellt. Ich bin kein Zahnarzt, aber das alte Sprichwort *Zahnarztgattin ist immer Zahnarztgattin* scheint immer noch zu treffen :-).
Das Blöde daran, sie wohnt jetzt in der Wohnung, die wir für die Familie gemietet haben. Für 2 Personen ist diese zu groß und zu teuer. Mit dem, was ich ihr zu überweisen habe abzügl. ihrer aktuellen Miete landet sie unter dem sozialen Minimum. Für die Sozialbehörde sei sie wohlhabend genug und brauche also keine Hilfe. Sie ist in Panik. Und ich kann das nachvollziehen. Man kann ja nicht sofort die Wohnung verlassen und in eine kleinere einziehen. Die Kündigungsfrist der alten Wohnung, neue Kaution sofort beim Vertragsabschluss und solche Scherze...
Sie bietet mich um Hilfe, die ich sogar leisten würde (trortz dem Albtraum der Trennung und so). Aber ich bin auch kein Rockefeller... leider.. :-(
Der Teufelskreis schliesst sich also auch für sie.


-- Editiert von foreigner am 23.03.2008 12:53:20

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#22
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

@1968alex: Du schreibst:
>> und das der Trennungsunterhalt viel höher angesetzt wird wie der BU

Ich komme irgendwie auch mit der Begriffligkeit durcheinander :-(. In dem Schreiben des Anwaltes meiner Ex ist vom KU und TU die Rede. Kein Wort aber bez. Betreuungsunterhalt.
In meinen Augen hat der BU mit der Betreuung des Kindes zu tun. Das Kind ist z.Z. bis 13:00 in der Schule und dann bis 17:00 im Kinderhort. Die Kosten für den Hort (195,00 Euro) bleiben von mir übernommen. Allerdings bis Juli 2008, da das Kind im nächsten Jahr auf die weiterführende Schule gehen wird (es ist nun in der 4n Klasse Grundschule) und nicht mehr vom Hort betreut werden darf.
Der TU ist aber, so weit ich verstehe, dafür da, um dem ehemaligen Partner das Niveau sicherzustellen, das vor der Trennung genossen wurde (halte ich für ziemlich absurd, aber was sollst..) und hat mit der Kindesbetreuung eher relativ was zu tun.


-- Editiert von foreigner am 23.03.2008 16:24:28

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#23
 Von 
1968alex
Status:
Lehrling
(1101 Beiträge, 118x hilfreich)

TU = Trennungsunterhalt ist die Zeit bis zur Scheidung, Unterhalt für Frau

BU = die Zeit nach der Scheidung, Unterhalt für Frau nciht so knallhart wie innerhalb der Scheidung

KU = Kindesunterhalt also Unterhal tfür das Kind

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#24
 Von 
guest123-1663
Status:
Lehrling
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#25
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

ich werde z.Z. nach 3 besteuert.
Der Anwalt hat mir abgeraten die Steuerklasse in diesem Jahr zu ändern (ich dachte, dass muß man tun, ansonsten zahlt man die Steuer ab der Trennung zurück. In meinem Falle wäre das ab Februar). Die Argumentation des Anwaltes war, mir könne vorgeworfen werden, dass ich mein Einkommen absichtlich mindere, ich um weniger Unterhalt zu zahlen.
Na ja, er wird es besser wissen und ich hab's gelassen.

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#26
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 211x hilfreich)

Guten Morgen, foreigner!

Ich möchte dich mal freundlich bitten, deinen eigenen Thread weiter zu bedienen oder zu einer neuen Frage einen neuen zu eröffnen und dich nicht all zu sehr in denen der Anderen auszubreiten. :)

Ich weiss nicht, was eurer Trennung und damit verbunden deinem Auszug vorausgegangen ist, aber es leuchtet doch ein, dass euer Familieneinkommen nicht mehr ausreicht eine weitere Wohnung zu finanzieren und den Lebensbedarf aller zu decken.
Hättet ihr das Trennungsjahr nicht in der gemeinsamen Wohnung durchführen können?

Bei uns war es so, dass meine Frau - ohne den Grund der unzumutbaren Härte, mit den Kids auszog und somit ihre Bedürftigkeit selber hergestellt hat.
Sie weis um unsere finanzielle Situation und hat somit Unterhaltsansprüche - die ich nicht leisten kann - verwirkt.

Man könnte dir jetzt unterstellen, dass dies bei dir auch zutrifft, dass du eine Situation geschaffen hast, die euch in diese finanzielle Misere gebracht hat.

