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Mehrbedarf Internatskosten

14. Februar 2012 Thema abonnieren
 Von 
carpfanatic
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Mehrbedarf Internatskosten

Hallo Zusammen,

ich bin Vater eines 15 jährigen Sohnes, der bei seiner Mutter lebt. Leider habe ich zu dieser kein gutes Verhältnis. In den vergangenen 12 Jahren bin ich als nicht sorgeberechtigter Vater in keine Entscheidung einbezogen worden.
So besuchte mein Sohn nach der Grundschule zunächst für zwei Jahre ein Gymnasium, wechselte dann auf eine Realschule, um ein weiteres halbes Jahr später auf der Waldorfschule zu landen.
Dieser hat er knapp zwei Jahre besucht. Nun ist die Mutter der Meinung, die Waldorfschule sei nun doch nicht die richtige Schulform. Also ist der neue Plan, dass mein Sohn ein privates Internat besuchen soll.
Da dieses 1300,- / Monat kosten soll, fällt nun vermehrt der Begriff "Mehrbedarf"

Mich würde nun interessieren, ob die Mutter meines Kindes realistische Chancen hat einen solchen Mehrbedarf geltend zu machen. Kann jemand helfen?

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35336 Beiträge, 13315x hilfreich)

Die Voraussetzungen für den Mehrbedarf müssen entweder von beiden Elternteilen gemeinsam gesetzt worden sein, oder aber er muss sachlich begründet sein. Insofern kann eine Privatschule eventuell auch unter Mehrbedarf fallen. Achtung: ich hab geschrieben kann, nicht muss.

Hier erlaube ich mir, Zweifel anzumelden. Jeder, der sein Kind auf eine Waldorfschule gibt, der weiss, welche Risiken diese Schulform birgt und welche Konsequenzen daraus erwachsen - oder sollte es zumindest wissen. Ich will hier nicht auf den Rassisten Steiner eingehen, nicht darauf, dass die Basis für die Naturkundelehre immer noch Goethe ist, dass Atlantis als geschichtliche Realität glehrt wird, dass Eurythmie gegen alles wie Haltungsschäden, Augenfehler, Bettnässen helfen soll, dass die Schüler ihre Schulbücher immer noch weitestgehend selbst schreiben müssen, dass die Lehrer in der Regel nicht den üblichen Ausbildungsstandart haben.

Fakt ist aber, dass die ersten 7-8 Jahre sehr gemütlich sind. Dass die Kinder keine Noten bekommen, nicht sitzen bleiben können, und schon in der 3.-4. Klasse gegenüber öffentlichen Schulen erheblich hinterher hinken. Dann in der zweiten Phase wird im Pensum angezogen, so sehr, dass gerade lernschwache Kinder scheitern müssen. Dies scheint jetzt die Kindsmutter erkannt zu haben. Soviel zum Hintergrund.

Daraus folgt, dass m.E. ein Schulwechsel von einer Waldorfschule weg immer sachlich begründet ist. Je eher, desto besser, damit die Lernlücken einfach nicht so groß sind. Allerdings vermag ich keine sachliche Begründung für ein Internat zu erkennen. Ich würde das Kind durchtesten lassen, um einfach mal den schulischen Status zu erkennen (diesen Test hälftig bezahlen), und eine entsprechende Umschulung veranlassen. Wird wahrscheinlich eine Hauptschule sein, aber nach deren Abschluß ist ja heute im Gegensatz zu früher auch noch alles möglich.

Jedenfalls würde ich nicht blind die Hälfte eines Internates zu zahlen. Den Sachgrund für den Wechsel hat ja schließlich die Mutter zu verantworten und (ganz wichtig) man weiß ja gar nicht, was für das Kind jetzt das Beste ist. Das alles ist doch arg konzeptlos. Und Konzeptlosigkeit mußt Du nicht finanzieren.

Vielleicht kannst Du Dich ja mal schlau machen. Woran liegt das Scheitern des Kindes? Wie geht man das an? Viele psychologische Institute der Unis bieten so Tests gratis an im Rahmen ihrer Forschungen. Mir hat seinerzeit ein Behindertenzentrum weiter geholfen. Mein Jüngster kam auch schulisch nicht in die Gänge, und das bei guter Intelligenz. Es wurde dann eine Entwicklungsstörung festgestellt, wir wußten, was zu therapieren war. Gut, Abi zwei Jahre später als geplant (wen stört es?), heute erfolgreicher Dipl.-Ing..

Ist es denn gar nicht möglich, mal in der Richtung mit der Mutter zu sprechen, also erst einmal Ursachenforschung zu betreiben?

wirdwerden



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