Hallo zusammen,
ich stecke momentan in einer schwierigen finanziellen Situation und habe einige Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Ich möchte mein Einkommen erhöhen, ohne dass ich dadurch gezwungen werde, mehr Unterhalt zu zahlen. Die Idee, die ich hatte, war, einen Minijob zusätzlich anzunehmen.
Die Gründe dafür sind recht persönlich und empfindlich: Meine Exfrau hat mich betrogen und sich scheiden lassen. Dabei hat sie mich ausgenommen, mein Auto auf sich umgemeldet und durch alle möglichen tricks mir alles genommen, was ich habe, obwohl sie es nicht dringend nötig hat.
Sie wohnt in einer abbezahlten, frisch renovierten Wohnung ihrer Mutter, hat ca, 250.000€ Vermögen durch Erbe und eine reiche Mutter, die sie unterstützt. Sie ist Beamtin und verdient bei 35% Teilzeit schon 2300€. Darüberhinaus hat sie einen neuen Partner mit hohem Gehalt (ingenieur). Sie hat also 2300€ Nettogehalt + 750€ Unterhalt + 510€ Kindergeld = 3560€ zur Verfügung. Unsere beiden Kinder (4+5) Leben bei ihr. Ich habe die Kinder alle 2 Wochen, das gesamte Wochenende.
Da ich monatlich 750 € Unterhalt plus 120 € Kitakosten zahlen muss, bleibt mir von meinem eigentlichen Gehalt von 2.800 € netto kaum etwas übrig – fast nur noch 1.900 €. Ich bin mit 10000€ verschuldet, zahle davon 100€ monatlich ab. Miete zahle ich alleine schon 650€ warm (billiger geht’s nicht). Und einen Autokredit von 250€ muss ich auch bezahlen. Wenn ich meine beiden Kleinen Jungs bei mir habe, habe ich zusätzliche Kosten von ca 50€ im Monat.
Im Monat bleiben mir nach allen Kosten am Ende nur 50-100€ übrig (zum Sparen oder freien Ausgeben), während meine EX im Geld schwimmt. Das ist absolut ekelhaft und unfair ! ! !
Aus diesem Grund überlege ich, einen Minijob aufzunehmen, um endlich etwas Geld für mich selbst zu haben; und zwar klar egoistisch NUR FÜR MICH! Meine Sorge dabei ist jedoch, ob ich diesen Minijob auf lange Sicht verheimlichen kann oder ob es Möglichkeiten gibt, dass er doch entdeckt wird und letztlich mein Einkommen und die Unterhaltszahlungen beeinflusst, da er ja als Einkommen mitgezählt wird. Und das möchte ich auf gar keinen Fall. Meinen Kindern geht es mehr als gut. Und wieso um gottes WIllen soll ich noch mehr Unterhalt bezahlen? Ich muss und will auch Leben. Und aktuell lebe ich nur um den Unterhalt zu bezahlen und Schulden zu bezahlen!!
Welche Möglichkeiten bestehen mir das nachzuweisen? Da der Minijob ja steuerfrei ist, erscheint dieser ja nicht bei der Steuererklärung oder übersehe ich da was?
Danke im Voraus!
Minijob und Kindersunterhalt
https://www.scheidung-online.de/unterhalt/einkommensberechnung/nebenjob/
Einfach mal lesen
Die Gründe sind bei Fragen nach Unterhalt für Kinder vollkommen irrelevant. Wenn dir mehr als der gesetzl. vorgeschriebene Selbstbehalt von derzeit 1.240,- verbleibt, ist es eben so.Zitat :Die Gründe dafür sind recht persönlich und empfindlich:
Ja. Du übersiehst, wo du deine *Schwarzarbeits-Frage* stellst.Zitat :oder übersehe ich da was?
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Das ist generell keine gesunde Taktik. Man sollte immer mit offenen Karten spielen. Spätestens im Gericht besteht Wahrheitspflicht. Aus verschwiegenem Einkommen kann sich nicht nur ein strafbares Handeln ergeben, sondern auch zivilrechtliche Schadensersatzansprüche.Zitat :Minijob auf lange Sicht verheimlichen
Laut der Beschreibung bekommen die Kinder ca. 105% Mindestunterhalt. Das ist ein bisschen mehr als das Existenzminimum. Nicht mehr und nicht weniger. Was du hier fehlerhaft einblendest ist die gute Vermögenslage der Mutter, die du ganz selbstverständlich auf dein eigenes Eltern-Kind-Verhältnis und über deine Barunterhaltsverpflichtung spannst. So funktioniert Kindesunterhalt aber nicht.Zitat :Meinen Kindern geht es mehr als gut.