Deine Frau hat Anspruch auf TU und sie muss im ersten Jahr der Trennung nicht einmal Anstalten machen sich einen Job zu nehmen.
Ihr stehen zumindest 770€ zu und wenn die Miete der gemeinsamen Wohnung höher ist, sie aber nicht so schnell in eine günstigere umziehen kann, dann wäre das wiederum auch dir anzuschreiben, somit auch die Differenz zu tragen.
Kommt jetzt noch der KU obendrauf sind wir schon bei 1080€, die mindestens zu leisten wären.

Da hilft kein Jammern, sondern das hättest du dir auch zuvor überlegen müssen.

Lieben Gruß!













-- Editiert von ARTiger am 27.03.2008 10:24:20

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#27
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3854 Beiträge, 458x hilfreich)

Hallo Foreigner,

du beklagst dich, dass das bereits verbrauchte, bzw. noch nicht wieder ausgezahlte Weihnachtsgeld in die Unterhaltsberechnung mit einfließt.

Es geht noch kurioser: Mein LG hat eine vom Arbeitgeber vorgeschriebene und jeweils hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanzierte Altersvorsorge, die zum 65. Lebensjahr ausgezahlt wird. Er musste seiner Ex ihren Anteil der in der Ehe erworbenen Ansprüche bei der Scheidung ausgleichen. Obwohl er selbst das Geld erst in 20 Jahren bekommen wird, hat sie den Anspruch sofort. Wird dich nicht trösten, fiel mir aber gerade dazu ein und musste ich jetzt mal loswerden.

Grüße

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#28
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

@ARTiger
Hallo. Vielen Dank für deinen Hinweis auf den *eigenen* Thread. In den anderen Foren, wo ich selber aktiv als IT-Berater den anderen Teilnehmer helfe bzw. versuche zu helfen, gelten bisschen andere Umgangsregeln. Da ist man nicht verpflichtet nur beim eigenen Thread zu bleiben und um Gottes Willen die verwandten Themen nicht dikutiern zu dürfen. Ich dachte, auch in diesem Forum wäre man, wie das im Internet üblich ist, frei die Meinung zu allen Themen äußern zu dürfen.
Das "Bloß-in-andere-Threads-nicht-einmischen"-Prinzip
sollte eigentlich in der Forumpolicy stehen. Findest Du das nicht?

Außerdem wäre in meinen Augen so ein Hinweis (wenn überhaupt) von dem Autor des Thread angebracht, in den ich Deiner Meinung nach nicht einmischen darf/soll...

Ich bin aber nichtdestotrotz dankbar, das meinem Problem Deine Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn ohne Eure Reaktionen fühle ich mich in der Situation sehr unsicher.

Zum eigentlichen Thema:
~~~~~~~~~~
>> Hättet ihr das Trennungsjahr nicht in der gemeinsamen Wohnung durchführen können?
~~~~~~~~~~~
Nein.
Wir haben versucht, doch die Familie zu retten. Die Turbulenzen, wenn die Familie scheitert, übersteigen aber oft die Vorstellungen.
Der Familienberater, der uns beraten hat, hat mir z.B. gesagt, dass er nicht weisst, wie ich das Ganze überstanden habe (bei meiner Arbeit darf ich mir wegen NICHT-Konzentration keine Fehler leisten. Mein Job ist auch nicht stressfrei).
Mein Auszug war also das letzte Mittel, wo sogar unsere 10-jährige (!) Tochter uns direkt sagte, wir sollten nicht mehr zusammen sein.
Ich kann die Leute ja verstehen, die das Trennungsjahr aus finanziellen Gründen unter dem gemeinsamen Dach bleiben. Psychologisch gesehen ist das aber für manche beinah Selbstmord. Dabei meine ich nicht die Gewalt o.Ä. strafbare Sachen, sondern den permanenten Albtraum des Nichtverstehens untereinander.
Das sagt Dir so gut wie jeder Psyhologe.
Unser Familienberater sah das genauso. Seine Empfehlung war, den Zerfall der Familie zu akzeptieren und sich (auch örtlich) zu trennen.

~~~~~~~~~~~~~~~~
>> Man könnte dir jetzt unterstellen, dass dies bei dir auch zutrifft, dass du eine Situation geschaffen hast, die euch in diese finanzielle Misere gebracht hat.
~~~~~~~~~~~~~~~~

