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Muss ich den Unterhalt an meine EX oder ihren Anwalt zahlen?

 Von 
Marco1982mm
Status:
Beginner
(80 Beiträge, 2x hilfreich)
Muss ich den Unterhalt an meine EX oder ihren Anwalt zahlen?

Hallo,...
Kurz zur vorgeschichte,...
Ich lebe in Deutschland und meine Frau in México (sie hat aber auch den deutschen pass).
Wir hatten beide einen Anwalt um Unterhaltsansprüche und Hausrat zu klären.
Mir wurde gesagt das ich den Trennungsunterhalt direkt an ihren Anwalt zahlen muss und er das dann wohl weiterleitet.
Jetzt habe ich gehört das von dem Unterhalt nur ca 15% bei ihr ankommen weil ihr Anwalt den Rest gleich einbehält. Ist das alles so rechtens? Klar ist das der Anwalt irgendwie/irgendwann auch sein Geld bekommen muss,..aber kann ich den Unterhalt nicht direkt an sie überweisen und sie einigt sich dann mit ihren Anwalt auf eine niedrigere Ratenzahlung? Sie muss ja auch von irgendwas leben im Moment .

Und hätte sie nicht auch Anspruch auf irgendwelche Beratungsscheine gehabt? (Sie lebt in México, der Anwalt ist aber hier in Deutschland)

Außerdem kommen mir noch folgende Dinge etwas seltsam vor.
1. ihr Anwalt will ihr noch keine Rechnung schreiben, sondern erst nachdem die Scheidung komplett durch ist.
2. ihr Anwalt will sie bei der Scheidung vor Gericht vertreten (mein Anwalt sagte allerdings das es reicht wenn nur er anwesend ist,..ihr Anwalt muss da garnicht erscheinen)!?
3.Ihr Anwalt hat für sie Für die Scheidung Verfahrenskostenhilfe beantragt!? (Wozu denn wenn ich sie doch schon bewilligt bekommen habe),..oder ist das tatsächlich so das das beide Seiten brauchen?

Stehe grad völlig auf den Schlauch,...wäre nett wenn mich jemand aufklären könnte

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Unterhalt Scheidung Anwalt Anspruch


14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1246 Beiträge, 109x hilfreich)

Das Vertragsverhältnis zwischen deiner Frau und ihrem Anwalt betrifft dich nicht.

Der Unterhalt steht doch deiner Frau zu, was hindert dich ihn direkt auf deren Konto zu überweisen?

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#2
 Von 
Marco1982mm
Status:
Beginner
(80 Beiträge, 2x hilfreich)

Wie gesagt, ich habe meinen Anwalt gefragt und er sagte das ich das Geld auf das Konto ihres Rechtsanwaltes überweisen muss

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17743 Beiträge, 7882x hilfreich)

Und was genau hat Ihr Anwalt auf die Frage geantwortet, ob es rechtens ist, dass nur 15% bei Ihrer Frau ankommen?
Fragen Sie doch mal Ihren Anwalt, ob Ihre Frau auf weitere anwaltliche Unterstützung verzichten kann, wenn jetzt alles geklärt ist. Das spart sicher eine Menge Geld.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31608 Beiträge, 12525x hilfreich)

Was wirklich bei der Frau ankommt, das weiß auch der Fragesteller nicht. Außerdem ist die Angabe von %en ja nun gar nicht zielführend. Bei einer international ausgerichteten Scheidung ist es immer sinnvoll, wenn beide Seiten anwaltlich vertreten sind. Und hier ist ja einiges für die Zukunft zu regeln. Klar langt es dem eigenen Anwalt, bzw. seinem Konto, wenn nur er in dem Verfahren tätig ist. Wenn er selbst VKH bekommt, dann wird der Betrag, den er bezahlt, ja nicht so furchtbar prickelnd sein. Und - ein Anwalt ist kein Bankinstitut.

Die Schlußrechnung kann der Anwalt erst schreiben, wenn das Verfahren beendet ist. Und der Anwalt des Fragestellers kann nun mal nicht die Interessen der Frau vertreten. Also alles im grünen (normalen) Bereich.