Du solltest dich auf Rechtliches in diesem Forum (und auch in Gedanken) beschränken. Du hast zum Leben nach Abzug der Unterhaltszahlungen 1.900 € übrig. Damit bist du fernab vom notwendigen und sogar noch über dem angemessenen Selbstbehalt. Sich in dieser Situation als armer Schlucker hinzustellen, der nur für den Unterhalt arbeitet, ist objektiv Bull**** und sachlich nicht zu begründen. Die Kinder über den Unterhalt am Auto und privaten Schulden beteiligen? Wohl kaum.Zitat :Und wieso um gottes WIllen soll ich noch mehr Unterhalt bezahlen? Ich muss und will auch Leben. Und aktuell lebe ich nur um den Unterhalt zu bezahlen und Schulden zu bezahlen!!
Sinnvoll wäre: Minijob von vornherein mit der Exfrau kommunizieren und ggf. eine Vereinbarung hierüber treffen, dass dieser nicht angerechnet wird.
Im Worst Case lassen sich die Kinder nicht darauf ein und fordern eine Stufe mehr Unterhalt. Dann hat man 500 € mehr Einkommen und 50 € mehr Ausgaben für Unterhalt. Bleiben immer noch 90% des Einkommens übrig. Ist das wirklich so schlimm? Vermutlich nicht.Zitat :Und das möchte ich auf gar keinen Fall.
Zitat :Das ist absolut ekelhaft und unfair ! ! !
Emotional hast du mit deiner Ehe offenbar noch gar nicht abgeschlossen und machst dir das Leben schwer. Das Verschuldensprinzip bei Scheidung ist nun schon ein paaar Jahrzehnte Geschichte - es wird Zeit, dass auch du das zu den Akten legst. Und wenn deine Frau dich ausnehmen konnte, gehört ein anderer dazu, der es sich hat bieten lassen ....
Jedenfalls wird deine Idee so nicht funktionieren.
Noch in Ergänzung zu den zutreffenden Ausführungen von @smogman: Kinder sind nicht dazu da, durch Beschneidung ihrer Unterhaltsansprüche die Schulden der Eltern zu bezahlen. Und Kinder sind auch nicht dazu da, das andere Elternteil abzustrafen. Es sind Ansprüche der Kinder, um die es geht, nicht Ansprüche der Ex. Und die Ex leistet ja durchaus auch ihren Anteil auch in finanzieller Hinsicht. Sie arbeitet nur teilzeitig. Verzichtet also auf ziemlich viel Geld im Monat. Und, weder der Next Deiner Ex noch die wohlhabende Mutter der Ex noch irgendwelche andere Dritte können für den Unterhalt Deiner Kinder herangezogen werden.
wirdwerden
Es geht auch recht einfach ohne persönliche Anfeindungen....
Solange man mit seinem Minijobgehalt nicht in eine höhere Einkommensgruppe rutscht, passiert nichts und es muss auch nichts verheimlicht werden.
Zitat :Ja. Du übersiehst, wo du deine *Schwarzarbeits-Frage* stellst.
Sollen die * schönen, dass Du dem TE hier eine Straftat unterstellst?
Ich las:
Zitat :Gehalt von 2.800 € netto.....
Zitat :einen Minijob aufzunehmen...und zwar klar egoistisch NUR FÜR MICH!...da er ja als Einkommen mitgezählt wird...Und das möchte ich auf gar keinen Fall.
Seine Sorge ist berechtigt.
Um nicht in eine höhere Einkommensgruppe zu rutschen, wäre ein Minijob mit wieviel € möglich?
Zitat :Um nicht in eine höhere Einkommensgruppe zu rutschen, wäre ein Minijob mit wieviel € möglich?
Um nicht mehr zahlen zu müssen, muss der TE unter 2500€ bleiben, genauer geht es nicht, da hier niemand das bereinigte Netto kennt.
Zitat :Ich las:Zitat :Gehalt von 2.800 € netto...
Das ist entweder nicht das bereinigte Nettoeinkommen, welches zur Berechnung des Kindesunterhaltes herangezogen wurde, oder es wird kein Unterhalt nach aktueller Tabelle gezahlt.
Und jetzt?
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