Solche Unterstellungen sind halt Unterstellungen. Und ich kann das beim besten Willen nich nachvollziehen, wie Du darauf gekommen bist.
Ich habe mir nichts in diesem Sinne vorzuwerfen. Vor 12 Jahren ohne ein einzelnes deutsches Wort im Wortschatz als Nichts in der BRD gelandet habe ich z.Z. als IT-Spezialist das Ansehenen einer großen Organistion. Ich habe also Einiges gemacht um von ganz unten doch in der immer dünner werdenden Mittelklasse zu gelangen. Die Startkonditionen dabei waren ziemlich miserabel. (In meinem, wie Du sagst, Kulturkreis, kenne ich ziemlich andere Entwicklungen..)
Die grundlegenden Prinzipien der Familienpartnerschaft waren aber von meiner Frau anders verstanden. (Als Beispiel nur: das Kind wird seit 7 Jahren im Kindergarten/Kinderhort ganztägig versorgt. Meine Ex hatte vor 3 Jahren eine Schulungsmasnahme, nach der sie keinen einzelnen Versuch unternommen hat, den gelernten Beruf als Mediengestalterin auszuüben.. Tja..
..Und um den Haushalt mußte ich mich oft auch (nach der Arbeit) kümmern..)
Meine Vorstellungen, was Familie ist, waren also doch die anderen...

~~~~~~~~~~~~~~~~~~
>> Da hilft kein Jammern,
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
ich versuche hier auch nicht zu jammern, sondern zu verstehen, wo die Logik bleibt und ob ich evtl. was an diesem Ganzem falsch verstehe.
Und dafür waren schon immer die Foren da (das weiss ich noch aus den alten Zeiten, wo es noch kein Internet gab)