Und, es geht den Fragesteller doch einfach nichts an.

wirdwerden

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#5
 Von 
Marco1982mm
Status:
Beginner
(80 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von altona01):
Und was genau hat Ihr Anwalt auf die Frage geantwortet, ob es rechtens ist, dass nur 15% bei Ihrer Frau ankommen?
Fragen Sie doch mal Ihren Anwalt, ob Ihre Frau auf weitere anwaltliche Unterstützung verzichten kann, wenn jetzt alles geklärt ist. Das spart sicher eine Menge Geld.

Darauf hat er garnichts geantwortet weil ich ihn das nich garnicht gefragt hatte,...das ich das Geld direkt an ihren Anwalt überweisen soll sagte er vor 4 Monaten,...das bei meiner Frau kaum was davon ankommt weiß ich aber erst seit 2 Tagen

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#6
 Von 
Marco1982mm
Status:
Beginner
(80 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Was wirklich bei der Frau ankommt, das weiß auch der Fragesteller nicht. Außerdem ist die Angabe von %en ja nun gar nicht zielführend. Bei einer international ausgerichteten Scheidung ist es immer sinnvoll, wenn beide Seiten anwaltlich vertreten sind. Und hier ist ja einiges für die Zukunft zu regeln. Klar langt es dem eigenen Anwalt, bzw. seinem Konto, wenn nur er in dem Verfahren tätig ist. Wenn er selbst VKH bekommt, dann wird der Betrag, den er bezahlt, ja nicht so furchtbar prickelnd sein. Und - ein Anwalt ist kein Bankinstitut.

Die Schlußrechnung kann der Anwalt erst schreiben, wenn das Verfahren beendet ist. Und der Anwalt des Fragestellers kann nun mal nicht die Interessen der Frau vertreten. Also alles im grünen (normalen) Bereich.

Und, es geht den Fragesteller doch einfach nichts an.

wirdwerden


Warum weiß ich nicht was bei meiner Frau ankommt? Es sind ziemlich genau 30 Euro,..
Genau das ist halt die Frage ob sie ihren Anwalt noch weiterhin benötigt,...trennungsunterhalt ist bis januar (nachehelichen wird es nicht geben), Hausrat ist ebenfalls geklärt,..der Scheidungstermin wird im Januar oder Februar stattfinden (ist schon mündlich so zugesagt).
Hat es für mich Konsequenzen wenn ich das Geld jetzt einfach direkt an meiner Frau überweise?
Und warum konnte mein Anwalt schon eine zwischenrechnung schreiben und bei ihrem Anwalt geht es erst wenn das Verfahren beendet ist?
,,..und warum geht mich das alles nicht an? Nur weil man sich scheiden lässt heißt das ja nicht das mir meine Frau völlig egal sein kann

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#7
 Von 
Marco1982mm
Status:
Beginner
(80 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Marco1982mm):
Wie gesagt, ich habe meinen Anwalt gefragt und er sagte das ich das Geld auf das Konto ihres Rechtsanwaltes überweisen muss

Ich muss mich korrigieren,...habe grad gesehen das ich es sogar schriftlich habe das ich das Geld zu ihrem Anwalt überweisen soll

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31608 Beiträge, 12525x hilfreich)

Nu ja, Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Deine Frau nach der Scheidung noch einen Cent an ihren Anwalt zahlt. Ob Du rechtsbefreiend an sie direkt zahlen kannst, da hab ich so meine Zweifel. Kann also sein, dass Du dann zusätzlich den gegnerischen Anwalt bezahlen musst.

Nochmals, das ist eine Angelegenheit zwischen ihrem Anwalt und ihr. Also lass es laufen, wie es läuft, das ist in Ordnung.

wirdwerden

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#9
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15655 Beiträge, 2351x hilfreich)

Zitat (von Marco1982mm):
das ich es sogar schriftlich habe das ich das Geld zu ihrem Anwalt überweisen soll
Dann ist es doch erklärlich. Der Anwalt möchte sein Honorar sichern, jetzt also ratenweise über die laufende Zahlung. Dann nach der Scheidung kommt vermutlich noch eine eher kleine Schlussrechnung.