~~~~~~~~~~~~~~
>> sondern das hättest du dir auch zuvor überlegen müssen.
~~~~~~~~~~~~~~~~

Statistisch gesehen scheitert jede dritte Ehe.
Das Konjunktiv *hättest* hat mit dieser Realität also nichts zu tun. Ohne persönlich werden zu wollen: Deine Ehe besteht, so wie ich verstanden habe, auch nicht mehr. Dieses Konjunktiv hat also Deine Ehe auch nicht gerettet :-(.

Das Blöde an dem Ganzen ist, das wir, meine Ex und ich, ja keine Feinde sind.
Ihre finanzielle Situation tut mir wirklich sehr Leid.
Sie ist aber, übrigens, eine gesunde erwachsene Frau, die behauptet selbständig zu sein. Sie macht aber das, was manche gerne machen: sich entspannen und auf die Gottes Geschenke warten... :-(
Ich helfe ihr nach wie vor mit allen meinen Mitteln (nicht nur finanziell, sondern handwerklich, beratend, etc.)...
Das Gefühl, *versenkt* zu werden haben wir, übrigens, beide :-(

-- Editiert von foreigner am 27.03.2008 22:30:51

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#29
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 211x hilfreich)

Hallo, foreigner!

Ich bin weder Admin noch der TE des anderen Beitrags.
Es wird nur sehr unübersichtlich, wenn - nach erfolgtem Beitrag, zum anderen Thema - die Geschichte einen anderen Weg geht.
Mir ist das übrigens auch schon passiert, habe aber entsprechende Kritik zugelassen, verstanden und bin bemüht, mich immer wieder daran zu erinnern, nicht zu weit vom Thema des TE abzukommen.

quote:
Unser Familienberater sah das genauso. Seine Empfehlung war, den Zerfall der Familie zu akzeptieren und sich (auch örtlich) zu trennen.


Nun sind deine Probleme existenzieller Art.
Dir geht es jetzt also besser?

Meine Frau hatte auch mit Unzumutbarkeit argumentiert, aber wenn ich dann dein Argument
quote:
...permanenten Albtraum des Nichtverstehens untereinander
lese,
muss ich dir in der Gewichtung deiner subjektiven Einschätzung ein wenig widersprechen.

quote:
ich versuche hier auch nicht zu jammern, sondern zu verstehen, wo die Logik bleibt und ob ich evtl. was an diesem Ganzem falsch verstehe.


Es gilt zu versuchen deine, sowie auch die Ansprüche der KM und des Kindes zu befriedigen.

Versuche es bitte nochmal mit Zahlen, denn das liegt dir am meisten.
Wie hoch ist die Miete der ehemals gemeinsamen Wohnung und gehen KM und Kind bald dort raus?

Angemessen wären 60m², für die Beiden.
Die Höhe der Miete ist zwar regional zu betrachten, aber zwischen 400€ und 450€ darf die Miete inkl. Nebenkosten schon liegen.

Lieben Gruß!














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#30
 Von 
foreigner
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 49x hilfreich)

Klasse, das wir trotz einigen Reibungen wieder beim Thema sind!
Als Neuling in dem Forum werde ich mich selbstverständlich an die Spielregeln anpassen müßen. Der Sinn eines Forums wäre m.M. doch, dass das Thema in der großen Runde diskutiert wird. Das war auch im römischen Forum :-) fast der Fall.
Für die Bans wegen dem Flood bzw. Offtopics sind normalerweise die Moderatoren da.

Ja, Du hast Recht. Die Trennung (wie eine ganz normale Trennung) war existenziell bedingt. Nur die Kirche wäre heutzutage der Meinung, dass die Ehen für immer und ewig geschlossen werden.
Nach der Trennung geht es allen inkl. Kind deutlich besser, auch wenn die Finanzen deren Bezeichnung nicht mehr verdienen :-). Das Kind hat übrigens anstatt einer kaputten Familie mit 2 Neurotiker :-) uner einem Dach 2 volkommen normale Elternteile.
Subjektive Einschätzungen mögen subjekiv sein :-). Fakt ist, dass 2 Menschen auch in der Familie 2 Menschen bleiben dürfen (Gegenverantwortung vorausgesetzt) und die Freiheit zur eigenen Weiterentwicklung haben müßen. Die Zusammenhaltung der Familie aus den finanziellen Gründen halte ich persönlich für unmoralisch. Sich selber gegenüber, aber in der ersten Linie dem/den Kind/er.

Zur Wohnsituation. Das ist noch eine mittelmäßige Katastrofe. Zusammen haben wir eine normale Familienwohnung Wohnung gemietet. Die Miete war/ist 660 Euro. Ich zog nun aus. Meine Miete ist jetzt 330 Euro (das war, übrigens, das Günstigste, was wohnbar war und dazu noch nah zur Arbeit..)
Von dem Anwalt meiner Frau erhielt ich ein Mal die Forderung die komplette (?!) Miete für die Familienwohnung zu übernehmen, da ich der einzige Mieter sei und die Wohnung kündigen solle. Ich habe sofort wiedersprochen. Ich bin nicht der einzige Mieter, sonder wir beide. Ich alleine darf die Wohnung nicht kündigen. Der Anwalt hat sich seitdem diesbezügl. nicht mehr gemeldet (zum Verhalten und Vorgehnsweise des Anwaltes habe ich im allgemeinen Forum einen Thread geöffnet. Er hat das Mandat meiner noch-nicht-Ex einfach gekündigt und ihr 900 Euro in Rechnung gestellt. Er hat für sie so gut wie nichts gemacht.. Sie ist nun auch deswegen einfach ratlos :-( )
Es war, wie gesagt, nicht mehr möglich unter einem Dach zu bleiben. Andererseits dachten wir an das Kind, das im nächsten Jahr auf die weiterführende Schule geht. Auf welche, steht noch nicht 100% fest. Der Auszug a.s.a.p. würde bedeuten, dass das Kind den letzten Monat dieses Schuljahres dem Umzug(Renovierungs)stress unterzogen werden müßte. Sie hat bereits die Empfehlung für's Gimnasium. Ob in so einer Situation sie nicht mit Zensuren *runterrutscht*, weiss ich nicht. Sie ist ein braves intelligentes Mädchen, aber die Arbeitsbedingungen sind auch für einen Erwachsenen wichtig, wenn es um Konzentration etc. geht.
Diesen Stress wollten wir ihr ersparen und bis Juli überstehen. In der naiven Annahme, das der Staat irgendwie für Paar Monate einspringen würde. Nicht umsonst, dachte ich, werden mir die Sozialabgaben abgezogen... Ich dachte dabei auch an die Skurilitäten der Sozialleistungen, die ich ab und zu mitbekomme, wo manche Nichtstuer und Nichtswoller alles und mehr bezahlt kriegen, ohne einen einzelnen Cent in die Staatskasse eingezahlt zu haben...
In unserem Falle shien mir die Situation doch so, als hätte meine Ex den Anspruch auf diese Paar Hunderter. Sie sucht grade nach einer Wohnung und bemüht sich, was Angemessenes zu finden. Wenn das aber mit dem Wohngeld o.Ä. nicht klappt, haben wir jetzt eine Woche um die Wohnung sofort zum 30 Juni zu kündigen. Meine Ex hat bereits die Zusage seitens der Sozialbehörde, dass ihr die Beihilfe (auch beim Umzug) zustünde. Wie sich angesichts der erechneten TU-Summen das entickelt...weiss z.Z. keiner. Ich ahne bereits keine positive Entwicklung (wenn man so konsequent in die Ecke getrieben wird, wird man langsam zum Pessimisten..)
Schade um das Kind.. :-(. Den letzten, den wichtigsten Monat in der Grundschule wird sie auf den Umzugskartons wohnen müßen :-(...
(Ob wir zusammen bis zum Ende des Shuljahres hätten bleiben können/sollen, stand, wie gesagt nicht mehr zur Diskussion.. :-( )


-- Editiert von foreigner am 28.03.2008 01:31:06

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