Zitat (von Marco1982mm):
und warum geht mich das alles nicht an? Nur weil man sich scheiden lässt heißt das ja nicht das mir meine Frau völlig egal sein kann
Nein, das heißt es nicht. Wenn man sich scheiden lässt, ist man gut beraten, VORHER zu fragen, was dit&dat bedeutet...was der Spaß kosten wird. Ob man 2 Anwälte braucht...usw. Das kann jeder tun.
Parallel zu deiner Zahlung an den RA kannst du nach Belieben deine Nochfrau zusätzlich finanziell unterstützen, wenn sie dir leid tut..

Zitat (von wirdwerden):
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Deine Frau nach der Scheidung noch einen Cent an ihren Anwalt zahlt.
Danke für die klare Antwort.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#10
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1246 Beiträge, 109x hilfreich)

Warun MUSST du an den Anwalt der Ex zahlen? Wenn er Geldempfangsvollmacht hat, dann kann die Ex das widerrufen. Ich gehe auch davon aus, dass der Anwalt der Ex kein Geld bekommen wird, wenn du die Zahlungen direkt an sie leistest, aber das soll doch nicht dein Problem sein.

Ich stoße mich hier an der Formulierung, dass der Ehemann die Gelder an den Anwalt der Ehefrau überweisen muss.

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31608 Beiträge, 12525x hilfreich)

Solan, er kann den Betrag auch an kleine grüne Männchen vom Mars zahlen. Die Kernfrage ist doch, ob Zahlungen befreiende Wirkung haben. Und normalerweise hat der Schuldner nicht die freie Auswahl wie beim Hauptgewinn auf der Kirmes. Die Standartvollmachten der Anwälte geben in der Regel das her, was hier geschehen ist.

wirdwerden

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#12
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1246 Beiträge, 109x hilfreich)

Ich finde, das dein Post hier wenig hilfreich ist. Unterhaltsberechtigt ist die Frau und nicht der Anwalt. Legt dieser dem Unterhaltsschuldner eine Geldempfangsvollmacht (meist id Vollmacht schon enthalten) vor, so muss der Unterhaltsschuldner an den Anwalt zahlen. Wird diese Vollmacht widerrufen und auf einen anderen Zahlungsempfänger (zB Bank), verwiesen, dann wird dorthin gezahlt und diese Zahlung hat dann natürlich auch befreiende Wirkung.

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#13
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15655 Beiträge, 2351x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Ich stoße mich hier an der Formulierung, dass der Ehemann die Gelder an den Anwalt der Ehefrau überweisen muss.
Zitat (von Marco1982mm):
habe grad gesehen das ich es sogar schriftlich habe das ich das Geld zu ihrem Anwalt überweisen soll
Soll=Muss. Vermutlich findet sich auch noch Kleingedrucktes. Marco hat also selbst eine Vereinbarung mit dem RA geschlossen. Daran sollte er sich tunlichst halten.
Zitat (von Solan196):
Wird diese Vollmacht widerrufen und auf einen anderen Zahlungsempfänger (zB Bank), verwiesen,
Da hat der RA ganz gewiss vorgesorgt.
Zitat (von Marco1982mm):
Sie muss ja auch von irgendwas leben im Moment .
Das stimmt.
Wir können aber lesen, dass ihre Eltern sie unterstützt haben und sie sicher auch jetzt nicht verstoßen.
Dass Scheidungsanwälte Geld kosten--- dürfte in Mexiko nicht anders als in D sein.
Ist der Anwalt bezahlt, geht der volle Trennungs-Unterhalt von dir an die Ex.
Und dann der nacheheliche Unterhalt---komplett und direkt von dir an die Ex.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#14
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1246 Beiträge, 109x hilfreich)

Die Frage ist nach wie vor, wer hat hier schriftlich befohlen an den Anwalt zu zahlen? Ich kann mir nicht vorstellen, das es einen Unterhaltsbeschluss gibt, in dem das Gericht festgelegt, dass die Unterhaltszahlungen an den Anwalt zu leisten wären. Das sollte wohl erst mal geklärt werden.

Die Vorsorge des gegnerischen Anwalts, betrifft ja nur dessen Mandantin, und nicht den Gegner.

Gut möglich, dass die beiden im Innenverhältnis irgendwas vereinbart haben. Aber das hat nichts mit dem Unterhaltsschuldner zu tun. Unterhaltsverpflichtet ist er nur seiner Ex und nicht deren Anwalt.



-- Editiert von Solan196 am 22.08.2020 20:14

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